Klopf, klopf – Apple Watch, mein neues Spielzeug

Apple Watch

Nun habe ich seit einigen Wochen eine Apple Watch und wurde häufig gefragt, was die denn nun tut, ob man die braucht und wenn ja wofür und überhaupt und an sich.

Nun denn – Hier also ein kleiner Beitrag der beschreibt, wie es dazu kam, welche Einkaufserfahrungen ich gemacht habe, wie und wofür ich die Uhr benutze und was mir so aufgefallen ist.

Es wird keine detaillierte Technik-Review! Das haben andere Seiten längst getan smile

Wie es dazu kam – Shopping mit Hindernissen

Am 21. August 2015 fuhr ich nach Köln – dort fand der Make-Up & Licht Workshop von Nicole und mir statt. Am Freitag vor dem Workshop reiste ich an und da ich noch gut in der Zeit lag, fuhr ich noch mal in die Stadt zum Apple Store. Ich hatte vorsorglich den letzten Termin für diesen Tag über die Webseite reserviert um mir eine Apple Watch zeigen zu lassen.

Ich fuhr zum Rhein-Center, in dem sich der Apple Store befand, war noch etwas vor dem Termin dran – war auch gut denn das Center war doch etwas größer und ich musste den Store dort erst einmal ausfindig machen – kam aber dennoch sofort dran, es war wenig los. Nanu? Neue Uhr und keinen interessiert’s? smile

Ich war gegen 19.30 im Store und ein junger Mann zeigte mir die Modelle, die Armbänder, die Funktionen, richtig gut. Ich hatte die Uhr schon zweimal kurz live gesehen und konnte so feststellen, dass gute Mensch wirklich wusste wovon er sprach. War toll.

Warum wollte ich überhaupt eine kaufen? Wollte ich anfangs gar nicht. Ich sah die Apple-Keynote und dachte mir – “So what?”. Im Laufe der Zeit las und hörte ich aber immer mehr und am Ende siegte meine Neugier und mein Spieltrieb.

Ich sag mal so – Früher hatte ich Yps-Hefte gekauft, Heute eben eine Apple Watch… Nein, ich bin nicht Krösus aber YNAB half mir dabei, ein paar Reserven für solche Fälle aufzubauen wink

Der Store-Mitarbeiter war gut, am Ende dachte ich mir, dass ich doch jetzt gleich zuschlagen könnte. Abends im Hotel noch die Uhr einrichten und dann gleich etwas damit rumspielen. Ja, genau, so würde ich es machen. Ich äußerte also meine konkrete Kaufabsicht und der Mitarbeiter meinte, dass das Model noch vorrätig wäre. Hurra smile

Oder auch nicht. Es war nämlich schon 20 Uhr und 5 Minuten. Das Center und somit auch der Store hatten offiziell bis 20 Uhr geöffnet. Keine Chance mehr etwas zu kaufen. Kasse geschlossen, kein Mitarbeiter mehr zum Kassieren verfügbar, Ware bereits im Tresor. Tja.

Der tolle Vorschlag, einfach am Samstag noch mal zu kommen, lief natürlich ins Leere – ich hatte ja einen Workshop zu halten wink

Die Lösung war dann simpel. Nachdem ich etwas enttäuscht ins Hotel fuhr, zückte ich mein iPhone, startete die Apple-Store-App, wählte dort meine Wunschkonfiguration – Eine Apple Watch Sport, 42mm mit weißem Sportarmband – und bestellte sie eben online mit Lieferung frei Haus.

Übrigens: Live am Handgelenk ist die 38mm-Variante deutlich kleiner als man es von den reinen Maßen und technischen Zeichnungen her vermuten würde.

Von Preisen und Armbändern

Die Online-Bestellung war am Ende ein glückliches Ereignis. Vor Ort im Store hätte ich, emotional motiviert, mindestens ein weiteres Armband dazu gekauft. So aber sparte ich mir das Geld denn sind wir mal ehrlich: Über 100 Euro für ein ziemlich simples Leder-Armband? So weit geht meine Liebe dann doch nicht.

