LED Deckenfluter – Endlich sparsam Licht werfen

In einigen älteren Beiträgen habe ich über meinen Weg zum LED-Licht berichtet. Dabei klang zuletzt mit an, dass ich nun auch meinen Halogen-Deckenfluter auf LED umgestellt habe. Naja, umgestellt ist nicht korrekt – ersetzt trifft es eher und das war gar nicht so einfach.

Halogen

Der Halogen-Deckenfluter tat viele Jahre seinen Dienst. Das Licht war immer toll aber der Stromverbrauch war auch richtig heftig. Ein 300 Watt Halogenstab steckte im Fluter und bei voller Leistung zog er auch ziemlich genau 300W aus der Dose. Nun war er selten auf volle Leistung gestellt aber auch gedimmt brachten noch um die 200W das Zählrad vom Stromzähler auf Schwung.

Das war schon lange nicht mehr zeitgemäß aber was sollte ich tun?

ESL taugt nicht

Energiesparlampen (kurz ESL, gemeint sind die Kompaktleuchtstoffröhren)? Das Licht der Energiesparlampen  gefiel mir nicht. Davon abgesehen: Man bräuchte dimmbare ESL, gibt es zwar, aber die sind alleine nicht hell genug. Dann bräuchte man einen dimmbaren Deckenfluter mit mehr als einer E27-Fassung, um durch mehr Lampen auch mehr Licht zu bekommen. Versucht mal so etwas zu finden. Als ich in der Findungsphase war gab es so etwas schlicht nicht. Entweder 2 Fassungen aber nicht dimmbar oder dimmbar mit einer Fassung.

LED aber wie?

LED? Nach meinen letzten Erfahrungen der einzig gangbare Weg. Das Licht war inzwischen besser geworden, deutlich besser als das ESL Licht. Das Problem war nur: Wie sollte ich einen Fluter mit LED bestücken? Meine erste Idee, einfach LED mit E27-Fassung zu nehmen, weil es dafür wirklich sehr helle Lampen gab, scheiterte am selben Grund wie oben bei den ESL beschrieben: Sucht mal einen dimmbaren Fluter mit mehr als einer E27-Fassung. Gab es einfach nicht.

Dann einfach einen fertigen LED-Fluter kaufen? Nein. Gibt es nicht. OK, die Aussage war nicht ganz korrekt. Ja, es gab fertige LED-Fluter. Die hatten nur einen entscheidenden Haken: Die bezahlbaren hatten lächerliche Lumen-Angaben. Ich wollte einen 300W Halogenfluter ersetzen und keine 40W Glühbirne. Den einzigen LED-Fluter mit vernünftiger Lumen-Angabe den ich finden konnte, war eher ein Designer-Stück mit dem Charme einer Arztpraxis und für mich unbezahlbar (Der Deckenfluter Astoria bringt mit nur 78W satte 5700 Lumen, kostete seinerzeit aber um 1900 Euro, wenn ich mich nicht irre und aktuell immer noch über 1000 Euro).

Schritt zurück – Nachdenken

Ich verschob diese Aufgabe immer wieder weil ich einfach nichts passendes finden konnte. Dann platzte mir der Kragen. Ich setzte mich hin und überlegte noch einmal was ich eigentlich wollte:

  • Deutlich weniger als 200W verbrauchen. Wir erinnern uns, den Fluter hatte ich selten auf Volllast betrieben. 200W galt es deutlich zu schlagen. Nur die Hälfte würde mir nicht reichen.
  • Ein 300W Halogenfluter mag etwa 4500 Lumen liefern. Ich hatte allerdings immer einen Leuchtstab mit warmen Farbton drin, der naturgemäß etwas schwächer leuchtet. Messen konnte ich das nicht, daher schätzte ich einfach mal auf 3500 Lumen. Gedimmt dachte ich mir, dass ich mindestens 2000 Lumen bekommen müsste.
  • Kein Chrom-Hochglanz-Designerstück. Es darf entweder rustikalen Landhaus-Stil haben oder aus Holz sein. Steam-Punk wäre auch schick.
  • Es darf keine 1000 Euro kosten.

Ich suchte noch einmal das Internet ab, fragte über Twitter, Google+ etc. aber es war schnell klar, es gab weiterhin nichts fertiges. Also selber bauen.

