MacBook Pro Ende 2016 – Worüber ich nicht jammere

mbp2009-090410

Nach Apples Vorstellung der neuen MacBook Pro Geräte ging mehr als nur ein Raunen durch den Wald. Empörung, Gemeckere, Beschwerden über fehlende Anschlüsse.

Ich kann vieles davon durchaus nachvollziehen, bin aber froh, dass mich das meiste nicht so sehr tangiert.

Ist halt immer die Frage, wie sehr man sich über jedes Detail aufregen möchte. Ich persönlich finde auch einiges schade, kann es mir aber erklären oder es ändert zumindest nichts an meinem bisherigen Einsatz mit so einem Gerät.

Der leuchtende Apfel

Der Apfel leuchtet nicht mehr. Schade, fand ich hübsch wenn ich den Rechner auf dem Tisch betrachtete. Wird aber wohl darin begründet sein, dass das Display kein Licht mehr nach hinten hinaus lässt? Konstruktionsbedingt, um mit sparsamer Beleuchtung hellere Displays zu ermöglichen? Wenn also nach hinten eh nix mehr leuchtet, hilft auch die Aussparung nicht.

Man mag nun sagen, dass dies sehr ikonisch für Apple war und dass Apple damit einiges an Marketing-Potential verschenkt, weil die Geräte bei Video-Aufzeichnungen und im TV nicht mehr so prominent zu erkennen sein werden. Ich bin allerdings der Auffassung, dass man diese Sorgen ruhig Apple selbst überlassen kann wink

Übrigens saß ich mehr als einmal bei Sonne auf dem Balkon und hatte auf dem Display einen gespiegelten Apfel. Die Sonne knallte auf den Display-Deckel und schien von hinten durch das Display. So toll war das nicht – wobei… Wenn mir das seit 2009 vielleicht 5 oder 6 mal passiert ist… auch wieder egal wink

Kein Start-Gong mehr

Du liebe Güte, nun weiß man ja gar nicht mehr, ob der Hardware-Check gelaufen ist? bigsmile Ich kann hier nur vermuten, dass bei einem Fehler ein Ton kommen könnte, also Meldung im Fehlerfall statt Bestätigung bei Erfolg. Das würde mir jedenfalls sinnvoll erscheinen.

Ansonsten kann ich sagen, dass ich diesen Gong extrem selten gehört habe. Mein MacBook Pro ist fast immer im Standby, Deckel zu und gut. Gebootet wurde fast nur, wenn ein System-Update dies erforderlich machte. Ob es in so einem Fall noch einen Gong braucht? Am neuen iMac mit SSD sehe ich, wie schnell die Updates eingespielt sind und das Gerät gebootet ist, da brauche ich keinen Gong der mich bis in die Küche darüber informiert, dass gerade neu gestartet wird.

Bei meinem alten PowerBook 12″ konnte man diesen Gong unterdrücken, indem man beim Booten die Stumm-Taste gedrückt hielt, das war durchaus sinnvoll, um unterwegs oder in Büros niemanden zu stören. Ich meine mich auch zu erinnern, dass sich die Lautstärke nach der eingestellten Systemlautstärke richtete. Ich habe das nie ausprobiert, ob das bei den Intel-Geräten auch noch funktionierte. Mit einer Funktastatur am iMac 24″ ging es jedenfalls nicht.

Kein SD-Karten Slot

Das 15" MacBook Pro 2009 hat einen ExpressCard/34 Slot. Es gab alle möglichen Erweiterungen, auch für diverse Speicherkarten-Typen.
Das 15″ MacBook Pro 2009 hat einen ExpressCard/34 Slot. Es gab alle möglichen Erweiterungen, auch für diverse Speicherkarten-Typen.

