Cloud-Backup – Preise und Gedanken Nachtrag: Synology, Software, Wasabi

Manchmal entwickeln sich Dinge sehr schnell. Erst Gestern bloggte ich meine Gedanken und Kalkulationen für mein Cloud-Backup. Amazon Unlimited gibt es nicht mehr und die Frage für mich ist, welcher Anbieter hat ein für mich tragbares Preis-/Leistungsverhältnis und wie gut kann ich diesen in meine Backup-Strategie integrieren?

Bis Gestern kamen eigentlich nur zwei Anbieter in die engere Wahl: Backblaze B2 und Synology C2 – Details dazu, siehe Blogbeitrag von Gestern.

Preislich gewann Backblaze recht deutlich, weil ich dort genau den Speicher bezahle den ich auch nutze – Bei Synology C2 muss ich 2 TB zahlen, auch wenn ich nur 1,5 TB Daten habe.

Ich probierte Backblaze aus, kam dabei in Kontakt mit Synology Cloud Sync, suchte nach einem besseren Weg und fand dabei einen anderen Anbieter: Wasabi. Warum mir das die bessere Lösung zu sein scheint, habe ich mal zusammengefasst…

Backup Strategie & warum automatisch

Zur Erinnerung: Meine Backup-Strategie sieht so aus, dass ich Daten von verschiedenen Rechnern auf meiner Synology DiskStation sichere. Mein Lightroom-Katalog und meine RAW-Bilder liegen nur auf der Synology – der Katalog für die Synchronisation auf zwei Macs, die RAW-Daten weil ich sonst keinen Platz dafür hätte.

Im Prinzip könnte ich damit leben, wenn das Backup von meinem iMac aus läuft.

So lief es bisher auch, mit Arq, weil ich mit der DiskStation und DSM 5.2 keine gute Möglichkeit hatte direkt auf das Amazon Cloud Drive zu sichern. Wie ich gelernt habe, ist das seit DSM 6.x möglich – und zwar sowohl über Synology Cloud Sync als auch über Synology Hyperbackup. Nutzt mir jetzt nichts mehr, weil Amazon mit 100,- pro Terabyte pro Jahr mehr Geld haben möchte, als ich bereit bin zu zahlen.

Praktischer wäre es aber schon, wenn die DiskStation die Backups selbstständig anlegen könnte – Je automatischer ein Backup läuft, desto besser! Das Problem beim Backup vom iMac mit Arq: Wenn das Netzwerk-Laufwerk der Synology nicht gemounted ist, funktioniert das Backup nicht. Das passiert zwar nicht oft, kommt aber vor. Gerade weil es nur ab und zu mal vorkommt, ist das tückisch – Ich verlasse mich auf das Backup weil es zuverlässig genug ist, habe im Zweifel aber doch mal ein paar Tage keine Sicherung.

Günstiger mit externen Platten?

Ich habe auch gute Tipps bekommen und die Frage, warum ich nicht einfach auf externe Festplatten sichern würde. Schließlich könnte man diese einfach an die Synology anhängen und so ein Backup darauf starten lassen. Das wäre in der Tat eine sehr günstige Lösung – sie erfordert aber manuellen Aufwand und Disziplin! Es geht ja um ein externes Backup und darum, dass ich nicht noch mehr Lärm im Zimmer habe. Ich möchte aber nicht täglich oder mindestens wöchentlich eine Festplatte anstecken, diese ins Auto legen oder zur Bank in ein Schließfach legen und dann eine zweite Festplatte anklemmen. Das ist mir einfach zu viel Aufwand, ich weiß, dass ich das kein Jahr durchhalten werde wink

Backblaze und Synology

Zurück zu meinen Gedanken und Tests von Gestern. Backblaze B2 lässt sich in der Synology direkt nutzen, allerdings nur mit Synology Cloud Sync. Das habe ich eingerichtet – Backblaze bietet einen kostenlosen Test mit 10 GB Platz an – und habe zum Testen das Verzeichnis mit meinen Lightroom-Katalogen gewählt – Zusammen irgendwo um die 80 GB Daten, passt nicht auf 10 GB Test-Speicher, dazu komme ich gleich.

