MacBook Pro Ende 2016 – Thunderbolt / USB-C – und nun?

Preisübersicht aktueller MacBook (Air/Pro) Modelle Ende 2016
Preisübersicht aktueller MacBook (Air/Pro) Modelle Ende 2016

Was war ich nicht gespannt auf die Apple Keynote. “Hello again” hieß es und ließ somit auf Macs deuten. Plural. Was dann kam, ließ mich unentschlossen zurück. Fragen statt Antworten. Apple – Was tust Du?

Ich möchte hier kurz schildern, welche Fragen mich bewegen, welche Gedanken mich umtreiben und wie ich mir vorstellen könnte, mit den neuen Anschlüssen umgehen zu können – Stichwort Adapter und Docks.

Statt das komplette Mac-Lineup neu aufzustellen, kamen nur neue MacBook Pro – 13″ und 15″. Das Besondere an den neuen Geräten? Die TouchBar.

TouchBar

Die Funktionstasten werden durch eine OLED-Zeile ersetzt, deren Inhalt sich an die jeweils aktive Anwendung anpasst. So soll man hier, auf der Tastatur per Touch-Bedienung durch Videos spulen, Bilder auswählen, häufig benötigte Funktionen der Anwendungen im Zugriff haben und so weiter.

Außerdem ist im Einschaltknopf ein Fingerabdruck-Sensor eingebaut. ApplePay lässt sich damit auch am MacBook Pro einsetzen und Anwendungen können sich, wie am iPhone schon länger, per Fingerabdruck freischalten lassen.

Meine Gedanken dazu

Funktionstasten habe ich am Mac wohl noch nie wirklich als Funktionstaste verwendet. Genutzt habe ich diese Tasten um schnell auf den Desktop zu gelangen, eine Übersicht aktiver Anwendungen zu erhalten (Exposé), die Display-Helligkeit zu steuern und um die Lautstärke einzustellen.

Ich kann Apples Gedanken also gut nachvollziehen und eine flexible Zeile klingt verlockend. Allerdings…

…viele Beispiele zeigten Funktionen, die sehr bekannte Tastenkürzel haben, wie Schriftformatierungen fett, kursiv, unterstrichen. Auch Funktionen in Mail für Antworten oder Weiterleiten sind doch als Tastenkürzel verfügbar. Soll die TouchBar also für den Anwenderkreis sein, der Tastenkürzel nicht kennt oder nutzen mag?

Blind kann man die TouchBar auch nicht bedienen – ich schreibe 10-Finger-System und schau nur selten auf die Tastatur. Ich gebe aber zu, dass ich die F-Tasten bisher auch nicht blind getroffen habe, für mich also kein Unterschied.

Fingerabdruck um zum Beispiel eine Banking-Anwendung zu öffnen oder ähnliches finde ich praktisch. Mir ist dabei aber sehr wohl bewusst, dass der Fingerabdruck eher dem Usernamen entspricht als dem Passwort! Das soll hier aber kein Exkurs in Sicherheit werden, für die meisten dürfte der Fingerabdruck sicherer sein als ein sehr einfaches Passwort.

Ich würde diese TouchBar gerne mal live erleben und damit arbeiten. Viele Software-Anbieter haben schon angekündigt entsprechende Updates zu veröffentlichen.

Form & Design

Natürlich kauft man einen Mac auch weil er gut aussieht wink Was ich während der Keynote und auf der Apple Webseite zu sehen bekam ist durchaus OK. Es ist nichts wirklich neues. Aluminium, Unibody, nochmals flacher. Ein Mix aus dem neuen, extrem dünnen und leichten MacBook und dem letzten MacBook Pro.

Das Apple-Logo im Display-Deckel leuchtet nun nicht mehr, wie beim neuen MacBook. Der Deckel ist extrem dünn geworden, das Retina-Display nochmals heller und mit größerem Farbraum.

Die Tastatur hat die Butterfly-Technik, ähnlich der im MacBook und in der externen Tastatur, sie soll aber nochmals weiterentwickelt worden sein. Muss ich ausprobieren. Mit der externen Tastatur für den iMac komme ich inzwischen sehr gut klar.

Und sonst? Silber und Grau. Kein Gold, kein Rosé Gold. Keine Farbe für die Pro-Geräte? Im Grunde ist es mir egal, schade finde ich es trotzdem – Ja, ich hätte vermutlich ein goldenes genommen :D

Ob das neue Lüftungs-System funktioniert ohne allzu viel Krach zu machen, wird sich zeigen. Im 13″ gibt es wenig Platz, im 15″ werden die Quad-Core-Prozessoren ordentlich Hitze entwickeln.