Die Alu-Variante der Uhr kostete in der 42mm-Ausführung schon knapp 450 Euro. Das sollte mal genügen.

Ich schaute bei Amazon und fand fast unzählige Armbänder von anderen Anbietern zu ganz vernünftigen Preisen. Dort findet man Leder-Armbänder in vielen Farben, Milanaise-Loop-Nachbauten, Metall-Glieder-Armbänder mit verschiedenen Verschlüssen, … so ziemlich alle zu deutlich günstigeren Preisen.

Ich bestellte zwei Leder-Armbänder und ein Metallgewebe-Band mit Magnet-Verschluss und zahlte für alle drei zusammen weniger als für ein einziges von Apple.

…Armbänder Zwischenruf…

Verdammt nah dran am Original dieses Metallgewebe-Armband mit Magnetverschluss
Verdammt nah dran am Original dieses Metallgewebe-Armband mit Magnetverschluss

Das Metallarmband, so ein Gewebtes Band wie das Milanaise von Apple, war von JetTech. Rein optisch und auch gefühlt würde ich sagen, dass es als 1:1-Kopie durchgeht, mir fehlt allerdings der direkte Vergleich – Zwischen dem Anprobieren im Apple-Store und der Amazon-Lieferung lagen einige Tage. Es funktioniert aber exakt genauso. Vorteil: Es passt immer exakt weil es keine fixen Stufungen gibt. Ich trage es allerdings derzeit nicht weil es mir optisch nicht zusagt – was nicht am Armband sondern am Material liegt. Ich finde einfach Leder hübscher als Metall.

Dunkelbraunes Lederarmband im rustikalen Look. Gefällt mir optisch gut, ist aber leider sehr steif
Dunkelbraunes Lederarmband im rustikalen Look. Gefällt mir optisch gut, ist aber leider sehr steif

Mein optischer Favorit ist ein dunkelbraunes Lederarmband von iCareR. Schöner rustikaler Look. Leider ist zum einen das Leder recht steif, auch nach einer Woche am Handgelenk und täglichem “Kneten“. Zum anderen sind die Loch-Abstände nicht ganz passend für mein Handgelenk, so sitzt es entweder ziemlich locker oder zu fest.

Angenehm weiches Lederarmband. Optisch nicht ganz so rustikal und heller als mein Favorit. Dennoch nutze ich derzeit dieses Armband weil es sehr bequem ist
Angenehm weiches Lederarmband. Optisch nicht ganz so rustikal und heller als mein Favorit. Dennoch nutze ich derzeit dieses Armband weil es sehr bequem ist

Aktuell trage ich die Uhr an einem etwas helleren Leder-Armband von Jisoncase. Dieses war von Anfang an sehr weich und beweglich. Die Lochabstände schienen anfangs auch nicht passend, inzwischen klappt es aber gut im vierten Loch, sie sitzt gerade so eng genug ohne das Handgelenk zu quetschen.

Einen so perfekten Sitz wie mit dem stufenlosen Metallgewebe habe ich mit den Lederarmbändern aber nicht.

Die Einrichtung

Die war ziemlich simpel. Auf dem iPhone eine Watch-App, auf der Uhr eine sehr coole 3D-Wolke die mit der iPhone-Kamera gefilmt und erkannt wurde, zack, schon die beiden gekoppelt. Ich bete jetzt nicht alle Einstellungen herunter – Ich bin einfach die möglichen Menüpunkte der App durchgegangen und habe eingestellt was mir sinnvoll erschien.

Inzwischen gab es ein großes Update auf WatchOS 2.0. Auch dieses Update verlief reibungslos.

