YNAB – Cloud, Abo und keine Alternativen?

Segelboot

Ich nutze YNAB schon eine ganze Weile um den Umgang mit meinem Geld zu optimieren und nicht mehr von größeren Jahresrechnungen überrascht zu werden. Das funktionierte und funktioniert bisher wunderbar mit der Software auf meinem Mac und einer mobilen App für iOS für die schnelle Erfassung zwischendurch.

Es gab lange keine Updates mehr und nun sollte eine ganz neue Version kommen. Von Grund auf neu geschrieben, die Konzepte neu überdacht und umgesetzt. Vor ein paar Tagen war es dann soweit – YNAB, das neue YNAB wurde vorgestellt.

Die große Überraschung: Es handelte sich nicht mehr um eine lokale Anwendung sondern um eine Web-Lösung. Alles in die Cloud, alles im Browser, nichts mehr lokal. Ach ja… Im Abo, natürlich.

Das bisherige YNAB 4 läuft als “Classic” weiter und wird zumindest für 2016 noch unterstützt. Danach? Ungewiss. sad

Ich bin unglücklich. Warum? Und gibt es Alternativen?

In die Cloud?

In einer Budget-Planung stehen schon recht vertrauliche Details. Jede Kontobewegung wird eingetragen, Namen von Kunden sind aufgeführt, Rechnungsnummern hinterlegt, monatliche Geldeingänge vom Arbeitgeber sowie Bonus- und Provisionszahlungen, Informationen zur Steuer und zu Versicherungen, welche Abos man bei welchen Anbietern führt und so weiter.

Möchte ich all diese Daten online ins Internet stellen? Auf US-Servern eines US-Anbieters, der so etwas zuvor noch nie gemacht hat? Habe ich so viel Vertrauen in diesen Anbieter und darin, dass er meine Daten vor fremden Zugriffen schützt?

Blick zurück – YNAB 4

YNAB 4 speichert die Daten lokal auf dem Computer ab, die Sicherheit liegt in meinen Händen. Solange ich die Festplatte nicht von außen über das Internet verfügbar mache, tendiert die Wahrscheinlichkeit gegen Null, dass fremde Augen meine Daten sehen.

YNAB 4 nutzt allerdings, wenn man das möchte, die Dropbox um Daten mit der mobilen App auszutauschen. Es ist sehr praktisch, wenn man unterwegs direkt Ausgaben erfassen kann. Der Haken daran: Die Daten liegen unverschlüsselt auf der Dropbox!

Man darf jetzt einwenden: Wer Dropbox für diesen Abgleich nutzt, der kann auch das neue YNAB in der Cloud nutzen. Ich halte allerdings dagegen, dass der Dropbox-Sync optional ist, es ist also eine freie Entscheidung dies zu nutzen oder es zu lassen. Außerdem behaupte ich, dass wohl die meisten Anwender davon ausgehen, dass die Daten verschlüsselt sind – Ich las schon Tweets von Usern die das, zurecht, dachten.

Neues YNAB – Cloud only

Das Unternehmen, dass über Jahre unverschlüsselte Daten auf die Dropbox legte, die auf Supportanfragen dazu entgegneten, dass sie das Problem nicht sehen würden, dass es so schneller sei und sie daran nichts ändern werden, dieses Unternehmen bietet nun eine Web-Anwendung im Abo an und möchte mir versichern, dass die Daten sicher sind?!

YNAB geht zumindest in die Offensive und hat mal aufgeschrieben, was sie zum Thema Sicherheit denken und was sie tun.

  • Sie schreiben, dass sie eine 128-Bit-Verschlüsselung nutzen. Warum keine 256-Bit bleibt unklar. Für eine neue Anwendung erscheint mir das zumindest merkwürdig.
  • Sie schreiben, dass das YNAB-Team niemals mit den Nutzerdaten interagieren wird. Naja, sagen sie das wirklich? Zitat: “The YNAB Team does not access or interact with customer data as part of normal operations. There are cases where a customer requests that YNAB access their data, or where required by law.” Mit anderen Worten: Es ist dem YNAB-Team durchaus möglich Zugriff auf die Daten zu bekommen. Menschlicher Faktor als Lücke: Check.
  • Sie schreiben weiter unten auch: “We do analyze anonymous, aggregate data for internal business purposes.” – Erneut scheint mir, dass ein Schlüssel zu Daten jederzeit verfügbar ist und auch genutzt wird. Die Frage, warum man die Daten überhaupt verschlüsselt, schießt mir in den Kopf.
  • 2-Faktor-Autorisierung gibt es erstmal nicht. Dieses Feature wurde zunächst gestrichen weil man andere Dinge wichtiger fand. Macht mir nicht wirklich mehr Mut.
  • …und wenn ich lese, dass Familien, die eine gemeinsame Budget-Planung machen ihre Zugangsdaten teilen sollen, frage ich mich, wie eine 2-Faktor-Autorisierung überhaupt funktionieren sollte. Zumindest scheint es so, dass bisher nicht mehrere YNAB-Zugänge auf ein gemeinsames Budget verlinkt werden können.

Vielleicht bin ich zu pingelig, aber irgendwie riecht das alles etwas merkwürdig für mich. Eine Diskussion ist in einem YNAB-Forum zu lesen (Ihr müsst Euch ggf. registrieren um das lesen zu können)

Neue Funktionen

Ich habe mich nicht in die Tiefen eingelesen. YNAB bietet eine Webseite an mit Tipps zum Umstieg von YNAB4. Manche Begriffe haben sich geändert, manche Konzepte wurden verfeinert. Im Großen und Ganzen bleibt es aber YNAB.

