Backup ins Internet

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Datensicherung ist ein wichtiges Thema. Wer verliert schon gerne seine Daten nur weil die Festplatte meint nicht mehr mitarbeiten zu wollen?
Die Frage ist nur: Wie und wohin soll man seine Daten sichern?
Die klassischen Antworten lauten natürlich: CD, DVD, externe Festplatte, NAS mit RAID oder eben mit einem Streamer auf Band. Immer häufiger kommt aber eine weitere Antwort hinzu: Internet bzw. Online.

Gemeint ist, dass man seine Daten (oder zumindest eine Auswahl an wichtigen Dateien) online zu einem Backup-Dienst schickt. Die Dateien werden dabei verschlüsselt und beim Anbieter auf großen Servern gespeichert. Devise: „Sollen die sich doch um die Backups kümmern!“
Ein Anbieter, der derzeit ein ziemlich flexibles und einfaches System dafür anbietet ist mozy. Unterstützt werden verschiedene Windows-Versionen und ganz aktuell auch der Mac. Man kann entweder kostenlos 2GB pro Monat sichern oder man hat für knapp $5,- im Monat unendlich viel Platz – wobei einzelne Dateien sogar größer als 3GB sein dürfen.

Klingt verlockend. Flatrates werden immer günstiger und man spart sich den ganzen Aufwand mit Festplatten, Streamern etc. Aber ist das wirklich sinnvoll?

Ich habe so meine Zweifel.
Zunächst mal muss man dem Anbieter großes Vertrauen entgegen bringen. Schließlich speichert er die eigenen Daten zusammen mit Daten von vermutlich einigen tausend anderen Usern. Man muss darauf vertrauen, dass niemals irgendein anderer User versehentlich an fremde Daten herankommen kann. Außerdem muss man natürlich darauf vertrauen, dass die Daten nicht beim Anbieter verloren gehen. Man vertraut also darauf, dass der Anbieter weiß wie er die Daten sichert.

Auf der anderen Seite braucht man natürlich eine recht schnelle Internetanbindung. Bei mir gibt es z.B. nichts schnelleres als DSL-1000 (und darüber freue ich mich schon riesig). Das bedeutet aber auch, dass ich für eine 90 MB große Datei über eine Stunde benötige um sie irgendwo ins Internet zu stellen – und was sind heutzutage schon 90 Megabyte? Für komplexere Projekte oder gar Videodateien (von möglichen 3GB, die eine Datei bei mozy groß sein darf, fange ich gar nicht erst an :)) dürfte so ein Online-Backup also eher nicht so zweckmäßig sein.

Wer allerdings viele kleinere Dateien hat, z.B. ein paar Bilder, Textdokumente und ähnliches, für den kann so etwas schon interessant sein – vor allem dann, wenn ein DSL-6000 oder mehr verfügbar ist. Schließlich lädt die Software die Daten ja nach und nach auf den Server und ist der Stammdatenbestand erst einmal gesichert werden nur noch die Änderungen übertragen.

Ich werde allerdings weiterhin nach lokalen Backupmöglichkeiten Ausschau halten – Ich möchte nämlich „mal eben“ ein Backup des kompletten Rechners machen können um nach einem Systemupdate „schnell“ wieder zum alten Stand zurückkehren zu können. Für so etwas sind diese Online-Backup Dienste nicht geeignet und sicher auch nicht gedacht.

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