Ja der ist praktisch, wenn man ihn denn hat und wenn man eine Kamera mit SD-Karte besitzt. Ich arbeite mit CF und SD Karten. Mein PowerBook hatte keinen SD-Slot. Mein MacBook Pro von 2009 auch nicht. Das 2011er MacBook Pro meiner Frau hat einen, Ihre Kamera aber nicht smile

Seit ich mobile Computer habe, nutze ich MultiCard-Reader über USB. Ich habe bisher nur USB3 vermisst, weil ich darüber schneller bin als mit meinen USB2-Anschlüssen. Klar, wer seit 2011 MacBook Pro Geräte im Einsatz und SD-Karten im Gebrauch hat, dem fehlt hier etwas. Ich persönlich hatte wohl einfach nur Glück, dass ich Geräte mit dieser Option übersprungen habe wink

Das 2009er MacBook Pro hatte einen ExpressCard/34 Slot für den es diverse Module gab, auch Speicherkartenleser für verschiedene Speicherkarten-Typen, auch für CompactFlash. Ich habe mir nie ein einziges Modul gekauft. Bei der nächsten Generation fehlte diese Schnittstelle und spätestens seit 2012 weiß wohl kaum noch jemand, was das überhaupt ist wink

Kein Mini-DisplayPort / HDMI

MacBook Pro 15" 2009 – Mini-DisplayPort.
MacBook Pro 15″ 2009 – Mini-DisplayPort.

Hier gilt bei mir dasselbe wie beim SD-Karten Slot. Das PowerBook 12″ hatte einen sehr speziellen Mini-Anschluss und ich hatte einen VGA-Adapter dafür. Das MacBook Pro hatte einen Mini-DisplayPort mit dem ich auch nie etwas direkt anfangen konnte. Ich hatte immer Adapter auf VGA und auf HDMI dabei.

Bei den neuen Geräten brauche ich nun also einen Adapter von USB Type-C auf HDMI. Na gut, Warum nicht?

Kein MagSafe

MacBook Pro 15" 2009 – MagSafe
MacBook Pro 15″ 2009 – MagSafe

Das ist in der Tat bedauerlich. Das war eine geniale Erfindung und es hat bei mir immer gut funktioniert. Na gut, manchmal, auf dem Sofa war die Verbindung etwas wackelig, der Stecker knicke sich ab und fiel dann herunter. Immer noch besser als eine verbogene Buchse wink

Allerdings gab es meines Wissens nie wirklich Zubehör von Drittanbietern. Es gab nur das originale Apple-Ladegerät mit passendem Stecker und das Apple-Display. Irgendwie auch nicht so schön. PowerBank oder andere Stromquellen nutzen? Nicht möglich.

Mit USB Type-C können auch andere Ladegeräte genutzt werden, denke ich jedenfalls. Und bei Kickstarter gibt es ein Projekt, um so etwas wie MagSafe an diesem Anschluss wieder zu bekommen, auch mit den aktuellen, höheren Ladeströmen und kompakter als vorhandene Lösungen. Das werde ich mir mal anschauen (Snapnator bei Kickstarter).

Kein USB-A

MacBook Pro 15" 2009 – Zwei USB-A Anschlüsse, USB 2.0
MacBook Pro 15″ 2009 – Zwei USB-A Anschlüsse, USB 2.0

Das ist eigentlich das einzige, was mich wirklich nervt. Mal eben einen USB-Stick anschließen? Meine eigenen kann ich ersetzen durch welche mit beiden Anschlüssen. Auf meine Umwelt habe ich keinen Einfluss. Kollegen und Freunde werden mir Ihre USB-A-Sticks reichen und dann? Externe Festplatten haben derzeit noch alle USB-A. Drucker, Scanner, Audio-Devices, alles.

Als das schnelle USB 3 kam, zögerte Apple und baute weiterhin USB 2 ein. Irgendwann bekamen die MacBook Pro endlich USB 3 und jetzt, da ein neues Gerät für mich fällig wird, ist auch das schon wieder überholt smile Erstaunlich wie sich die Technik weiterentwickelt.

Um einen oder mehrere Adapter auf USB-A werde ich nicht herum kommen. Die sind nicht groß und auch nicht teuer, nerven tut das trotzdem.

ars technica hat übrigens einen schönen Beitrag mit vielen Links zu möglichen neuen Kabeln, Adaptern und Docks.