Man soll nun Ziele angeben können und gezeigt bekommen, wie weit man dieses Ziel erreicht hat. Das finde ich praktisch. Ich habe die Ziele bisher als Kommentar zu einer Kategorie hinterlegt, habe dadurch diese Zahl aber nicht immer Blick. Einen Fortschritt zu sehen, kann schon etwas motivierendes haben.

Transaktionen sollen direkt importiert werden können. Vom Bank-Konto. Natürlich muss dazu die YNAB-Web-App Zugriff zum Konto bekommen… Was soll da schon schief gehen? Diese Funktion ist für uns in Deutschland / Europa aber ohnehin egal – Es funktioniert zunächst nur mit Konten in den USA und Canada.

Fehlende Funktionen

Auch hier bin ich nicht bis in die Tiefen gegangen, ich habe nur viele Kommentare gelesen.

Es gab Anfangs keinen Taschenrechner an den einzelnen Eingabefeldern. Das ist inzwischen nachgereicht worden.

YNAB 4 bietet bei der Erfassung der Kontobewegungen eine Spalte “Check #”. Ich habe sie nicht benutzt, es scheint aber viele User zu geben die diese Spalte praktisch fanden. Das neue YNAB hat sie nicht mehr.

Reports scheint es zunächst auch nicht zu geben. Aber gut, so etwas kann jederzeit nachgereicht werden.

In YNAB 4 sieht man mehrere Monate nebeneinander. Ich finde das praktisch um den Verlauf zu beobachten und um Daten leichter vortragen zu können. Das neue YNAB hat dies nicht mehr, man sieht nur noch den aktuellen Monat.

Die Funktion “Income for next Month” gibt es nicht. Ich nutze diese ständig. Sobald man die 4. Regel erreicht hat, “Lebe vom Einkommen des letzten Monats”, wird man diese Funktion gerne nutzen um das Budget für den nächsten Monat auffüllen zu können. Ob dies nachgereicht wird oder im neuen Konzept einfach nicht mehr möglich ist? Man wird sehen.

In YNAB 4 kann man überzogene Budgets, also solche, die ins Minus gerutscht sind, mit einem roten Pfeil auf den nächsten, bzw. die nächsten Monate durchrutschen lassen, statt sie sofort auszugleichen. Das nutze ich, wenn ich für Kunden in Vorleistung gehe. Das gibt es im neuen YNAB nicht mehr.

Abo

Das neue YNAB gibt es nur noch im Abo. $5 pro Monat oder $50 wenn man für ein ganzes Jahr bezahlt. Umsteiger von YNAB 4 bekommen, wenn sie zeitnah wechseln, weitere 10% Rabatt – lebenslang – und zahlen $45 pro Jahr.

Es ist die alte Diskussion: Ist mir diese Software so viel Geld im Monat oder im Jahr wert? Klar ist, dass meine Daten weg wären, sobald ich das Abo beenden würde.

Es ist weniger eine Diskussion über den Betrag – Ich würde auch eine neue Version für $60 kaufen – sondern mehr eine Diskussion um die Daten. Entscheide ich mich bei einer lokalen Anwendung keine Updates mehr zu kaufen, kann ich die alte Anwendung trotzdem noch viele Jahre lang öffnen um meine Daten zu sehen oder um mit der alten Version zu arbeiten. Bei einem Web-Dienst ist alles weg, sobald ich aufhören möchte zu zahlen – aus welchen Gründen auch immer.

Alternativen?

Ich habe mal Ausschau nach Alternativen zu YNAB gehalten – Sieht düster aus.

Es gibt zwar Anwendungen um sein Geld zu verwalten, die meisten schauen aber nur in die Vergangenheit. Bereits getätigte Ausgaben in Kategorien stecken und tolle Grafiken anzeigen – Das kann fast jede Online-Banking-Software. Aber eine richtige Budget-Planung, also verfügbares Geld auf Kategorien verteilen bevor man es ausgibt?

Manchmal ist so eine Planung in die Programme integriert, wenn ich aber schon in den Screenshot-Übersichten der Hersteller nichts dazu finde, dann ist mir klar mit wie viel Elan diese Funktion gebaut wurde.

Andere Programme schrecken mich von ihrer Erscheinung sofort ab. Ja, so etwas muss auch optisch Spaß machen oder zumindest nicht weh tun. Wieder andere sind eher komplette Buchhaltungs-Programme. Viel zu kompliziert.

Natürlich könnte man jede Banking-Software nehmen und einfach für jede Budget-Kategorie ein virtuelles Konto anlegen und dann dort hin “überweisen”. Das erscheint mir aber zu aufwendig und zu unübersichtlich.

Hier ein paar Kandidaten über die ich in Kommentaren gestolpert bin. Allerdings hieß es oft nur wenige Kommentare später, dass diese eben nicht wirklich eine Alternative wären:

Der Haken an allen dreien? Alles sind ebenfalls Web-Dienste.

Alle drei bieten einen kostenlosen Zugang. Bei allen dreien konnte ich nicht in wenigen Minuten herausfinden, womit diese ihr Geld verdienen. Vermutlich gibt es Premium-Zugänge – Was diese kosten und bieten und ob diese überhaupt gibt, konnte ich wie gesagt nicht herausfinden.

