Reiten lernen auf Rügen

[Update: Kerstin ist inzwischen umgezogen auf das Gut Boldevitz wo wir inzwischen auch schon waren]

Ich war ja skeptisch aber was tut man nicht alles für seine Frau smile
Tanja hatte früher mal reiten gelernt. Klassischer englischer Reitstil wie man es so kennt. Für mich waren Pferde aber irgendwie nicht so ganz geheuer. Kein Wunder wenn man immer erzählt bekommt wie toll die beißen und treten können.

Dann ergab es sich, dass wir einen Ausflug nach „Pullman City 2“ in den Harz unternahmen. In dieser Westernstadt gab es nun einiges zu sehen, es gab kleine Showeinlagen und natürlich sah man viele Reiter – diesmal allerdings im Westernstil. Man konnte auch selbst ein kleines Stückchen reiten und tatsächlich traute ich mich auf so ein Pferd drauf – und es klappte ziemlich gut.

Das Eis war gebrochen und als Tanja meinte, dass sie gerne einen Reiturlaub buchen würde, sagte ich nicht nein.

Nach einigen Recherchen stand das Ziel fest: „Gut Grabitz“ auf Rügen!
Man liest im Internet viel Gutes über dieses Gut und die Ausbilderin und ich kann es vorweg nehmen: Das stimmt auch alles!

Wir hatten das Angebot für Einsteiger/Wiedereinsteiger gebucht und waren einen Tag früher angereist damit wir uns noch ausruhen konnten bevor es auf die Pferde ging. Das Gut liegt abseits von Hauptverkehrsstraßen und quasi mitten in einem Naturschutzgebiet. Das bedeutet: Ruhe! Kaum ein Auto kommt vorbei. Natürlich kommen dennoch reichlich Gäste vorbei – was unter anderem an dem erstklassigen Essen im Restaurant liegen dürfte – aber die sind alle zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs.

Wir gingen ein wenig Spazieren und guckten mal über die Ostsee. Zurück in der Unterkunft bestellten wir etwas zu essen und merkten sofort: die Küche ist absolute Spitzenklasse.
Schnell hatten wir auch die anderen Teilnehmer kennen gelernt und schnell saßen wir alle zusammen und überlegten was uns wohl erwarten würde. Insgesamt waren wir drei Pärchen – also sechs Personen. Die Gruppen bei diesen Reitangeboten sind übrigens immer sehr klein damit ein vernünftiger Unterricht, auch mit Einzelstunden, überhaupt möglich ist. Das fand ich sehr sympatisch.

Tag 1
Am ersten Tag lernten wir dann Kerstin, unsere Trainerin kennen. Energiegeladen und ständig auf Achse smile Wir setzten uns zusammen und sie stellte uns die Mitarbeiter und Ihr Gut vor, erzählte uns wie die Woche ablaufen könnte und fragte jeden einzelnen von uns nach seinen Kenntnissen, Vorstellungen und Wünschen während sie alles notierte.

Dann ging es los. Wir teilten uns in mehrere Gruppen die über den Tag verteilt Unterricht bekommen würden. Doch zuvor brauchte jeder von uns ein Pferd. Also gingen wir raus auf die Weide und Kerstin stellte uns einige Ihrer Pferde vor. Es galt für jeden ein Pferd zu finden, dass vom Character und der Größe zu einem passt. Wir konnten selber wählen aber dafür hatte ich natürlich noch viel zu wenig Ahnung von den Tieren. Kerstin hatte aber ein gutes Gespür und gab jedem ein passendes Pferd. Zuvor wurde u.a. Michel vorgestellt. Charakter: Klassenkasper, intelligent, recht dominanter Wallach in der Herde. Und genau den bekam ich bigsmile Ich hatte zwar innerlich gehofft genau den nicht zu bekommen (ich wollte doch lieber etwas möglichst ruhiges) aber um es vorweg zu nehmen, mir wurde schnell klar, dass die Chemie zwischen uns einfach stimmte.

Nun lernten wir das Tier zu führen. Ein Führstrick an den Halfter und wir brachten die Pferde von der Weide auf einen der Reitplätze. Dabei lernten wir das Pferd in eine bestimmte Richtung zu führen und natürlich auch wieder anzuhalten. Wichtig ist z.B. immer, dass man selbstbewusst auftritt. Aufrecht stehen und klare Ansagen geben. Wer buckelt oder zögert, der wird das Pferd nicht auf Dauer unter Kontrolle haben.
Wir lernten außerdem den Freuderuf den man selbstbewusst von sich geben sollte wenn etwas gut geklappt hat: „YEEEAAAAHAAAAWWW“ bigsmile

Außerdem lernten wir die Pferde zu putzen. Striegel, Bürste und ein Gerät um die Hufe zu säubern. Sehr spannend so dicht am Pferd zu stehen und das Fell zu säubern. Etwas kribbelig war ich beim Hufe reinigen – war aber auch klar wenn man so etwas noch nie gemacht hat. Zum putzen wird das Pferd vor dem Stall festgebunden. Den Knoten hatte ich schnell gelernt worüber ich mich schon ziemlich gefreut hatte.

