Schlanke Geldbörse Teil 2 – Tenuis3

Über anderthalb Jahre ist es schon wieder her, dass ich nach einem schlankeren Portemonnaie gesucht hatte. Ich hatte konkrete Anforderungen und dachte mir, dass es doch dünner gehen müsste als mit den knapp 3cm die mein altes aber lieb gewonnenes Portemonnaie brauchte.

Nach langer Suche fand ich drei Leder-Alternativen von denen nur eine einzige die Anforderung erfüllte, Platz für den Fahrzeugschein zu haben. Ich wählte dann die Coin Keeper, die nach einiger Zeit der Benutzung runter auf ca. 2,6cm kam – wenn es gedrückt wurde, auch unter 2,5cm. Kein riesiger Gewinn aber gefühlt schon eine Verbesserung.

Eine Allett wäre mit 1,6cm der Gewinner gewesen, wenn das Münzfach nicht indiskutabel unpraktisch gewesen wäre.

Nach langer Zeit fand ich dann eine Börse namens Tenuis3 bei Kickstarter, unterstützte das Projekt und nun ist sie gekommen – und sie ist deutlich schlanker!

Dünn – aber dicker als versprochen

Bei Kickstarter wurde die Tenuis3 als 6mm dünn beworben – im leeren Zustand. Das wäre in der Tat beeindruckend aber das kann ich nicht ganz bestätigen. 9,4mm zeigte mein Messgerät an. Klar, wenn ich stärkeren Druck ausübe, kann ich es an den meisten Stellen auch enger zusammendrücken.

Die Tenuis3 im leeren Zustand ist unter 1cm dünn

Das ist zwar nicht so dünn wie beworben aber immerhin weniger als die Hälfte vom leeren Coin Keeper

Die Coin Keeper ist im leeren Zustand gut 2cm dick

Ein Blick auf die Tenuis3

Die Tenuis3 bekam meine Unterstützung, weil sie alle Parameter meiner Anforderungen erfüllte:

  • Ausrechend Kartenfächer
  • Münzfach das sich öffnen lässt
  • Groß genug für deutsche Papiere wie den Fahrzeugschein, alten Führerschein und alten Personalausweis

 

Das Münzfach ist dabei durchaus auch ein Kompromiss. Es lässt sich nämlich nur auf einer Seite aufklappen. Das ist deutlich besser als der simple Schlitz-Zugang bei den meisten flachen Portemonnaies aber natürlich unbequemer und unübersichtlicher als ein klassisches Fach wie beim Coin Keeper.

Innen gibt es links und rechts je ein “verstecktes” Fach. Das linke ist für Kreditkarten gedacht, das rechte für einen Schlüssel. Da ich so gut wie nie einzelne Schlüssel transportieren muss und ich nicht wüsste, was ich da sonst in das schmale Fach stecken sollte, wird diese Option bei mir wohl ungenutzt bleiben. Ein breiteres Fach hätte ich für Visitenkarten nutzen können. Schade, aber das wusste ich vorher.

Füllen und vergleichen

Grau ist alle Theorie – also füllte ich die Tenuis3 mit allem, was gerade in der Coin Keeper steckte:

  • 4 Karten
  • 3 Kärtchen / Visitenkarten
  • 4 Geldscheine
  • 5 Münzen und ein Ring
  • Fahrzeugschein, rosa Führerschein und ein alter Personalausweis
Zwei Karten kann man in die passenden Fächer vorne stecken. Das untere ist etwas strammer.
Zwei Karten kann man ins “versteckte” Fach stecken.
Die Tenuis3 ist hoch genug, dass ein deutscher Fahrzeugschein, der alte Führerschein und der alte Personalausweis hineinpassen.

Was soll ich sagen – Ich war erstaunt, wie flach die Tenuis3 blieb. Gefüllt war sie nun so dick, wie die Coin Keeper im leeren Zustand!

Die Tenuis3 gefüllt mit 4 Karten, 3 Visitenkarten, Führerschein, Kfz-Schein, Personalausweis, Ein paar Geldscheine und Münzen. So dick (dünn) wie der leere Coin Keeper

Fazit

Die Tenuis3 ist ein erfolgreiches Kickstarter Projekt, so etwas mag ich einfach smile Sie ist außerdem deutlich schlanker als die Coin Keeper, allerdings mit etwas schlechter zugänglichem Münzfach. Der Material-Mix aus Ziegenleder (innen) und Leinen (außen), fühlt sich gut an, aber nicht so gut wie das weiche Leder der Coin Keeper – wobei das natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Gewöhnung ist.

Der Leinen-Stoff sieht sehr schnell benutzt aus. Ähnlich wie Leder “lebt” der Stoff und wird sehr schnell einen “used look” bekommen – das fing direkt mit dem ersten Anfassen an. Mich stört das nicht, wer aber auf ein sauberes, klares äußeres Wert legt, sollte von diesem Portemonnaie Abstand nehmen.

Ich werde die Tenuis3 jetzt eine Weile benutzen. Dann werde ich sehen, ob ich mit dem Münzfach klar komme und wie sie sich sonst so im Alltag schlägt.

Der Haken dabei: Corona bedingt wird sich dieser Test etwas ziehen, da ich derzeit nicht häufig in Eisdielen, bei Bäckern und anderen Geschäften anzutreffen bin, die nur Bargeld akzeptieren. Ebenfalls wegen Corona haben außerdem viele Geschäfte endlich den Sprung zu kontaktlosen Karten-Terminals geschafft, wo ich per ApplePay mit meiner Uhr bezahlen kann und die Geldbörse in den meisten Fällen gar nicht mehr dabei habe oder nicht mehr in die Hand nehmen muss.

Wir werden sehen. Einen Teil 3 kann ich nicht versprechen – Ich habe aber immer ein offenes Auge auf neue Geldbörsen.

P.S.: Ich hatte vor über einem Jahr auch Kontakt zu einer Dame die Lederprodukte herstellt und die wollte mir ein Portemonnaie nach Maß herstellen. Im Oktober 2019 hatte ich sie noch mal erinnert und sie meint, sie hätte mich noch auf dem Schirm. Nun haben wir Juli 2020… Ich habe keine Lust als Kunde, der höhere Beträge bereit ist zu zahlen, hinterher zu laufen – Ich glaube nicht, dass da noch was kommt.

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