Weitere Möglichkeiten, nach denen Ihr mal selbst suchen könnt:

Zwei Links mit Übersichten weiterer verwandter Anwendungen:

Fazit

Ich bleibe vorerst bei YNAB 4. Die Anwendung läuft gut und soll zumindest für 2016 noch unterstützt und gepflegt werden. Was danach kommt ist noch unklar. Hoffentlich bringt Apple nicht wieder neue Prozessoren oder Betriebssysteme, so dass keine Anwendung ohne Anpassung mehr läuft. Solange dies nicht geschieht, wird YNAB 4 hoffentlich weiterhin funktionieren und mir gute Dienste leisten.

Vielleicht ist bis dahin auch ein Nachfolger auf dem Markt, der diese neue Lücke erkannt hat?

Wenn Ihr eine gute Alternative kennt und/oder nutzt, dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar – das hilft mir und anderen sicher weiter smile

41 Kommentare zu “YNAB – Cloud, Abo und keine Alternativen?

  1. Hallo,
    ich habe in den ersten Reaktionen des Twitter Accounts von YNAB gelesen das sie eine Mac App nachreichen werden.
    Es müssen wohl sehr viele danach gefragt haben.
    Ich hoffe das ist wahr. Ansonsten bin ich auch sehr an Alternativen interessiert.
    Zur Not werde ich mir aber eine Numbers/Exel Tabelle erstellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven

    • Das ist das Problem wenn ein Software-Anbieter mit Kunden spricht, die selbst keinen technischen Hintergrund haben.
      Die Daten sind in der Cloud, das wird sich nicht ändern.
      Natürlich kann man eine Desktop-App schreiben, mit der man dann – statt Browser – auf diesen Daten zugreift. Damit könnte man auch mal auf Reisen etwas nachschauen / erfassen, ohne dass man online sein muss – wenn die Daten in einem lokalen Cache liegen.

      Ich bin aber 100%ig sicher, dass da keine echte lokale App kommt sondern nur ein lokaler Web-Client mit maximal einem Cache zum syncen – Also etwas wie die iOS-App (vielleicht mehr Funktion) nur für den Desktop.

      Rechne also nicht mit einem lokalen YNAB wenn die von einer Desktop-App schreiben ;)

    • Ich habe auch gelesen, das es eine Desktop App geben wird, das bedeutet aber nicht, das es eine „Offline“ Version ohne Cloud-Zwang gibt.

      Ich finde die neuen Features, gerade die Goals aber so toll, das ich umstellen möchte.

      Klar, die Daten in der Cloud ist so eine Sache, aber da ich bisher den Dropbox Sync verwende, sind die Daten ohnehin „Online“ und das sogar unverschlüsselt. Da erhoffe ich mir von YNAB mehr.

      Alternativen? Ich kenne keine adäquate.
      YNAB4 ist sicher eine Option, die neuen Features könnt ihr dann halt vergessen :)

      Es fehlen zwar noch einige wichtige Features, aber ich glaube auch, das diese bald kommen werden. Zum Teil (Suche z.B.) sind bereits angekündigt worden.

      Wir diskutieren das im deutschen YNAB Forum unter

      https://www.didyc.de/t/ynab5-erste-eindruecke-fragen-und-tips/288

  2. Das ist wirklich sehr ärgerlich. Da kann man wirklich derzeit nur abwarten und auf Alternativen hoffen.

    Über die Implementierung kann man eh nur mutmaßen. Die 128-Bit-Verschlüsselung betrifft zwar „nur“ die Transportverschlüsselung, aber YNAB könnte trotzdem ein 256-Bit-Zertifikat verwenden. Die Daten sind zwar angeblich auch „at rest“ verschlüsselt, aber über die dort verwendete Schlüssellänge erfährt man nichts.

    Den direkten Zugriff auf (fremde) Bankkonten gibt es in der EU übrigens auch. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das eine EU-Verordnung oder nur -Richtlinie ist, aber Banken müssen eine genormte Schnittstelle zur Verfügung stellen, damit andere Banken darauf Zugriff haben können. Das dürfen aber eben nur Banken und das wird wahrscheinlich der Grund sein, warum YNAB das über einen externen Dienstleister (Finicity) durchführen lässt.

    Meines Wissens wird in den EU-Staaten bei einer Strafverfolgung auch zwischen Bankdaten und „normalen“ Daten unterschieden. Ein Bankkonto darf im Zuge von Ermittlungen nicht einfach so geöffnet werden. Dass aber jetzt amerikanische Behörden fast problemlos Zugriff auf europäische Kontoinformationen bekommen können (als Begründung dafür reicht ja schon eine blöde Bemerkung auf Facebook oder Twitter), ist ein absolutes No-Go.

    Kleines Detail am Rande: Durch den Wegfall der Safe Harbor-Richtlinie dürfen Unternehmen personenbezogene Daten nicht mehr „einfach so“ in unsichere Drittländer (aka USA) versenden. (Es nützt auch nichts, wenn YNAB darauf hinweist, dass sie sich an Safe Harbor halten. Diese Vereinbarung zwischen der EU und den USA gilt ganz einfach seit Oktober 2015 nicht mehr!)

    Wenn also ein Unternehmen die Zahlungen seiner Kunden in YNAB abbildet, dann DARF dieses Unternehmen nicht auf das neue YNAB wechseln!

  3. Ich habe gerade http://mobiware.de/moneycontrol gefunden. Werde es mir mal anschauen.

    • Berichte mal. Bin interessiert an Deinen Erfahrungen.

    • Hi Lars,

      Danke für den Tipp. Leider ist MoneyControl aber auch nur ein Blick in die Vergangenheit, oder habe ich was übersehen?
      Soweit ich das sehe, kann man damit nur dokumentieren, was man ausgegeben hat, aber nicht, was man den Monat über, bzw. über mehrere Monate plant auszugeben.