Apple Watch

Erste Erfahrungen – Pro/Contra

Was ich toll finde:

  • Wichtige Nachrichten klopfen am Handgelenk und geben einen Ping. Man kann einstellen, welche Apps das tun sollen und bei entsprechend erweiterten Apps kann dies noch feiner justiert werden. Schon beim ersten Einsatz bekam ich so eine iMessage-Nachricht mit, die ich ansonsten verpasst hätte weil die Umgebung zu laut war und ich das Telefon in der Hosentasche nicht gespürt hätte.
  • Ich konnte auch direkt auf diese Nachricht antworten. Handgelenk hoch, Nachricht gelesen, Antworten getippt und entweder eine Kurzantwort gewählt – wie auf dem iPhone bekannt – oder kurz eine Antwort per Siri diktiert. Das funktioniert erstaunlich gut – Internetverbindung vorausgesetzt.
    Es stellt sich raus, dass ich diese Funktion, also Nachrichten bekommen und senden, am häufigsten nutze.
  • Auch die großen Smilies, die für allerlei Entrüstung sorgten, werden von mir gerne verwendet. Beim Empfänger sind diese ebenfalls animiert – Auch wenn der Empfänger ein altes iPhone mit iOS 6.x hat.
  • Immer mal wieder wird mein Puls gemessen und protokolliert. Nicht dass ich das bräuchte, ich finde es aber interessant. Ich habe es mit einem speziellen Blutdruck-Messgerät verglichen – Die Werte waren um 2-3 Schläge pro Minute identisch.
  • Zu Hause ist es auch toll, dass das iPhone nicht in BT-Reichweite sein muss. Es genügt, wenn beide im selben WLAN sind damit sie kommunizieren können.
  • Das war lustig, denn mein iPhone steckte im Wohnzimmer im Lade-Dock während ich am anderen Ende der Wohnung meine Foto-Tasche packte als plötzlich die Uhr klingelte – meine Schwester rief mich an smile Ich konnte das Telefonat an der Uhr entgegennehmen und frei sprechen. Ich ging dann zum iPhone wo das Telefonsymbol am Sperrbildschirm auftauchte – Hand-Off – ein Swipe und ich führte das Gespräch am iPhone weiter.
  • Auch witzig finde ich die Navigation. Ich startete im Auto über die Uhr. Per Siri verlangte ich: “Bring mich zur Firma”. Ich bekam eine Karte gezeigt und los ging’s. Anweisungen für Links und Rechts geben unterschiedliche Klopfsignale und auch das akustische Signal ist unterschiedlich.
    Der Haken: Beim Autofahren kommen diese Abbiege-Signale ziemlich spät. Hier sollte Apple etwas nachbessern.
  • Siri funktioniert richtig gut an der Uhr. Handgelenk drehen und “Hey Siri” sprechen oder einfach lange auf die Krone drücken. Das habe ich auch schon für eine kleine Rechenaufgabe zwischendurch genutzt, für iMessages und für Erinnerungen, etc. Siri eben.
  • Digital Touch ist lustig. Kleine Zeichnungen und Taps zu einer anderen Uhr schicken. Nur leider recht witzlos, wenn Partner/in keine AppleWatch haben (wollen)
  • Es sind sehr viele Apps verfügbar. Ich nutze zum Beispiel Things, OnAir, Bring, 1-2-3 Tanken und Fantastical
Die Krone zum scrollen und drücken, der große Knopf zum drücken. Dazu noch Touch, Force-Touch, Swipe… An die Bedienung muss man sich erst gewöhnen
Die Krone zum scrollen und drücken, der große Knopf zum drücken. Dazu noch Touch, Force-Touch, Swipe… An die Bedienung muss man sich erst gewöhnen

Nicht so schön finde ich:

  • Seit dem Update auf WatchOS 2 spricht die Navigation im iPhone immer mit. Bei WatchOS 1 war es so, dass das iPhone ruhig blieb wenn ich die Navigation über die Uhr startete – das war praktisch, weil ich so ungestört Podcasts hören konnte. Oder es liegt an iOS 9.x – Als ich die Uhr bekam lief mein iPhone noch mit iOS 8.
  • Generell ist das Handling “was wird wann wo gezeigt” nicht ganz zu Ende gedacht, finde ich. Beispiel: Das iPhone steckt in der Autohalterung und bekommt dort Strom. Es ist permanent eingeschaltet und aktiv weil es Podcasts abspielt. Nun kommen Nachrichten am iPhone an.
    Das tun sie auch dann, wenn das Gerät auf stumm gestellt ist, was ich tue, damit mich irgendwelche Klingel-Sounds von Apps nicht beim Podcast-Hören stören. Das führt nun aber dazu, dass ich wichtige iMessages verpasse! Das iPhone macht kein Geräusch, ich schaue nicht unentwegt auf’s Display um die neuen Nachrichten in den paar Sekunden zu sehen in denen sie oben eingeblendet werden und die Uhr erfährt von all dem nichts, weil iMessage meint, ich hätte die Nachricht ja schon sehen können. Die Uhr zeigt nicht mal den roten Indikator für ungelesene Nachrichten, obwohl die iMessage-App am iPhone sehr wohl ungelesene Nachrichten am Icon aufzählt.
    Mein Wunsch wäre, dass die iMessages auf die Uhr kommen, wenn das iPhone stumm gestellt ist.
  • Die Nutzung von Uhr und iPhone im selben WLAN scheint mir etwas wackelig. Ich habe hier zwei Netze mit derselben SSID. Beide Netze waren dem iPhone5 bekannt und die Verbindung wurde auch zur Uhr gehalten. Bis das plötzlich nicht mehr klappte. Manchmal klappte es verzögert, manchmal gar nicht. Dann wieder nach einem Neustart der Uhr… Das war allerdings noch mit WatchOS 1 bzw. ich glaube auch direkt nach dem Update auf WatchOS 2. Ich hatte dann das WLAN aus dem iPhone entfernt, iPhone und Uhr neu gestartet, habe mich dann am iPhone neu ins WLAN verbunden und dann klappte es wieder…
  • Ach ja, Wifi… die Uhr kann nur 2,4 GHz! Das ist natürlich blöd wenn man gerade alles auf 5 GHz umgestellt hat damit einem die Nachbarn nicht stören. Die Lösung ist, dass man einen Router auf beiden Frequenzen laufen lässt.
  • Die Navigation funktioniert bisher nur mit Apple Maps. Im Grunde klar aber ich wünsche mir, dass TomTom, Navigon und andere da nachlegen und entsprechende Partner-Apps für die Uhr bauen, so dass diese Klopf-Signale und ähnliches auch mit den anderen Navigationsprogrammen funktionieren.
  • Manche Schaltflächen in den Apps sind schwierig zu bedienen. Das OS scheint recht schnell eine Wischbewegung zu erkennen und ignoriert dann den Tap. Wenn man also gerade in Bewegung ist, klappt es – bei mir – nur selten mit der Bedienung. Dieses Verhalten ist mir aber auch am iPhone aufgefallen mit einem iOS-Update, ich glaube seit iOS5 oder 6 wurde das recht anstrengend. Bei der Uhr finde ich es generell schwierig die Buttons zu drücken die sich am Rand befinden. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es mit WatchOS 2 besser geworden ist.
  • Den Force-Touch finde ich nach wie vor nicht intuitiv. In manchen Apps geht es, andere haben den nicht. Ein bisschen wie die Wunder hinter Tastenkombinationen mit der Alt-Taste – man muss es überall mal ausprobieren und sich dann merken, was wann wo geht.
  • Apple und sein Konten-Mischmasch. Ich hatte für iCloud und Apple-Store verschiedene Konten, historisch. Damit funktionierte aber vieles nicht. Wenn das iMessage-Konto vom iCloud-Konto abweicht, funktioniert Hands-Off nicht, Facetime macht Probleme, Digital Touch an sich selbst klappt nicht etc. Ich habe die Uhr nun zum Anlass genommen, das iMessage-Konto auf das des iCloud-Kontos zu ändern. Nun funktionierte alles reibungslos. Das ist allerdings schon recht arm für eine Firma wie Apple.
  • Bei WatchOS 1 gab es keine nativen Apps für die Uhr, Apps konnten die Uhr nur als zweites Display nutzen. Das bedeutete streckenweise extrem(!) langsame Bedienungen, es dauerte sehr lange bis eine App mal gestartet war. Mit WatchOS 2 kann dies anders werden, allerdings habe ich noch keine Erfahrungen mit solchen nativen Apps.
  • Die Übersicht der Apps ist, sagen wir mal, ziemlich wild. Das Layout, also die Anordnungen der Apps, kann man in der iPhone-App konfigurieren. Es sieht wirklich wild aus – Es ist aber dennoch erstaunlich präzise zu bedienen. Irgendwie scheint die Uhr zu wissen, welches dieser winzigen Symbol man drücken wollte. Das hat mich überrascht.
  • Der Unterschied zwischen den Glances (oder Checks) und den Apps ist mir nicht immer ganz logisch. Einmal von unten nach oben swipen öffnet diese Glances in denen man aber nur gucken kann, Editieren oder Erfassen geht hier nicht.
    Per Touch kann aber direkt die dazugehörte App starten, das ist gut. Beim Health-Glance startet man allerdings „Health“ und kommt in eine Übersicht, ein Training kann man hier nicht starten. Ein Fore-Touch kann zum Ändern der Ziele genutzt werden. Das Starten eines Trainings ist viel zu kompliziert: Von der Uhr mit der Krone in die Übersicht, mit dem Finger schieben bis das Training-Icon sichtbar wird, antippen, neues Training wählen, den Training-Typ wählen…
    Mit WatchOS 2 soll man ein Training auch per Siri starten können. Dies gelang mir beim ersten Versuch nicht – ich muss noch schauen wie das funktionieren soll.

