Alu iMac selbst aufrüsten

iMac

Ohne einen Streit PC vs. Mac auszulösen kann man wohl sagen, dass Apple schon ein Auge auf das Äußere seiner Rechner legt. Das „Design“ wird immer wieder hervorgehoben wenn es um Computer aus diesem Hause geht.
Das ist auch gut und in den meisten Fällen durchaus richtig.

Aber mal ganz ehrlich: So sehr man Apple, die Macs oder das System OS-X auch mögen kann – nur weil etwas aus dem Hause Apple kommt muss man nicht gleich alles toll finden. So geht es mir jedenfalls. In der Vergangenheit war es eigentlich recht häufig so, dass Apple das Wort „Design“ nicht nur auf das äußere Erscheinungsbild bezog sondern eher auf die Gesamtheit eines Produktes. Man schaue sich mal die PowerMacs an. Da konnte man ohne Schraubenzieher die gesamte Seitenklappe samt Rückteil herunterklappen und kam problemlos an alle Innereien heran. Beim neuen MacPro ist das zwar nicht mehr ganz so, aber auch der ist im Vergleich zu den allermeisten PCs extrem aufgeräumt.

Schaut man aber mal auf die kompakteren Geräte so sieh die Entwicklung nicht mehr so rosig aus. Früher wurde ein „Cube“ gebaut. Winzig – und doch konnte man an einem Griff alles aus dem Gehäuse ziehen um so relativ einfach die Hardware warten zu können. Als der weiße iMac kam (Bildschirm und Rechner in einem Gehäuse) war der Aufschrei zunächst groß: Im Gegensatz zum Vorgänger (der „Lampe“) war der Bildschirm nicht mehr höhenverstellbar und konnte nicht geschwenkt werden – das war der Fortschritt? Immerhin war ein G5 Prozessor drin, Leistung war also reichlich vorhanden, und das Gehäuse konnte durch lösen von einer (oder waren es zwei?) Schrauben in der Bodenklappe geöffnet werden. Es offenbarte sich ein aufgeräumtes Innenleben in dem man auch schnell mal eine Platte tauschen konnte.

Aber schon mit der nächsten G5-Generation dieser iMacs war das vorbei. Mit den Intel-Geräten wurde es nicht besser und mit den Alu-iMacs hat Apple noch einen oben drauf gesetzt. Man kann zwar den Speicher noch sehr leicht aufrüsten oder tauschen über eine kleine Klappe am Boden des Gerätes – aber wenn man die Festplatte auswechseln möchte, dann sollte man schon sehr geübt sein und wenig Angst mitbringen.
Warum man bei aktuellen iMacs die Festplatte nicht genau so einfach tauschen kann wie bei den viel kompakteren MacBooks ist mir ein Rätsel. Offenbar hieß es hier in der Entwicklung: Function follows form – was auch das spiegelnde Display, ohne Alternative, erklären würde. Nicht unbedingt ermutigend für die Zukunft – aber bei Apple weiß man nie was als nächstes kommt, vielleicht wird es ja wieder besser?

Wer es trotzdem selbst probieren möchte die Festplatte zu tauschen, für den gibt es eine englische Schritt für Schritt Anleitung mit vielen Bildern. Viel Erfolg smile

3 Kommentare zu “Alu iMac selbst aufrüsten

  1. Christian

    Hallo Boris,

    ein muss für Macs- und IPod-Herrumschrauber: die Free Fixit Guides bei: http://www.ifixit.com/Guide .

    Gruss
    Christian

  2. Super Anleitung, aber leider viel, viel Arbeit und Bastelei. Das hab ich schon irgendwo als Videoblog gesehen. Mac TV oder so hieß das wohl, weis nimmer genau.
    Aber mir gefällt das Design derzeit eigentlich ganz gut. Ich glaub frühere Versionen. Besonders die Lampe hätte ich nie gekauft. Das Spiegeldisplay ist wohl war, etwas gewöhnungsbdürftiges, aber es geht. Denn ich sitz nicht mit Rückenlicht da und da kommt das super. Spiegelt gar nix.

    Aber wenn ich mir die Notbooks andere Hersteller anschaue, die machen ja auch nur noch Spiegeldisplays und ich finde, das was man in den Märkten sieht spiegelt da noch viel mehr als der Mac. Teilweise sieht man sogar die Unebenheiten der Display-Spiegelgläser und diese Iritationen finde ich am schlimmsten. Das hat aber der Mac wiederrum nicht und deswegen ist es wieder super, solange man keinen Rückenwind, ähhh Rückenlicht hat.

  3. Mit dem Festplattenwechsel hat man auch beim MacBook Pro zu kämpfen
    warum dies nicht genauso geht wie beim kleinen Bruder ist mir ein Rätsel

    Gruß Klaus

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