      Ich hatte mich vor einer Weile u.a. wegen dem Tipp bei Happy Shooting auf YNAB eingelassen und bin sehr zufrieden.
      Ich denke ich werde YNAB Classic unter Windows und Android weiter verwenden so lange das möglich ist. Vielleicht bringt die Cloud Variante bis dahin ja einen echten Mehrwert und ein wenig Sicherheit.

      @Boris
      Wäre denn technisch eine Anbindung an Dropbox oder sogar eigenen Webspace (NAS, Owncloud etc.) denkbar?

      • Hallo Sönke,

        Dropbox ist bisher ja bei YNAB 4 möglich.
        Andere Sync Dienste wohl mit Android möglich.

        Aber auch dann liegen die Daten ja im Internet und vermutlich sogar weniger sicher, als bei nYNAB

        • Dass die „Daten im Internet“ liegen, ist nicht das Problem. Es kommt immer darauf an, WELCHE Daten WO IN WELCHER FORM liegen.

          Sowohl Dropbox als auch YNAB benutzen die Speichersysteme von Amazon. Aber YNAB benutzt sie nur indirekt über Heroku (einem Dienstleister für Platform as a Service), d.h., dort ist eben ein weiterer Partner involviert, mit dem man keinen direkten Vertrag hat. Sollte der seine Geschäftsbedingungen ändern, dann ist YNAB nicht verpflichtet, diese Änderungen auch seinen eigenen Kunden mitzuteilen. Ein europäischer Anbieter muss das hingegen tun.

          Man kann natürlich davon ausgehen, dass alle Beteiligten brav ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Systeme abgesichert haben. Aber man hat keinen rechtlichen Schutz! Das Safe Harbor-Abkommen gibt es nicht mehr. Dadurch gelten keine europäischen Datenschutzbestimmungen und man kann diese Rechte eben auch nicht durchsetzen.

          Für Privatpersonen ist das egal. Die müssen einfach nur entscheiden, ob sie haben wollen, dass US-Behörden ohne richterlichen Beschluss in bestimmten Fällen auf die Daten und Datenverbindungen zugreifen können.

          Aber europäische Geschäftskunden DÜRFEN keine personenbezogene Daten in unsicheren Drittländern mehr speichern! Genau das wurde durch das Safe Harbor-Abkommen legalisiert, aber das gibt es eben seit Oktober 2015 nicht mehr.

  4. Achtung: Jetzt kommt der schon wieder mit Bank X… ;) … aber lies doch trotzdem mal:

    Ich hatte YNAB 4 ausgiebig getestet und war wie Du auch begeistert vom Ansatz, jedem „Dollar“ eine Aufgabe zu geben und den Fokus auf die Budgetierung und damit auf’s Sparen zu legen. Dann dachte ich bei mir: Bank X müsste das doch auch können, zumindest in ähnlicher Weise. Dadurch, dass echte (!) Umbuchungen zwischen Konten möglich sind (das kann so gut wie kein anderes Banking-Programm), habe ich mir eine Lösung erarbeitet: Für jedes Sparziel und für größere Ausgaben (Heizöl, Urlaub, Auto, Computer, Fotoausrüstung, usw.) habe ich ein eigenes Konto angelegt und diese z. B. „Rücklage Auto 2019“, „Rücklage iMac 2017“ usw. genannt. Ausserdem habe ich einen Rücklage-„Sammeltopf“ als Konto angelegt, auf den von den spezifischen Rücklagenkonten umgebucht wird. Diese Buchungen sind somit neutral und verändern nicht die Einnahmen oder Ausgaben (was sie ja auch nicht sollen und in anderen Banking-Apps leider tun!). Der Rücklage-Sammeltopf zeigt somit anhand des aktuellen Kontenstands, wie hoch die gesamten Ersparnisse über alle Rücklage-Konten hinweg sind. Vorteil. Dann habe ich Auto-Buchungen angelegt, die automatisch jeden Monat einen bestimmten Betrag auf dieses Konto umbuchen. Die Auswertungen habe ich am Ende so angepasst, dass bei „Liquide Mittel“ angezeigt wird, was ich an Geldreserven zur freien Verfügung habe – natürlich abzüglich der bereits angesparten Rücklagen. Ein einfacher Blick genügt also, und ich sehe meine freien Reserven. Bleibt Geld übrig, buche ich es auf „virtuell“ auf ein Rücklagekonto. Wird’s eng, so buche ich in die andere Richtung und das betroffene Spar-Ziel rückt in größere Entfernung. Das ist natürlich nicht alles, eine ausführlichere Beschreibung würde aber den Rahmen des sowieso schon zu langen Kommentars sprengen.

    Ich habe in meine Lösung schon einiges an Arbeit reingesteckt, aber dafür läuft es jetzt weitgehend automatisiert. Es ist mit Sicherheit nicht so elegant gelöst, wie bei YNAB, insbesondere was den Vortrag auf den Folgemonat angeht und dass jeder „Dollar“ eine Aufgabe bekommt – aber es ist nahe dran. Zudem kann ich Bank-Konten, Aktien-Depots und Paypal online verwalten und die Auswertungen viel flexibler anpassen.

    Für mich die perfekte Übersicht.

  5. Hi,

    ich bin auch von YNAB 5 enttäuscht und suche schon mal nach Alternativen, falls die Version 4 irgendwann nicht mehr richtig läuft.

