iPod: Geh mir auf den Wecker…

Jeden Morgen das gleiche Problem: Aus unerfindlichen Gründen möchte der Radiowecker nur ein zaghaftes Rauschen von sich geben. Erst wenn man aufgestanden ist funktioniert der Empfang wieder. Ist der Empfang dann doch mal richtig gut, dann kommen garantiert nur Nachrichten oder noch schlimmer: Werbung. Sollte doch mal Musik gespielt werden dann mit Sicherheit eine Woche lang derselbe Song zur selben Uhrzeit.
Das muss doch besser gehen… ich hab doch da einen iPod mit meiner kompletten CD-Sammlung… JA! Es geht! Wie? Lest selber.

So ein Radiowecker ist schon eine interessante Sache. Dank dieser Wurfantennen sind die Empfangseigenschaften so flexibel wie die Antenne selbst. Und empfängt man dann doch mal etwas, dann hört man Morgens eigentlich auch nur Werbung oder irgendwelchen „ganz witzigen“ Telefonstreiche oder Zuhörerspiele. Dagegen lässt sich das Rauschen, wenn denn mal wieder der Empfang flöten gegangen ist, noch sehr angenehm hören.

Es nervte mich dann irgendwann zu sehr. Eine Lösung musste her. Klar, ich hätte jetzt eine Mini-Anlage mit CD kaufen können die mich dann mit Musik von einer CD weckt. Aber warum hab ich jetzt einen iPod mit allen CDs drauf? Ein Blick in das iPod-Menü verriet mir schnell, dass das Gerät eine Weckfunktion besitzt! So kann man sich z.B. mit einer Playliste wecken lassen. Perfekt!

InMotion zu

Tja, nur hört man ja nichts. Der Klang aus dem Ohrhörer reicht nicht aus um mich morgens zu wecken. Es mussten also ein paar Boxen her. Und weil ich es gerne einfach und schön habe, wollte ich keine Kabel sehen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten den iPod an ein paar Boxen anzuschließen. Sogar von Bose gibt es eine High-End-Lösung die mir aber doch etwas arg teuer war.

ach langem grübeln habe ich mich für die inMotion von Altec Lansing entschieden. Die Funktionieren auf Reisen auch mit Batterien, zu Hause mit einem Netzteil, laden den iPod mit auf (wenn das Netzteil verwendet wird) und es lässt sich sehr klein zusammenklappen. Der iPod wird einfach eingesteckt – genau wie in die Docking-Station des iPod. Sehr praktisch. Die Docking-Schnittstelle wird nach hinten herausgeführt. So kann man das Gerät also auch auf dem Schreibtisch benutzen und den iPod mit dem PC/Apple synchronisieren. Auch ein Externer Line-In ist vorhanden. Man kann also den PC/Apple anschließen und das Gerät als Desktop-Boxen nutzen. Der Preis lag mit EUR 149,- zwar im schmerzhaften Bereich (es gibt ganz sicher wesentlich günstigere Lösungen ein paar Boxen anzuschließen!) Aber ich wollte ja, siehe oben, eine Lösung ohne Kabel haben.

InMotion auf

Was den Sound angeht war ich ja skeptisch. Schließlich sind die Boxen nicht größer als der iPod selbst. Kaum war das Gerät bei mir eingetroffen wurde ich aber sehr positiv überrascht. Der Klang ist für so ein kleines Kistchen sehr voluminös. Bässe sind vorhanden, Mitten, Höhen. Die Lautstärke reicht locker aus um das Schlafzimmer oder gar ein mittelgroßes Wohnzimmer zu versorgen. Nicht schlecht!

Die inMotion sind 100%ig an das iPod Design angepasst worden: strahlendes Weiß. Und vermutlich sogar genauso kratzanfällig wie der iPod selbst wink Nur die Tasten (Laut, Leise) weichen etwas ab. Sie sind nämlich nicht berührungsempfindlich (wie beim iPod 3G) sondern geben deutliches „Klick“ von sich, wenn man sie drückt.

Das Gerät kommt übrigens mit einem passenden Transportbeutel. Darin sind die Boxen beim Transport einigermaßen gegen Kratzer geschützt.

Damit die inMotion funktionieren muss man sie einschalten (es sind Aktivboxen und sie werden nicht vom iPod mit Strom versorgt). Dann leuchtet ein grünes Licht. Dieses leuchtet allerdings sehr hell. Immerhin so hell, dass man sich auch um Mitternacht im Schlafzimmer sicher nicht verlaufen würde. Mir war es dann irgendwann zu hell, so dass ich das Lämpchen mit der „Schublade“ einer Streichholzschachtel abgedeckt habe.

Wie kann man sich nun wecken lassen?

InMotion mit iPod

Ganz einfach! Ich habe mit iTunes eine Playliste mit Weck-Songs angelegt.
Nach dem synchronisieren ist die Liste auf dem iPod. Nun geht man am iPod in das Menü Extras – Uhr – Wecker.
Dort schaltet man den Alarm auf „ein“, stellt eine „Uhrzeit“ ein und wählt als „Signal“ die gerade angelegte Weckliste.
Nun den iPod in die inMotion stecken und nicht vergessen die Boxen auch einzuschalten.
Fertig.

Vorteile:

  • Endlich wecken mit meiner Lieblingsmusik
  • Keine Kabel
  • Läuft mit Batterien/Akkus auch im Urlaub
  • Ist klein (Passt auf die Fensterbank)
  • Guter Sound
  • Vielseitig nutzbar (Allein, als Docking für PC/Apple, als Speaker für PC/Apple)

Nachteile:
Natürlich gibt es auch ein paar Schatten die nicht verschweigen möchte

  • Der Preis. 149,- sind schon ziemlich heftig für ein paar Boxen.
  • Helle Leuchtdiode. Das grüne Licht kann im Schlafzimmer schon störend sein
  • Lautstärkeeinstellungen werden nicht gespeichert. Schaltet man das Gerät aus (Strom sparen) und wieder ein, so ist eine Default-Lautstärke eingestellt. Und die kann zum Wecken schon etwas zu laut sein. Man muss also entweder das Gerät immer eingeschaltet lassen oder, und das tue ich, die Lautstärke Abends neu einstellen. Schade.
  • Inzwischen gibt es einen Nachfolger, das InMotion3. Das Design wurde leicht überarbeitet (noch schlanker) und man hat eine Infrarot Fernbedienung eingebaut. Das ist natürlich sehr praktisch zum einstellen der Lautstärke, z.B. wenn man Abends im Bett noch ein Hörbuch hören möchte.

    Noch ein Tipp: am iPod kann man unter Extras „Uhr“ Ruhezustand wählen, dass man für 15, 30, 60, 90 oder 120 Minuten Musik haben möchte. Sehr praktisch zum einschlafen. Lässt sich problemlos mit dem Wecker kombinieren. Ich nutze diese Funktion beim Sport-Training: einfach auf 30 oder 60 Minuten gestellt und ich weiß: Schwitzen bis die Musik ausgeht ist angesagt bigsmile

1 Kommentar zu “iPod: Geh mir auf den Wecker…

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