Die Einrichtung im Cloud Sync war auch sehr einfach. Ich konnte wählen, welche Verzeichnisse ich sichern wollte, man kann die Daten verschlüsseln lassen und so weiter. Alles gut. Cloud Sync startete auch recht zügig und fing an Daten auf B2 hochzuladen, was auch mit ordentlicher Datenrate gelang – Mir stehen maximal 40 MBit/s zur Verfügung, theoretisch, praktisch sind es um die 30 MBit/s und diese werden bei vielen, kleinen Dateien nicht voll genutzt, die Spitze ging aber immer wieder auf diese 30 MBit/s, also alles OK.

Mein Problem mit Synology Cloud Sync? Es ist kein Backup-Tool! Hier wird ein Synchronisations-Tool für ein Backup zweckentfremdet und damit habe ich gedankliche Probleme:

  • Es gibt keinen wirklichen Anfang oder ein Ende. Ein Sync läuft immer wenn sich etwas ändert.
  • Es ist daher nicht zu sehen, wie der Fortschritt des Uploads ist. Ich kann zwar sehen welche Datei oder welches Verzeichnis gerade bearbeitet wird, ich habe aber keine Vorstellung, ob es jetzt noch 1 Stunde, 5 Stunden oder 10 Tage dauert, bis alle neuen oder geänderten Daten hochgeladen sind.

Das Ergebnis war natürlich provoziert durch die knappen 10 GB Test-Speicher, die mir kostenlos bei B2 zur Verfügung standen.

Ich ließ den Sync über Nacht laufen und schaute am nächsten Morgen nach. Es war zu erwarten, dass die 80 GB Daten nicht auf die 10 GB passen würden wink – Ich hatte also eine Fehlermeldung in der DiskStation und zwei E-Mails von Backblaze, eine mit der Warnung, dass 75% Volumen erreicht waren und eine mit der 100% Meldung.

Die Fehlermeldungen in der DiskStation, siehe Screenshots oben, waren kurios und schwach: Das Cloud-Sync-Symbol selbst spricht nur von einem “Fehler”. In den Benachrichtigungen steht immerhin, man möge mal ins Protokoll schauen. Öffnet man die Cloud-Sync-Anwendung auf der DiskStation steht es aber ganz groß auf der ersten Seite – Quotengrenze erreicht.

Cloud Sync selbst zeigt eine aussagekräftige Fehlermeldung. Warum nicht direkt in der Benachrichtigung?

Das Quell-Verzeichnis enthielt ein paar Lightroom-Datenbanken und zwei Preview-Pakete, also im Grunde zwei Verzeichnis-Strukturen mit zig tausend Verzeichnissen und kleinen Dateien.

Auf der Backblaze-Web-Oberfläche tauchen die gesicherten Dateien viel kleiner auf als im Original. Cloud Sync scheint zu komprimieren.

Ich schaute mir also über die Backblaze-Webseite an, welche Daten hochgeladen wurden und war irritiert: Die Lightroom-Kataloge wurden mir angezeigt, allerdings mit nur unter 300 MB Größe – die Kataloge haben aber ca. 1 GB. OK, kann theoretisch sein – Ich hatte ja eingestellt, dass die Daten verschlüsselt werden sollten, gut möglich, dass Cloud Sync die Daten dabei komprimiert. Wenn ich meinen 1 GB Lightroom-Katalog manuell komprimiere, komme ich auf etwa 128 MB.

Im Protokoll von Cloud Sync kann ich keinen der Kataloge finden. Offenbar werden maximal 100 Seiten Protokoll geführt und die waren durch die tausenden Vorschau-Dateien gefüllt.

Restore?

Gehen wir also davon aus, dass die Katalog-Dateien komplett hochgeladen wurden und durch Kompression und Verschlüsselung kleiner geworden waren. Wie könnte ich denn jetzt eine Datei wiederherstellen?

Ich konnte über die Backblaze-Webseite eine Datei herunter laden – wie zu erwarten ließ sich diese Katalog-Datei aber nicht direkt öffnen, sie war ja verschlüsselt und trug nur den richtigen Namen.

Im Synolgy Cloud Sync Interface fand ich keine Möglichkeit mir einzelne Dateien anzeigen zu lassen um diese herunterladen zu können. Ich kann also nur vermuten, dass Cloud Sync fehlende lokale Dateien automatisch aus der Cloud laden würde. Im Ernstfall an eine einzelne Datei oder an eine gezielte Auswahl an Dateien zu kommen dürfte schwierig werden. Wollte ich noch eine bestimmte Version wiederherstellen, wäre ich völlig aufgeschmissen: Ich bekäme die Version zwar über die Backblaze-Webseite geladen, könnte aber wegen der Verschlüsselung nichts damit anfangen.