    Bin bei meiner Suche über MoneyQiz (http://www.moneywizapp.com) gestolpert. Immerhin gibt es dort auch die Möglichkeit, Budgets anzulegen, wo man festhält, wie viel man in dem Monat ausgeben will. Allerdings ist die Logik dahinter etwas anders, als bei YNAB. Prinzipiell richtet man erst mal Kategorien ein und ordnet dann diese Kategorien den Budgets zu. Vorteil hier ist natürlich, dass man einem Budget mehrere und unterschiedliche Kategorien zuordnen kann. Vielleicht etwas flexibler, als es bei YNAB der Fall ist.

    Konnte mich aber noch nicht dazu überwinden, mir die Vollversion zu kaufen (übrigens für nur 24$), da YNAB 4 ja noch funktioniert und ich an sich sehr zufrieden bin.

  6. Derzeit läuft ein recht frisch gestartetes OpenSource-Projekt „BudgetFirst“, getrieben von einem ebenfalls frustrierten YNAB4-Nutzer: https://github.com/BudgetFirst/BudgetFirst/issues/19

    Mal schauen was draus wird :)

    • Bitte nicht wundern, wenn Budget First etwas langsam voranzukommen scheint – wir arbeiten rein in unserer Freizeit daran :)
      Weiters haben wir viel Arbeit in die Wiederverwendbarkeit gesteckt, was nach außen nicht stark sichtbar ist. Die Interaktion des kommenden 0.1 „proof of concept“ Releases wurde dann nur mit wenigen Zeilen Code erreicht – wir rechnen also mit einer Beschleunigung der Entwicklung.

      Die Gründe warum ich nicht nYNAB verwende, sind ziemlich ähnlich:
      https://plus.google.com/114920412757292417494/posts/JZS8ZtEkxMU

      Wir wollen sämtliche Online-Funktionalitäten rein optional halten und auch das (optionale) Verschlüsseln der Synchronisierung oder des gesamten Budgets ist angedacht (nach entsprechenden Best-Practices).

      Gruß,
      Thomas „urbanhusky“

    • Ich schau mir das auch mal an!

  7. (follow-up)

  8. Hallo,
    ich bin auch auf der Suche nach Alternativen. Ich habe mich vorher nicht wirklich überwinden können YNAB4 zu kaufen, weil ich Zweifel wegen der Sicherheit hatte. Da ich aber keine guten Alternativen fand, war ich bereit die Kröte eventuell zu schlucken – allerdings hat YNAB da dann selbst einen Strich durch gemacht…. Für mich sind die Übersicht und die Eingabemöglichkeiten unterwegs wichtig. Ich schludere gerne mit den Quittungen und trage sie dann abends oft nicht mehr ein…
    Deswegen habe ich MoneyControl gewählt und versucht damit zu arbeiten. Die Sicherheit ist aus meiner sicht gewährleistet, da die Daten lokal auf dem Handy/Computer gespeichert werden. Man kann die Daten nach Excel exportieren (auch ohne Dropbox und Webtool) und dort dann Auswertungen machen, wie man möchte. Man kann beliebig viele Unterkonten anlegen und Geld hin und her schieben, ohne dass das Budget beeinflusst würde…. Die optik finde ich ansprechend, so dass ich gerne Daten eingebe. (war bei einigen Tools leider nicht so) Soweit, so gut.
    Aber mir fehlt die Übersichtlichkeit enorm!!!!! Man kann die Buchungen in der app nicht nach eigenen Kriterien sortieren, wenn man das möchte. Man kann eine Quittung nicht nach mehreren Kategorien aufteilen, wenn man das braucht. Ein leichter Abgleich zwischen den Bewegungen auf einem Konto und den durchgeführten Eingaben zur Kontrolle ist nicht möglich. (Um herauszufinden, warum das eigene Konto einen anderen Saldo hat als es laut MC haben sollte.) Hierzu muss man einen excel-report über alle Buchungen machen, die zukünftigen Buchungen (fixkosten) rausschmeißen, die Buchungen, die andere Konten betreffen löschen, die Umbuchungen manuell mit einem Minus versehen, die Spalten an den Bank-Excel-Auszug der dortigen Buchungen anpassen und hat, wenn man sich nicht so gut mit excel auskennt, ab da noch jede Menge Handarbeit! Theoretisch gibt es einen Kontoauszug bei MoneyControl, aber vergiss es! Dort werden zukünftige Buchungen ebenfalls berücksichtigt, so dass die Kontostände niemals auch nur annähernd übereinstimmen können….und da es pdfs sind, kann man nichts störendes rausschmeissen. Geschweige denn, vergessene Buchungen ergänzen… Ach was war das bei ynab bequem, übersichtlich und einfach…..seufz

  9. Weil es zu diesem Blog-Beitrag noch immer Kommentare gibt und weil schon fast ein Jahr vergangen ist…

    YNAB schreibt NOCH IMMER vom Safe Harbour-Abkommen, das es mittlerweile fast ein Jahr NICHT MEHR GIBT.

    Der neue EU-US Privacy Shield hat keine Verbindung zum Safe Harbour-Abkommen, sondern wurde komplett neu verhandelt. Auch dort gibt es eine Liste von teilnehmenden Firmen, die jedes Jahr neu überarbeitet wird. In dieser Liste ist YNAB NICHT vertreten.

    https://www.privacyshield.gov/list

    Die technische Sicherheit der Daten lässt sich bewerkstelligen, aber die rechtliche Situation lässt es derzeit für EU-Firmen (und Ein-Personen-Gesellschaften) NICHT zu, dass personenbezogene Daten in unsicheren Drittländern (=USA) gespeichert werden dürfen.

