Viele Marken, wenige Konzerne

Wenn wir in einen Supermarkt gehen werden wir mit einer schier unglaublichen Vielfalt von Produkten verführt. Jedes Produkte gibt es dann noch von mehreren Marken und wir haben das Gefühl, eine große Auswahl zu haben. Wir mögen eine bestimmte Firma nicht und wollen es denen mal so richtig zeigen? Dann kaufen wir einfach eine andere Marke.

Das kann funktionieren, muss aber nicht. Die echte Wahl ist nämlich gar nicht mehr so groß wie wir glauben. Kleinere Unternehmen haben sich in der Vergangenheit zu größeren Unternehmen zusammen getan. Irgendwann wurden diese Konzerne so groß, dass sie andere Unternehmen aufkauften und am Ende blieben nur wenige Konzerne übrig, die jeweils eine große Sammlung an Markennamen führen.

Gefunden bei: Netzpiloten
Gefunden bei: Netzpiloten

Diese Übersicht ist nicht ganz komplett, es fehlen einige in Deutschland bekannte Marken aber es gibt doch eine ganz gute Idee davon, wie der Markt heute so funktioniert.

Der Trost ist aber, dass die ganzen Produkte nicht ein einer Hand voll Betrieben produziert werden. Nur weil ein Konzern ein Unternehmen übernimmt, bedeutet das nicht, dass die Produkte plötzlich anders sind als vorher. Das kann zwar passieren, weil der Konzern bestimmt, dass eine andere Qualität an Zutaten oder die Menge derselben geändert werden muss, z. B. um Kosten zu sparen, aber das muss nicht sein.

Was meint Ihr? Ist die Vielfalt wirklich noch gegeben und diese Konzern-Übersicht eher interessant als beängstigend – oder gaukelt man uns am Markt wirklich eine Vielfalt vor, die gar nicht wirklich gegeben ist?

Wenn Ihr eine Quelle mit einer vollständigeren Übersicht kennt, bin ich für einen Link dankbar.

1 Kommentar zu “Viele Marken, wenige Konzerne

  1. Das mag auf den ersten Blick erschrecken. Abgesehen von Nestlé mit L’Oreal passen die einzelnen Marken allerdings ganz gut zu den großen Konzernen, die ursprünglich teilweise auf den exakt gleichen Geschäftsfeldern angefangen haben. Ob diese Verflechtungen gut oder schlecht sind, lässt sich meiner Ansicht nach gar nicht pauschal sagen. Das kleine Unternehmen profitiert von Quersubventionen und starken Vertriebskanälen, während der bisherige Vertrieb möglicherweise zusammengespart wird. Vielleicht wird sämtliches Know-How abgezogen und die Marke dann eingestampft. Vielleicht wird eine Marke durch die Übernahme auch vor dem Verschwinden bewahrt und nach einiger Zeit stärker denn je. Man denke bspw. an die Verwandlung von Audi oder Opels Oberklassequalitäten (damals bereits etwa 40 Jahre in GM-Hand).
    Die Sache mit der Vielfalt gestaltet sich auch nicht ganz so einfach. Da spielen sowohl der persönliche als auch der „Massengeschmack“ eine große Rolle. Die überregional bekanntesten Biere schmecken teilweise gleich, so dass ich die derzeit noch vorhandene Vielfalt an kleineren Brauereien sehr begrüße. Von einem Waschmittel erwarte ich dagegen lediglich, dass es meine Wäsche möglichst unbeschadet reinigt und meine Haut nicht reizt. Da brauche nicht zwingend die Wahl zwischen Persil, Spee und dem Weißen Riesen (alle von Henkel). Ein anderer Leser mag hingegen Wert auf den Geruch legen, so dass er Sunil vorzieht.

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