Selber bauen – Die Möglichkeiten

Bei meiner Suche nach Bauanleitungen für LED-Fluter fand ich zwei Ansätze immer wieder:

  • Pimp my Deckenfluter – Dabei wird ein vorhandener Halogenfluter zu einem LED-Fluter umgebaut. Dafür werden kleine LED-Module auf passende Träger geklebt, miteinander verlötet, die Schale vom Fluter wird aufgeschnitten und ein großer Kühlkörper wird befestigt etc.
    Diese Lösung schied für mich aus. Ich suchte kein neues Hobby sondern einen Deckenfluter smile Wer gerne mit Elektronik lötet, der kann diesen Weg verfolgen. Ich hätte dafür erst einmal einen optisch passenden Fluter kaufen müssen (mein alter im Messing-Look sollte eh weg) nur um ihn dann komplett umzubauen. Nein Danke.
  • Kompletter Selbstbau. Hierbei wird im Grunde dasselbe gemacht wie oben, nur dass auch die Gehäuse komplett selbst gebaut werden. Kam natürlich ebenfalls nicht in Frage, brachte mich aber auf die entscheidende Idee.

Ich würde mir einfach einen Fluter bauen lassen. Aus Holz. Warum nicht? Aber ich wollte keine LED-Module löten. Hm. Ich fragte in einem Forum und dann kam die Sache in Bewegung.

Meine Lösung

Inzwischen gab es fertige LED-Module für den Einbau als Decken- oder Bodenstrahler. Dimmbar, in verschiedenen Helligkeitsstufen verfügbar. Yes! Nichts selber löten, nur einbauen. Es konnte los gehen.

Das Gehäuse aus Holz

Ich entwarf einen schlichten Deckenfluter aus Holz und sprach mit meinem Stammtischler. Der konnte so etwas natürlich ganz einfach bauen. Holz nach Wunsch gewählt und er konnte loslegen.

Meine voll professionelle und Maßstabsgerechte Zeichnung meiner Idee *kchkch* :) Die Netzteile sollten unter den Fuß geschraubt werden. Die LED-Module sollten auf eine Metallplatte gelegt werden. Der Plan ging noch von 3 Modulen aus, schlussendlich wurden es 2x 1250lm Module
Meine voll professionelle und Maßstabsgerechte Zeichnung meiner Idee *kchkch* smile Die Netzteile sollten unter den Fuß geschraubt werden. Die LED-Module sollten auf eine Metallplatte gelegt werden. Der Plan ging noch von 3 Modulen aus, schlussendlich wurden es 2x 1250lm Module

Cree LED Module mit Dome

Als LED-Module wählte ich die Cree-Module mit 1250 Lumen und zwar zwei Stück davon. Mein Design würde auch 3 oder 4 davon aufnehmen aber ich dachte mir, maximal 2500 Lumen sollten genügen. Diese Cree-Module gab es mit einer flachen Streuscheibe oder mit einem Dome, der das Licht viel breiter verteilt. Ich wollte es mit Dome haben und bestellte bei Mouser. (falls der Link nicht mehr geht, der Artikel ist LMH020-1250-27G9-00001TW)

Wie bringt man die Cree-Module in die Lampe?

Die Idee war, die Module in eine Metallplatte einzulassen. Also eine Metallplatte passend zuschneiden lassen, so dass sie in das Gehäuse passte. Die Platte dann mit vier oder fünf Abstandshaltern in die Lampe bauen, so dass die Cree-Module durch zwei runde Löcher in der Platte in die Metallplatte eingelassen werden konnten und so quasi mit dem Kragen auf der Platte liegen ohne den Boden zu berühren. Das sorgt für eine Wärmeübertragung und die Metallplatte wirkt so als Kühler. Die fünfte Stütze in der Mitte konnte ich streichen, ein Blech in dieser Größe und bei 2mm bis 5mm dicke war stabil genug um nicht durchzubiegen.

Die eigentlich für die Cree-Module gedachten Kühlkörper wären fast sinnlos gewesen, da ich die Module ja umgekehrt nutzen wollte – also nicht nach unten strahlend sondern nach oben. Der Kühlkörper wäre in diesem Fall unter dem Modul und unter dem Halteblech gewesen. Mag zwar noch etwas bringen aber viel wäre es wohl nicht gewesen, also konnte ich mir die auch gleich sparen.