Meine Gedanken dazu

Im Großen und Ganzen mag ich das Design, auch wenn es keine Überraschungen bietet und man es seit Jahren kennt – nur eben bisher etwas dicker, wobei das Wort “dick” eigentlich nicht wirklich passt.

Was mich an diesem Schlankheitswahn stört, ist der Trend zu fest verlöteten Komponenten.

Kurzer Sprung zurück: Mein MacBook Pro aus 2009 ist noch modular aufgebaut. Ich konnte ein paar Jahre nach dem Kauf den Hauptspeicher aufrüsten. Ich konnte die HDD gegen eine SSD tauschen, als diese bezahlbar wurden – Ich könnte jetzt für unter 300,- Euro 1 TB SSD einbauen oder für knapp über 600,- Euro eine 2 TB. Ich könnte auch das DVD-Laufwerk gegen eine zweite SSD ersetzen wenn ich wollte. Einen neuen Akku habe ich schon gekauft. Das Gerät wuchs mit meinen Anforderungen.

Das können die neuen MacBook “Pro” Geräte nicht. Der Hauptspeicher ist fest verlötet. Nun ist sogar die SSD fest verlötet! Wie lange wird die wohl halten wenn man wirklich mit dem Gerät arbeitet? Bei Problemen mit RAM oder SSD muss das Gerät eingeschickt werden für einen kompletten Tausch des Logic-Boards? Von der Ausfallzeit mal abgesehen ist es fraglich, ob sich das nach Ablauf von AppleCare noch rechnet?!

Schlank mag schick aussehen – Ob man diese Geräte aber auch 7+ Jahre nutzen können wird?

Anschlüsse – Thunderbolt

Die neuen Geräte haben 4× Thunderbolt 3.1 mit USB-C Buchse und einen 3,5mm Kopfhöreranschluss. Fertig. Jeder dieser Anschlüsse kann zum Aufladen genutzt werden, als USB oder als Grafik-Port etc. Eine Buchse für alles. Im Grunde schon cool.

Meine Gedanken dazu

Ich bin wirklich für Fortschritt. Alles gut. Wann wurde der USB-C Port verabschiedet? August 2014! Seit über zwei Jahren gibt es diese Schnittstelle, theoretisch. Praktisch ist mir bis Ende 2016 nicht einmal ein Gerät mit diesem Anschluss begegnet. Natürlich finde ich solche Geräte in Shops, ich meine aber im normalen Alltag. Auf keinem Workshop trat jemand mit einem USB-C-Stick an mich heran, noch kein Kollege fragte nach so einem Kabel, etc.

Apple prescht mal wieder vor und ihnen ist es auch egal, dass sie innerhalb der eigenen Produkte inkompatibel zu sich selbst werden. Ein neues iPhone 7 am neuen MacBook Pro anschließen? Adapter oder neues Kabel – wobei das neue Kabel dann wieder nicht ins Ladegerät passt. Ein aktueller iMac 5k hat keinen USB-C Anschluss sondern USB 3 und Thunderbolt 2. Das neue MacBook hat zwar den einen USB-C-Port der aber kein Thunderbolt liefert – Wer also jetzt ein Thunderbolt-Gerät holt, kann es nur am MacBook Pro aber nicht am MacBook betreiben, trotz identischer Stecker.

Ich kann damit leben, einen neuen HDMI-Adapter für den Beamer zu kaufen – Den habe ich seit dem PowerBook benötigt (damals noch VGA-Adapter). Ich kann damit leben, einen externen Kartenleser anzuschließen – Auch das habe ich schon immer so gemacht weil ich nie einen Speicherkarten-Slot im Mac hatte.

Womit ich eher ein Problem habe ist die Tatsache, dass ich quasi nichts anschließen könnte, was mir jemand in die Hand drückt. Herkömmliche USB-Sticks? Passen nicht. Diverse Geräte zum Aufladen per USB? Passen nicht. Von Firewire rede ich gar nicht erst, da diese Geräte ohnehin nach und nach ausgewechselt werden.

Für USB einen Adapter mitnehmen? Ich weiß nicht.

Adapter & Docks

Diese Liste ist sicher nicht vollständig. Solltet Ihr weitere Lösungen kennen, um die Thunderbolt 3.1 / USB-C Anschlüsse zu konvertieren, lasst es mich wissen.