Nun kamen die Sattel auf das Pferd – es gab kein Zurück mehr. Ich weiß nicht mehr genau was die anderen taten, dazu war ich zu aufgeregt, ich jedenfalls ging mit Ingolf, ein sehr netter Angestellter, und mit Michel ins Rondell. Ingolf hatte Michel an einer Longe und ich hatte die Aufgabe im Kreis zu reiten. Ziel war es die richtige Haltung zu bekommen und dem Pferd die ersten Kommandos zu geben: Losreiten, Gangwechsel (Schritt, Trab und zurück) und natürlich auch stehen bleiben.

Zum losreiten „schnackt“ man zweimal mit dem Mund und drückt die Füße gegen das Pferd. Von Schritt zu Trab noch einmal das gleiche. Zurück von Trab zu Schritt spielt man etwas mit den Zügeln (leicht zupfen links, rechts) und ruft „eaaaaasyyyy“. Um stehen zu bleiben nimmt man die Zügel auf und etwas kürzer, spielt ein wenig (zupfen), setzt sich ganz locker in den Sattel, nimmt den Druck vom Pferd und ruft „Whhooooooo“. Klasse! Es klappte fast alles.

Um den Kreis im Rondell schön groß zu halten muss man das Pferd immer schön antreiben (Füße ans Pferd drücken) und von der Innenseite etwas mehr Druck ausüben – das Pferd also quasi mit dem Fuß nach außen schieben. Unterstützt wird das mit den Zügeln. Das klappte an diesem Tag noch nicht so 100%ig aber dann und wann ging es doch smile

Nach einer knappen Stunde war ich dann aber auch erstmal fertig. Michel wurde vom Sattel erlöst und …. er pinkelte in die Stallgasse. Puuuuh – Michel, musste das sein? Ich erfuhr, dass Michel das ständig machen würde. Immer wartete er bis er in der Stallgasse ist um sich dann zu lösen. Toll – da ist er also, der Klassenkasper smile
Ich schimpfte etwas mit ihm und erklärte ihm, wie blöd das ist was er da tat. Dann brachte ich ihn zurück auf die Weide und es ging in den Gasthof wo ich erstmal etwas leckeres zu essen bestellte smile – Hatte ich schon erwähnt, dass die Küche umwerfend gut ist?

Tag 2
Der zweite Tag wurde wieder mit einem reichlichen Frühstück eingeleitet. In der Gruppe besprachen wir die Erlebnisse des Vortages und freuten uns auf einen weiteren lehrreichen Tag.
Wieder kam Kerstin und wir machten einen Tagesplan. Wie gesagt: Maximal 2-3 Leute werden gleichzeitig unterrichtet. Bei uns waren es eigentlich immer Zweierteams so dass man wirklich von Einzelunterricht sprechen konnte.

Ich ging an diesem Tag erneut ins Rondell – es war schließlich erst mein zweiter Tag auf einem Pferd überhaupt und ich fühlte mich noch nicht so richtig sicher für den Reitplatz. Nachdem ich mit Ingolf Michel von der Weide geholt, gesäubert und gesattelt hatte ging es also wieder ins Rondell. Übrigens erklärte ich Michel, dass es doch viel besser wäre wenn er seine Hufe mal sauber halten würde – dann würde alles viel schneller gehen…

Im Rondell ging es dann los – zunächst mit Longe um die Übungen zu wiederholen. Dann machte Ingolf die Longe ab und ich konnte nun frei reiten. Wow! Michel hörte ja wirklich auf mich smile Ein tolles Gefühl.
Ich probierte einiges aus: Anreiten, stehenbleiben, Gangwechsel, Richtungswechsel. Es lief zwar gut aber für mich noch nicht ganz zufriedenstellend – klar, ich machte halt noch viele Fehler. Aber mal wirklich frei geritten zu sein – wenn auch nur im Rondell – war ein tolles Gefühl. Ich übte auch das „leicht traben“. Dabei trabt das Pferd und ich als Reiter musste im richtigen Rhythmus aufstehen und mich wieder hinsetzen – ziemlich anstrengend und gar nicht so leicht zu koordinieren wenn man es das erste mal macht.