Aber versucht mal ein passendes Metallblech zu bekommen, mit vielleicht 2-5mm dicke und lasst Euch dann zwei Löcher da rein scheiden. Diese Aufgabe sollte kniffliger werden als ich dachte. Bei einer Firma, die den ganzen Tag Metall bearbeitet, ging ich fragen und bekam zu hören, dass das gar nicht leicht sei bei so dickem Blech. Ich weiß den Preis nicht mehr aber es wären über 100 Euro gewesen – WTF?!

Etwas frustriert bekam ich einen anderen Tipp. Eine kleine Werkstatt im Dorf, so eine urige Schlosserei. Der Chef lachte sich fast kaputt: „Nein, das ist überhaupt kein Problem“. Er erkannte sofort: „Man sieht die Löcher ja nicht weil da die Lampen drauf liegen, richtig? Dann müssen die ja nicht exakt kreisrund und hübsch sein?“ – GENAU! Das war mein Mann! smile Ich konnte mir auf dem Hof ein Stück Restblech aussuchen, er polierte es und schnitt zwei Löcher rein. Ich ließ ihm ein Cree-Modul als Muster da und er passte das alles an.

Die Abstandshalter für das Blech schnitt er mir aus einer längeren Metallhülse zurecht. Einfach ne Schraube durch, passende vier Löcher hatte er ins Blech gebohrt, und fertig.

Netzteile mit Dimmer

Die Cree-Module kommen mit blanken Kabelenden, an die natürlich die Stromversorgung angeschlossen werden muss. Dafür benötigte ich passende Netzteile die eine Dimm-Funktion hatten. Hierfür bekam ich die Netzteile mit der klingenden Bezeichnung LPF-16D-36 empfohlen. Bei elpro gab es sie günstig und so orderte ich dort zwei Stück. Diese Netzteile bekommen von der einen Seite die 230V aus der Steckdose und liefern auf der anderen Seite die passenden 36V für die Cree-Module. Außerdem ist noch ein extra Kabelpärchen verfügbar, an das man einfach ein Potentiometer – einen Drehknopf – anschließen kann um das Modul zu dimmen.

Dimmer, Schalter und Kabel für den Einbau

Zum Dimmen wurde ein Poti mit 100k-Ohm benötigt. Ich hatte nun die Wahl: Sollte ich zwei Potis nehmen um die Module getrennt dimmen zu können? Das wäre übertrieben, entschied ich und bestellte ein Stereo-Poti bei reichelt. Dort konnte ich beide Module anschließen und gemeinsam dimmen. Ich würde einfach zwei Schalter nehmen um die Modul getrennt schalten zu können.

Auf das Poti gehört noch ein Knopf, den ich ebenfalls bei reichelt bekam.

Dann natürlich noch zwei Kippschalter für den Einbau, auch bei reichelt bestellt.

Und einige Kleinteile wie 4,8mm Flachstecker, Aderendhülsen, Schrumpfschlauch, Kabel.

Dann ging’s los

Der Tischler war beauftragt. Die Teile bestellt. Als die Cree-Module und die Netzteile ankamen, musste ich das natürlich gleich mal ausprobieren.

H A M M E R G E I L ! ! ! ! :D 1250lm – Verdammt war das Ding hell.

Mal zum Vergleich:

  • Der 300W Halofluter: 300W voll aufgedreht, um 190W bis 200W etwas gedimmt. Der Halo-Stab war ein sehr gelb/oranger für sehr warmes Licht.
  • Die Cree: 15,7W voll aufgedreht, Helligkeit sehr vergleichbar mit den 300W Fluter. Gedimmt unter 10W. Licht ist kühler als der Halo-Stab, was ich auch erwartet hatte. Dürfte aber vergleichbar sein mit einem „weißen“ Halo-Stab. Meinen Ursprünglichen Plan, eine orangene Plexiglasscheibe oder einen Filter über die Lampen zu legen, habe ich verworfen. Das Licht ist absolut angenehm so wie es ist.

Die Dimmung lief butterweich und geräuschlos. Allerdings, wie erwartet, nicht bis auf Null. Es wurde schon sehr stark gedimmt, Verbrauch unter 1W, kann das Messgerät nicht mehr wirklich auflösen. Danach ging es dann komplett aus. Das Poti hatte also ein paar Grad Leerlauf bis eingeschaltet wird. Damit konnte ich sehr gut leben.