  • Satechi. Mobiler USB-C 3-in-1 Hub. Liefert an einem USB-C-Anschluss: 3× USB 3, SD-Slot, MicroSD-Slot. Es ist allerdings ein starres Gerät mit festem USB-C-Stecker und vermutlich eher für das MacBook gedacht weil es am MacBook Pro den jeweils zweiten Port auf einer Seite verdecken würde. Um $35
  • Satechi. Multiport-Adapter. Liefert an einem USB-C-Anschluss: 4k-HDMI, Pass-Thru USB-C zum laden, Ethernet, 3× USB 3, SD-Slot, MicroSD-Slot. Anschluss über kurzes USB-C-Kabel. Um $80
  • Belkin. Thunderbolt 3 Express-HD-Dock. Liefert an einem Thunderbolt 3 Anschluss mit USB-C Buchse: Ethernet (Gigabit), 2× Audioausgang, 3× USB 3, 2× Thunderbolt 3 (USB-C), DisplayPort, Stromanschluss. Vermutlich um €300
  • Microsoft. Display Dock HD-500. Ebenfalls ein USB-C-Dock mit Anschlüssen für: 3× USB 3, 1× USB-C (vermutlich zum Laden), DisplayPort, HDMI. Ob dieses Dock am MacBook Pro funktioniert, kann ich nicht sagen, ich las es bei Twitter.
  • OWC. USB-C Dock. Bietet 4x USB 3.1 (Type-A), 1x USB 3.1 (Type-C), SD-Slot, HDMI, Audio, Ethernet.

Wenn es kein Dock sein soll sondern einzelne Kabel:

Einen einfachen, schlanken Adapter von Thunderbolt 3.1 auf HDMI, so wie die bisherigen Display-Adapter von Apple, konnte ich noch nicht finden.

Aktuelle MacBook (Air / Pro) im Preisvergleich

Ich habe schon gerne richtig Power im mobilen Gerät. Ich sitze schon mal gerne im Wohnzimmer und bearbeite Fotos und schneide an einem Video. Das spricht schon alles für ein MacBook Pro.

Auf der anderen Seite ist ein MacBook auch schon schneller als mein altes MacBook Pro, wiegt dabei aber weniger als 1kg und hat keinen Lüfter. Auch spannend.

Die MacBook Air sind günstiger und ausreichend schnell, haben aber kein Retina-Display.

Hier eine kleine Preisübersicht meiner Gedanken. Jeweils mit 512GB bzw. 1TB SSD und mit 8GB bzw 16GB Hauptspeicher.

Preisübersicht aktueller MacBook (Air/Pro) Modelle Ende 2016
Preisübersicht aktueller MacBook (Air/Pro) Modelle Ende 2016

Derzeit habe ich 8 GB im MacBook Pro und komme damit gut aus. Gekauft hatte ich ihn aber mit 2 GB, oder waren es 4 GB? Die neuen MacBook Pro kommen direkt mit 16 GB, das sollte für die nächsten Jahre genügen, hoffe ich.

Möchte ich also ein aktuelles Gerät mit Retina-Display von Apple kaufen, geht es bei knapp 1800 Euro los. Soll es mehr Leistung sein, komme ich schon auf 2200 Euro. Mit 16 GB und 1 TB SSD sind es satte 3280 Euro – Und das erst bei 13″ mit Dual-Core. *autsch*

Neu Kaufen oder vorheriges Modell?

Mein 2009er MacBook Pro wird mir wirklich zu träge mit seinem alten Core2Duo. Ein neues Gerät sollte eigentlich dieses Jahr angeschafft werden. Doch statt einer klaren Antwort habe ich von Apple nur noch mehr Fragezeichen bekommen.

Ich habe Spaß an neuer Technik und das neue MacBook Pro sieht schon schick aus. Ich komme aber schon ins Grübeln, ob mir nicht der Vorgänger mit Retina-Display viel besser passt? Alle Kabel und Geräte passen weiterhin dran und ich hätte sogar einen SD-Karten-Slot.

Allerdings hätte ich dann keinen USB-C Anschluss. Da ich aber Geld sparen würde, könnte ich das mit einem neuen Gerät in 2 oder 3 Jahren nachholen, wenn sich der Anschluss hoffentlich weiter durchgesetzt hat.

Die generelle Frage, ob 13″ oder 15″ steht dabei weiter im Raum und man müsste wissen, wie lange das Vorgänger-Modell noch von MacOS unterstützt wird?