    Solange YNAB nicht am Privacy Shield teilnimmt, DÜRFEN keine Geschäftsdaten und Kontostände dort gespeichert werden.

  10. Schon die App „Daily Budget“ angeschaut? Nach Eingabe des Einkommens und der Fixkosen, sowie eines Sparziels gibt einem das Programm aus wie viel man je Tag ausgeben darf um das Sparziel zu erreichen.
    Spart man auf was gezieltes hin gibt man es als sogenannte Große Ausgabe an und wann man das gerne machen würde, sobald das eingegebenen ist wird auch dies in der Kalkulation des „DailyBudget“ einbezogen.

    • Das ist ein guter Hinweis. Für iOS gibt es inzwischen ein paar Kandidaten, die ganz interessant aussehen:
      – „Daily Budget“ (Dein Tipp)
      – „Goodbudget Budget Planner: Money & Expense Tracker“ – Bildet das Konzept der Umschläge nach (nennt also nicht Budget)
      – „EveryDollar: Budget, Manage Money, Track Spending“ – Scheint dem Konzept von YNAB 4 am nächsten zu kommen
      – „MoneyControl – Track your daily budget“ – Sieht nach einem ähnlichen Konzept für Budget-Planung aus, bin nicht ganz sicher.

      Nur wenn man die Planung lieber an einem großen Display am Desktop machen möchte, z. B. um auch per Kopieren/Einfügen Beschreibungen oder Rechnungsnummern aus anderen Anwendungen bei der Erfassung zu übernehmen oder ähnliches, dann ist iOS / Android nicht unbedingt die angenehmste Lösung.

      Zu „Daily Budget“: Die gehen wohl von regelmäßigem Einkommen und regelmäßigen Ausgaben aus, als Standard. Da bin ich, ohne es getestet zu haben, unsicher, ob diese App die passende Lösung für Selbstständige ist? Da gibt es keine konstanten Einnahmen sondern jeder Zahlungseingang / jede Rechnung muss erfasst werden, so wie auch jede Ausgabe (von einigen Fixkosten wie Versicherungen, Miete abgesehen)

      • Diese Apps scheiden für mich fast alle aus, weil sie keine Desktop-Apps haben.

        Die Eleganz von YNAB 4 ist/war ja, dass man die ganze Budgetplanung in Ruhe daheim auf dem großen Monitor machen konnte und die App auf dem iPhone vor allem zur Dateneingabe benutzt hat. Die Synchronisation über DropBox ist sicher und auch für Geschäftsdaten aus EU-Staaten geeignet (DropBox unterstützt sowohl das Safe Harbour-Abkommen als auch EU Privacy Shield).

        Die Webapplikationen der oben angeführten Anbieter können das NICHT.

        Soweit ich das jetzt prüfen konnte, gibt es nur von MoneyControl auch eine Desktop-App. Die sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Die iOS-App kann man anscheinend auch problemlos testen und später durch In-App-Käufe zur Vollversion machen.

        Danke für den Tipp! Werde ich mir mal ansehen.

      • MoneyControl stellt leider nur die Ausgaben den Einnahmen gegenüber. Es ist keine Budgetplanung möglich, soweit ich das nach meinem kurzen Test beurteilen kann.

  11. Hi,

    wenn auch leider nicht quelloffen, scheint mir https://financier.io/ wohl einer der besten YNAB Klone zu sein. Ich bevorzuge eine App, bei der ich die Daten unter Kontrolle habe und nicht in der Cloud ablegen muss.

    Vielleicht ist ja https://firefly-iii.github.io/ noch eine Alternative. Nur müsste man beides mal näher beleuchten…

    • Jan, Du bist Dir hoffentlich im Klaren, dass financier eine Web-Applikation ist, die ganz einfach die HTML5-Fähigkeiten Deines Browsers ausnützt und ihre Daten in der Datenbank des Browsers ablegt. Einmal unbedacht den Cache geleert und das falsche Häkchen gesetzt oder den Browser neu aufgesetzt und alles ist futsch. Ein vernünftiges Backup kann man dadurch auch nicht wirklich machen. Das wird nur vernünftigerweise mit dem Abo und damit der Server-Anbindung funktionieren.

      Da würde ich mir an Deiner Stelle eher http://www.syniumsoftware.com/de/ifinance ansehen. Dort kannst Du auch lokal über das WLAN zwischen macOS und iOS synchronisieren, ohne über Dropbox oder iCloud gehen zu müssen.

      Ich habe übrigens von iFinance Version 1 bis 3 benutzt, bevor ich auf YNAB gewechselt bin. In Version 3 gab es zwar schon Haushaltspläne, aber noch nicht so leistungsfähig, wie in der derzeitigen Version 4. Sollte meine alte YNAB-Version irgendwann nicht mehr funktionieren, dann wäre iFinance für mich die erste Wahl. Ich würde dort alle Budgets von YNAB in Form von Haushaltsplänen abbilden. Das sollte eigentlich zufriedenstellend funktionieren.

      • Natürlich ist mir das klar. Man sollte das Projekt nur im Auge behalten und hoffen, dass sich daraus eine Self-Hosted Variante entwickelt, die mir die komplette Kontrolle über meine Daten gibt. Gerne gegen Geld, warum den Aufwand nicht entlohnen. Und gegen den Einsatz einer Web-Variante ansich spricht für mich persönlich überhaupt nichts. Im Gegenteil. Somit bleibst Du Plattform-neutral..

        iFinance ist zwar schön, aber als Linux User für mich leider nicht brauchbar :)

      • Nachtrag: Als kleine „Sicherung“ hast Du bei financier eine Export/Import Funktion, die Dir das Budget in JSON Dateien sichert und wiederherstellt. Aber klar, das Problem mit dem Löschen des Caches ohne Backup bleibt.

