nSonic #183 – Foto – Focus Stacking


Noch im letzten Jahr erreichte mich eine Anfrage von Dominik. Er wollte Makroaufnahmen mit höherer Schärfentiefe machen. Leider betrug die Schärfentiefe auch mit weit geschlossener Blende nur wenige Millimeter.

Seine Idee: Focus Stacking. Dabei erstellt man mehrere Aufnahmen (vom Stativ) mit immer leicht wanderndem Fokuspunkt. So ist also der Schärfebereich auf jedem Foto ein klein wenig verschoben. Nun müsste man diese Bilder in Photoshop doch einfach übereinander legen können um dann mit Ebenenmasken die Schärfe aus dem jeweils passenden Bild einzuzeichnen?

Im Prinzip ist die Idee gar nicht schlecht. Es scheitert allerdings daran, dass das Motiv je nach Fokuseinstellung unterschiedlich groß abgebildet wird.

Es gibt allerdings spezielle Software die diese Aufgabe automatisch löst. Die Bilder werden dabei analysiert und automatisch übereinander gelegt. Probiert es mal aus.

Außerdem fragt Dominik, ob man die Festplatten aus einem Drobo einfach in einen anderen Drobo stecken kann und dann an die Daten heran kommt? Ja, das geht!

Es gibt übrigens auch 2009 wieder Foto-Workshop mit Chris und mir. Wenn Ihr dabei sein möchtet, dann schaut mal bei Happy Shooting vorbei und meldet Euch an. Termine und Inhalte werden wir in Kürze veröffentlichen.

Links
Happy Shooting – Foto-Workshops
Fokus ändert Abbildungsgröße. Anschauliches Beispiel vom Sigma 150mm Makro
Wikipedia mit Informationen und Links zu Programmen für Focus Stacking
Einige Erfahrungen mit Helicon Focus und Combine ZM
Focus Stacking Beispiel mit Anleitung bei flickr

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4 Kommentare zu “nSonic #183 – Foto – Focus Stacking

  1. Christoph

    Zum Focus Stacking. Das Problem des „Pumpens“ bzw. „Breathing“, also das Verändern der Bildgröße beim Fokussieren ist ein bekanntes Phänomen, welches bisher im Fotobereich einfach ignoriert wurde, weil es keine Rolle spielte und sich nicht Nachteilig auf die generelle Bildqualität ausgewirkt hat. Beim Fokussieren werden im Objektiv Linsen verschoben, wodurch es zu einer minimalen Brennweitenänderung kommt (auch bei Festbrennweiten), die dann wieder den Bildausschnitt und damit die Abbildungsgröße verändert. Das Phänomen tritt umso stärker auf, je mehr Spiel in den beweglichen Teilen vorhanden ist. Das Phänomen wird spätestens dann ein Problem, wenn man keine Fotos mehr macht, sondern filmt. Bei Kino-Film-Kameraobjektiven wird sehr viel Aufwand betrieben, um das „atmen“ abzustellen, was u.a. ein Grund dafür ist, dass diese Objektive schonmal mehrere 10.000 Euros kosten. Ansonsten sieht das schöne Stilmittel der Schärfeverlagerung nämlich gar nicht mehr so schön aus….
    Ich bin gespannt, ob das jetzt auch ein Thema im Fotobereich wird, nachdem die ersten DSLR jetzt Filme in 35mm Optik machen können.

  2. Die Vergrößerung der Schärfentiefe durch Fotostacking mit PS CS4 zeigt Scott Bourne in einem Video auf Vimeo http://www

    recht eindrucksvoll.

  3. Canon liefert momentan nur 8 (in Worten : acht) Kameras des Typs 5D Mark
    II pro Monat nach Deutschland. Hat ein Freund heute von seinem Photohändler
    erfahren, als er sich nach der Liefersituation erkundigt hatte. Er meinte, er rechne nicht damit, dass sich die Situation in den nächsten 3 Monaten entspannen würde.
    Das ist halt die „günstigste“ VF Kamera von Canon. Für mich momentan noch zu teuer. Leider.

  4. Die Größenänderung unterschiedlichen Focuseinstellung tritt hauptsächlich bei Macroaufnahmen ab ca. 1:2 auf. Der Abbildungsmaßstab wird bei professionellen Macrokameras (Großformat) über den Auszug (entspricht bei DSLRs der Focusierung) eingestellt. Die Schärfe wird über eine Verschiebung der kompletten Kamera realisiert, so bleibt der Abbildungsmaßstab erhalten. Für DSLRs bietet sich bei Macroaufnahmen ein Einstellschlitten zur Focusierung an. Ich hoffe nicht zur Verwirrung, sondern zur Entwirrung beigetragen zu haben ;-)

    Grüße aus Ludwigsburg

    Jochen Kubik

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