Mit anderen Worten: Ich habe noch keine Antwort für mich gefunden. Ich habe mir erst mal eine Tabelle mit Preisen der aktuellen Geräte gemacht (siehe oben). Ein Vorgänger-Modell käme nur in Frage, wenn es deutlich günstiger zu bekommen wäre.

Ich bin gespannt, wie Ihr Euch entscheidet? Vorgänger-Modell? Viel älteres Gerät behalten? Wechsel zu Windows?

33 Kommentare zu “MacBook Pro Ende 2016 – Thunderbolt / USB-C – und nun?

  1. Frank Fiene

    Die SSD scheint nicht fest verlötet (zumindest beim kleinsten 13er) und ist natürlich auch viel schneller als deine über SATA-3 angebundene SSD. Statt 800MB/s schaffen die neuen PCIe-SSD bis zu 3GB/s.

    Das macht die Systeme richtig schnell.

  2. Frank Fiene

    Zum Thema Windows: Nein, niemals.

    Eher würde ich auf die Adobe-Tools verzichten und wieder zurück zu Linux gehen.
    Mit einem schicken Lenovo mit 64GB RAM und Mobile Xeon.

    • Adobe könnte mal wieder eine entscheidende Rolle spielen: Wenn Microsoft mit der neuen Surface-Touch-Bedienmethode erfolgreich wird, dann wird sich Adobe darauf einstellen und kann seine Produkte nicht mehr mit demselben Interface für MacOS und Windows entwickeln. Dann entscheidet der Marktanteil, welche Plattform weiter unterstützt wird.

  3. Solche Modellwechsel bei Macs finde ich meist sehr anstrengend, weil man als Konsument oft Antworten auf nicht gestellte Fragen bekommt und die Umstellungen von Schnittstellen usw. nicht dem entgegenkommen, was man in der Praxis braucht. Die neuen „Features“ interessieren mich exakt NULL! Ich habe mich schon damit abgefunden, dass man nur in sehr engen Zeitfenstern sinnvoll neue Macs kaufen kann. Seit Apple auf verklebte und verlötete Hardware setzt habe ich gar keine Lust mehr auf neue Anschaffungen. Offensichtlich ist die Zielgruppe die Werbeagentur, die Geräte über drei Jahre least oder Apple Care hat und nach drei Jahren die Hardware austauscht. Damit gibt Apple den Vorteil auf, dass Hardware bisher gerne mal 5-7 Jahre nutzbar war. Da ich nicht auf aktuellste Hardware und OS-Versionen angewiesen bin, wird halt jetzt mal eine Weile nichts gekauft! Mein Tipp wäre, noch eines der letzten MacBook Pro zu kaufen, bei denen man HD und RAM selbst tauschen kann.

  4. Da bei meinem Macbook Pro von Ende 2012 so langsam der Akku den Geist aufgibt und mir vor allem die 256GB-SSD nun wirklich zu klein ist, habe ich gespannt auf die Präsentation der neuen Macbooks gewartet. Vielleicht würde es sich lohnen, etwas Geld in die Hand zu nehmen und auf die neueste Generation upzugraden?

    Das 13″ Einstiegsmodell mit Touchbar kostet nur ein paar Euro weniger als mein vergleichbares Macbook von 2012. Dabei sinkt normalerweise der Preis von Computerhardware sehr schnell und sehr rapide. Gut, die Taktrate ist jetzt 2,9GHz statt 2,5, die Chipgeneration ist neuer und die SSD ist schneller angebunden. Aber in der Praxis wird man das kaum merken und RAM und SSD wären immer noch nicht größer.

    Da ich aber natürlich deutliche bessere Hardware haben will, wenn ich schon Geld ausgebe, komme ich ebenfalls auf das Ergebnis von Boris: deutlich über 3000€. Dann hätte ich 16 GB RAM und 1TB SSD. Aber selbst der schnellste Chipsatz ist noch immer nicht sehr viel schneller als mein alter. Eine Quadcore-CPU gibt’s nur im 15″-Modell. Das ist mir aber zu groß. Im 13″-Modell bekommen sie wahrscheinlich entweder die Abwärme einer Quadcore-CPU nicht weg, oder sie braucht zuviel Strom oder beides.