Wieder war eine Stunde rum – es kam mir vor wie 5 Minuten – und Michel wurde in der Stallgasse vom Sattel befreit. Und wieder schiffte er genau dort hin. Und wieder schimpfte ich etwas mit ihm. Mit sehr bestimmten Ton erzählte ich ihm, dass weder er noch ich lust hätten in dieser gelben Pfütze zu stehen. Dann brachte ich ihn wieder auf die Weide. Ich belohnte mich wieder mit einem leckeren Mal in der Gaststätte – Die Gutsherrenplatte, sehr zu empfehlen.

Tag 3
Das war der schlechteste Tag für uns alle. Es war kühl, sehr windig und die Pferde hatten auch keine richtige Lust sich von uns kommandieren zu lassen. Kerstin musste kurzfristig zu einem wichtigen Termin und wir waren mit Ingolf alleine.
Für mich ging es zum ersten Mal auf den Reitplatz aber irgendwie zeigte sich Michel nur bedingt beeindruckt von meinen Kommandos. Am liebsten lief er, meinen Ansagen trotzdend, in den Windschatten eines Geräteschuppens direkt hinter dem Platz. Ingolf ist selbst kein Ausbilder und so wollte er eigentlich gerne mit uns entspannt ins Gelände reiten aber keiner von uns wollte das an diesem Tag wagen – da war Ingolf sichtlich enttäuscht und wirkte etwas hilflos. Er tat uns wirklich Leid.

Ingolf, wenn Du das hier liest: Du hast das in der Situation wirklich gut gemacht und wir nehmen Dir wirklich nichts übel!

Da aber nichts so richtig voran ging brachen wir vorzeitig ab und brachten die Tiere zurück auf die Weide. Wir trösteten uns dann alle mit einem leckeren Mittagessen.

Übrigens: Michels Hufe waren an diesem Tag nicht mehr ganz so dreckig. Aber auch an diesem Tag musste er sein kleines Geschäft in der Stallgasse verrichten – und wieder sprach ich ernsthaft mit ihm wink

Tag 4
Kerstin war zurück und Putzmunter. Voller Energie ging es an den Plan für diesen Tag. Einige wollten gerne ins Gelände ausreiten. Ich wollte erstmal auf den Reitplatz und schauen, ob es an diesem Tag besser laufen würde. Das Wetter war gut und so stand eigentlich nichts im Wege.

Gesagt, getan. Michel geholt, geputzt – und oh Wunder: Seine Hufe waren extrem sauber! Sollte er auf mich gehört haben? Ich lobte ihn jedenfalls dafür smile

Dann ging es raus auf den Platz. Wieder klappte es nicht so richtig auf Anhieb. Zwar ging es voran und auch stehenbleiben klappte einigermaßen aber die Kurven waren nicht wirklich sauber und immer wieder wollte Michel in eine andere Richtung abbigen. Kerstin sah das sofort und erklärte mir was ich falsch machte:
– Meine Füße waren zu weit vorne. Wenn man auf den Sattelgurt drückt, dann merkt das Pferd das nicht wirklich. Kaum nahm ich die Füße etwas zurück, schon reagierte Michel viel bessr auf mich.
– Meine Hände waren zu weit oben – das ist wie mit schleifender Kupplung fahren. Hände runter und weniger hektische Anweisungen, schon lief es.
– Michel versuchte ständig auszuprobieren wie weit er gehen konnte. So ein Pferd ist ja nicht doof und Michel schon gar nicht. Der merkte, dass ein Anfänger oben drauf sitzt und wollte natürlich lieber sein eigenes Spiel spielen. Ich lernte mich durchzusetzen, nahm die Zügel kürzer und setzte schließlich meinen Willen durch. „Punkt für Dich“ rief mir Kerstin zu und ich war mächtig stolz.

Von da an lief es mit Michel und mir immer besser. Zweimal versuchte er seinen Kopf durchzusetzen aber ich setzte mich durch. Zack, schon war geklärt, wer das sagen hatte. Ein tolles Gefühl.
Ich lernte dann verschiedene Begriffe wie: Durch die Bahn wechseln, Zirkel, Volte und setzte es auch sofort um. Klasse – Michel machte alles mit. Links rum, rechts rum – alles lief. Stehenbleiben war noch nicht perfekt weil ich noch viel zu angespannt war aber doch wurde es immer besser. Ich ritt selbstbewusst über den Platz, durch Hütchen und um Tonnen herum, die Kerstin für uns aufgestellt hatte, und vor allem ritt ich auch um andere Pferde herum – Tanja war nämlich mit mir zusammen auf dem Platz. Dafür, dass gerade das so gut klappte, bekam ich noch ein extra Lob.