Schließlich, einige Tage später, war der Tischler mit der Lampe fertig. Drei Holzteile die man einfach zusammensetzen konnte. Unten der Fuß, oben die Schale für die Leuchten und dazwischen der schmale Kasten als Stab. Passende Aussparungen für Schalter und Poti waren auf meine Wunschhöhe bereits vorgenommen worden.

An einem Urlaubstag habe ich dann dran gesessen die Lampe zu verkabeln. Das war etwas fummelig, wenn man so etwas seit über 20 Jahren nicht mehr gemacht hat… Aber mit etwas Zeit und Geduld kein Problem. Die 240V-Seite wurde ohnehin nur verschraubt (Lüsterklemmen) oder gequetscht (Flachstecker zu den Schaltern). Nur am Poti – das ist dann die Niedervolt-Seite – habe ich gelötet.

Was soll ich sagen. Richtig tolles Licht.
Die meiste Zeit ist nur ein Modul eingeschaltet. Das ersetzt vollständig den alten 300W Deckenfluter (mit gelb/orangenem Leuchtstab) wenn er ein klein wenig gedimmt auf mind. 200W lief… das LED-Modul zieht dabei maximal um die 18W. Hammer.
Schalte ich das zweite Modul dazu, wird es richtig hell. Gefühlt sogar heller als der 300W Fluter bei voller Leistung – ist aber immer schwer zu vergleichen.

Der Dimmer funktioniert prima. Ich dimme beide Module parallel.

Wärme-Entwicklung ist vorhanden. Der Rand um das Modul wird nach einigen Stunden ziemlich warm, das Blech, in dem die Module liegen, natürlich auch. Allerdings kann ich das Blech direkt um das Modul herum auch nach Stunden gefahrlos anfassen. Ich sehe da also kein Problem mit der Sicherheit.
Der Halogenfluter wurde schon nach Sekunden, spätestens aber wenigen Minuten so heiß, dass man den nicht mehr angefasst hat (also um den Leuchtstab herum)

Ich bin begeistert smile

led-fluter-fuss

 

led-fluter-schalter

 

led-fluter-1

 

led-fluter-cree-modul

 

Die Kosten

  • Die Cree-Module kosteten zusammen etwa 82 Euro.
  • Die beiden Netzteile kosteten inklusive Versand etwa 50 Euro.
  • Für die das Blech und die Abstandshalter wurden 30 Euro Fällig.
  • Diverse Kleinteile, viele davon aus Unkenntnis einfach gekauft, um im Zweifel wirklich das passende zu haben – ca. 26 Euro
  • Aus dem Baumarkt eine Mehrfachsteckdose um an den Eurostecker inkl. Kabel zu kommen (ist günstiger als ein loser Stecker mit Kabel) und andere Kleinteile, vielleicht noch mal 20 Euro.
  • Größter Posten war die Holzlampe. Handarbeit, Einzelstück. Das hat seinen Preis. ca. 544 Euro habe ich für die solide Handarbeit inklusive Material bezahlt.

Fazit

In Summe habe ich ca. 752 Euro für dieses Unikat bezahlt. Uff. Ist das vernünftig? Die Entscheidung überlasse ich Euch. Klar ist, dass man das solche Beträge nicht ausgibt um Geld beim Strom zu sparen… Was? Obwohl man so viel weniger verbraucht?

Na rechnen wir mal. Der Fluter ist bei uns schon sehr oft in Benutzung. Praktisch jeden Abend mindestens 4 Stunden, oft länger und im Winter sowieso länger. Aber rechnen wir mal einen Schnitt: 200 Watt * 4 Stunden * 365 Tage = 292 kWh pro Jahr. Bei 27cent pro kWh sind das immerhin 78,84 Euro jedes Jahr. Mindestens. Vermutlich mehr, weil der Fluter echt jeden Abend an ist.

Der neue Fluter läuft die meiste Zeit bei maximal 18 Watt. 18 * 3 * 365 = 19,71 kWh = 5,32 Euro pro Jahr.