    Zum Touchbar: bei Apple ist es öfter so, dass sie etwas einführen, das man zunächst für Unsinn hält und dann möchte man es später nicht mehr missen. Auch wenn mein Bauchgefühl als 10-Finger-Blindtipper zu dedizierten Funktionstasten tendiert, kann es gut sein, dass auch die Touchbar so eine Neuerung ist. Apple hat immer gesagt, dass Touchbedienung bei einem Notebook oder Desktop-PC keinen Sinn macht, weil man dann ständig zwischen Tastatur und Bildschirm wechseln muss. Die Touchbar könnte genau das fehlende Bindeglied sein.

    Trotzdem: für ein bisschen mehr Leistung und eine Touchbar kann ich diesen Preis vor mir selbst nicht rechtfertigen. Selbst wenn ich berücksichtige, dass ich meinen alten Rechner noch verkaufen kann und dass ich sowieso Geld für Reparaturen und Aufrüstung in die Hand nehmen müsste. Ich bin übrigens niemand, der sich ständig über die zu hohen Preise von Apple beschwert. Wäre eine Neuanschaffung notwendig, würde ich wahrscheinlich wieder zu einem Macbook greifen. Aber im Moment sagt die Kosten-Nutzen-Rechnung ganz klar: bleib beim alten.

    Daher habe ich jetzt erst mal eine 1TB-SSD für das alte Macbook bestellt. Dritthersteller bieten sowas zum Glück an. Und einen Austausch des Akkus plane ich auch schon mal ein. Ich denke durchaus, dass auch dieses Macbook problemlos eine Nutzungsdauer von 7 Jahren erreichen wird, trotz der verklebten Akkus und der nicht standardkonformen SSD. Und dann? Vielleicht sind in drei Jahren die iPads schon leistungsfähiger als ein Macbook und man braucht gar kein Macbook mehr? Ich bin gespannt, was noch kommt.

    • Interessante Gedanken, Michael. Gut möglich, dass Apple die iPad stärker positionieren möchte. Ich wäre auch sofort dabei, wenn Desktop-Apps (natürlich für Touch neu designed) laufen würden. Ohne (nach außen geführtes) Filesystem wird das aber schwer und Cloud ist keine Lösung (Speed / Volumen)

      • iOS ist doch Meilenweit von der Funktionalität von MacOs entfernt. Die Desktop-Apps werden von Apple lieber im Funktionsumfang reduziert (z.B. iWorks, Foto) um auf den iPads zu funktionieren. Auch gibt es im noch nicht einmal im Ansatz eine Benutzerverwaltung. Es ist sicherlich toll für Apple wenn jede Person im Haushalt eigene Geräte hat, aber das ist doch weit weg von der Realität, zumindest in meinem Haushalt. Für mich ist ein iPad immer noch nur ein Gerät um etwas Spaß zuhaben (Medien konsumieren, Spielen, Internet surfen, etc.). Es ist aber Lichtjahre davon entfernt produktive eingesetzt zu werden.

        • Lichtjahre liegen da – glaube ich – nicht mehr zwischen. Mit dem großen iPad pro kann man bereits jetzt zusammen mit einer Tastatur fast wie auf einem Mac arbeiten. Sicher, die Apps können noch nicht alles, was die Desktop-Programme können. Aber es spricht nichts dagegen, dass das nicht irgendwann kommt. Eine Benutzerverwaltung wäre auch nett und wird bestimmt auch noch kommen. Denn für Schulen hat Apple schon entsprechende Funktionen in iOS integriert.

    • Diese langen Nutzungsdauern von 5-7 Jahren (bei silbernen Mac Pro bis zu 9 Jahren) sind Apple natürlich ein Dorn im Auge, denn man lebt davon, dass im Optimalfall alle drei Jahre ein neues Gerät angeschafft wird. Die enge Kopplung von OS-Version an Hardware ist ein Schritt, mit dem man dagegen angeht, die fehlende Erweiterbarkeit und Service-Unfreundlichkeit ist eine weitere Maßnahme. Damit entsteht der Eindruck, dass sich Apple bei Profi-Kunden auf Agenturen zurückziehen will, die ihre Ausstattung über 3-Jahres-Leasing finanzieren oder „Early-adopter“ sind, bei denen Geld keine Rolle spielt.

