nSonic #167 – Foto – Drobo

Podcast Foto Drobo
Drobo – Der Datenroboter – wird derzeit immer häufiger besprochen. Viele Fragen bleiben dabei offen. Ich habe mir inzwischen selbst einen Drobo angeschafft und versuche mal zu klären und zu zeigen wie laut oder leise der Drobo nun wirklich ist. Dafür habe ich mir die OKM (Originalkopfmikrofone) geschnappt und habe das Betriebsgeräusch einfach mal mit meinen Ohren aufgenommen.
Für diese Folge solltest Du also unbedingt Kopfhörer oder Ohrhörer benutzen, damit das räumliche Gefühl aufkommt.
Außerdem geht es um die Geschwindigkeit und den Stromverbrauch.

Die Eckdaten zum nachlesen
Schreibgeschwindigkeit an FW800 (gemessen an iMac 24″, weißes Modell):

  • Nur FW800-Port belegt; Kopieren lokal auf Drobo: 27-30 MB/s
  • FW400 zusätzlich belegt mit m-audio FW410; Kopieren lokal auf Drobo: 18-20 MB/s
  • FW400 Port frei; Drobo an FW800; Seagate AgentPro an Drobo; Kopieren von AgentPro auf Drobo: ca. 22 MB/s
  • FW400 Port durch m-audio FW410 belegt; Drobo an FW800; Seagate AgentPro an Drobo; Kopieren von AgentPro auf Drobo: 11-12 MB/s

Fazit: Der iMac ist nicht dafür gemacht, dass man den FW400 und FW800 Port gleichzeitig verwendet. Intern kommt ein einziger Bus für beide Anschlüsse zum Einsatz und somit sinkt die Datenrate wenn an beiden Anschlüssen Geräte laufen.

Richtig böse wird es in meiner aktuellen Konstellation:
Drobo an FW800; Seagate AgentPro an m-audio FW410 and FW400; Kopieren von Drobo auf AgentPro: 7-8 MB/s. Autsch. Ursache dürfte die Kombination aus Bus-Sharing im iMac und m-audio Device sein.

Stromverbrauch:
Bestückt mit 3x Seagate 1TB Festplatten.

  • Betrieb, 3 Platten laufen: ca. 38-43 Watt
  • Standby, wenn Platten abgeschaltet: ca. 8 Watt

Auch wenn im Betrieb die Festplatten abgeschaltet werden (nach einiger Zeit wenn nicht genutzt) geht der Stromverbrauch auf nahezu Standby-Niveau runter.
Der Lüfter spring auch im Standby-Modus immer mal wieder an. Warum ist unklar.
Einen Ausschalter gibt es nicht. Ausschalten geht nur durch: Standby aktivieren, Stecker ziehen.

Folge herunterladen

18 Kommentare zu “nSonic #167 – Foto – Drobo

  1. Hallo Boris,

    danke für diese wieder sehr informative Folge. Irgendwann wird das bei mir auch auf ein externes, reines Backup-System hinauslaufen. Von daher finde ich Deinen Test mit dem Drobo schon sehr spannend. Nach Deinem Soundcheck schliesse ich mir Deiner Meinung an: Für „Dauerbetrieb“ ist das Ding zu laut. Ich habe ebenfalls einen iMac und genieße vor allem Abends die Ruhe beim Arbeiten. Und wenn wenn dann da so eine „Lärmbüchse“ rumsteht, finde ich das schon nicht mehr so witzig.

    Bis ich mir aber einen Drobo erlaube, gibt es vielleicht schon die dritte Generation – ohne Power-LED Bug :-)

  2. Hallo Boris,
    danke ebenfalls für Deinen ausführlichen Test.
    Dazu ’ne Frage: in welcher Form werden Platten eingesteckt? Sind das normale interne Platten und könnte man z.B. auch Platten von anderen ext. DS Systemen wie TrekStore ausbauen und verwenden, sprich also werden Platten in bestimmte Drobo Schienen fixiert oder wie geht das?
    Grüße aus de Palz

  3. Teuer bezahlter Raid controller
    Aber auf em Mac sieht die Welt vielleicht anderst aus

  4. @teddy: Ich höre auch gerne kritische Stimmen. Noch lieber allerdings, wenn diese ein wenig spezifischer begründet werden können :)
    Kennst Du eine gute Alternative? Dann nenne mir die bitte – Ich bin da immer interessiert.
    Wenn Du so willst ist es ja nicht nur ein RAID-Controller sondern auch ein Gehäuse mit wenig Stromverbrauch, mit Hotswap-Schächten ohne HDD-Rahmen, mit Statusanzeigen und das wichtigste: Mit der Option völlig ohne Konfiguration mitwachsen zu können und bei einem Plattenausfall völlig ohne Admin-Eingriff wieder auf die Beine zu kommen (einfach eine neue Platte rein und gut).

