WiAnD – Sprachnotizen

sprachnotizen.pngIn der Reihe „Welche iPhone App nutzt Du?“ habe ich diesmal etwas ganz unspektakuläres und trotzdem sehr praktisches: Sprachmemos.

Sprachmemos – wie sie funktionieren

Diese Anwendung ist schon sehr lange bei iOS dabei und sie tut genau das, was der Name verspricht, man nimmt damit Sprachmemos auf. Startet man die Anwendung, erscheint auf dem Display ein großes Mikrofon im Retro-Stil. Warum auch nicht, schließlich gibt es sonst nicht viel zu sehen. Im unteren Bildschirmbereich ist eine Aussteuerungsanzeige und zwei Knöpfe.

Die Anzeige, im analogen Look, zeigt einfach nur an, ob ein Signal am Mikrofon ankommt und wie laut es ist. Links ist ein Knopf mit einem roten Punkt. Einmal berührt startet die Aufnahme, der rechte Knopf wird zum Stopp-Knopf und ganz oben wird ein roter Balken eingeblendet der anzeigt, dass eine Aufnahme läuft und wie lange die Aufnahme schon läuft. Der Linke Knopf wird zum Pause-Knopf mit dem man die Aufnahme jederzeit unterbrechen und dann wieder fortsetzen kann.

Ist die Aufnahme beendet, kann man mit dem rechten Knopf eine Liste aller Aufnahmen anzeigen lassen. Dort kann man die Aufnahmen auch wiedergeben lassen, löschen und die Aufnahmen per E-Mail oder MMS versenden.

Wenn man sein iPhone mit iTunes synchronisiert, landen die Sprachmemos außerdem direkt in iTunes unter dem Album „Sprachmemos“ mit dem Genre „Sprachmemos“. Es lassen sich also schnell alle Aufnahmen finden.

In der Praxis

Ich benutze die Sprachmemos nicht besonders oft aber wenn, dann sind sie echt hilfreich. So habe ich schon mal auf die Schnelle ein paar Geräusche meines Fahrzeugs aufnehmen können um diese einem KfZ-Meister vorzuspielen. Als sehr praktisch hat sich die Anwendung auch für Podcast-Produktionen erwiesen. Wenn ich unterwegs im Feld bin und spontan etwas für einen Podcast aufnehmen möchte, dann mache ich das mit dieser Anwendung.

Das funktioniert erstaunlich gut weil das Mikrofon im iPhone deutlich besser ist als man erwarten würde. Die Tonqualität ist also nicht auf Telefonniveau sondern deutlich darüber. Schon das Mikrofon am iPhone 3G hat mich absolut überrascht und am 4G wurde es offenbar nochmals verbessert.

Wenn Ihr ein Beispiel hören möchtet: Ich habe ein Vor-Ort-Review eines Regenschutzes für Kameras und Objektive mit dem iPhone 3G und dieser Anwendung aufgenommen. Es ist zu hören in der Happy Shooting Folge #193. Natürlich habe ich die Aufnahme am Rechner noch etwas komprimiert und einen leichten EQ drauf gelegt. Ich finde das Ergebnis schon überraschend gut.

Fazit

Manchmal reicht schon das, was mitgeliefert wird. Ich finde es super, dass im iPhone ein gar nicht mal so schlechtes Mikrofon eingebaut ist und das iPhone so zu einem Immer-Dabei-Recorder wird. Es kann natürlich professionellere Geräte nicht ersetzen, man kann z.B. nicht in Stereo aufnehmen, es gibt keinen Popp-Schutz, man kann den Pegel nicht selbst einstellen etc. Dennoch reicht es für die schnelle Aufnahme oder das spontane Interview vollkommen aus. Wenn ich vorher weiß, dass ich etwas aufnehmen möchte, habe ich meinen Zoom H2 dabei.

Was nutzt Ihr um unterwegs Audioaufnahmen zu machen?

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4 Kommentare zu “WiAnD – Sprachnotizen

  1. Leider kann man damit keine Telefonate aufnehmen. Deshalb nutze ich es eigentlich nie ;)

  2. Schade das kein direkter Filetransfer möglich ist. Nur über E-mail. Aber die Qualität ist gut. 16 Bit Sampling bei 44100 Hz.
    B.t.w., weil Du das Zoom H2 benutzt. Als USB Sounddevice am Mac ist bei mir nur Wiedergabe möglich. Als Aufnahmegerät kann ich es zwar auswählen, aber es kommt kein Ton rüber. Funktioniert das bei Dir oder benutzt Du es nur ‚Offline‘?

    • OK, kurzer Offtopic-Ausflug zum Zoom H2 :)
      Ich habe es bisher nur „Offline“ genutzt. Heute wollte ich es für eine Happy Shooting Aufnahme nutzen und prinzipiell geht das auch. Anschließen über USB und dann am Zoom H2 ins Menü gehen, zu „USB“ blättern und dort das Gerät als Live-Audio aktivieren.
      Leider gab es nach ca. 20 Minuten starkes „Knistern“ in der Aufnahme (wiederholt) weshalb ich das dann gelassen habe. Vielleicht ein Treiberproblem aber ich habe nicht weiter gesucht.

  3. Als ich mein 3GS neu bekam war ich auch erstaunt über die Aufnahmequalität des Mikrofons. Wir haben bei uns im Sender normalerweise die Edirol R09 für Interviews im Einsatz, wenn aber gerade mal keins da ist kann man das iPhone durchaus mal dafür mißbrauchen, für kurze Takes ist das absolut ok wenn sich mal spontan etwas ergibt.

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