TFT-Monitor: Wichtige Eigenschaften

Wenn man zum ersten Mal einen TFT-Bildschirm kaufen möchte, dann ist man verwirrt von all den technischen Informationen. Was muss er denn nun alles können um gut zu sein? Ich habe mal einige, in meinen Augen wichtige Informationen zusammengestellt.

Zum Thema: Was muss ich bei einem TFT beachten gibt es viele Aussagen. Hier nur mal die Dinge, auf die ich gelernt habe zu achten.

Wichtig:

  • a) Ausleuchtung
    eine farbige Fläche sollte überall gleichhell sein und somit auch einfarbig erscheinen – am besten mit einem einfarbigen Windows-Hintergrund testen
  • b) Blickwinkel
    Kopf links/rechts/rauf/runterbewegen um zusehen, wie das Bild sich verändert. je weniger desto besser. es sollte sich nur der Kontrast/Helligkeit verändern – nicht aber die Farbe!
  • c) Reaktions-/Schaltzeit (Raise/Fall).
    Bei aktuellen Geräten i. d. R. zwischen 25 und 35 ms. (inzwischen werden auch gerne 8ms, 4ms oder weniger angegeben und Teils mit einigen Tricks auch wirklich erreicht)
    Eine schnell bewegte Maus sollte keine „Spuren“ (Schlieren) hinterlassen. Ein Fenster beim verschieben/scrollen immer satt zu erkennen sein – am besten mit Animationen/Film testen
  • d) Fuß/Aufhängung des Panels: Höhenverstellbar ist ein Bonus!
    meistens ist ein festes TFT nicht in der Höhe, in der man es gerne hätte.
    + Höherstellen geht ja noch… aber versuch mal einen VX700 von ViewSonic runterzustellen smile
    + Schwenkbar (links recht) wäre sinnvoll – trotz hoher Blickwinkel – weil man u. U. den Fuß dann etwas gedreht an die Tischkante stellen kann um noch mehr Platz zu sparen
  • e) kein TFT nehmen mit fest installiertem Monitor/Strom-Kabel!
    Wenn da mal ein Pin abknickt am Stecker oder ein Bruch im Kabel kommt… Es sollten Buchsen am Gerät sein, damit man ein Signalkabel bei Defekt mal tauschen (oder ein längeres dranmachen) kann.
  • f) Auf einen DVI-Anschluss achten.
    Eine ’normale‘ VGA-Grafikkarte (die mit den 15-poligen Anschlüssen) geben ein analoges Videosignal aus. Ein TFT-Monitor kann aber nur digitale Signale verarbeiten. Wenn ein TFT-Monitor also einen analogen Eingang anbietet so ist das gut für die Kompatibilität (man kann ihn sofort an jeden gängigen Rechner anschließen) – für die Bildqualität ist es allerdings nicht zuträglich. Das Signal wird auf der Grafikkarte nämlich digital erzeugt, für den Ausgang in ein analoges Signal gewandelt. Dann läuft es durch das Kabel (wo eine Menge Störungen auftreten können) und der Monitor wandelt es erneut in ein digitales Signal. Toll! Wenn dann selbst ein TFT ein unscharfes Bild zeigt oder dünne Linien ‚tanzen‘ oder ‚flimmern‘, dann liegt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an einem schlechten Analog-Digital-Wandler im TFT-Monitor.

    Ganz anders mit einem digitalen (DVI)-Anschluss. Hier wird das digitale Signal der Grafikkarte direkt zum TFT-Monitor gesendet und dort verarbeitet. Eine Kalibrierung der Bildwiederholfrequenz u.ä. ist nicht nötig und die Bildqualität ist deutlich besser (gerade bei der Farbreinheit macht es sich häufig bemerkbar). Natürlich braucht man dafür auch eine VGA-Grafikkarte mit einem solchen digitalen Ausgang. Es kann also Sinn machen einen TFT zu nehmen, der sowohl analoge als auch digitale Ansteuerung beherrscht!

Weitere Features musst Du selber wissen:

  • Auflösung jederzeit umschaltbar
    zwischen 1:1 (schwarzer Rand bei kl. Auflösungen), Korrektes AspectRatio (Schwarze Streifen oben/unten) oder Fullscreen)?
  • Farbanpassungen (R/G/B) möglich?
  • Helligkeit/Kontrastreger in großem Rahmen änderbar?
  • Internes/Externes Netzteil
    Pro Intern: man benötigt nur ein billiges, handelsübliches Kaltgeräte-Kabel (wie für den PC); kann man schnell nachkaufen wenn’s fehlt oder defekt ist.
    Pro Extern: Ggf. wird das Gerät nicht zu warm (weil Trafo ausgelagert ist)
  • USB-Hub? kann praktisch sein wenn man z.B. Maus und PocketPC-Cradle direkt am Monitor anklemmen kann.
  • Eingänge:
    analog/digital? (s. oben)
    Video-in? s-vhs? (falls man später das Teil als TV nutzen möchte?)
  • Stromverbrauch (zwischen 40 und 70 watt – 5-8 im Standby…)

Tja, da hat man nun die Qual der Wahl. Aber die Geräte werden immer günstiger und dabei immer besser. Ein TFT ist wirklich Augenschonender und sollte eigentlich auf jedem Arbeitsplatz stehen, an dem 8 Stunden am Tag (und mehr) gearbeitet wird.
Ich schrieb ja eingangs, dass ich schon einige Geräte getestet habe. Sicherlich, jeden Tag werden diese älter und die meisten haben schon Nachfolger. Aber wen es interessiert: ich habe mal die Links zu meinen Berichten hier reingestellt (solange ich sie noch nicht auf meiner eigenen Seite untergebracht habe). Lest und beurteilt selber. Die letzte Entscheidung kann ohnehin erst fallen, wenn Ihr Euer Wunschgerät am eigenen PC getestet habt!

0 Kommentare zu “TFT-Monitor: Wichtige Eigenschaften

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.