Fazit

Die Armbänder lassen sich schnell und einfach wechseln. Drittanbieter-Armbänder sind fast alle glänzend mit Stahl-Verbinder. Sie passen problemlos an das Alugehäuse – Wie sich das auf Korrosion oder ähnliches auswirkt weiß ich nicht.
Die Armbänder lassen sich schnell und einfach wechseln. Drittanbieter-Armbänder sind fast alle glänzend mit Stahl-Verbinder. Sie passen problemlos an das Alugehäuse – Wie sich das auf Korrosion oder ähnliches auswirkt weiß ich nicht.

Braucht man die Apple Watch? Nein!

Macht sie Spaß? Ja, kann sie. Sie ist aber auf andere Weise interessant – Durch die Art und Weise wie man eben nichts damit tut. Klingt bescheuert aber es ist so bigsmile Eine neue Kamera, ein neuer Computer sogar ein neues Smartphone kauft man sich wegen bestimmter Funktionen und Möglichkeiten die man natürlich ständig ausprobieren möchte oder ständig nutzt. Bei der Uhr ist das anders. Man hat eigentlich recht schnell mal alles durchgespielt. Dann ist sie einfach eine Uhr. ich schaue gerne drauf um die Zeit abzulesen, geht schneller als das iPhone aus der Tasche zu holen. Ich sehe direkt wann der nächste Termin anliegt, ich kann mal schnell einen Timer starten etc.

Sie ist unauffällig, ich nutze sie jeweils nur wenige Sekunden. Es ist kein Gadget, dass einen Spieltrieb befriedigt. Es ist ein Gadget, dass sich nach nur einem Tag in den Alltag integriert. Ein kurzes Klopfen um mal wieder aufzustehen, ein kleines Ping wenn eine wichtige Nachricht rein kommt – im Gegensatz zum iPhone aber keine Spielstände oder andere unwichtige Nachrichten, ganz so, wie man es sich konfiguriert.

Wenn ich die Uhr irgendwann um 23 Uhr auf den magnetischen Lade-Böppel lege, habe ich meistens noch über 60% Akku. Ich treibe aber auch kein Sport mit der Uhr und habe bisher noch keine Musik mit ihr gehört.

Ich brauche sie nicht wirklich aber sie macht mir Spaß. Sie ist praktisch, weil ich mal eben einen Timer programmieren kann wenn ich mit geschlossener Jacke und Handschuhen in der Reithalle stehe – “Hey Siri, neuer Timer, 30 Minuten”. Wenn ich eine Überweisung tätige, bekomme ich den Code per SMS auf die Uhr.

