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Review: Think Tank Airport Security 2.0

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Meine neue Fototasche bietet viel Raum. Ich habe nach einigen Versuchen eine ganz gute Innenraumaufteilung gefunden und zeige Euch mal, was alles reinpasst.

Wie sie einzuteilen ist, meine ersten Eindrücke und und ob sie wirklich keine Wünsche mehr lässt…

mehr nach dem Klick

  • Canon EOS 5D mit angesetztem Canon 24-105/4L mit umgekehrt montierter Streulichtblende
  • Canon 50/1.8
  • Canon 85/1.8
  • Canon 100-400L
  • Sigma 12-24
  • „Russentonne“ 1000mm
  • Canon 550EX
  • 2x Nikon SB-26
  • 4x PocketWizard II
  • 2x Lichtstativ und Schirmneiger
  • 2x Durchlichtschirm
  • Farbfolien, 5x Honl SpeedStrap, 2 Gobos, 2 Snoots, Sync-Kabel, Akkus, Speicherkarten, Visitenkarten, Wasserwaage, Werkzeug, Intervalometer, Filterzangen, Taschenlampe

Dieser Trolley hat richtig viel Raum. Nur wenig Platz wird für Polsterung „verschwendet“. Der Boden im Innenraum ist eher hart wenn man, wie ich, eher Crumpler Rucksäcke gewohnt ist.

Es sieht zwar aus, als wäre der Trolley rechteckig, das ist er aber zumindest im Innenraum nicht 100%ig. Es ist ein leichtes Trapez. Nach oben (zum Griff hin) wird die Tasche etwas breiter. Das bemerkt man, wenn man bestimmte Innenraumeinteiler unterbringen möchte, die oben exakt über die gesamte Breite passen, unten allerdings nicht mehr unterzubringen sind.

Außerdem ist der Innenraum unterschiedlich hoch – oder tief. Im hinteren Bereich (unten) und die kompletten Seiten sind knapp 20cm tief. Vorne (oben) in der Mitte sind es nur noch ca. 16cm. Dahinter verbirgt sich der Raum für den versenkbaren Griff.

Dieser Raum reicht bis über die Hälfte in den Trolley. Die volle Tiefe, den vollen Raum hat man also nur im hinteren Bereich und in einem schmalen Band an den Seiten. Dieser Seitenbereich ist aber breit genug um Systemblitze dort hinzustellen und dank der enormen Tiefe passen diese stehend in die Tasche.

Einteiler sind massenhaft im Lieferumfang. Dabei gibt es zwei Typen: Solche, die komplett in Filz gekleidet sind und so an jeder Stelle andere Kletteinteiler halten können. Dann gibt es noch glatte Einteiler. Diese sind dünner und können zwar selbst festgeklettet werden, können ihrerseits aber keine anderen Einteiler halten.

Pfiffig sind auch zwei kleine Eckeinteiler. Diese kann man nutzen, um in den Ecken eine zweite Ebene einzuziehen. Ich habe dies genutzt, um das 50/1.8 und das 85/1.8 übereinander zu lagern.
Ein weiterer Teiler passt im oberen Bereich exakt über die gesamte Breite und hat zwei Ausbuchtungen. Das ist ideal um zwei Kameras mit angesetzten Objektiven stabil unterzubringen.

Am Trolley sind auch Schultergurte befestigt. Diese verbergen sich in einer passenden Tasche. Einfach den Reißverschluss öffnen, die Gurte heraus ziehen und schon kann man den Trolley wie einen Rucksack tragen. Dies ist aber nur für den Notfall gedacht, es ist kein vollwertig gepolstertes Tragegeschirr wie z.B. bei einem Think Tank Aiport Take Off.

Die Reißverschlüsse sind eine wahre Freude. Große Griffe, große und robuste Zähne. So muss eine Tasche verarbeitet sein.
Weiteres pfiffiges Detail: Der Trolley hat zwei Tragegriffe. Einen oben, an der Seite, wo auch der Teleskop-Griff heraus kommt. Einen weiteren an der langen Seite. Das ist sehr praktisch beim verladen. Außerdem gibt es Griffschlaufen an den „Ecken“ und unten.