  12. @Boris
    Hi. Wie sieht es denn bei dir jetzt aus? YNAB Classic, Online oder Alternative? Ich nutze es jetzt über ein Jahr online und bin zufrieden. Wenn ich auch lange gebraucht habe nicht mehr in Kontoständen zu denken. Wenn es dann erstmal Klick gemacht hat gibt es kein Weg zurück. YNAB ist Weight Watchers für den Geldbeutel..,,

    • Bin immer noch auf Classic unterwegs und habe aktuell noch immer keine Ahnung wohin ich wechseln wollte, wenn Classic nicht mehr funktionieren würde

      • Ich hab’s schon weiter oben erwähnt: Mit iFinance kann man das Prinzip von YNAB in Form von (vielen) Haushaltsplänen implementieren. Es gibt dort auch Kategorien, mit denen man die einzelnen Buchungen innerhalb eines Haushaltsplans/Budgets weiter verfeinern kann.

        ABER, man verliert dabei auf jeden Fall den Komfort der GPS-Unterstützung von YNAB auf dem iPhone. Einfach nur den Betrag einzutippen und zu bestätigen geht bei iFinance nicht so einfach wie bei YNAB. Bei iFinance ist das einfach mehr Tipparbeit.

        Meiner Ansicht nach ist das aber derzeit trotzdem der beste Kandidat als mögliche Alternative für YNAB Classic. (Die Online-Version von YNAB kommt für mich nicht in Frage, weil YNAB weder bei Safe Harbour noch bei EU Privacy Shield teilnimmt. Geschäftsdaten aus der EU DÜRFEN dort NICHT gespeichert werden.)

  13. Sven Kortmann

    Hallo zusammen,
    ich nutze auch seit der legendären Bitsundso mit Hessi damals YNAB und habe leider auch noch keine brauchbare Alternative gefunden.
    Gestern habe ich mehr zufällig „CoinKeeper“ gefunden, dem werde ich parallel mal einen kleinen Versuch geben.
    Sieht ganz witzig aus und bietet auch ein ähnliches System.
    Leider ist die App mieserabel ins deutsche übersetzt und scheint generell aus dem russischen Raum zu stammen.
    Vielleicht kennt sie hier ja sogar schon jemand?

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven

  14. Andreas

    Hallo,

    mein Kumpel nutzt YNAB 5 von Anfang an und ich bin bei YNAB 4 bisher geblieben. Unsere Diskussionen welches YNAB besser ist waren immer recht cool.

    Unterm Strich fand ich immer, daß ich nur Nachteile mit YNAB5 habe. Und dafür soll ich auch noch ein Abo zahlen ?. Die Negativliste überwog so stark, daß ich Null Motivation hatte zu wechseln. Diese wurden hier schon genannt, also z.B. das verwirrende Handling von Kreditkarten, Onlinezwang, keine Ansicht mehrerer Monate gleichzeitig, keine Reports, Bedienung über Webbrowser usw.

    Und noch ein Punkt nervt mich immer wieder bei Einführung neuer Major Releases, nicht nur bei YNAB sondern bei vielem Programmen: Wieso muß man eigentlich als Anwender immer wieder alle Phasen der Featureentwicklung mit durchleben ? Normal wäre es doch, daß eine neue Softwareversion alle alten Features hat plus ein paar coole neue. Aber nein. Der Hersteller fängt wieder ganz von vorne an und feiert dann alle paar Monate ein neues Feature, was es vorher schon ewig gab. Da fasse ich mir manchmal echt an den Kopf.

    Um es kurz zu machen: Ich muss gestehen, daß ich nun aber trotz aller Kritikpunkte YNAB 5 eine Chance geben werde. Es fühlt sich alles frischer und moderner an. Als ich etwas mit der Demo rumprobiert hatte, kam mir das alte YNAB recht angestaubt vor. Besonders die kleine Schriftart und das Fehlen einer Zoomfunktion sind doch ein erheblicher Nachteil. Zudem sind die neuen Savinggoals natürlich echt cool.

    Die größe Umstellung war für mich, daß man negative Budgets nicht mehr auf den Folgemonat übertragen kann. Sie werden erbarmungslos vom verfügbaren Income des Folgemonats abgezogen. Es ist aber in der Tat näher an der Realität dran als vorher. Man kann sich halt nicht mehr selbst belügen bzw. von sich selbst Geld leihen.

    Ich bin gespannt, ob YNAB 5 mich überzeugen wird, mal schauen… Das alte YNAB hatte zwar weniger Funktionen und Features, war aber dadurch bestechend einfach und klar aufgebaut. Das ist beim neuen nicht mehr der Fall. Andererseits fühle ich mich beim neuen YNAB dank Goals und Inspektor mehr an die Hand genommen. Das kann ein Vor- oder Nachteil sein, je nachdem ob man totale Freiheit geniessen woll oder doch lieber etwas geführt werden möchte.

    Viele Grüße, Andy.