    Ich habe lange gesucht aber nichts vergleichbares finden können. Der Controller alleine hilft dabei ja nicht und die normalen RAID-Systeme wachsen allesamt nicht mit, sind zickig wenn unterschiedliche Platten genutzt werden sollen etc.
    Solltest Du da etwas günstigeres kennen – ich wäre glücklich es zu erfahren :)

  5. naja, der Drobo bei Dir war ja auch mehr wie zickig, oder?

  6. @Karl: ja, das bestreite ich nicht. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Inzwischen wurde ich vom Drobo-Support direkt zurück gerufen (unaufgefordert) und man wird den Drobo austauschen (Vorabaustausch!) Bis dahin kann ich lt. Support den Drobo normal nutzen (man hat die Diagnose-Daten ausgewertet)

    Soft-/Hardware-Probleme sind eine Sache – die Aussage „ein teuer bezahlter RAID controller“ eine andere. Und was das mit dem Mac zu tun hat frage ich mich auch :)
    Ich lästere gerne über Probleme und Klischees – also nicht falsch verstehen – Ich hätte die Aussage nur gerne etwas fundierter. Denn: Wenn es wirklich eine günstigere Alternative gibt, dann möchte ich das schon gerne wissen (und die nSonic-Leser/-Hörer ganz sicher auch) – und das meine ich wirklich ernst!

  7. Da bin ich wieder :)
    Zum Thema was das mit Mac zu tun hat, nun gut ich bin und bleibe halt der ATX schiene verschrieben somit kann ich net sagen was auf em Mac evtl. anderst ist als am IBM System

    Also ich hab grad mal geguckt mit aktuellen Kurs kostet mich diese Box 246€. Mittlerweile sind ja Raid Controller Standart, und irgend einen Controller brauch ich so oder so, also kostet er mich hier schon mal nix extra

    Ein Wechselrahmen fürs PC gehäuse (Backplane) kostet mich für 4 Platten rund 100€. Mit der selben Funktion Festplatten schnell ein/aus bauen und abschalten (wobei hier dann die Festplatten wirklich abgeschaltet sind und somit vom System getrennt)

    Und was die Herstellen von Defekten Festplatten angeht so machen das die Controller (die etwas besseren) schon automatisch übers BIOS im System..

    Achso und die Große der Festplatten kannst auch beliebig kombinieren, das wahr früher mal das Raid exakte Festplatten brauchte heute gilt: Die schwächste Festplatte im System gibt die Leistung vor.

    So sieht es bei IBM systemen aus, deswegen sagte ich ja schon läßt sich wahrscheinlich nicht 1:1 auf den Mac übertragen

  8. Ah – Danke teddy!! So mag ich das :) Das sind doch mal Fakten.
    Also halten wir fest: Mit dem Mac hat es mal gar nichts zu tun. Weil: Ob ich nun einen Drobo (extern) oder einen (selbstbau-)PC auf ATX-Basis (extern) als Datenspeicher anschaffe spielt keine Rolle.
    Internes RAID wäre mit einem Mac Pro auch kein Problem. Im Mac Mini oder iMac geht es natürlich nicht weil da schlicht kein Platz ist.

    Aber denke dran: Es geht um einen externen Datenspeicher der z.B. für Backups genutzt werden kann. Damit scheiden interne Platte (im Arbeitsrechner) aus weil die vom Standort schlicht arg gebunden sind ;) Aber Du hast natürlich Recht: Man kann sich ein ATX-System als Datenspeicher zusammen stellen.