Ethernet

MacBook Pro 15" 2009 – Ethernet-Anschluss
MacBook Pro 15″ 2009 – Ethernet-Anschluss

Den Anschluss gibt es schon seit 2013 nicht mehr in MacBook Pro Geräten bzw. nur noch über Adapter am USB- oder Thunderbolt-Port. Diesbezüglich ändert sich also nichts für Besitzer neuerer Geräte.

Für mich ändert das schon etwas, denn mein Gerät hat noch einen solchen Anschluss, den ich ein oder zwei mal im Jahr verwende, um Daten von der internen SSD in mein Netzwerk zu sichern oder um größere Videodateien auf den iMac zu bekommen.

Das kann ich natürlich mit einem entsprechenden Adapter lösen, stört mich nicht, den lege ich mir zu Hause in die Kiste oder lasse ihn gleich dauerhaft an meinem passenden Netzwerkkabel angeschlossen. Oder ich benötige ihn nicht mehr… Mit einer externen SSD über USB-C könnte ich die Daten vermutlich schneller vom MacBook Pro bekommen als über das Gigabit-Netzwerk – Es wäre nur umständlicher, weil die Dateien dann zweimal kopiert werden müssten… aber wenn das schneller geht, warum nicht?

Firewire 800

MacBook Pro 15" 2009 – Firewire 800
MacBook Pro 15″ 2009 – Firewire 800

Ein fürchterlicher Anschluss sad Die FW800-Stecker lassen sich nur zäh, irgendwie undefiniert einstecken, sind nicht gegen Herausrutschen gesichert, die Kabel sind dick und starr… bäh!

Ich bin nicht ganz sicher, wie oft ich diesen Anschluss am MacBook Pro genutzt habe. Ich hatte früher Firewire-400-Festplatten und ein externes Audio-Device mit FW400. Beides hatte ich schon mal angeschlossen… das liegt aber schon Jahre zurück. Das Audio-Device wird immer noch genutzt am iMac über einen Adapter, die Festplatten sind inzwischen aussortiert.

Firewire gilt wohl als überholt, oder? Ein neues Audio-Device würde ich jedenfalls nicht mehr mit dieser Schnittstelle kaufen… wobei ich bei USB-Audio-Devices unsicher bin, damit hatte ich an Macs in der Vergangenheit immer wieder Probleme während die FW-Geräte stets ohne Probleme liefen. Na, erstmal wird das alte Device weiter genutzt – am iMac, am MacBook Pro benötige ich das nicht mehr.

Tastatur

MacBook Pro 15" 2009 – Cursor-Tasten als umgekehrtes T angeordnet
MacBook Pro 15″ 2009 – Cursor-Tasten als umgekehrtes T angeordnet

Darauf bin ich ja mal gespannt. Ich konnte die Tastatur des neuen 12″ MacBook noch nicht ausprobieren, sie soll ja extrem wenig Hub haben. Die Tastatur in den 2016er MacBook Pro soll eine Weiterentwicklung eben dieser Tastatur mit geringem Hub sein.

Ich schreibe blind im 10-Finger-System und würde sagen, dass ich relativ flott auf der Tastatur unterwegs bin. Ich kenne die alten IBM-Desktop-Tastaturen die unverwüstlich waren und einen Hub hatten, der gefühlt im Zentimenter-Bereich lag. Ich kenne diverse Cherry-Tastaturen, ergnonomische und gerade. Ich fand die Tastatur am 12″ PowerBook OK aber etwas schwammig. An die fehlenden Mulden in den Tasten des MacBook Pro 2009 und die Lücken zwischen den Tasten hatte ich mir recht schnell gewöhnt. Ich habe durchaus Ansprüche an eine Tastatur, kann mich aber auf verschiedene Modelle einstellen.

Ein Kritikpunkt sind die Cursor-Tasten. Eigentlich ist es üblich, diese als umgekehrtes T anzuordnen. Bei Notebooks sind die Cursor-Tasten schon immer problematisch gewesen, weil der Platz knapp ist. Apple hatte sich mal dazu entschieden, die Tasten nur halb so hoch zu  machen wie die normalen Tasten. Daran musste ich mich auch erst mal gewöhnen.

