Lightroom 2.0 ist da

Lightroom 2.0 Logo

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt smile
Was hat man nicht gegrübelt, ob Adobe Lightroom wohl zur Photokina bereits fertig sein würde oder nicht. Nun überrascht uns Adobe und bringt die Version 2.0 bereits weit vor der großen Fotomesse auf den Markt.

Adobe Lightroom 2.0 ist ab sofort verfügbar.
$299 soll es kosten. Als Upgrade auf die 1er Version nur $99.
Europreise sind sicher auch in Kürze verfügbar.

Und was hat sich getan? Wer die Betaversion kennt hat schon einiges gesehen gesehen:

  • Man hat das Layout teils deutlich geändert um einen besseren Arbeitsablauf zu ermöglichen. Insgesamt wurden die Paletten einfach aufgeräumt und neu verteilt. Ob das für alle Anwender funktioniert wird sich zeigen.
  • Die „Ordner“ wurden deutlich erweitert. Nun soll man deutlich sehen können, auf welcher Festplatte ein Ordner liegt, ob die Platte gerade angemeldet ist oder nicht, wieviel Platz noch verfügbar ist usw. Sprich: Es soll nun deutlich einfacher sein, seine Bilder über mehrere Laufwerke verteilt zu bearbeiten.
  • Die Kollektionen sollen ebenfalls überarbeitet worden sein. Kollektionen sollen sich die Sortierungen merken (war das nicht vorher auch schon so?) und es sollen spezifische Kollektionen für Diashows, Ausdrucke und Webgalerien möglich sein. Das alles soll durch neue Symbole übersichtlicher gestaltbar sein. Ich lasse mich mal überraschen.
  • „Smart Collections“ – Da sind sie. Wer Aperture kennt weiß was gemeint ist. Kollektionen, die sich anhand von vorher festgelegten Suchbedingungen automatisch füllen können. Sprich: Gespeicherte Suchabfragen die man dann wie eine Kollektion nutzen kann. Endlich! Wer es ausprobiert sollte beim hinzufügen weiterer Abfragekriterien mal die Alt bzw. Option Taste gedrückt halten.
  • Mit der Taste „B“ konnte man ja bisher schon ein Bild in die „Quick Collection“ schieben. Das habe ich oft genutzt um temporär ein paar Bilder zu sammeln. Nun kann man außerdem wählen, in welche Kollektion die Bilder geschoben werden sollen wenn man auf „B“ drückt! Das ist natürlich sehr praktisch beim zusammenstellen von Bildern und erspart ein späteres verschieben aus der Quick-Selection.
  • Filter-Zeile. Die Suche wurde komplett neu gestaltet. Nun gibt es diverse Filter die man zuschalten kann um seine Bibliothek nach allen möglichen Kriterien zu filtern.
  • An den Stichworten wurde ebenfalls gearbeitet. So soll die 2.0 jetzt passende Stichworte zu bereits vergebenen Stichworten vorschlagen können. Ich bin mir nicht sicher, ob ich so etwas wirklich nutzen würde – bis ich analysiert hätte, ob die Vorschläge gut sind, habe ich vermutlich schon längst getippt was ich haben möchte. Aber vielleicht ist es sinnvoll beim überarbeiten von Bildern mit neuen Stichworten – dann bekäme man passende (neue) Stichworte zu den Bildern gezeigt und sieht so sofort, dass man bestimmte Fotos noch nicht überarbeitet hat.
  • Mehrere Monitor. Zumindest auf zwei Monitoren soll man mit Lightroom 2.0 nun arbeiten können. Man kann ein weitere Lightroom-Fenster öffnen lassen das man dann auf den zweiten Monitor schieben kann. Hier kann man nun entscheiden ob man das „Grid“ – also die Bilderübersicht, die Lupen-, Vergleichs- oder Prüf(?)-Ansicht sehen möchte (Grid, Loupe, Compare, Survey) – also Thumbnails, Einzelbild, zwei Bilder oder mehrere Bilder in groß.
  • Die Photoshop-Integration wurde ebenfalls überarbeitet. Mehrere Bilder markieren und als Panorma oder HDR oder als mehrere Layer an Photoshop übergeben ist jetzt kein Problem mehr. Außerdem soll man Fotos auch als „Smart Object“ öffnen können – wie auch immer das aussehen soll. Das alles klappt allerdings erst mit Photoshop CS3!
  • Der Export wurde überarbeitet. Nun können Exporte automatisch im Ordner der jeweiligen Originaldatei erstellt werden. Exporte können mit dem Original in der Bibliothek gestapelt werden. Der Export kann nun nach dem verkleinern auch noch nachschärfen – allerdings nur mit wenigen Vorgaben. Und man kann Bilder an weitere Anwendungen schicken.
  • Bilder können jetzt übrigens mehr als 10.000 Pixel Kantenlänge haben. Adobe spricht jetzt von einem Limit bei 65.000 Pixeln Kantenlänge oder maximal 512 Megapixeln. Das ist natürlich für Panoramen praktisch.
  • Entwicklung-Modul: Abwedeln/Nachbelichten! Endlich geht das auch in einem RAW-Konverter. Andere haben es vorgemacht, jetzt kann es auch Lightroom. Man markiert mit einem weichen oder harten (einstellbar) Pinsel einen Bereich und kann auf diese lokale Zone Belichtung, Sättigung etc. anwenden.
  • Verlaufsfilter können jetzt emuliert werden. Man kann den Verlauf im Bild verschieben und soll viele Parameter anpassen können.
  • Eine Vignette kann jetzt auch nach einem Zuschnitt auf ein Bild angewendet werden – wobei mir der Look nicht so gefällt da die Vignette dann immer exakt die Kantenmaße des Bildes hat – und nicht wirklich rund ist.

