Backup: Das NAS war voll, randvoll. macOS Packages, rsync und so…

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Mein NAS (für Interessierte: Synology 1513+ mit 5 x 3 TB Platten, hier mein Bericht zu meiner Backup-Strategie) war voll. Nach 2 Jahren. Das kam Heute überraschend und ich habe die Ursache gefunden: Ein FinalCut Library-Package und rsync.

Was war passiert?

FinalCut Pro X speichert Projekte, Videos, etc. in Libraries. Diese tauchen im Finder als eine große Datei auf, es sind technisch gesehen aber Packages, also im Grunde Verzeichnisse die speziell behandelt werden. Soweit nichts ungewöhnliches.

So eine Datei, mit etwas über 100 GB, hatte ich kürzlich von meinem Mac auf die TimeCapsule kopiert / ausgelagert, ich brauchte Platz auf der internen SSD. Bis hierhin auch alles kein Problem.

Jede Nacht läuft auf meiner Synology ein Skript, welches mit Hilfe von rsync die Daten von der TimeCapsule auf die Synology kopiert – und hier trat nun ein Problem auf!

Ich habe keine Lust gehabt, dieses Problem bis ins letzte Detail zu untersuchen. Fakt war aber, dass die 100 GB dieses Packages zu einer Verzeichnis-Struktur auf der Synology mit über 1,5 TB kopiert wurden… bis das Skript abbrach weil kein Platz mehr vorhanden war.

Meine Vermutung ist, dass in diesem Package mit (symbolischen) Links oder ähnlichem gearbeitet wird und dass rsync dies beim Kopieren nicht erkennt. So werden Strukturen immer und immer wieder weiter verschachtelt kopiert und die Daten immer und immer wieder übertragen… bis das Volume voll ist.

Mögliche Lösungen

Ich könnte die FinalCut-Library komprimieren mit ZIP, gzip, tar oder war auch immer, dann würde es beim Kopieren keine Probleme mehr machen. Allerdings könnte ich dann auch nicht mehr auf die Schnelle in das Package schauen um einzelne Files zu finden.

Ich könnte die FinalCut-Library auf einen anderen Mac oder eine dort angeschlossene externe SSD auslagern und von dort mit der TimeMachine sichern lassen. Nimmt dann eben wieder lokalen Platz weg, löst aber alle Probleme.

Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden. Es fehlt wirklich eine Lösung wir die Synology, die mit den Feinheiten von HFS+ umgehen kann, ohne Kompromisse.

2 Kommentare zu “Backup: Das NAS war voll, randvoll. macOS Packages, rsync und so…

  1. Ich glaube, solche Phänomene sind der Grund für zwei Sachen:

    1. Lässt man die Time Machine ein Backup auf einem Netzlaufwerk machen (die Synology bietet das ja nativ auch an), werden Dateien, ihre Attribute, Symlinks, etc., nicht direkt im Dateisystem des Netzlaufwerks gespeichert, sondern in einem SparseBundle (also einem HFS+ Image, das auch 8 MB-großen Teilen besteht)

    2. Final Cut wehrt sich standhaft, die Library auf nicht HFS+ Partitionen zu schreiben, und auch Libraries auf Netzlaufwerken zu öffnen. Das ist nicht schön, aber aus technischer Sicht irgendwie verständlich…

    Ich bin nicht sicher, ob ein Time Machine-Backup nach einem rsync noch 100% das gleiche ist, gerade wegen erweiterten Attributen etc…

  2. Moin Boris,

    meine Lösung sieht wie folgt aus:
    Ich habe zwei FCPX Bibliotheken. Eine lokal auf dem Mac oder ggf. auf einer externen USB 3.0 SSD. Auf meinem Synology NAS habe ich dann ein Sparse-Image mit einer weiteren FCPX Bibliothek, das geht, ist nur langsam(er).

    Ich arbeite an den aktiven Projekten von der SSD aus. Ist ein Projekt abgeschlossen oder wird nur noch selten benötigt, so lagere ich es auf meinem NAS aus. Hierzu ziehe ich einfach ein ein Projekt in FCPX in die entsprechende Bibliothek. Somit habe ich den Großteil meiner Daten auf dem NAS. Bislang funktioniert auch die NAS-Bibliothek seit Jahren ohne Fehler. Das ganze klappt so auch in iMovie.

    Gruß
    Alex

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