{"id":6059,"date":"2017-03-23T21:06:38","date_gmt":"2017-03-23T20:06:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=6059"},"modified":"2017-03-31T21:44:58","modified_gmt":"2017-03-31T19:44:58","slug":"einzelhandel-herrenausstatter-schlechtes-erlebnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2017\/03\/einzelhandel-herrenausstatter-schlechtes-erlebnis\/","title":{"rendered":"Einzelhandel \u2013 Herrenausstatter. Es muss ihnen noch sehr gut gehen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/city_20100604_IMG_4595.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6063\" src=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/city_20100604_IMG_4595-1000x667.jpg\" alt=\"\" width=\"758\" height=\"506\" srcset=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/city_20100604_IMG_4595-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/city_20100604_IMG_4595-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/city_20100604_IMG_4595-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 758px) 100vw, 758px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einzelh\u00e4ndler, Innenstadt. Heute: Herrenausstatter. Mein Fazit: Es muss diesen H\u00e4ndlern noch immer verdammt gut gehen <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<blockquote><p>Die Aussage ist nat\u00fcrlich sehr verallgemeinernd und unfair anderen H\u00e4ndlern gegen\u00fcber. Liebe Einzelh\u00e4ndler, die Ihr Euch wirklich M\u00fche gebt und es trotzdem nicht richtig laufen m\u00f6chte, bitte entschuldigt. Es sind die Gesch\u00e4fte in denen ich das geschilderte erleben muss, die mir meine Lust auf die Stadt immer weiter vermiesen. Es ist unfair den anderen gegen\u00fcber, mir ist das bewusst\u00a0und ich versuche mir das jedes Mal wieder klar zu machen und jedem Gesch\u00e4ft eine eigene Chance zu geben. Ein D\u00e4mpfer wiegt leider schwerer als f\u00fcnf\u00a0normale Erlebnisse \u2013 und es braucht schon mindestens EIN herausragendes Erlebnis, um neue Lust zu wecken.<\/p>\n<p>Ich tue mich au\u00dferdem schwer bei so negativen oder merkw\u00fcrdigen Erlebnissen Namen zu nennen. Es kommt zu schnell als pers\u00f6nlicher Angriff r\u00fcber oder wird abgetan als Fake f\u00fcr den Mitbewerb. Ich werde daher keine Namen nennen sondern exemplarisch beschreiben, was ich erlebt habe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Internet wurde ich auf einen Herrenausstatter aufmerksam. Toller Social-Media-Auftritt. Tolles Gesch\u00e4ft in Hannover in gut zu erreichender\u00a0Lage. Da ich an diesem Tag ohnehin in Hannover auf der CeBIT war, entschied ich mich zu einem Besuch. Ich suchte ohnehin noch ein paar Kleidungsst\u00fccke, gerne etwas schickes in guter Qualit\u00e4t \u2013 also nichts wie hin.<\/p>\n<p>Vor Ort war das Gesch\u00e4ft leicht zu finden. Der Internet-Auftritt versprach nicht zu viel. H\u00fcbsch dekorierte Schaufenster, im Gesch\u00e4ft eine gro\u00dfe Auswahl in verschiedenen Preisklassen. Ruhige Atmosph\u00e4re. Viel Personal anwesend. Bis hierhin: * * * * \u2013 4 Sterne.<\/p>\n<blockquote><p>Ja, Sterne sind eigentlich Quatsch <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Ich nutze sie hier, weil diese Bewertung wohl jeder kennt und versteht und es leicht verst\u00e4ndlich macht, was ich meine.