    Der Haken dabei: Es ist spürbar aufwendiger. Du musst passende Teile zusammen stellen, Du musst eine passende Software finden und installieren (Gibt ein paar auf Linux-Basis die dann kostenlos zur Verfügung stehen). Du hast dann zwar ein RAID aber eben „nur“ ein RAID. Wie Du schreibst: Die schwächste Platte gibt den Platz vor. Ist der Platz voll – was dann? Einfaches hinzustecken einer weiteren Platte hilft dann leider nicht :(
    Hinzu kommt der mögliche Ärger wenn das Board/der Controller den Geist aufgeben. Es ist leider nicht garantiert, dass die RAID-Platten im nächsten ATX-System einfach weiterlaufen. Das kann funktionieren – muss aber nicht (was ich selbst schon erfahren musste).
    In diesem Fall wäre ein Software-RAID unter Umständen die beständigere Lösung – Damit habe ich aber noch keine Erfahrungen.

    Ich gehe mal davon aus, dass Deine genannten Preise stimmen. Dann bekommt man für ca. 350,- ein ATX-Gerät inkl. modernen RAID-Controller (der untersch. Platten immerhin nicht ablehnt) mit 4 Wechselschächten? Und da ist Prozessor, Speicher, etc. schon mit drin? Nicht schlecht :) Das ist weniger als ich bisher im Kopf hatte für ein vernünftiges System.
    Der Aufwand, das Gerät zu installieren (Tastatur, Maus, Monitor muss man dann ggf. ausleihen) kommt natürlich oben drauf.
    Läuft das System so zuverlässig, dass man keinen Monitor/Tastatur braucht?
    Wie erfahre ich von einer defekten Platte? Im BIOS hilft mir das ja nicht (kein Monitor – sonst muss man den noch extra rechnen).

    Das Drobo stellst Du nun einfach hin, Platten rein, nutzen. Platten voll? Noch eine Platte rein oder Stück für Stück die Platten durch größere Platten ersetzen. Kein einziges Mal auf irgendeinen Knopf drücken, etwas manuell umkopieren oder konfigurieren. Einfach nutzen.
    Drobo defekt? Platten in einen anderen Drobo stecken und weiter machen – ohne Konfiguration.
    Ist eine Platte defekt? Drobo erkennt das, zeigt neben der Platte eine rote LED und konfiguriert die Daten wieder so um, dass sie sicher sind (wenn dies vom Platz her möglich ist). Optional kann man eine E-Mail geschickt bekommen (das klappt aber IMHO nur wenn ein Rechner läuft der mit dem Drobo verbunden ist – zumindest ohne DroboShare)

    Diese Flexibilität und Einfachheit ist es, die man natürlich bezahlt. Schau Dir externe RAID-Stations von Buffalo oder Lacie an (mit mind. 4 Hotswap Plätzen). Die sind auch nicht wirklich günstiger. Sie können zwar häufig mehr (NAS mit Nutzerberechtigungen, Quotas etc.) aber dafür muss man auch mehr einstellen – und wenn sie voll sind… sind sie voll.

    Also nicht falsch verstehen – aber ich lese in letzter Zeit so häufig von „viel günstigeren Alternativen zum Drobo“, aber keine dieser „Alternativen“ berücksichtigen was der Drobo tatsächlich ist oder tut. Und ich wäre wirklich froh zu hören, wenn es eine _echte_ Alternative gäbe. Konkurrenz ist gut und Alternativen zu haben für die Zukunft ebenfalls.

  9. Nun gut 1:0 für dich :)
    Wenn der Faktor der Mobilität hoch ist kann ein Backplane nicht mithalten das stimmt
    Dann kann ich aber nur sagen wer mobiität braucht und will der hat immer schon draufgezahlt und mit Kompromissen leben müssen. Für mich steht der aspekt der Datensicherheit im Fordergrund ich gehe ja mit meinem Backup server nicht „spazieren“. Was die Leds (von wegen Voll zu warm etc. angeht zeigen auch die Backplanes). Ich werd mal das Experiment starten was passiert wenn ich die kleinste Platte da drin abmelde und ne großere reinstecke (is eh fällig)

    Software RAID würd ich lassen, fressen extrem Systemressourcen

    Wobei ich sagen muß faktor Mobiltät wenn ich am Ende doch nen Laptop brauche zum Daten Transferien ??