Alter Fluter rund 80 Euro – neuer Fluter rund 5,50 Euro = 74,5 Euro gespart pro Jahr. Bedeutet, wenn die Strompreise so bleiben, habe ich den Anschaffungspreis nach etwa 10 Jahren wieder drin bigsmile

Eigentlich waren noch ein paar Messing-Verzierungen an den Ecken der Schale geplant. Ich konnte allerdings keine hübschen finden um ein wenig in Richtung Steam-Punk zu kommen. Inzwischen finde ich ihn aber so schlicht auch völlig in Ordnung und verzieren kann ich den ja jederzeit noch. smile

15 Kommentare zu “LED Deckenfluter – Endlich sparsam Licht werfen

  1. Grossartiger Bericht – Danke!
    Das Ergebnis ist genial und wie Du schon gesagt hast – deutlich billiger als so manche Designer-Lampe und man bekommt wirklich was man will.

  2. Wie ist denn die Farbtemperatur der LEDs? Halogen macht halt ein urgemütliches, warmes Licht. Wie nah kommen die LEDs da inzwischen ‚ran?

    • Die Cree-Module (ich habe die warmweißen gewählt) sind da echt gut. Da sie ja auch an die Decke strahlen, ist natürlich auch die Farbe der Decke mit entscheidend. Das Licht ist kühler als das meines extra-orangenen Halogenstabs. Ich würde aber schätzen, dass es ähnlich einem neutralen Halogenstab ist. Wir empfinden das Licht als durchaus angenehm. Wenn das nicht reichen sollte, dann die stärkeren Module nehmen und über die Module noch eine Orangene Folie aus der Bühnentechnik oder Fotozubehör spannen :) Das hatte ich ursprünglich geplant, habe es jetzt aber gelassen weil es mir, so wie es ist, angenehm genug ist

  3. Hallo Boris,
    toller Bericht der Mut macht. Ich habe in der Vergangenheit bereits mein komplettes Arbeitszimmer von GU10 Halo auf GU10 LED umgestellt und bin begeistert. Nächster Schritt wäre die Lichtsysteme GU5.3 und GU4 umzurüsten auf LED, dabei zögere ich am meisten wegen des engeren, nur nach vorne gerichteten Abstrahlwinkels und der wahrscheinlichen Notwendigkeit meine Trafos, hauptsächlich gewickelte, auszutauschen. Aber irgendwann tue ich es.

    Bei Deinem Fluter kommt mir eine Frage in den Sinn. Ich habe von Cree neben den von Dir genannten Typen (1.250 LM) auch 2000er und 3000er gesehen. Warum hast Du Dich für 2 x 1250 statt z.B. 1 x 3000 entschieden? Wegen befürchteter. Temperaturprobleme? Preislich wäre doch ein einzelner interessant gewesen und von der Streuung her wenn die beiden so nah beeinander sitzen doch zu vernachlässigen. Oder?

    Gruß
    Klaus

    • Der Grund war die Dimmbarkeit. Ich wollte ja auch möglichst dunkel dimmen können, zum Filme gucken. Ich hatte die Befürchtung: Je heller die Module, desto weniger dunkel dimmen bevor sie aus gehen. Testen konnte ich das natürlich nicht. Hätte ich mehr Lust gehabt, hätte ich auch ein 3000er bestellt und das ausprobiert – vielleicht machst Du das einfach mal :)

      Die kleinere 12V Halos im Flur habe ich schon etwas länger ausgetauscht. Habe ich hier auch drüber geschrieben. Einwandfrei. Alter Trafo konnte bleiben (bin aber kein Techniker, ist ein dicker Klotz, weiß aber nicht was drin steckt)

  4. Wolfgang R.

    sehr schöner Bericht, vielen Dank für die Mühe

  5. LED-Profi

    Der 12V -Trafo, wenn dick, dann sicherlich ein konventioneller mit Eisenkern. Nachteil schlechter Wirkungsgrad, doch für dimmen geeignet, wenn es die nachfolgende Lampe wie z.B. eine GU5.3 auch als LED dimmbar gibt.
    Warum noch Halos und nicht LEDs.. Google mal nach LEDON. Super warmes und hochwertiges Licht.. Die sind da Spitzenreiter.

  6. Hallo Boris,
    das ist eine tolle Beschreibung! Ich will mir danach auch einen Deckenfluter bauen.
    Dazu folgende Fragen:
    – Ist der Holzkasten des Stabs zu öffnen oder hast Du durch die kleinen Öffnungen für
    Poti und Schalter verkabelt?
    – Wie sind die einzelnen Holz-Teile miteinander verbunden?