<\/p>\n<p>Warum dann keine 5 Sterne? Die Kleiderstangen waren teils etwas sehr dicht gepackt, deshalb bei dem Niveau des Gesch\u00e4ftes kein f\u00fcnfter Stern. Ja ich bin da pingelig. Ich m\u00f6chte Sakkos schon mal &#8220;durchbl\u00e4ttern&#8221; oder zum Betrachten mal hervorholen k\u00f6nnen, was nicht geht, wenn diese so dicht h\u00e4ngen, dass kein Haar mehr dazwischen geht <span class=\"wp-smiley emoji emoji-bigsmile\" title=\":D\">bigsmile<\/span>  \u2013\u00a0aber OK, das war hier die Ausnahme<\/p><\/blockquote>\n<p>Was ich aber dann erlebte, fand ich, um es h\u00f6flich zu sagen, sehr merkw\u00fcrdig\u2026<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Erwartungshaltung<\/h2>\n<p>Erwarte ich zuviel, wenn ich als Herr beim Herrenausstatter beraten werden m\u00f6chte? Wenn ich ein Einkaufserlebnis genie\u00dfen m\u00f6chte? Wenn ich bereit bin durchaus gehobene Preise zu zahlen, daf\u00fcr aber mit dem Gef\u00fchl gehen m\u00f6chte etwas wirklich tolles gefunden zu haben?<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte in einem solchen Gesch\u00e4ft einfach mehr erleben als in einer gro\u00dfen Kaufhauskette. Bekommen habe ich allerdings\u00a0etwas anderes.<\/p>\n<h2>Phase 1<\/h2>\n<p>Ich betrat das Gesch\u00e4ft und wurde\u00a0begr\u00fc\u00dft. Ich stellte mich vor, schilderte\u00a0mein Interesse f\u00fcr bestimmte Dinge \u2013 Hemd, Weste, evtl. Sakko, Schuhe \u2013 und h\u00e4tte erwartet, dass mich ein Berater\u00a0befragt, ein paar Eckdaten abklopft um mich dann durch die Auswahl zu f\u00fchren, Gr\u00f6\u00dfe und Schnitt zu finden\u00a0um dann zu einem gelungenen Abschluss zu kommen.<\/p>\n<p>Stattdessen: Ich bekam gesagt, ich k\u00f6nne mich ja mal umschauen und wenn mir etwas gef\u00e4llt Bescheid sagen.<\/p>\n<blockquote><p>Na gut. Kann ich vielleicht\u00a0noch durchgehen lassen. Manche Kunden m\u00f6chten eben beraten werden, andere m\u00f6chten ungest\u00f6rt gucken k\u00f6nnen. Ist in Ordnung und auch gut wenn Verk\u00e4ufer sich nicht aufdr\u00e4ngen. Wenn ich allerdings am Anfang im Gespr\u00e4ch mit Augenkontakt Interesse bekunde und schildere warum ich da bin, finde ich das nicht ganz korrekt, mindestens aber merkw\u00fcrdig.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Phase 2<\/h2>\n<p>So st\u00f6berte ich. In Ruhe. Sah mir alles an. Lange. Ausf\u00fchrlich. Niemand sprach mich an aber ich wurde beobachtet. Wieder: Wer es nicht mag vom Verk\u00e4ufer angesprochen zu werden, der h\u00e4tte das gut gefunden. Ich allerdings h\u00e4tte lieber etwas geh\u00f6rt wie: &#8220;Haben Sie etwas bestimmtes im Kopf? Soll es etwas zu Ihrem aktuellen Outfit sein? Wollen wir mal ein paar Sachen\u00a0ausprobieren?&#8221;<\/p>\n<blockquote><p>Ich meine damit nicht, dass ich einen aufdringlichen Verk\u00e4ufer w\u00fcnsche. Ich meine damit, dass ein Kunde, der im Eingang sagt, dass er etwas kaufen m\u00f6chte und der dann viele Minuten durch das Gesch\u00e4ft streift, vielleicht etwas Unterst\u00fctzung sucht.<\/p>\n<p>H\u00e4tte ich eingangs gesagt: &#8220;Danke, ich m\u00f6chte mich nur mal umschauen&#8221;, h\u00e4tte ich das Verhalten verstanden und positiv bewertet. Das tat ich aber nicht.