  5. asraelvudogel

    Ich hab ein 2011er MBP. Nach HDD und DVD hatte es HDD und SSD als FusionDrive und nun nur noch eine 1-TB-SSD. Seit dem Apple angefangen hat, alles fest zu verlöten, freunde ich mich auch wieder mit dem Umstieg auf Windows an. Da ich auch noch keine Geräte mit USB-C habe und damit auch der MagSafe weggefallen ist, wäre, wie du schon sagst, alles nur über Adapter anzuschließen. Und ich möchte nicht immer an den Adapter denken, nur damit ich einen USB-Stick anschließen kann.
    Andere Notebook-Hersteller haben da auch schöne Töchter, ob nun mit Fenster oder Pinguin.

  6. Ich besitze ein 2012er MacBook Pro und bin sehr zufrieden. Was Apple jetzt gebracht hat, macht für mich keinen Sinn, und bräuchte ich jetzt was neues würde ich wohl zu Surface wechseln. Ich werd abwarten wohin beide sich entwickeln. Aber Microsoft hat mit dem Surface Studio was tolles Innovatives vorgelegt. Sowas hätte ich eigentlich von Apple erwartet.

    Darum Passt das neue MacBook nicht zu mir:

    Warum hab ich mir das MacBook Pro gekauft? Weil ich auch Mobil sein möchte aber da ich mir nicht noch zusätzlich einen Desktop Rechner holen wollte habe ich mich für das MacBook Pro entschieden und gegen die Combi Air und IMac.

    Dafür hab ich Dookingstation und zusätzlich einen großen Monitor. Die meiste Zeit und auch am Intensivsten nutze ich den mac bei der Arbeit am Schreibtich. Dort steht das MacBook neben meinem Monitor direkt vor mir mein Wacom und daneben die Funktastatur. In dieser Aufstellung ist der Touchstreifen total blöd, weil eigentlich zuweit weg und näher als es Jetzt schon steht ist ist doof, dann ist es beim Arbeiten mit dem Wacom im Weg.

    Hinzu kommen Wegfall aller Anschlüsse, am schlimmsten der SD slot.

    War immer meine Arbeitsweise unterwegs schnell die SD in den Mac Geladen. Zuhause dann ans Dock auf die externe und dann mit Tablet und großem Monitor bearbeiten.

    Gibt bestimmt viele die damit was anfangen können, aber von mir und meiner Arbeitsweise aus gesehen, hat Apple sich zurück entwickelt.

  7. Apple macht es einem zur Zeit nicht einfach einen neuen Computer zu kaufen. Vor einigen Jahren konnte man noch alles kaufen was einem gefallen hat oder wo die preislich ins Budget gepasst haben. Zwischenzeitlich ist dieses leider nicht mehr der fall. Die Standardkonfigurationen sind größtenteils nicht zu gebrauchen und lediglich dafür da, einen günstigeren Preis zu suggerieren. Wenn man etwas vernünftigeres haben will muss man gewaltige Aufpreise zahlen.
    Auch vermisse ich mittlerweile das große Ganze. Man kann sich mittlerweile nicht mehr darauf verlassen, dass innerhalb des Ökosystems Apple alles zusammenpaßt und einfach funktioniert. Nun muss man sich mit einer Vielzahl von Schnittstellen, Adaptern, usw herumschlagen, was die Auswahl auch sehr schwierig macht.
    Ich bin derzeit wirklich sehr unzufrieden, mit dem was von Apple an Mac’s angeboten wird und mache mir wirklich Gedanken wie es weitergehen soll. Die neuen MacBooks Pro sind vom Design wirklich toll, aber ehrlich gesagt die alten waren auch nicht schlecht. Das Gewicht und die Abmessungen sind für mich nicht wirklich das ausschlagende Element. Ich brauche eine zuverlässiges Arbeitsgerät was das ich mich 100%ig verlassen kann. Ob das neue MacBook das erfüllen kann wird sich erst noch zeigen.

    • Genau meine Meinung. Wir Mac-Nutzer neigen dazu, Probleme wie das Adapter-Gefummel und unzureichende Garantie- und (24h-)Serviceleistungen auszublenden. Apple optimiert hauptsächlich das Design, was mich als Profi-Nutzer nur am Rande interessiert. Der Preis dafür ist eine (wenn überhaupt) mangelhafte Aufrüstbarkeit und Erweiterbarkeit, die sich negativ auf die Lebensdauer und die Betriebskosten auswirkt. Der Markt der silbernen Mac Pros und Server wurde völlig fallen gelassen und der Mac mini ist nicht mehr preislich attraktiv (ein iMac kommt mir prinzipiell nicht ins Haus). Innovationen wie die Touchbar sind halbherzig, solange es sie nicht auch auf der separaten Tastatur gibt, mit der vermutlich die meisten Anwender arbeiten. Kurz: Um den Mac steht es so schlecht wie noch nie und Microsoft sägt mit dem Surface Studio kräftig am Apple-Ast.

