Apple iWork’11 – Wo bleibt es?

Nachdem Tanja mit einem MacBook Pro 13″ nun ihren ersten Mac besitzt stellte ich beim installieren doch leicht verwundert fest, dass die aktuelle iWork-Version die Version ’09 ist. Nun haben wir inzwischen März/2011 und ein neues iWork ist noch nicht zu sehen. Wird es überhaupt ein iWork’11 geben oder wird es direkt iWork’12 genannt?

Der Name ist ja nun eigentlich auch egal und es wird auch gerne gefragt, was einem denn überhaupt fehlen würde am iWork’09. Naja, da gibt es schon ein paar Dinge. Ich habe nun keine Liste geführt, daher hier nur die Punkte, die mir wegen aktueller Arbeiten in den Kopf kommen:

Pages

  • Bildunterschriften fehlen mir häufig. Ich möchte gerne ein Foto in einen Text setzen und dieses Foto mit einem kurzen Wort oder Text versehen. Geht nicht, oder nur umständlich mit Tabellen gebastelt.
  • Bildabstand zum umlaufenden Text besser einstellen. z.B. einen oberen Rand von 0px damit die Schriftlinie am oberen Bildrand liegt obwohl das Bild 12px seitlichen Abstand zum Text haben soll. Bisher wird der Abstand immer rings herum ums Objekt definiert und somit steht eine Textzeile immer leicht über einem Foto. Fällt im Fließtext nicht auf, wenn es aber am oberen Textrand liegen soll ist es blöd.
  • Bessere Leistung beim Erzeugen der kleinen Vorschaubilder (lassen sich links einblenden). Ich muss die sehr oft ausblenden um flüssig in Layouts arbeiten zu können
  • Möglichkeit zum selektieren von „verdeckten“ Objekten fehlt. Hat man z.B. eine Grafik im Hintergrund und darüber einen Textrahmen, so kann man nicht „durch“ den Textrahmen klicken um die Grafik zu markieren/verschieben/etc. Es gibt wohl auch keine Hierarchische Übersicht über Objekte in einem Layout um auf diesem Wege eines zu wählen.
  • setzen/ändern von Tabulatoren in Textboxen und/oder für einzelne Absätze ist auch immer wieder „spaßig“. Ist schwer zu beschreiben aber immer wieder habe ich auf einem Absatz doppelt Tabs oder es fehlen welche oder sie sind falsch… irgendwie selten so wie ich das beim bearbeiten wollte/eingestellt habe. Wird doppelt „unübersichtlich“ wenn man Texte aus anderen Boxen kopiert und einfügt und sich so ggf. andere Tabulatoreinstellungen einfängt. Ich hatte bisher nicht die Muße zu forschen, was/wann/wie genau das passiert.
  • Diskrepanz Quartz/Drucker sollte behoben werden. z.B. ein Schatteneffekt (am Text oder einem Bild/Objekt) sieht am Bildschirm sehr weich und schwach aus – obwohl er auf 50% oder sogar mehr steht. Im Druck ist dieser Schatten dann dermaßen dominant und fett schwarz, dass es überhaupt nichts mit dem Layout am Bildschirm zu tun hat. Wäre schön, wenn Pages die Darstellung hier anpassen/korrigieren würde.

Keynote

  • Bessere Steuerung von Hintergrundmusik. Bisher geht nur eine Musik für die gesamte Präsentation oder eine Musik pro Folie. Manchmal möchte man aber eine Musik ab Folie 5 bis Folie 10 laufen haben
  • Magische Übergänge auch für Objektgruppen. Die Gruppe sollte als ein Objekt behandelt und erkannt werden und durch den magischen Übergang als ganzes verschoben oder skaliert werden können
  • Bessere/schnellere Navigation durch Folien/Animationsschritte während der Präsentation. Wenn man z.B. nach einer Folie mit 10 Animationsschritten wg. einer Frage aus dem Publikum noch mal eine Folie zurück gehen möchte

Numbers

  • Bessere Tastaturbedienung beim wählen von Referenzspalten für Formeln
  • Alternative zur Layout-Ansicht um Tabellen mit fixen Kopf-/Seitenspalten zu ermöglichen die nicht wegscrollen wenn man größere Datenmengen durchsehen muss
  • Drucklayout vom Bildschirmlayout trennen damit man seine Tabellen auf die Papierseiten schieben (ohne sie umbrechen zu lassen) aber am Bildschirm trotzdem alles sauber neben-/untereinander stehen haben kann.

Es gibt sicher noch mehr Punkte. Was fehlt Euch an iWork’09? Was sind Eure Wünsche für iWork’11 bzw. ’12?

4 Kommentare zu “Apple iWork’11 – Wo bleibt es?

  1. Ich finde optisch hat ja iWork was. Aber mir reicht da OpenOffice vollkommen aus. Und ich spare noch Geld dabei.

  2. Jan Marks

    Vollkommen einverstanden, was das Timing betrifft. Eine Neuausgabe wäre längst fällig, aber leider ist das Erfolgs- bzw. Ertragspotential von iWork 11/12 nicht zu vergleichen mit dem eines IPads 2 (oder 3). Diese Einstellung wird sich vielleicht m.E. wenn überhaupt, dann langfristig ändern, wenn Apple sich auch stärker dem Geschäftsfkunden-Bereich widmet.

    Was mir in iWork fehlt? Bessere Kompatibilität mit Microsoft-Office (z.B. Word-Dokumente öffnen, bearbeiten und stets als .doc sichern – statt wie jetzt importieren, exportieren etc). Numbers ist die einzige Anwendung, die bei mir Excel nicht ersetzen konnte (Word und Powerpoint werden längst nicht gebraucht). Excel bestimmt so viele Bereiche im täglichen Geschäft, dass ein Umstieg auf Numbers nur dann realistisch wäre, wenn 99% Kompatibilität erreicht wäre. Ich hab’s mehrfach versucht, aber Numbers ist einfach „zu anders“.

  3. Ich arbeitete lange Zeit mit MS Office und mit iWork parallel, anfangs mehr mit Office, aber nach und nach immer mehr mit iWork. Inzwischen habe ich mich so an Pages – ja – und auch an Numbers gewöhnt, dass ich Word & Co. nicht einmal mehr installiert habe. Ich warte aber ungeduldig auf iWork 11, weil doch einige Funktionen fehlen bzw. Fehler nerven.

    > In Pages gibt es keine Funktion zur Zeilenummerierung.

    > Manchmal bräuchte ich in Pages die Möglichkeit, in eine Tabelle eine weitere Tabelle einzufügen, geht aber nicht.

    > Bei der Erstellung von Serienbriefen in Pages mit Daten aus Numbers treten Zuordnungsfehler auf, wenn die Zellinhalte, auf die zugegriffen wird, durch komplexere Berechnungen entstanden sind.

    > In Numbers sollte es möglich sein, einzelne Zellen in einer geschützten Tabelle zur Bearbeitung freizugeben.

    >Die Arbeitsgeschwindigkeit von Numbers ist bei umfangreichen Tabellen teilweise ätzend langsam.

  4. Ich denke der Grund für die lange Pause bei iWork liegt bei Lion, genauer bei den neuen Funktionen „Auto Save“, „Versionen“ und „Resume“. Diese bieten sich für iWork gerade zu an implementiert zu werden. Außerdem hätte man dann gleich eine Softwaresuite die die neuen Funktionen nutzt und man könnte damit werben.

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