    Falsch verstehen ? ;) nönö .. Ich sehe da 2 Grundlegende Unterschiedliche Bedürfnisse somit sind ja 2 Verschiedene lösungen fast notwendig

  10. Mit „örtlich gebunden“ meinte ich, dass das Backup nicht in dasselbe Gehäuse wie der Hauptrechner gehört (Meiner Meinung nach) sondern physikalisch getrennt gelagert werden sollte. Ich meinte nicht, dass ich mit dem Backup spazieren gehen möchte :D – also auch ein Drobo steht im Regal, da könnte also genauso gut ein ATX stehen (das speziell als Backup-Speicher aufgebaut wird).

    Wenn das RAID als normaler Datenspeicher für die täglich Arbeit genutzt werden soll, dann ist es u.U. sinnvoller es direkt am/im Gerät zu haben – aber zumindest bei mir ging es um Backup :)

    Halte mich/uns mal auf dem Laufenden was den Plattenwechsel angeht. Welche Schritte notwendig sind/waren und wie das Ergebnis aussieht.

    Und ja – es gibt verschiedene Lösungen für verschiedene Anforderungen. Ich war nur neugierig, ob Du tatsächlich eine echte Drobo-Alternative kennst. Leider nicht – aber ich möchte jeden ermutigen mir solche Alternativen zu nennen! Genau dafür sind solche Diskussionen gut – und ich liebe das :)

  11. So wie versprochen da bin ich wieder :)
    Neue Platte reingesteckt ein klick (In Meinem Fall F8) und der Controller Kopiert die Daten auf die neue Platte.. Wie ich sagte eigentlich keine Kunst :)

  12. Super! Danke für die Rückmeldung. OK, mit dem Klick könnte man sicher leben :) Bleibt halt der Haken, dass das System nicht mit wächst durch simplen Plattentausch.

    Ich hatte übrigens auch gerade einen Plattenausfall im Drobo (eine Seagate 1TB ist abgeraucht). Habe nun stattdessen eine 1TB Samsung reingesteckt. Drobo hat dann automatisch angefangen die Platte einzubinden und die Daten neu auf alle 3 Platten zu verteilen.
    Es ist also tatsächlich egal was für eine Platte, wieviele Scheiben, Cluster, etc. oder ob die Größe exakt stimmt oder nicht. Es wird genutzt was verfügbar ist.

  13. Das sag ich die ganze Zeit das mittlerweile die Platten eigentlich egal sind :)
    Aprobo mich würd mal interessieren wie warm die Platten da drin werde in dem Ding. Ansich sagt man >45°C hinterläßt schäden

  14. Kleine Ergänzungen:
    1. Mit den richtigen Komponenten kannst du dir ein PC-System zusammen stellen, was um die 20 Watt im Idle braucht – incl einer Festplatte. Siehe zB hier: http://www.silenthardware.de/forum/index.php?showtopic=32268
    2. Mit ZFS (Zetabyte-Filesystem) von Sun, was es mit OpenSolaris zB (es gibt auch andere) gleich dazu gibt (kostenlos das Ganze, Unixderivat), hast du die gleiche Flexibilität, Erweiterbarkeit und Sicherheit wie beim Drobo.
    http://de.wikipedia.org/wiki/ZFS_(Dateisystem)
    http://chaosradio.ccc.de/cre049.html

  15. Pingback: intermayer.com

  16. @Gerha: Dein Beitrag war leider im Spamfilter gefangen daher die späte Antwort. Das sind ganz normale SATA-Platten wie sie auch in aktuellen Computern eingebaut werden. Du kannst also auch vorhandene Platten im Drobo nutzen – allerdings keine vorhandenen Nicht-Drobo-Daten! Kommt eine Platte zum ersten Mal in den Drobo, dann wird sie formatiert um in das System eingebunden zu werden.

  17. Danke Boris. Ich hab mir das Teil auf der Messe auch angesehen. Ist schon beeindruckend.
    Das mit den Preisen incl. Einfachheit und so ist schon vergleichbar mit Mac vs PC. Da ist auch ständig die Diskussion, der Mac sei zu teuer.
    :-)

  18. Andreas S.

    Hallo,

    um Thema Temperatur würde ich beachten, dass diese stark von den verwendeten Festplatten abhängt (also auch der Lüftereinsatz und der Stromverbrauch im Standby). Meine Empfehlung sind hier klar die Green Line 1TB Platten von WD. Benutze ich z.B. in meinem File- und Backupserver. An diesen werde ich übrigens in Bälde auch einen Drobo anschliessen ;-)

    Gruss
    Andreas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.