Apple Music, b1 Radio – Menschen statt Algorithmen

Seifenblase

Da saß ich also Gestern Abend – das war der 8. Juni 2015 – auf dem Sofa und schaute mir den Live-Stream der Apple WWDC Keynote an. Vorgestellt wurden Neuerungen in OS-X, iOS und WatchOS. Alles gut, hübsch, sinnvoll, können wir gerne ein anderes Mal drüber reden.

Denn dann kam ein One more thing…

Apple möchte es nochmal intensiver mit Musik versuchen. Sie kauften Beats und es war schon klar, dass es nicht um die Hardware sondern um den Streaming-Dienst ging. Apple hatte es vor Jahren mal mit Ping probiert, es war ein Flopp. Zu wenig Nutzen, Anwender haben bereits Social-Media-Kanäle die sie nutzen, etc.

Jetzt kommt Apple Music.

Ein Radio-Sender, persönliche Playlisten, Rückkanal für Künstler zum Publikum – Drei Dinge auf einmal in einer App. Ach ja, und natürlich ist auch meine eigene Musik noch irgendwo in der App zu finden wink

Jimmy Iovine, ein bekannter Produzent, erzählte dann einiges zu den neuen Angeboten und zum Konzept. Einige moserten, er hätte ja nix auf den Punkt gebracht – Nun, ich habe schon verstanden worum es ging und fand es sogar recht präzise. Da waren wichtige Punkte dabei. Der Rückkanal ist super und könnte für Künstler den Youtube-Kanal ersetzen oder ergänzen. Dass Playlisten von Menschen gepflegt werden könnte zu einer deutlich besseren Qualität und ganz neuen Überraschungen führen.

Was Drake da verloren hatte, wurde mir allerdings auch nicht klar. Sollte er nicht erzählen, wie toll die Entwicklung für sein Anwendungsgebiet ist? Kam nicht rüber. Schade, hätte ja mal aus dem Nähkästchen plaudern können statt Floskeln abzulesen wink

Warum die so viel Geld da rein stecken? Um Geld zu verdienen wink

Wenn Apple das wirklich ernst meint, wenn die also KEINE generierten Charts-Playlisten rauf und runter dudeln, wie das nahezu alle derzeitigen Radiostationen machen – was dazu führte, dass ich seit über 10 Jahren kein Radio mehr höre, wenn die also wirklich wieder back to the roots gehen und echte Menschen echte Künstler vorstellen, neue Talente aus der Nische holen und bekannt machen – Dann könnte mir das tatsächlich etwas Geld wert sein.

Oder wo bekommt man mal wirklich neues Ohrenfutter präsentiert?

Hoffentlich ist das nicht nur bei dem Radiosender so sondern auch bei der Musik-Verwaltung mit den personalisierten Playlisten!

Denn was ich bedenklich fand bei der Vorstellung des Radiosenders: Es ist halt Radio – Die waren ständig am labern. Ich hoffe, die spielen dann auch mal Music – und nicht nur 10-20 Minuten pro Stunde wink

Na gut, es wird 3 Monate kostenlos zum testen geben – und ich werde das mal testen smile

2 Kommentare zu “Apple Music, b1 Radio – Menschen statt Algorithmen

  1. Die Idee des „Radios“ gibt es auch bei Spotify, da funktioniert es sehr gut. Ich habe darüber schon einige Interessante Künstler gefunden. Neu ist das nicht. Es funktioniert gut. Mal schauen was Apple anders macht als die bestehenden Anbieter.

  2. Ich finde neue Musik mittlerweile oft bei Bandcamp. Dort sind zwar nicht die ganz großen vertreten, doch viele kleiner Künstler sind sowohl bei iTunes als auch bei Bandcamp. Dann kaufe ich immer bei Bandcamp. Oft kann ich selbst den Preis bestimmen und beim selben Preis verdienen die Künstler sogar mehr. An neue Musik komme ich über die User, die ähnliche Alben gekauft haben wie ich und darüber hinaus noch ganz viel anderen Kram.

    Leider (oder vielleicht auch nicht) ist Bandcamp recht behutsam beim Ausbau der App und der Website.

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