Apple Bluetooth-Tastatur mit unterschiedlich großen Cursor-Tasten
Apple Bluetooth-Tastatur mit unterschiedlich großen Cursor-Tasten

Nun fand Apple die Lücken über den Links-/Rechts-Tasten wohl hässlich und so wurden diese Tasten wieder normal groß. Sehr verwirrend bei der Bedienung, wie ich fand. Ich habe inzwischen aber die Bluetooth-Tastatur von Apple für meinen iMac, dort sind die Tasten genau so angeordnet. Inzwischen komme ich damit so selbstverständlich klar, dass ich tatsächlicher erst mal nachsehen musste, ob das umgekehrte T dort tatsächlich fehlt smile

Schönreden oder realistisch bleiben

Rede ich mir die neuen Geräte schön, noch bevor ich sie überhaupt mal in Augenschein genommen habe? Möglich.

Ist es realistisch, dass sich der USB Type-C Anschluss durchsetzen wird? Möglich, zumindest sehr viel wahrscheinlicher als dies bei Thunderbolt und Lightning *hust* der Fall ist. USB-C ist schon jetzt in einigen Smartphones verbaut und auch an PC zu finden. Der Stecker ist klein, 180° drehbar und die Schnittstelle ermöglicht alle Möglichen Protokolle über diesen einen Anschluss, ohne dass eine zusätzliche Abgabe an Apple fällig wird. Im Gegensatz zu Firewire, Thunderbolt, Lightning gibt es also keine künstlichen, finanziellen Hürden für die Hersteller.

Die Frage ist, wie schnell sich dieser Anschluss durchsetzen wird. Ein neues MacBook (Pro) plane ich auf jeden Fall 5-7 Jahre zu nutzen. In den ersten ein oder zwei Jahren wird die Verbreitung von USB Type-C vielleicht noch Schmerzen verursachen – aber dann? Wird man nicht in drei Jahren und danach mehr Schmerzen haben, wenn man keinen einzigen USB-C-Anschluss am Gerät hat? Fragen über Fragen wink

Ich hörte, dass die neuen Geräte mit TouchBar ab dem 18.11. in Apple Stores ausgestellt sein sollen. Dann werde ich mal einen Blick darauf werfen und sehen, wie der Zubehör-Markt reagiert.

5 Kommentare zu “MacBook Pro Ende 2016 – Worüber ich nicht jammere

  1. In vielen Punkten hast Du Recht, aber ein Aspekt fehlt mir: Apple verärgert mit der Schnittstellenpolitik viele professionelle Nutzer. Vielleicht kannst Du dir das Chaos vorstellen, wenn man einen kleinen Pool von 20 (größtenteils mobilen) Macs aus verschiedenen „Zeitaltern“ administrieren muss und permanent sucht, welcher Mac nun welche Schnittstelle hat, welches Kabel und welchen Adapter man gerade braucht (zukünftig fällt dann auch noch der USB-Stick als Transportmittel und Installationmedium weg). Das geht nicht nur auf den Geldbeutel, sondern raubt einem übelst Zeit und Nerven und ist im Fall von mobilen Geräten immer wieder Grund für Geräteausfälle (Adapter kaputt oder fehlend) und Blamagen. Es mag für die Innovationskraft eines IT-Unternehmens günstig sein, immer auf den neuesten Trend aufspringen zu können – im professionellen Umfeld kann ich inzwischen verstehen, wenn Admins die Macs wie die Pest hassen und Anschaffungen blockieren.

