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Unendliche Geschichte Banken – SEPA ins Ausland geht nicht

Das folgende ist am Ende natürlich nur eine Kleinigkeit die mit einem kurzen Telefonat erledigt werden kann. Allerdings nicht an einem Wochenende und die Tatsache, dass dies überhaupt notwendig sein soll, nervt mich schon. Aber der Reihe nach.

…Ein Update habe ich unten ergänzt…

Ein Workshop-Teilnehmer musste aus beruflichen Gründen den Wien-Workshop verkürzen – Statt Freitag-Sonntag schafft er nur den Freitag. Kein Problem. Storno-Rechnung und neu gebucht, schnell gemacht.

Nächster Schritt: Die Differenz zurück überweisen. Er hatte aus Österreich überwiesen. Also eigentlich alles total easy: Banking-App auf, Überweisung markiert, neue Überweisung, Bankverbindung wird dann vorbelegt – erspart das Tippen der langen IBAN, Betrag eintragen, abschicken. PIN, auf TAN warten, TAN tippen und…

Fehlermeldung!

…Fehlermeldung? Huch? Bei der TAN vertippt? Nochmal!
…Fehlermeldung. Genau lesen! SEPA Überweisung in das Zielland nicht möglich? Ich möge mit meinem Berater sprechen? Am Samstag? Is‘ klar bigsmile

Also ins Online-Portal der Bank, Entschuldigung, der Sparkasse. Dort die lange Zahlenkolonne IBAN / BIC von Hand eingetragen und es dort nochmal versucht.

Meine Hoffnung: Die Bank selbst könnte mir ja eine Option bieten um das Zielland gegen TAN freizuschalten.

Fehlanzeige. Nach Eingabe der TAN dieselbe lapidare Fehlermeldung.

WTF? Ich dachte genau für so etwas wurde SEPA eingeführt? Um europaweit mit einem Standard einfach und schnell überweisen zu können? Ich habe das nicht bewusst deaktivieren lassen. Vermutlich muss man es bewusst aktivieren lassen?!

Die schnelle Lösung? Andere Bank!

Nun kann man über Number26 / N26 sagen was man will – Ich habe IBAN/BIC dort nochmals getippt und siehe da: Kein Problem. Da kann ich nämlich selbst konfigurieren was möglich sein soll und was nicht.

Warum kann ich bei der Sparkasse im Online-Portal nicht selbst konfigurieren, ob ich Überweisungen ins Ausland tätigen möchte oder nicht? Warum ist das standardmäßig deaktiviert? Warum erfahre ich das erst nach Eingabe einer TAN – Die Fehlermeldung könnte auch schon nach dem Absenden des Auftrags kommen?

…das musste mal raus, weil mich diese Aktion wieder 30 Minuten oder so gekostet hat, obwohl 2-3 Minuten eigentlich hätten reichen müssen.

Update 27.02.2017

Es gibt einen Nachschlag smile Mein Berater rief mich zurück. Er hatte meine E-Mail gelesen und wollte mir nun gerne Österreich freischalten für meine SEPA-Überweisungen. Jetzt kommt’s: Er fragt mich, welche Länder noch für mich freischalten soll? Weil, „Ausland“ pauschal freischalten kann er nicht, er muss jedes Land explizit freigeben…

Hintergrund sei, dass es in der Vergangenheit viel Missbrauch beim Online-Banking im Zusammenhang mit Auslandsüberweisungen gegeben habe.

Eine weitere Alternative, wenn es am Wochenende mal eilig sein sollte, sind die Selbstbedienungs-Terminals der Filialen. Dort könne man, statt Online-Banking, seine Überweisung tätigen und dort besteht keine Sperre fürs Ausland. Warum? Weil man sich ja dort mit seiner EC-Karte legitimieren muss. Das ist sicherer als Online-Banking mit PIN und (mobile)TAN.

Ach so, er hat mich nun wohl für Österreich und Schweiz freigeschaltet aber natürlich bekomme ich dafür noch einen Brief, den Antrag auf die Freischaltung der Länder für SEPA-Überweisungen, den ich natürlich unterschrieben zurück an die Bank schicken soll. Ist klar.

4 Kommentare

  1. Filialnetz und Service sind halt nicht unbedingt das gleiche. Ich habe schonmal am Samstag abend um halb zehn mein Kreditkartenlimit anheben lassen. Von einem Bankmitarbeiter. Den kannte ich zwar nicht persönlich aus einer Filiale, aber er war direkt am Telefon und hat mir in kürzester Zeit geholfen. In dem Fall war’s die ING DiBa, aber ich vermute mal, andere Direktbanken können das auch. Und dann muss man die Urlaubsbuchung halt nicht auf Montag verschieben…

  2. Ja die Sparkassen leben echt noch in einer anderen Welt. In der Fa. haben wir ein Überweisungslimit und wenn ich mehr überweisen möchte muss ich anrufen und jedesmal wird mir gesagt, dass ich das auch selber online machen könnte und jedesmal sage ich nein, das geht nicht und die träumen einfach weiter.

    Ich selber habe neben dem Sparkassenkonto auch noch eins bei DKB und froh, dass ich immer eine Alternative habe. Vor allem, da man dort auch notfalls jemanden am Wochenende erreicht.

  3. Meines Wissens haben eine Reihe von Banken den SEPA-Zahlungsverkehr zu Gunsten IBAN-Konten, die nicht mit DE.. beginnen standardmässig gesperrt. Dies soll der Sicherheit des Kunden dienen, da viele Betrugsversuche zu Gunsten Konten im Ausland erfolgen (mit oder ohne konkretem Wissen des dortigen Kontoinhabers). Will man dorthin Überweisungen tätigen kann man dieses Freischalten lassen (auch dauherhaft). Die Sache hat also zwei Seiten und jeder mag für sich entscheiden, ob es ok ist.

    Auf der anderen Seite sind meiner Erfahrungen mit einem Ich-bin-ein-hipper-Start-up-Finanzdienstleister schlecht. Purer Dilentantismus und Unkenntnis des Zahlungsverkehrs.

    Die „neue Welt“ ist nicht so viel besser als die alte.

  4. Nun die Sparkasse ist halt die Sparkasse.
    Ich war auch sehr lange Kunde bei denen, Erzes Konto usw hatte früher ja auch Vorteile die vielen Filialen. Die Herren und Damen in der Chefetage scheinen aber schon länger zu tief und fest zu schlafen.
    Ich bin nun auch mit meinem Gehaltskonto zur diba gewechselt, weil die in meinen Augen fast alles richtig machen.

    Karte verloren: Sparkasse 15€ und 2 Wochen auf neue Karte warten – Diba gratis, neue Karte nach 48h.

    Kontoführung: Sparkasse 44,50€ / Jahr in der günstigsten Version ohne Kreditkarte – Diba gratis incl. Kreditkarte

    Hotline: Diba vorbildlich, keine Wartezeiten, gut geschulte Mitarbeiter, 24/7 – Sparkasse…

    Ich kann nur jeden ermutigen zu wechseln, ist weit weniger schmerzhaft als man denkt.

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