Nein, ich werde meine Backups nicht unverschlüsselt in die Cloud legen wink

Cloud Sync als Backup hinterlässt bei mir daher keinen so guten Eindruck. Das ist keine Kritik an der Cloud Sync Software als solche, sie ist ja nicht für Backups geschrieben worden und kann nichts dafür, dass sie dafür nicht wirklich taugt.

Synology Hyper Backup

Das wäre die bessere Lösung auf der Synology DiskStation. Diese Software ist für Backups gemacht worden, sie verwaltet selbstständig Versionen von Dateien, wenn man das möchte, und damit kann man gezielt Dateien und Verzeichnisse in ausgewählten Versionen wiederherstellen.

Das Problem: Das funktioniert nicht mit Backblaze B2. Ich fand einen langen Forum-Thread von Nutzern die sich das von Synology wünschen, ich glaube aber nicht, dass das so bald kommen wird, weil es ja von Synology selbst C2 gibt, was in direkter Konkurrenz steht.

Bei meiner Suche nach einer Lösung, fand ich einen weiteren Anbieter für Cloud-Speicher: Wasabi!

Wasabi

Wasabi bietet Cloud-Speicher ähnlich wie Backblaze B2. Man bezahlt nur das, was man auch nutzt. Es gibt aber entscheidende Unterschiede zu Backblaze:

  1. API-Aufrufe sind inklusive. Das könnte Überraschungen oder Störungen beim Backup minimieren bzw. komplett beseitigen.
  2. Das Angebot ist nochmal günstiger als Backblaze B2. $0,0039 werden pro Gigabyte pro Monat fällig (B2 liegt bei $0,005)
  3. Der Zugriff ist kompatibel zu S3! Jede Software die mit Amazon S3 Speicher umgehen kann, ist ohne Anpassung fähig mit Wasabi umzugehen – vorausgesetzt, man kann in der Software eine URL für den Speicher eintragen, was aber Standard sein sollte.

Der Download der Daten ist über das Internet teurer als bei Backblaze – Wasabi möchte $0,04 pro Gigabyte, doppelt so viel bei Backblaze die $0,02 möchten. Wasabi bietet auch eine “Direct Connect“-Option für große Business-Kunden, dann ist der Download kostenlos – dürfte für mich eher nicht in Frage kommen, vermute ich.

Der zweite Punkt macht den Speicher finanziell attraktiv. Wenn ich die Rechnung aus dem letzten Beitrag nehme (1,5 Terabyte Start mit 10 GB Zuwachs pro Monat), komme ich für die ersten fünf Jahre bei Wasabi auf diese Staffelung:

  1. 73,24
  2. 152,10 (+ 78,86)
  3. 236,57 (+ 84,47)
  4. 326,66 (+ 90,09)
  5. 422,37 (+ 95,71)

Anfangs fast 30 Euro, im fünften Jahr über 50 Euro pro Jahr günstiger als Backblaze B2. Klingt gut. Nehmen wir an, ich müsste tatsächlich mal 2 Terabyte herunter laden nach ein paar Jahren, dann wären das etwa $82 (und etwa 2,5 Tage bei 100 MBit/s) – Mit anderen Worten: Die Kosten für den Download sind überschaubar und der höhere Preis dafür ist nach wenigen Jahren gegenüber Backblaze angespart.

Der dritte Punkt, S3-Kompatibilität, ermöglicht die Nutzung diverser Tools: Arq wenn ich möchte aber auch Synology Hyper Backup.

Auf große Datenmengen ausgelegt

Wasabi scheint sich auf wirklich große Datenmengen ausgerichtet zu haben. Die Beispielrechnungen auf der Webseite gehen gerne von 500 TB – Terabyte, nicht Gigabyte – aus und der einfache Kalkulator ermöglicht als kleinste Einheit 1 Terabyte, keine Kommastellen bigsmile

Ein kostenloser Test-Account läuft für 30 Tage und bietet ein ganzes Terabyte Platz zum Ausprobieren… Yeah! Damit kann man wirklich etwas ausprobieren. Ich habe fast Bedenken, dass ich mit meinem Datenvolumen eher lästig für Wasabi sein könnte… “Was? Eine Rechnung schreiben für nicht mal zwei Terabyte? Ooorrrr” wink

Hyper Backup ausprobiert

Ich habe mir einen Wasabi-Testzugang geklickt und den Speicher in Synology Hyper Backup eingetragen. Auch hier konnte ich die gewünschten Quellverzeichnisse wählen, wobei mir bei Hyperbackup nicht ganz klar wurde, wann Dateien in einem Ordner gewählt wären und wann nicht… Ich versuche das mal zu erklären.