Boah – soviel gelernt und soviel Lob an einem Tag. Perfekt.
Schnell war die Stunde vorüber und wir brachten die Pferde zurück. Tanja machte noch an einem Ausritt mit aber ich traute mich noch nicht. Michel schiffte wieder in die Stallgasse – naja, wenigstens waren die Hufe sauber.
Dafür gab es ein leckeres Schnitzel für mich smile

Tag 5
Lecker Frühstück und ich war energiegeladen. Ich konnte es kaum erwarten wieder zu reiten. Die anderen Teilnehmer wirkten dagegen bereits etwas müde. Ich hatte weit weniger Muskelkater als ich es erwartet hätte und so war ich natürlich extrem motiviert. Ich meldete mich dann gleich für die erste Reitstunde am Morgen und ich wollte wieder auf den Platz um mein Wissen zu festigen und etwas dazu zu lernen.

Schnell umgezogen und Michel geholt. Schau an – die Hufe waren schon wieder sehr sauber. Ich sprach mit Michel und meinte, dass nun nur noch die blöde Angewohnheit in die Stallgasse zu pinkel abgestellt werden müsste smile
Sattel drauf und ab auf den Platz. Was war das? Kerstin hatte einige Stationen aufgebaut. Hütchen und Tonnen und ein paar Stangen auf dem Boden. Es ging zur Sache!
Wir sollten frei über den Platz traben. Durch die Hütchen. Immer schon das nächste „Tor“ im Blick und selbstbewusst das Pferd lenken – klappte prima! Dann mal zwischen den Hütchen anhalten – auch das klappte hervorragend. Michel und ich waren inzwischen schon sehr gut eingespielt.
Nun sollten wir in einem weiten Slalom um ein paar Tonnen herum – auch das lief hervorragend. Natürlich wurde ich immer wieder korrigiert: „Hacken runter, Hände runter, äußere Hand nicht so weit rüber,….“ Ich merkte meine Fehler Stück für Stück selber und versuchte sie stets sofort zu korrigieren – aber nicht schnell genug denn Kerstin hat Ihre Augen überall und sieht die Fehler sofort smile

Nun kam eine spannende Aufgabe. Das Pferd in einen schmalen Weg (begrenzt durch zwei Stangen am Boden) reiten, stehen bleiben, und langsam rückwärts wieder heraus. Gar nicht so leicht! Schnell verlagert man sein Gewicht falsch oder gibt falschen Druck und schon steht man schräg in der Gasse.
Die Krönung war dann die Erweiterung der Übung: Ein rechter Winkel in den man hinein reiten sollte um dann wieder rückwärts (ums Eck) hinaus zu kommen. Dabei muss man dem Pferd natürlich klar sagen, ob es mit den hinteren Beinen oder den vorderen nach links oder rechts gehen soll – und das ist gar nicht so simpel wie es sich vielleicht anhört. Dennoch klappte es bei mir einigermaßen und Kerstin war zufrieden. Sie meinte: „Du bist wohl der Einparker bei Euch?“ smile

Die Stunde (eher länger) war vorrüber und Michel hörte auf jedes Kommando. Zwar hatte wieder zweimal versucht seinen Kopf durchzusetzen – aber ich wusste das erfolgreich zu verhindern.
Diesmal ging es dann zur Belohnung raus ins Gelände. Mein erster Ausritt. Was für ein Abenteuer – alles lief gut.

Zurück in der Stallgasse… Und Michel? Der ließ die Gasse diesmal doch tatsächlich trocken! YEAAAHAAAW!!!!

Gegen Abend rief Kerstin aus dem Stall: „alle mal herkommen gucken!“ – Ein Fohlen war geboren. Wir hatten ja alle gehofft, dass wir das noch erleben würden in unserer Reitwoche aber dass es wirklich geklappt hatte, Wahnsinn! Ich durfte ein paar Bilder machen und dann ließen wir Stute und Fohlen wieder in Ruhe.

Abends wurde auf der Terasse Gegrillt und anschließend gab es ein schönes Lagerfeuer.

Tag 6
Morgens kam das Fohlen mit der Stute auf den Platz. Was für ein Schauspiel. Die kleine konnte schon laufen und springen und Mutti lief immer hinterher smile Hier machte ich natürlich reichlich Fotos.