    • Wie ich im Text auch erwähne, kann ich mir so einiges vorstellen. Ich sage nur: Mich persönlich berührt das nicht bzw. nur sehr wenig.
      Man bekommt auch noch bei Apple ein Vorgänger-Modell mit den alten Schnittstellen. Refurbished sowieso. Es wird ja niemand gezwungen, jetzt die neuen Geräte zu kaufen.
      Doch was wäre die Alternative? Den heutigen Schnittstellen-Stand beibehalten und nie wieder anfassen? Sicher nicht.
      Klar, ich fänd es auch toll, wenn der Schnitt nicht so radikal wäre. USB Type-C zusätzlich, dann im nächsten Zyklus bestimmte Ports entfernen etc. Würde das helfen? Heute ja – dafür wird dann beim nächsten Zyklus gejammert ;)
      Ein Notebook ist eben kein Tower-Desktop, bei dem man früher die seriellen und parallelen Schnittstellen als Steckkarte rausgeworfen hat, wenn man sie nicht mehr benötigte ;)

      • Leif Sikorski

        Wobei ich bei den refurbished Modellen sehr vorsichtig wäre wenn solche Berichte wahr sind. Und ich wüsste nicht warum solche Stellen Unwahrheiten verbreiten sollten – gerade iPad Rehab war in der Vergangenheit eigentlich immer seriös. Von „wie neu“ sind die offenbar teilweise weit entfernt wenn die selbst Boards die einen Wasserschaden hatten drin lassen.

  2. Ich stimme dir zu, dass die USB-Anschlüsse das einzige sind worüber man sich ernsthaft Gedanken machen kann. Alles andere ist imho geschenkt.
    Allerdings finde ich die Entscheidung auf lange Sicht gut. Klar aktuell wird es nerven immer einen Adapter zu brauchen. Aber Apple zwingt grade mit großer Marktmacht die Hersteller zum Umdenken und Aufrüsten. Das ist auf lange Sicht gut. Hätte das MacBook Pro auch noch alte USB-Anschlüsse gäbe es keinen Druck auf die Hersteller endlich mal Geräte mit USB-C zu bauen. Im Grunde bleibt sich Apple da treu. Wenn sie von einer Technologie überzeugt sind, dann drücken sie die durch, selbst wenn es gegen den vermeintlichen Willen der Verbraucher geht.In diesem fall finde ich das gut. Ohne diesen mutigen Schritt von Apple könnten wir USB-C nämlich gleich wieder auf der Müllhalde der Geschichte versenken. Jetzt besteht die Chance, dass sich dieser Anschluss endlich ausbreitet.

  3. Ehrlich gesagt, geht mit das überzogene „Schönreden“ genauso auf den Keks, wie das permanente „Rumjammern“. Apple begleitet mich in meinem Leben schon seit knapp 30 Jahren. Es gab Höhen und Tiefen und natürlich auch Produkte, die einem sowohl objektiv, als auch subjektiv mal mehr und mal wenige zugesagt haben. Je nach Laune und natürlich auch nach Lebenssituation. Allerdings geht einem als „Pro-User“ Apple seit ein paar Jahren mit der kompletten Mac-Schiene mächtig auf den Sack!