  8. Ich habe mein Late2011-MBP soeben mit RAM und SSD aufgerüstet. Das wird zunächst mal halten. Programme habe ich alle, die ich brauche. Fazit: Das Ding genügt derzeit meinen Ansprüchen, auch für Lightroom und AffinityP, zumal meine Kameras nur bis max. 20 MP gehen (und weiterhin dabei bleiben).
    Sollte ich irgendwann mal was Neues haben wollen/müssen, werde ich mich dann entscheiden, auch ob ich bei Apple bleibe.

  9. Wofür nutzt du denn eigentlich das Macbook? Von der Seite würde ich die Entscheidung mal angehen. Ist es fast nur Lightroom? Ist es viel Software, die es nur auf dem Mac gibt? Wenn nicht, dann würde ich bei dem Preisgefüge mal den Blick über den Tellerrand riskieren.Selbst für den niedrigsten Preis in deiner Liste kriegst du echt ordentliche Hardware von anderen Herstellern und vor allem Zukunftssicherheit in Form von tauschbaren Komponenten. Retina gibt’s auch nicht mehr nur beim Mac.
    Bei ganz ausgeprägter Windowsallergie hilft das natürlich nicht. Aber du kennst das doch aus dem Büro, oder? Ist der Mac wirklich 1500 bis 2000 Euro Aufpreis wert?

    • Weil ich es beruflich kenne, halte ich Abstand zu Windows. Und Retina mit Windows kann man IMHO immer noch vergessen. Das funktioniert unter Win einfach anders und viele Programme kommen damit nicht richtig klar. Ich habe auch noch kein Touchpad gesehen, dass auch nur annähernd so gut funktioniert wie die im MB(P/A).
      Ich denke eher über ein Vorjahresmodell nach. Vielleicht gibt es die neuen Ja bald mal im Store zu sehen.

      • Mit der hohen Auflösung komme ich bei Windows eigentlich ganz gut klar. Mit dem Touchpad hast du aber auf jeden Fall Recht, da hab ich auch noch nichts vergleichbares gesehen. Ansonsten läuft es halt wie gesagt drauf raus, wieviel Geld man für wieviel Notebook ausgeben möchte. Das kann wirklich nur jeder für sich selbst entscheiden. Aber dass nach der Vorstellung neuer Notebooks nicht nur bei dir sondern generell das Interesse an den alten steigt finde ich schon ulkig.

    • Eine ganz subjektive Wahrnehmung: Windows verdirbt mir an zu vielen Ecken die Laune. Die Bedienlogik und die Nomenklatur sind genauso unausgegoren wie die grafische Gestaltung der Oberfläche. Das System kommuniziert auf einer anderen Ebene mit mir, die mir nicht gefällt („Ihr Computer ist in Gefahr“…) und ich will mich nicht dauernd um irgendwelche Gaunereien kümmern, die im Hintergrund ablaufen könnten.

  10. Ja, Apple macht es mir diesmal wirklich sehr schwer sich gut gelaunt ein neues Produkt zuzulegen. Was man so hört und ließt haben viele abgewartet und Hoffnung auf eine Vernünftige neue Hardware im Bereich der MacBooks gelegt. Im Vorfeld wurde klar, dass allein durch den Titel „Hello Again“ etwas wirklich besonderes kommen würde… und ich wurde massiv enttäuscht.

    Aber egal, ganz nüchtern: Was tun, wenn man auf einem MacBook Pro von 2009 sitzt, bei dem der Akku nur noch eine Stunde hält und das Gerät auf dem „Lap“ nicht mehr nutzbar ist, da es zu heiß wird. Eine neue Anschaffung ist also bei mir ganz klar wieder für sieben Jahre angelegt. Aus meiner Sicht gibt es da tatsächlich einige Punkte, die für ein nagelneues 15″ MacBook Pro sprechen:

    Wenn ich ein MacBook kaufe, dann möchte ich
    – die neuest mögliche Hardware verbaut haben weil ich das Gerät wieder sieben Jahre nutzen möchte
    – jetzt oder irgendwann das Macbook zum Spielen nutzen oder in anderer Weise 3D-Grafik zur Verfügung haben
    – den bestmöglichen und großen Bildschirm besitzen, vielleicht weil ich Bilder bearbeiten möchte
    – für weitere in den nächsten sieben Jahren anstehende Neuanschaffungen einen möglichst „kompatiblen“ Gesellen

    Nebenbei freue ich mich dann über die Touchbar und ärgere mich über die nötigen Adapter, vor allem was einen SD-Card-Reader angeht.