Und so weiter und so fort. Auch im Druckmodul hat sich einiges getan – wenn auch nicht alles was ich mir gewünscht hätte.

Hier noch einmal der Link zu einer englischsprachen Seite von Adobe mit allen Neuerungen und einer Liste von Dingen, die sich seit der Beta-Version geändert haben.

Alles in Allem sinnvolle Erweiterungen die ich teils sehr gut gebrauchen kann. Ich werde das Update ganz sicher kaufen.

7 Kommentare zu “Lightroom 2.0 ist da

  1. Hallo,

    auf der deutschen Adobe-Seite ist es ebenfalls verfügbar.

    30-Tage-Trial: kostenlos
    Vollversion: 296 €
    Upgrade von LR 1: 118 €

    Mal schauen, wo sich die Straßenpreise einpendeln.

  2. Hey Boris,

    die Post-Crop-Vignette wurde von der Beta zur endgültigen Version noch einmal überarbeitet, jetzt gibt es den Parameter „roundness“. Vielleicht ist das ja was für dich, schau doch mal auf http://www.photoshopuser.com/lightroom2 da gibt es ein Video zu dem Thema.

    Falls dir die Themen für den Podcast ausgegangen sein sollten (jaja ich weiß, sind sie nicht) dann mach doch mal eine Folge zum Thema Lightroom2 (Video-Podcast?? ;-) ) und greif damit die „alte“ Workflow-Folge auf….
    Das würde mich und viele andere bestimmt interessieren.

    Bis dann,

    Chris

  3. Hallo Boris,

    ich habe gerade beim „Adobe CIC“ wegen des exorbitanten Upgrade-Preises (118,- Euro hier, nach gegenwärtigem Kurs in den USA ca. 80,- Euro, Mehrwertsteuer schon eingerechnet) nachgefragt.
    Hier die Antwort:

    „Sie haben recht, dass Adobe Produkte aus den USA preislich günstiger
    sind als in Europa.
    Durch Markforschungen und Analysen wurden die Preis von Adobe so
    festgelegt.“
    Das war alles…Anfang Oktober steht bei mir ein Mac-Kauf an – mal sehen, wie sich Bibble und Aperture im Vergleich zu LR so schlagen!
    Ciao,
    Fritz

  4. .. und ich dachte immer, in Lightroom könnte man auch mit Ebenen arbeiten. Total falsch gelegen.
    Boris, wendest Du denn dafür auch CS3 oder 4 an? Die „Dunkelkammer“ ist mir eigentlich schon fast zu teuer.

    PS
    Gutes Neues Jahr noch auf diesem Wege

  5. @Gerha: Ebenen im klassischen Sinn gibt es bei LR nicht, das stimmt. Es gibt seit 2.0 aber den Korrektur-Pinsel der viele Ebenen-Aktionen übernehmen kann (quasi wird dabei ein Effekt auf das Bild angewendet aber nur dort sichtbar, wo man mit dem Pinsel malt – wie eine Ebenen-Maske also)

    Wenn ich mehr benötige oder feinere Bearbeitungen vornehmen möchte, dann setzte ich dafür Photoshop CS3 ein. Du kannst aber auch günstiger auf Gimp setzen oder unter Windows auch mal eine ältere Version von PaintShopPro nehmen (das hatte ich unter Windows bis Version 8 im Einsatz)

  6. Für den Anfang reicht das sicher, auch so lange man dieses schöne Hobby auch als solches nutzt. Leider ist GIMP nur auf 8-bit ausgerichtet, aber vielleicht geht es da auch mal voran.
    :-)

  7. Pingback: #090 - Freie Radikale | Happy Shooting - Der Foto-Podcast

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