    Danke und Gruß,
    Johanna

    • Eine Seite (die Rückseite) des Stab-Kastens lässt sich komplett heraus nehmen, ansonsten wäre die Verkabelung stressig bis unmöglich geworden :)

      Der Stab wird mit einer zentralen Schraube/Gewindestange auf den Fuß gesteckt und dort gesichert. Das obere Teil ist genauso verbunden.

      • Hallo Boris,
        danke für die Informationen. Leider habe ich Probleme, mir das vorzustellen. Hast Du vielleicht Fotos davon?
        Der Stab-Kasten sieht so perfekt aus; ich kann mir kaum vorstellen, wie man den öffnen und wieder schließen kann ohne dass das sichtbar ist.
        Geht die zentrale Schraube bzw. Gewindestange durch den gesamten Stab? Wie ist die „aufgehängt“ im Stab?

        • :) Das hat ja alles mein Tischler gemacht ;) Nein, Fotos habe ich davon nicht und ich baue den jetzt auch nicht extra auseinander :D

          Der Stab hat 4 Seiten. Die Rückseite ist mit einfachen Schrauben fixiert. Dreht man die raus, kommt einem das ganze Brett entgegen und man hat Zugang zu den Kabeln und den Potis.

          Im Fuß und im Deckel sind jeweils ein Loch durch das eine Gewindestange gesteckt und dann fixiert wird. Die Stange ist wiederum im Stab unten und oben befestigt. Wie genau weiß ich gar nicht mehr – hat sich der Tischler ausgedacht und das klang nicht so, als sei das etwas besonderes – eher etwas ganz normales :) – Also im Zweifel einfach mal zum Tischler Deines Vertrauens gehen.

  7. Kleiner Hinweis von meiner Seite. Das Datenblatt zum LMH020-1250-27G9-00001TW , gibt eine Typische Spannung von 29 Volt und ein maximum von 34 Volt an. Das empfohlenen Netzteil LPF-16D-36 liefert laut Datenblatt 19.8 ~ 36V um den benötigten 440mA Strom der LED zu liefern. Eigentlich wäre das LPF-16D-30 das richtige Netzteil. Es liefert 16.5 ~ 30V. Das passt besser zu Spannungen der LMH020-1250-27G9-00001TW. Vermutlich funktioniertes mit dem 36er Typ, weil der bei 450mA am Ende ist die LED nominal 440 nimmt. Da Sorgt die Strombegrenzung im Netzteil, für den Schutz der LED. Da der Fluter in der Regel wohl gedimmt betrieben wird, denke ich das wird nie ein Problem sein. Aber richtig passen tut meiner Meinung nach der 30er Typ. Vermutlich gehen beide Typen.

    • Dafür liebe ich das Internet! Menschen, die sich mit etwas gut auskennen, können gute Lösungen zu perfekten Lösungen machen :)
      Ernsthaft: VIELEN Dank für diesen Nachtrag zu diesem schon älteren Blogeintrag – wenn mir mal ein Netzteil ausfallen sollte ich mir einen zweiten Fluter baue, werde ich das berücksichtigen – und allen, die im Netz nach so etwas suchen, kann das helfen… SO darf 2018 weitergehen :)

      • Es gibt zwar tatsächlich mittlerweile komplett fertige Deckenfluter auf LED Basis für um die 150 Euro die brauchbar sind, aber bevor ich über diese Teile im Netz gestolpert bin, hab ich gestern diesen etwas älteren Block gefunden. Ich habe aus den selben Gründen, den Austausch meines 300 Watt Halogen Deckenfluters, bis heute rausgezögert. Obwohl sonst ausnahmslos alles in LED ist bei uns. Das eckige Design mit dem dunklen Holz, aus dem Bauvorschlag, fand meine Frau nicht so ansprechend, aber in Holz, selber machen und mit dem technischen Inhalt aus deinem Bauvorschlag, wird es trotzdem ein Eigenbau. Ich habe den Vorteil das mein Vater eine CNC Fräse besitzt, mit der bis zu 380*380mm Holz und Alu bearbeitbar sind. Meine Frau will einen Runden Vollholzschirm. Mal sehen was die Fräse hergibt. Geplant Schirm und Fuss gleicher Look. Hab mir die 1250 und die 3000 Lumen Leuchtmittel und dazu passendes Netzteil bestellt und werde mal testen was im Endeffekt besser wirkt. Schade das ich erst so spät über diesen Blog gestolpert bin.

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