Slow Carb – Ist das nicht sehr einseitig?

Es ist wirklich unfassbar was man sich alles anhören kann und oft auch muss, kaum dass man sich etwas anders ernährt als in den vergangenen 20-30 Jahren oder mehr. Das sei doch alles sehr einseitig, langweilig, schwierig… „Na, wieder Bohnen dabei? Machst Du ’ne Bohnendiät?“, „Hängen Dir die Bohnen nicht schon aus den Ohren?“ und so weiter.

Aber stimmt das wirklich? Ist eine Ernährungsumstellung wie Slow Carb wirklich so eintönig oder gar einseitig? Ich möchte jetzt noch gar nicht über den Begriff „einseitig“ im Sinne von Vitaminen oder anderen Bausteinen reden sondern wirklich nur im oberflächigen Sprachgebrauch analysieren, ob man wirklich immer nur das gleiche ist bei Slow Carb.

Abwechslung geht immer

Ich behaupte mal, das stimmt nicht bzw. nur so weit, wie der eigene Geschmack, die eigenen Vorlieben oder die Experimentierfreudigkeit es zulässt oder bestimmt.

Hier mal ein paar Beispiele, was ich seit März 2013 gerne esse:

  • Omelette – Variiert mit Gewürzen, Kräutern, Speck oder Schinken und Wurst, Hüttenkäse, etc.
  • Rührei – ebenfalls gerne variiert oder Ergänzt mit Gemüse
  • Nackensteaks – wieder variiert mit Gewürzen, Marinaden, etc
  • Gemüsepfannen
  • Eiweißbrot mit Schinken oder Wurst
  • Eiweißshakes – Pulver oder aus ganz normalen Zutaten gemixt
  • Chili
  • Gulasch

Und ich glaube, dass ich erst ganz am Anfang stehe und durchaus einer persönlichen Einschränkung unterliege, da ich Fisch nicht wirklich mag. Und ja, Bohnen sind gerne dabei als Beilage oder auch mal als Hauptbestandteil einer Gemüsepfanne. Ich mag sie einfach gerne. Erbsen und Linsen würden auch gut gehen.

So etwas fällt aber am Mittagstisch in der Firma auf. Es ist für den Deutschen an sich nicht üblich zum Mittag Bohnen zu essen, so kommt es mir jedenfalls vor. Aber vergleichen wir doch mal, was ich vorher gegessen habe und was nicht aufgefallen ist…

Vor der Umstellung war es nicht besser sondern schlechter

Zum Frühstück gab es Toast oder Brötchen mit Honig und Nutella. Zu 99% jeden Morgen.

Mittags in der Firma gab es Brot mit Wurst oder Schinken. Ab und zu wurde mal eine Pizza oder ein Döner bestellt.

Abends gab es dann entweder noch mal Brot oder eine Tiefkühlpizza, Tiefkühlbaguette, einen Burger oder man hat sich mal etwas Fleisch angebraten und dazu Nudeln oder Kartoffeln gemacht.

Natürlich hat das Abendbrot auch mal variiert. Unterm Strich behaupte ich aber mal, dass Slow Carb nicht einseitig ist – und schon gar nicht einseitiger als das, was ich vorher gemacht habe.

Da geht noch mehr

Ich glaube sogar, dass noch viel mehr Abwechslung möglich ist. Ihr setzt auch auf Slow oder Low Carb? Dann hinterlasst einen Kommentar und schreibt mal auf, was Ihr gerne esst/kocht smile

Bei Amazon gibt es verschiedene Low-Carb Koch-Bücher – Habt Ihr Slow- oder Low-Carb Rezepte oder Kochbücher, die Ihr empfehlen könnt?

4 Kommentare zu “Slow Carb – Ist das nicht sehr einseitig?

  1. Uwe Schöneshöfer

    Vorallem habe ich durch Slow Carb gelernt was es wieder heisst frisch zu kochen, ohne Glutamattütchen und Fix Produkte. Eine wahre Geschmacksexplosion.

  2. Wenn die Leute dich das nächste mal fragen, ob dir die Bohnen nicht aus den Ohren kommen, dann frag sie mal ob sie überhaupt noch Brot sehen können. Das essen die meisten Leute täglich mehrfach, aber keiner wundert sich drüber… Gleiches gilt für Kartoffeln, die bei den meisten Leuten mehrmals die Woche auf den Tisch kommen.

    Ich bin persönlich ebenfalls Bohnen-Fan :-) Besonders grüne Bohnen sind super. Ich esse die mehrmals pro Woche. Gerne auch als Eiweißquelle und sattmacher nach dem Sport.

  3. Als Umstellung für eine temporäre Diät finde ich das reichhaltig. Als Lebensmodell aber nicht.Ich glaube, dass Ernährungskonzepte (und wohl leider auch Bewegungskozepte) die auf insgesamt besseres und fettärmeres und kohlenhydratärmeres und zuckerärmeres Ernähren hinzielen langfristig besser sind…. Auch Nudeldiäten bieten Vielfalt und funktionieren. Aber langfristig und „für immer“ Nudeln?

    • lies mal meine anderen Beiträge dazu – Ich verzichte auf gar nichts ;) An einem Tag in der Woche gibt es alles andere. Ansonsten fährt der Körper schnell mal in den Sparmodus und genau das will man nicht. Der Stoffwechsel soll schön in Schwung bleiben. Funktioniert prächtig :)

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