Der letzte Unterrichtstag stand an. Wieder war ich sehr motiviert und schon früh am Frühstückstisch. Unsere Mitstreiter sahen dagegen sehr müde aus und schliefen fast ein smile
Kerstin erzählte uns, dass unsere Gruppe sehr fordernd war. Wir wollten eigentlich wenig raus ins Gelände um gemütlich zu reiten sondern wirklich ständig neue Dinge lernen – so war sie immer gefordert. Das freute sie natürlich aber damit hatte sie nicht gerechnet. „Normalerweise sind Einsteiger schon mit viel weniger zufrieden“ meinte sie und freute sich, dass ich so große Fortschritte gemacht hatte.
Ich wollte dann auch gleich wieder auf den Platz um die Feinarbeit zu intensivieren. Geradeaus reiten kann jeder. Aber wirklich fein dosiert um Kurven reiten oder rückwärts, das fand ich spannend.

Kerstin baute also wieder ein paar tolle Aufgaben für uns auf und ich holte zusammen mit Ingolf Michel von der Weide. Schau an, sehr sauber war er heute und die Hufe waren ebenfalls kaum dreckig. Sehr gut!
Ab auf den Platz. Es ging los mit ein paar einfacheren Übungen. Slalom um Fässer. Dann Volten um diese Fässer – abwechselnd links und rechts herum. Es lief perfekt. Michel war voll dabei – doch auch an diesem Tag versuchte er mich zu überstimmen als es um eine rechtskurve ging die er gerne links herum gelaufen wäre. Aber wieder ging der Punkt an mich smile

Dann kam eine tolle Übung: Hütchen waren dicht in einer Reihe aufgestellt. Im langsamen Schritt sollten wir dort hindurch. Immer gerade durch zwei Hütchen, stehen bleiben, enge Kurve und gerade durch die nächsten Hütchen. Deutliche Kommandos und Fingerspitzengefühl waren hier gefordert. Und tatsächlich: nach einigen Übungsläufen konnte ich diese Aufgabe mit Michel fast perfekt lösen – das hat einen Riesenspaß gemacht. Zur Belohnung gab es nach der Übung immer ein paar Runden um den Platz im Trab.

Dann wieder die Aufgabe Rückwärts ums Eck. Klappte auch schon viel besser an diesem Tag.
Und dann noch eine neue Übung: Ein Quadrat aus Hütchen. Gerade hineinreiten, auf der Stelle drehen und wieder heraus. Nich einfach – aber nach etwas Übung ging auch das.

WOW – Das war ein Hochgefühl. Zur Belohnung ging es nochmal ins Gelände – diesmal eine längere Tour zum Wasser und über Weiden und durch hohe Gräser zurück. Ein tolles Gefühl wie Michel auch draußen auf mich hörte.

Zurück in der Stallgasse achtete ich genau auf Michel… er blieb trocken. Erst zurück auf der Weide pinkelte er bigsmile – sollte er wirklich auf mich gehört haben?

Gruppenfoto Rügen 2007

Das finden wir vielleicht heraus, wenn wir uns wieder treffen – denn das steht mal fest: Wir werden ganz sicher noch mal dort hin fahren um mehr zu lernen.

Vielen Dank an Kerstin, Ingolf, Susi und Ingolf (der Koch) und das ganze Team!

Links
Gut Grabitz
Fotos vom Reiturlaub auf Rügen
Der Podcast zum Reiturlaub

7 Kommentare zu “Reiten lernen auf Rügen

  1. Hi Boris, ein netter Bericht! Übrigens muss ich an einer Stelle korrigieren: du hattest keinen wilden Hengst, sondern ’nur‘ einen entmannten Wallach ;)

  2. haha – stimmt :) aber wo war die Rede von „wild“ :D
    Ich korrigiere das gleich mal (ich kenn‘ mich mit den ganzen Geschlechtern bei Pferden noch nicht so gut aus) – Danke!

  3. Pingback: Insel Rügen erleben» Blog Archive » Rügen erleben & darüber berichten

  4. hi ihr
    ich heiße sophie und bin 12 jahre alt.
    ich wollte fragen wo genau diese reitschule auf rügen ist!?das hört sich alles toll an!!!

    hoffe auf eine antwort

    sophie

  5. Hallo sophie,

    Schau mal ganz unten am Ende meines Berichtes, rechts neben dem Gruppenfoto. Da habe ich ein paar Links. Auch einen zum „Gut Grabitz“ (http://www.gut-grabitz.de/) – Das ist der Hof. Da findest Du alle Details.

    Viele Grüße :)

  6. Hallo,
    auch ein Wallach kann schon mal „wild“ werden. :-)
    Aber Hauptsache, du hast Spass am Reiten.
    Viele Gruesse aus Florida
    Kerstin

  7. Pingback: Wanhoffs Reisen » Gastbeitrag: Reiten auf Gut Grabitz

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