Es gibt bei mir ein Verzeichnis in dem Resilio-Sync meinen Lightroom-Katalog verwaltet. Dieses Verzeichnis wählte ich aus, der Haken war gesetzt.

In diesem Verzeichnis liegen direkt ein paar Kataloge aber auch weitere Unterverzeichnisse. Einige von diesen Unterverzeichnissen möchte ich nicht in die Cloud sichern und ich wählte sie ab. Nun sieht das im Interface so aus:

Synology Hyper Backup – Wählt man Unterverzeichnisse ab, werden Dateien im übergeordneten Verzeichnis auch nicht mehr gesichert

Preisfrage: Werden jetzt Dateien, die direkt in /LightroomBTSync/ liegen hochgeladen oder nicht? Da die Auswahl nur Verzeichnisse aber keine Dateien zeigt, ist das nicht ganz eindeutig.

Die Antwort: Die Dateien werden NICHT gesichert sad Das ist wirklich ein Problem im Interface von Hyper Backup. Was tun? Der Katalog liegt genau dort aber das Sync-Verzeichnis und die zusätzlichen Backups möchte ich nicht ständig hochladen…

Zu meinem Glück konnte ich feststellen, dass sich in dem .sync Verzeichnis nur ein Archiv von Resilio Sync befindet und genau das benötige ich gar nicht für meinen Anwendungsfall. Also habe ich das deaktiviert und gelöscht. Das Backup-Verzeichnis wiederum legt Lightroom an wenn es selbstständig Sicherungen der Datenbank macht. Darum kümmere ich mich später.

Wasabi Upload Geschwindigkeit mit Synology Hyper Backup.

Nachdem das geklärt war und ich einfach das komplette Verzeichnis in Hyper Backup gewählt hatte, wurden die Lightroom-Kataloge problemlos hochgeladen.

Wiederherstellen

nur mit Hyper Backup

Hier treffen wir auf einen Haken mit Hyper Backup – Eine Wiederherstellung der Daten ist nur mit Hyper Backup möglich! Hyper Backup nutzt eine eigene Struktur mit Datenbank um Dateien mit Versionen, komprimiert und verschlüsselt zu speichern. Schaut man direkt in den Cloud-Speicher, sieht man die Hyper-Backup-Dateien und -Verzeichnisse, die aber keinen direkten Download von einzelnen Quelldateien ermöglichen.

Mit Synology DiskStation

Sinnvollerweise benötigt man also eine Synology mit installiertem Hyper Backup um die Daten wiederherstellen zu können. Hier richtet man in einer neuer DiskStation ganz normal den Zugang zum Cloud-Speicher ein und lädt die Daten wie gewünscht herunter.

Ohne DiskStation

Alternativ gibt es den Hyper Backup Explorer für Windows, Mac und Linux. Damit kommt man auch ohne eine DiskStation an die Dateien heran – Wenn man das Backup auf einer lokal verfügbaren Platte hat!

Ein Zugriff auf Cloud-Speicher ist mit dem Explorer nicht möglich.

Das bedeutet: Ich müsste das komplette Backup inklusive aller Versionen herunter laden um dann einzelne Dateien wiederherstellen zu können… wenn die DiskStation ausfallen sollte und ich keine neue kaufen wollte.

Ohne DiskStation mit Direkt-Zugriff auf Cloud-Speicher

Mit ExpanDrive kann man alle möglichen Cloud-Speicher als Laufwerk einbinden

Irgendwie geht es dann natürlich doch smile So gibt es die Software ExpanDrive mit der man diverse Cloud-Speicher als ganz normales Laufwerk einbinden kann, also auch S3 Speicher und somit auch das kompatible Wasabi. Mit der kostenlosen Demo-Version klappte das am Mac problemlos.