Es gibt eine große Seitentasche, eine schmale Fronttasche, zwei große und zwei kleine Fächer auf der Innenseite im Deckel. Zeitschriften oder eine Notebooktasche können vorne befestigt werden. Dafür hat der Trolley eine Einschubtasche die recht elastisch ist. Es wird dort allerdings schon recht eng, wenn man den Innenraum bis zur vollen Höhe packt und zusätzlich noch etwas dickere Gegenstände in der Fronttasche untergebracht hat.

Die Räder sehen aus wie von Inlinern. Sie laufen sehr leise auf Parkett, Laminat, Fliesen und Steinplatten. Wie sich der Trolley in etwas rustikalerem Gelände macht, werde ich erst nach dem ersten Einsatz wissen. Dieser steht voraussichtlich Ende Oktober im Zoo an.

Fazit

Der Think Tank ist ganz sicher kein billiger Trolley. Er ist aber sehr gut verarbeitet und bietet viel Raum. Die Außenmaße der gesamten „Airport“-Reihe sind so gehalten, dass man sie auch als Handgepäck in den Flieger nehmen kann, sie passen unter den Sitz oder auch in die Gepäckablage über den Sitzen. Hierfür sind die verschiedenen Modelle gedacht die je nachdem für nationale Flüge (USA) oder internationale Flüge passen.
Das Tragekonzept wirkt durchdacht. Die Taschen sind stabil.
Dass der Innenraum nicht eben ist, liegt an dem versenkbaren Trolley-Griff. Doch statt deswegen einen ebenen Boden zu bauen, der durchgängig weniger tief ist, wurde der gesamte Platz für den Nutzer zugänglich gemacht. Was also zunächst merkwürdig wird, entpuppt sich durchaus als großer Vorteil, macht allerdings die Einteilung des Innenraums nicht einfacher.

Teiler gibt es genügend und man kann zusätzlich noch einen flacheren Satz an Teilern bestellen. Bei den flachen Teilern passt dann ein Notebook im Innenraum auf die Teiler.

Was gefällt mir nicht? Irgendwas ist ja immer smile aber in diesem Fall fällt es mir schon schwer etwas wirklich negatives zu finden. Eventuell die Tatsache, dass man den Trolley oben in den Dreck legt, wenn man ihn flach hinlegen möchte. Es gibt keine Standfüße im oberen Teil. Das dürfte aber dem Format für die Flieger geschuldet sein – Möchte man Innenraum opfern oder lieber etwas Dreck abwischen?
Ähnliches gilt für die Seitentasche außen. Die ist prima und es passt einiges rein, sie ist aber auf der gegenüberliegenden Seite vom Tragegriff. Stellt man den Trolley also hochkant stehen auf der langen Seite ab, dann stellt man das volle Gewicht auf die Außentasche. Man sollte sich vorher überlegen, was man in dieser Tasche unterbringt.
Ein oder zwei Teiler, die auch im unteren und mittleren Bereich über die gesamte Breite passen, wären vielleicht wünschenswert aber auch so dürfte man viele Möglichkeiten zur Einteilung finden.

Am meisten jedoch würde ich mir mehr Mut zu Farbe wünschen! Ich hätte gerne einen gelben oder orangenen Innenraum! Das hat mir beim Crumpler immer gut gefallen und es hat geholfen, die zumeist dunklen Gegenstände (auch mal kleine Adapter, Imbusschlüssel oder Kabel) zu finden.

Ansonsten muss das gute Stück erst einmal im Alltag zeigen was es kann. Ich freue mich drauf.

Modelle und Maße

Die Trolleys von Think Tank unterscheiden sich jeweils nur in kleineren Details. Airport heißen sie alle, weil sie für das Packmaß als Handgepäck im Flieger konzipiert sind. Der Take Off hat ein vollwertige Tragegurte für die Nutzung als Rucksack. Security, International und AirStream Roller unterscheiden sich in den Außen- und Innenmaßen. Der Security hat außerdem die Möglichkeit die Reißverschlüsse mit einem Zahlenschloss zu sichern und den ganzen Trolley mit einem Stahlseil irgendwo zu befestigen.