    Aber alles in allem sind die Adapter preislich gar nicht so tragisch, wenn man sie nicht direkt von Apple kauft. Es gibt super kleine USB-C zu USB 3 Adapter die für einstellige Euro Beträge zu haben sind. Bei HDMI ist man bei etwa 20 Euro.

    Was das MacBook angeht fahre ich dabei den Weg mit einer 250 GB SSD auskommen zu wollen, da ich zum Bilder bearbeiten sowieso nicht ohne externe Platte auskommen werde. Eben dies ist auch schon organisatorisch bedingt, da mein Hauptrechner ein iMac ist. Als Referenz, dass dies funktionieren kann steht mein iMac, der trotz intensiver Nutzung mit einer Belegung von zur Zeit 173 GB auskommt. Und das, obwohl ich sämtliche Logic-Bibliotheken drauf habe. Bei meiner Nutzung ist der Rechner aber eben lokal nur mit seinem Betriebssystem, den installierten Programmen und übliche „normale“ Dokumente ausgestattet, sämtliche „Massendaten“ wie Fotos, Videos, Audiodateien liegen extern. Dort vor allem auf USB-3-Festplatten und SSDs.

    Ja, in Ordnung, ich rede mir das schön, aber was ist die Alternative?

    Ein Vorjahresmodel, das preislich nicht so umwerfend attraktiv ist und bei dem ich mir jedes mal wenn es mal „hakt“ frage ob es nicht besser gewesen wäre das „neue“ zu kaufen?

    Nur 13″… das noch am ehesten, denn der iMac ist ja wirklich der Hauptrechner für mich. Allerdings ist der Rechner viel mehr für meine Frau, und für sie ist es der Hauptrechner.

    Den alten behalten und Akku austauschen lassen. Dies wäre sicher die günstigste Variante.

    Tja… noch habe ich ein oder zwei Wochen meine Bestellung rückgängig zu machen… ob ich das tue…?

    • Ein Unibody MacBook Pro lässt sich gut noch eine Weile nutzen, wenn es mit einer SSD und maximalem RAM ausgestattet ist – das ist preislich nicht allzu teuer, aber sehr wirksam. Vielleicht ist bei der nächsten Modellpflege der MacBooks etwas Attraktiveres dabei, sodass es sich lohnt, etwas zu warten. Eine Nutzungsdauer von sieben Jahren halte ich in Zukunft nicht mehr für realistisch.

    • Zitat: „Unklar bleibt vorerst, ob der Zugriff auf die SSD in den anderen MacBook-Pro-Modellen mit Touch Bar ebenso möglich ist.“
      Außerdem ist es keine Standard-Schnittstelle. Es ist fraglich, ob da Erweiterungen von (günstigen) Drittanbietern kommen.

    • 2012er Modell, 500 GB SSD. Da könnte ich auch das MacBook 12″ (2016) nehmen, wäre ähnlich schnell, viel leichter und kompakter und hätte keinen Lüfter :)

      • Kommt halt drauf an, ob man noch Firewire-Peripherie hat. Ich könnte nur schwer drauf verzichten und hab mir deswegen noch einen „alten“ Mini gekauft.

  11. SpOn, 18.11.2016
    „Apple MacBook Pro zerlegt – Das sollte besser nicht kaputtgehen
    Beim Zerlegen des neuen MacBook Pro hat das Reparaturportal iFixit signifikante Unterschiede der verschiedenen Versionen gefunden. Für die Reparierbarkeit vergeben die Experten ein vernichtendes Urteil.“
    http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/apple-macbook-pro-von-ifixit-zerlegt-a-1121915.html

  12. Ich hatte ähnliche Gedanken wie Du, und habe mich dann nochmal gefragt was mir an meinem 13er 2011er MacBook Air aktuell fehlt: RAM, SSD Platz und CPU Leistung.

    So bin ich jetzt auf ein aktuelles Refurbished MacBook Air 13 gewechselt und habe die 128GB SSD durch eine 1TB SSD ausgetauscht und bin damit bei 1700 EUR erstmal sehr zufrieden.

    Über MacBook Pro mache ich mir dann in 1…2 Jahren wieder Gedanken,

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