    So, jetzt mal zu dem Gelaber, Apple würde irgendwas in Sachen Schnittstellen durchsetzen. Generell baut Apple etwas, damit sie Geld verdienen können. Die sind nicht die Heilsarmee! Wie blauäugig kann man eigentlich sein? Das man in Sachen „Schnittstellen“ bei Apple verraten und verkauft sein kann und die Schnittstellen bzw. die Zeit dafür sich eben NICHT als „besser und optimal“ herausgestellt haben, hat der Obstladen in den letzten Jahren mehrmals bewiesen. Firewire, Thunderbolt, Displayports und so einige andere Schnittstellen… am Arsch! Jedesmal wurde argumentiert, dass brauchen die User nicht mehr oder DAS ist die Zukunft. Das würde ja vielleicht nicht zutreffen, wenn das mal irgendwann nach ein paar Jahren Betrieb so wäre und man lange auf ganz viele tolle Geräte zurückgreifen hätte könnte. Tja, hätte, hätte, hätte… das war in der Vergangenheit nie so. Firewire, kaum Geräte und wenn, dann sehr teuer… mehr Geräte und diese günstige… tja, da war dann USB 3.0 auf dem Markt. Aber nicht an Apple Macs… als USB 3.0 dann da war, gab es auch Thunderbolt und dort wurde das Spiel von Firewire wiederholt. Sehr der Einführung hat Thunderbolt quasi NULL vom Boden abgehoben! Ja es existiert ja nicht einmal mehr ein Display von Apple, was man an ein neues MacBook Pro schrauben kann und bei anderen Herstellern sieht es aus schlecht aus. Abgesehen davon, ist jede Schnittstelle die es nicht mehr gibt, eine ziemlich Preiserhöhung und damit sind die Investitionen für die ganzen Scheiss USB-C-Adapter noch gar nicht eingerechnet. Das Ganze, das MacBook XXX ist jetzt 0,6mm dünner, ist so bekloppt, weil dadurch nichts für den Nutzer gewonnen wird. Und nun kann man noch eine ganze Tüte Adapter mit sich schleppen, für absolut „simple Sachen“ wie SD-Karten einlesen. Aber sofort kommen so Apple-Nerds um die Ecke die erzählen, richtig so, man überträgt die Fotos von der Kamera auch heutzutage „wireless“. Absolut Irre! Man muß sich das echt noch einmal klar machen, für 99% aller simplen, scheiss, fucking Geräte mit einem USB-Anschluß, braucht man einen Adapter!! Aber vielleicht kann mir ja mal jemand die Logik erklären, was das bringt, wenn das MacBook dadurch 38g weniger wiegt, aber man einen Einkaufstüte mit Adaptern mitschleppen muss!? Und bevor jetzt wie die Leute kommen, die sagen, sie reisen sowieso nicht, ja dann kauf Dir einen normalen scheiss PC. Der Sinn eines Notebook ist es, dass man es mitnehmen kann und damit ist nicht das Sofa, Bett oder der Küchentisch in der kleinen 80qm Bude gemeint. Also in Sachen Schnittstellen, brauch mir bei Apple echt niemand mehr zu kommen! Ja selbst ein iPhone kann man nicht mehr an die Teile stöpseln, aber das wird trotzdem alles bejubelt. Einfach nur bekloppt! Und auch nicht mehr mit der „Qualität“, wie man an dem Tastatur-Desaster bei den 12″-Teilen sieht. Das letzte „grosse“ 15″ MacBook Pro lag so bei um die 2.600€, das neue „vergleichbare“ ist mal eben 500-600 teuer. Dafür hat es keine Schnittstellen mehr, es kann nichts mehr nachgerüstet werden, aber eine Mäusekino in der Tastatur, das ist für den „Profi“ natürlich absolut wichtig. Und der Wegfall vom MagSafe ist sowieso der allerletzte Scheiss! Es gab dafür auch externe Akkus, aber eben nicht mit dem Mag-Safe, weil das teil geschützt ist. Die „normalen“ User kauf sich ein gebrauchtes MacBook oder was aus dem Bereich „Einsteigerpreis“. Dabei wissen die Meisten noch nicht einmal, was in dem Teil eingebaut ist. Brauch man ja auch für ein bisschen Internet nicht. Der Mac Pro ist tot, weil der noch nicht einmal von Software aus dem eigenen Haus voll unterstützt wird. Genau, Software, auch hier hat Apple nur einen Haufen Schutt hinterlassen. Das alte Final Cut Pro war alt und fällig, klar, aber das man das neue dann auch nicht mehr weiter entwickelt hat und es so buggy ist, dass nach langer Zeit und Schmerzen DANN viele zu Premiere Pro gewechselt sind, ist so eine typische Aktion von vielen gewesen und in der Zwischenzeit kamen dann iMacs raus, die leistungsfähiger waren, als die „unteren Stufen“ der MacPros. Was man nun auch immer als Profil/Power-User versteht, aber wenn man mit dem Teilen arbeiten will und das auch noch in naher Zukunft, muß man ziemlich viel Kohle unten rechts in den Warenkorb werfen, weil man ja nichts mehr nachrüsten kann. Und die letzten Jahre haben eben gezeigt, dass man dann alles andere als solide Geräte hat oder einfach mal ein paar Programme nicht mehr bzw. obwohl angekündigt, auch in Zukunft nicht unterstützt werden. Es gibt eben keine Merkmale mehr, die den Kauf von einem Mac irgendwie rechtfertigt. Außer man will unbedingt einen haben.

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