Wasabi Speicher mit ExpanDrive als Laufwerk eingebunden

Einmal eingerichtet, konnte ich mit dem Hyper Backup Explorer auf das Cloud-Laufwerk zugreifen, sehr schnell die Verzeichnisse durchsuchen und eine einzelne Datei lokal herunter laden.

Synology Hyper Backup Explorer – Ist der Wasabi-Speicher per ExpanDrive eingebunden, kann man direkt auf das Hyper Backup zugreifen, ohne vorher alles herunterladen zu müssen.

Ein so wiederhergestellter Lightroom-Katalog ließ sich direkt per Doppelklick öffnen und verwenden.

ExpanDrive kostet knapp $50 für einen Nutzer, “lifetime” Updates kann man dann für knapp $30 dazu bestellen. Welche Einschränkungen die kostenlose Demo-Version hat, weiß ich nicht – Sollte diese nur auf einen Testzeitraum begrenzt sein, würde es für ein Restore im Ernstfall wohl genügen. Ansonsten ist der Preis auch OK.

Alternativ habe ich noch kostenlose OpenSource-Lösungen wie S3FS und FUSE gefunden aber nicht ausprobiert. Mountain Duck soll das ebenfalls können, kostet aber knapp $40.

Fazit

Wasabi scheint nach erstem Test ein schneller und günstiger Cloud-Speicher zu sein. Der große Vorteil ist die S3-Kompatibilität, die einen ganzen Zoo an möglichen Programmen und Tools zugänglich macht.

Ich werde meinen Test mit Wasabi und Hyper Backup fortsetzen. Meinen Test mit Backblaze B2 und Synology Cloud Sync stelle ich ein, weil mir Cloud Sync nur wenig geeignet scheint als Backup-Lösung – es ist mir einfach zu unklar was dort wann gesichert wird und wie ich an einzelne Dateien im Ernstfall wieder heran komme, da der direkte Download über das Backblaze-Interface auch nicht hilfreich ist, wenn man seine Daten verschlüsselt hat.

Über den Umweg mit ExpanDrive oder anderen Lösungen kann ich im Notfall auch vom Desktop auf das Hyper Backup zugreifen, ohne dass ich alles vorher herunter laden muss. Das genügt mir eigentlich.

Sollte mir das doch zu blöd werden, kann ich jederzeit mein Backup wie gehabt mit Arq erstellen oder mit einer Fülle an anderen verfügbaren Tools.

Ich bin bis hierhin erst mal begeistert. Sollte sich das noch ändern oder Überraschungen bei der Abrechnung auftauchen, werde ich einen Nachtrag liefern smile

wenn Ihr schon Erfahrungen mit Wasabi habt, bin ich für Kommentare dankbar.

6 Kommentare zu “Cloud-Backup – Preise und Gedanken Nachtrag: Synology, Software, Wasabi

  1. ExpanDrive sieht spannend aus, zumal es das auch für Windows gibt. Hätte vor allem den Vorteil, das man nicht wieder alles umbauen muss, wenn man aus div. Gründen wieder mal zum Cloud-Anbieter-Wechsel gezwungen wird. Neuen Anbieter einbinden, fertig. Der Rest kann bleiben wie er ist. Was ich vermisse ist eine Möglichkeit die Dateien gleich noch verschlüsseln/entschlüsseln zu lassen. Ok, könnte man dann mit dem eigentlichen Backuptool machen.

  2. Christian Gut

    Hallo Boris,

    Freut mich, dass du eine Lösung gefunden hast. Wasabi kannte ich selbst noch nicht – werde ich ausprobieren.

    Dass Synology Cloud Sync als Backupsoftware beschrieben wird, finde ich problematisch. Es gibt diverse Probleme damit. Zusätzlich zu den von dir beschriebenen zum Beispiel: keine case-sensitivity in Dateinamen. Schlimm daran: auch wenn man einstellt, dass man nur ausgehend synchronisieren möchte, führt das Vorhandensein von problematischen Dateinamen zu lokalen Datenveränderungen. Cloud Sync benennt die Dateien lokal einfach mal kurzerhand um. Ein weiteres No-Go vor dem man nicht eindringlich genug warnen möchte.

    Ich habe mehrere Monate versucht, über Synology und über Backblaze (die auch viel Werbung für das Cloud Sync machen) die Situation zu klären. Weder eine Korrektur (keine lokalen Änderungen an Dateien) noch eine Unterstützung von Backblaze B2 in Hyper Backup waren zu erreichen. Damit ist B2 leider unbrauchbar für ein Backup von Synology aus.