    • Super Einblick in Deine Gedanken – Vielen Dank dafür! Ergänze gerne mal in einem weiteren Kommentar Deine Erfahrungen wenn Du eine Weile mit YNAB5 gearbeitet hast :)

  15. Klaus Monz

    Hallo Boris,
    danke für Deinen interessanten Beitrag! Ich nutze YNAB classic auch seit mehreren Jahren und bin bis heute, nach 2 Versuchen, nicht umgestiegen – beim 1. hat es den Übertrag von YNAB classic noch nicht gegeben – ich habe sofort aufgehört, meine Zeit weiter damit zu vergeuden, als ich das gemerkt hatte. Beim 2. Versuch, nach Ankündigung dass der Import der classic Daten nun funktioniert, habe ich sofort gestoppt, als ich merkte, dass das reporting noch nicht implementiert ist. Andreas bringt das im vorigen Beitrag schön auf den Punkt, warum soll ich jetzt über ein Abo die Entwicklung einer Cloud Lösung finanzieren, damit die irgendwann wieder denselben Leistungsumfang bietet? Nur damit ich dann für den Zugang auf meine Daten lebenslang zahlen muss?
    Am neuen YNAB stört mich über das Datenproblem hinaus vor allem die fehlende Übersicht – gerade der Ausblick auf die kommenden Monate ist das Beste, was YNAB Classic bietet.
    Genug gejammert, ich habe diesen Beitrag gefunden, weil ich mich mal wieder auf die Suche nach einer Alternative begeben möchte. Bisher bin ich da leider gescheitert. Ich ertappe mich schon fast beim Gedanken, selbst eine Excel-Applikation zu schreiben – aber die Zeit verbringe ich dann doch lieber draußen und bewege mich.
    Die meisten Deiner verlinkten Vorschläge habe ich schon probiert. Wenn man YNAB 4 kennt, reißt einen keine vom Hocker…
    BG, Klaus

    • noch eine Ergänzung, google liefert auf „YNAB alternatives“ folgende interessante reddit Diskussion:
      https://www.reddit.com/r/ynab/comments/527wiv/ynab_alternatives/
      Darin wird eine „YNAB kompatible“ Alternative verlinkt:
      https://financier.io/
      Die werd‘ ich mir mal anschauen und meine Erfahrung hier posten, wenn gewünscht.

      • Das ist leider eine reine Web-App. Die läuft zwar auch lokal – ist mir aber, was die Datenhaltung betrifft, zu unsicher… Ich vermute mal: Einmal Browserdaten löschen/aufräumen = Weg sind die Daten? Für faire $12/Jahr gibt es einen Sync – Das scheint mir hier fast Pflicht zu sein um die Daten nicht versehentlich zu verlieren

  16. sorry Boris für den Traffic – aber es ist unglaublich, ich habe es mühelos geschafft, in Financier meine gesamten YNAB Classic Daten zu importieren. Financier ist nicht nur kompatibel mit YNAB, das IST YNAB als Web Applikation, mit der Option, es kostenlos nur lokal zu verwenden. Man muss fast fürchten, dass die YNAB Erfinder noch dagegen vorgehen, es ist 1:1 YNAB Logik, Ansicht, Bedienung. Auf jeden Fall einen näheren Blick wert!

    • Natürlich ist es einen näheren Blick wert.

      Aber dann erweitere bitte auch den Blick und steige hypothetisch auf einen anderen Browser um. Wie kommen Deine Daten in den anderen Browser ohne Sync?

      Bei den heute üblichen (absolut notwendigen) automatischen Updates im Hintergrund kann es übrigens auch passieren, dass zwischen zwei Versionen des selben Browsers ein Kompatibilitätsproblem entsteht.

      Wie macht man davon ein vernünftiges Backup? Wie kann man seinen Browser aufräumen und Caches löschen, OHNE diese Daten auch zu löschen?

  17. Andreas

    Immerhin gibt es mit dem YNAB 4 Update v3.4.0 von heute die neue Dropbox API Unterstützung.
    Zitat: „A little spit and polish for the YNAB Classic mobile app, in advance of Dropbox’s new API release later this year. Love to YNAB 4!“

    Damit ist die Befürchtung erstmal vom Tisch, daß das alte YNAB dieses Jahr mit Dropbox nicht mehr funktionieren wird.
    Wow, das find ich sympatisch, hätte nicht gedacht, daß die Jungs das alte YNAB doch noch anfassen.

    • (Ich glaube, die fürchten sich eher vor dem Shitstorm, falls sie das nicht getan hätten.)

      ;-)

  18. Hallo, interssanter Beitragund Diskussion. Was haltet ihr von Money control, VSB Haushausplaner und bluecoins?
    Suf t3n.de gibt rinige interessante Artikel.
    Guten Rutsch,
    Virle Grüße Karsten

  19. Hallo,
    Noch eine Ergänzung: bluecoins erscheint mir sehr gut von der Handhabung, digitalen Belegerfassung und Auswertung. Csv Import scheint zu funktionieren, aber das war aus dem Demogebrauch nicht so klar. Mir fehlt login durch Passwort.
    Für mich würde eine Desktop Version mit Kontodatenimport durch csv reichen, optimal wäre noch ergänzend eine für digitalen Belegerfassung unterwegs.
    Hat jemand Erfahrung mut Wiso mein Geld? Vor einigen Zeit war es mir zu kompliziert bei der Transaktionserfassung.
    Frohes neues Jahr,
    Viele Grüße Karsten

  20. Laut website gibt es von bluecoin nur eine Android-Version, aber nichts für iOS, macOS oder Windows. Ohne Desktop-Version hat das aber für mich keinen Sinn. Ich will doch nicht die gesamte Budget-Verwaltung auf dem Smartphone machen, wenn mein Desktop-Rechner zwei große Monitore angeschlossen hat.

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