Es gibt meiner Meinung noch viel Optimierungs-Potential. Warum spricht das Navi jetzt am iPhone mit? Das stört mich. Warum bekomme ich an der Uhr keine neuen iMessages mit, wenn das iPhone gerade eingeschaltet ist? Mit iMessage am Mac klappt es doch auch – Dort kommt die Nachricht zuerst an, wenn ich die App dann nicht in den Vordergrund hole, klingelt es noch einmal auf der Uhr. Das möchte ich mit dem iPhone auch so haben. Warum geht bei den Glances kein Force-Touch um direkt Daten zu erfassen oder ein Training zu starten?

Ich habe sie behalten und ich würde sie wieder kaufen smile Ich bin gespannt, in welchen Intervallen Apple neue Uhr-Hardware bringen wird.

5 Kommentare zu “Klopf, klopf – Apple Watch, mein neues Spielzeug

  1. Du schreibst gar nichts zum Fitness Aspekt und ob dich die Uhr – als Bio-Feedback – dazu motivieren kann körperlich aktiver zu sein.
    Seit ich sie trage bin ich motiviert die „Fitness Ringe“ zu schließen. An Tagen mit sportlichen Aktivitäten kein Problem. Aber ansonsten bringt mich ein Blick auf die Uhr dazu zwischen Abendessen und Couch noch draußen eine runde um den Block einzulegen. Und was auf Playstation und Co. bei mir gar nicht funktioniert – Pokale als Belohnung und Bestätigung einzuheimsen – packt mich komischerweise auf der Uhr…

    • Nur als Randnotiz – Zitat: „Mit WatchOS 2 soll man ein Training auch per Siri starten können. Dies gelang mir beim ersten Versuch nicht – ich muss noch schauen wie das funktionieren soll.“
      In der Tat war der Fitness-Aspekt für mich überhaupt nicht ausschlaggebend, da ich weder Radfahre noch Laufe :)

      Puls ist lustig bis interessant aber mehr brauche ich nicht – bzw. ich würde gerne andere sportliche Aktivitäten als solche aufzeichnen, ist mir aber zu kompliziert.

      • – Zu Siri „Starte 10 Minuten Workouts gehen“.
        – Als Fitbit User ist dir das Prinzip doch bekannt. Ich halte es bei Apple für motivierender umgesetzt.
        Es die drei Kreise…
        Kreis 1 – du legst initial ein „Kalorienziel“ fest – die verfolgt deine Aktivität im Tagesverlauf…
        Kreis 2 – 30 Minuten „aktivere“ Bewegung – bedeutet „etwas schnelleres gehen/Treppe statt Aufzug“…
        Kreis 3 – „einmal die Stunde aufstehen“ und das 12 mal….

        Ziel ist es am Ende des Tages alle drei Kreise geschlossen zu haben. Du musst nicht Radfahren oder Laufen. Das ist dann oben drauf… Try it!

  2. Pingback: Capture One Pro 8 – Erster Import | Ansichten

  3. Den Teil mit „Sie ist unauffällig, ich nutze sie jeweils nur wenige Sekunden.“ finde ich interessant, da ich mir (habe seit ca. einem Jahr eine Android Watch) anfangs immer den Vorwurf anhoeren durfte „staendig an der Uhr zu kleben“. Und da ist / war (mittlerweile hab‘ ich mich gebessert) auch was dran.

    Ja, auf die Uhr zu schauen ist nicht so auffaellig, wie das Handy aus der Hose zu ziehen. Aber die Uhr muss man halt auch erst gar nicht aus der Hose ziehen, d.h. man blickt dann irgendwie bei _jedem_ Ping/Vibrieren kurz drauf. (Und wenn ich schon mal am Draufkucken bin kann ich ja auch gleich die ganze Nachricht lesen …)
    Beim Handy ueberlegt man sich’s dann doch eher, ob des jetzt passend ist es jetzt aus der Hose zu ziehen oder auch mal zu warten.

    Beim Fazit zum Thema Smartwatch sind wir aber einer Meinung. Auf eine Zeile gebracht:
    Sie liefert keine einzige Funktion die man wirklich _braucht_, aber Sie macht das Leben mit Smartphone einfach angenehmer. (Also ein reines Convenience-Device.)

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