Die Maße im Vergleich (Außen / Innen in cm):

  • Airport Take Off: 35,5 x 53 x 22 / 33 x 47 x 13-17
  • Airport Security 2.0: 35,5 x 56 x 23/ 33 x 53 x 17-20
  • Airport International 2.0: 36 x 53 x 20 / 33 x 47 x 16,5-19
  • Airport AirStream Roller: 35,5 x 44,5 x 20,5 / 34 x 39,5 x 16,5-19
  • Airport Addicted 2.0 (Rucksack): 35,5 x 53,5 x 20 / 34,5 x 50,5 x 16,5

Der Security ist das größte Modell. Interessant ist, dass er außen nur 3cm Höher ist als der Take Off, innen gewinnt man aber satte 6cm in der Länge. Außerdem ist es der tiefste Trolley von Think Tank.

Welches Modell auf welchen Flügen geeignet ist, das müsst Ihr bei Bedarf selber überprüfen. Ich fliege so gut wie nie und brauche den Trolley nur für den normalen Transport mit dem Auto oder vielleicht mal mit der Bahn.

8 Kommentare

  1. Guter, ausführlicher Bericht. Man möchte so ein Teil sofort haben ;)
    Ich habe mir mal die Größenangaben angesehen:
    Think Tank: 35,5 x 23 x 56 cm
    Handgepäck: 40 x 20 x 55 cm
    Fluggesellschaften können da schon mal ziemlich pingelig sein. Man sollte beim Packen den Trolley nicht zu dick werden lassen.
    VG Reiner

    • Ich schrieb ja, dass ThinkTank mehrere Modelle mit leicht unterschiedlichen Maßen anbietet. Der „Airport Security 2“ ist der größte. Alle anderen sind etwas kürzer und/oder etwas flacher. Man eben gucken, auf welchen Strecken man so fliegt und wie die Maximalgrößen für das Handgepäck dabei so aussehen.

  2. Finde die Berichte aus der Praxis immer wieder toll. Seit heute steht auch ein Trolley neben mir und ich musste feststellen, dass meine Stative alle zu lang sind. Auf die hatte ich zwar nicht das Hauptaugenmerk gelegt, aber gut. Die Lumi-Pro sind wohl recht selten und auch die ganz wenigen, die ein so kurzes Packmaß haben oder?

    • Die Lumi Pro sind offenbar ein Nachbau der Manfrotto Nano Stative und das Nano wiederum hat auch die Nummer 5001B. Unter diesen Namen findest Du das Stativ auch in Deutschland. Die Lumi Pro habe ich bei einer Bestellung bei mpex.com mitbestellt, als ich dort u.a. die kompakten Schirme von Westcott geordert hatte, die man offenbar sonst nirgends bekommt – zumindest war das seinerzeit so. Ich glaube inzwischen gibt es einen Händler in Holland der die auch liefern kann.

  3. Pingback: #242 - Hohe Luftkommas | Happy Shooting - Der Foto-Podcast

  4. Ich nutze seit Anfang des Jahres eine Umhängetasche von Thinktank ( Retrospective 30) für Hochzeiten und Reportagen. Die Verarbeitung ist wirklich über jeden Zweifel erhaben, kann die Marke also auch wämstens Empfehlen.

    @Boris: Sehr schönes Video, da steckt sicher viel Arbeit drin.

  5. Ich hab den Airport Acceleration 2.0 Rucksack und bin so begeistert, dass ich schon überlegt habe, mir zusätzlich so einen Trolley dazuzuholen! Innen sieht es bei mir ähnlich aus, die Manfrotto Nano Stands passen da problemlos rein, größere nicht.

    Die Manfrotto Nano und auch die Westcott Double Folding Umbrellas (und die Honl Sachen) kann man im übrigen bei http://www.wexcameras.de kaufen.

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