    Hyper Backup hingegen scheint wirklich gut zu funktionieren. Ich verwende es sowohl mit C2 als auch mit lokalen USB-Platten. Alles hervorragend.

    C2 hat den angenehmen Nebeneffekt, dass dort das Webinterface von jedem Rechner der Welt in die Daten von Hyper Backup schauen kann. Somit kann man es auch missbrauchen, wenn man mal schnell an eine Datei ran muss und keinen Rechner dabei hat. Vorausgesetzt man kennt das Verschlüsselungspasswort.

    Verschlüsselung ist ein weiteres Stichwort. Wie sehr vertraust du der Veschlüsselung von Hyper Backup? Ich habe dazu keine technischen Details gefunden. Was mich außerdem stutzig macht: ich kann das Backup mit einer privaten Schlüsseldatei (.pem-Format – Open SSL?) und mit einem Passwort entschlüsseln. Jawohl – beides geht parallel. Mir ist nicht ganz klar, wie das gehen kann.

    • Zu Cloud Sync – Das kam mir auch merkwürdig vor. Daher probierte ich es einfach aus und empfang es als nicht brauchbar für Backups. Also weg damit :) Danke für die Ergänzungen – Das sind absolute No-Go Punkte.

      Der Zugang zum Hyper-Backup über einen Webzugang ist natürlich ein starkes Argument! Erspart lokale Installationen

      Verschlüsselung und Vertrauen… Was oder wem soll ich da vertrauen? Wenn ich die Dateien im Cloud-Space sehe, sind das nur die Hyper-Backup-Dateien. Damit kann schon mal keiner etwas direkt anfangen. Wer sich Hyper-Backup-Explorer installiert um da ran zu kommen, der benötigt mein (langes) Passwort. Brut-Force wird sicher möglich sein mit genügend Rechenpower und Geduld. Für meine Zwecke ist das vermutlich sicher genug (außer mir zeigt jetzt jemand einen Link wo erklärt wird, wie man das in Sekunden hackt, dann könnte ich mir die Verschlüsselung auch sparen bzw. muss auf eine andere Lösung ausweichen)

      Warum es einen Schlüssel gibt (der wurde mir auch herunter geladen) und ich trotzdem mit einem Passwort dran komme, habe ich auch nicht verstanden… Ich vermute: Mit dem Schlüssel spart man sich das Passwort tippen… wie das mit dem Schlüssel funktioniert, habe ich mir nicht angesehen – ich nutze das Passwort.

  3. Jürgen Plauensteiner

    Ich habe jetzt mittels Hyper-Backup auf Synology C2 umgestellt und bin zufrieden, habe aber deutlich weniger Menge zu speichern. Ich komme mit einem TB ganz locker durch. Für mich ist der große Vorteil zu Backblaze und Wasabi, dass ich mir hier aussuchen kann wo der Server steht – in meinem Fall in Frankfurt. Verschlüsselung hin oder her, aber ich mag meine Daten in Europa haben und nicht in der USA. Sowohl bei Backblaze wie auch Wasabi liegen die Server aber in der USA, wenn ich das richtig gesehen hab.

    Übrigens, im Hyper-Backup kann man doch als Sicherungs-Service auch Amazon Drive auswählen. Preis hin oder her, theoretisch hättest du meiner Meinung nach auch Amazon Drive weiter nutzen können ohne dass Arq und der Mac laufen, nur die Kosten mit Amazon bleiben halt das Thema.

  4. Claus Jousten

    Hallo Boris,
    habe gestern bei HS deinen Beitrag zum Thema gehört. Der Hinweis auf den Hypes Backup Explorer war für mich sehr hilfreich, da ich bisher keinen Weg kannte, auf einzelne Dateien in meinem verschlüsselten backup (STRATO) zurückzugreifen. Hab das Laufwerk problemlos ins OS einbinden können und mit dem Explorer zugreifen können.
    Vielen Dank für den Hinweis und schönen Gruß
    Claus

  5. Perfekter Artikel zu meiner aktuellen Herausforderung! Ich versuche so ziemlich exakt das gleiche wie du. HyperBackup läuft gerade bereits mit Wasabi – blieb nur noch die Frage offen wie ich an die Daten herankomme. ExpanDrive sieht vielversprechend aus.

    Danke dafür!

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