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Was gar nicht geht<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend ich st\u00f6berte h\u00f6rte ich das Personal wie es sich untereinander \u00fcber Kunden unterhielt und zwar eher nicht positiv. Ich pers\u00f6nlich empfinde so etwas grunds\u00e4tzlich als schlechten Stil. Es ist v\u00f6llig normal, dass man unter Kollegen auch mal l\u00e4stert, Frust loswerden m\u00f6chte oder \u00e4hnliches \u2013\u00a0aber bitte niemals im Verkaufsraum bzw. dort, wo andere Kunden es zwangsl\u00e4ufig h\u00f6ren m\u00fcssen. Wenn, dann sollten es Gespr\u00e4che sein wie: &#8220;\u2026und Gestern war ein cooler Typ hier, hast Du das mitbekommen? Der hatte Stil, der kommt n\u00e4chste Woche nochmal um den Anzug zu holen&#8221; \u2013\u00a0also positives und eben nicht abf\u00e4llige Bemerkungen.<\/p>\n<blockquote><p>Schon gar nicht geht das, wenn dabei Dinge gesagt werden, die ich v\u00f6llig problemlos auf mich in diesem Augenblick beziehen kann und ich mir sofort die Frage stellen muss, ob die gerade \u00fcber mich sprechen. Ich m\u00f6chte dies nicht unterstellen \u2013\u00a0die Tatsache, dass sich mir diese Frage aufdr\u00e4ngt\u00a0unterstreicht oben gesagtes: Solche Gespr\u00e4che geh\u00f6ren auf keinen Fall in einen Ausstellungsraum mit Kundenverkehr.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Was auch nicht geht<\/h2>\n<p>Durch den Social-Media-Auftritt erkannte ich ich bei meinem Zug durch das Gesch\u00e4ft auch den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der mir entgegen kam. Ich nickte zum Gru\u00df und l\u00e4chelte. Er schaute, nicht unauff\u00e4llig, einmal von oben nach unten an mir entlang, gr\u00fc\u00dfte nicht zur\u00fcck, schaute mich nicht weiter an sondern ging zu seinen Kollegen an mir vorbei. Keine Frage, ob ich etwas bestimmte suchte, ob ich schon bedient w\u00fcrde, ob er mir helfen k\u00f6nnte oder \u00e4hnliches.<\/p>\n<blockquote><p>Oha! Meine Jeans mag keine teure Edelmarke gewesen sein, der Rest meines Outfits war aber nicht vom Grabbeltisch und, zumindest meiner Meinung nach, dem Gesch\u00e4ft durchaus angemessen. Ich hatte mich wohl geirrt. Nun darf ein Chef tun und lassen was er m\u00f6chte, es ist sein Gesch\u00e4ft. W\u00e4re ich Unternehmer mit so einem Gesch\u00e4ft h\u00e4tte ich anders reagiert.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Phase 3<\/h2>\n<p>Es passierte seitens des Personals nichts, also ergriff ich die Initiative. Da ich ja beobachtet wurde brauchte ich mich nur umzudrehen und um Bedienung bitten. Ich erz\u00e4hlte, dass ich nun ein paar tolle Dinge gesehen h\u00e4tte und fragte, ob wir wohl etwas passendes, also in Gr\u00f6\u00dfe und Schnitt f\u00fcr mich finden w\u00fcrden? Ich zeigte welche Farben und Muster mich ansprachen und es kam die Frage aller Fragen: &#8220;Welche Gr\u00f6\u00dfe haben Sie?&#8221;<\/p>\n<blockquote><p>Nun wei\u00df ich, dass ich da etwas speziell bin und mir diese Dinge schlecht merken kann. Allerdings haben selbst teure Marken gerne mal\u00a0nur ein &#8220;M&#8221; statt einer konkreten Zahl. Au\u00dferdem fallen die Gr\u00f6\u00dfen je nach Hersteller und Modell unterschiedlich aus. Davon abgesehen war ich schon in mehr als einem Gesch\u00e4ft wo genau diese Frage nicht kam sondern der Berater mit gutem Auge einmal Ma\u00df nahm und dann Dinge sagte wie: &#8220;Da sollte 40 f\u00fcr Sie passen, evtl. sogar eine 38, ich gebe Ihnen mal beide zum Anprobieren&#8221;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Gut, anprobieren konnte ich dann auch und die Gr\u00f6\u00dfe wurde dann auch gefunden. Wir waren bei den Hemden. Ich fand die Hemd\u00e4rmel sehr lang. Da ich offenbar nur an Personal aber weder an Berater noch Verk\u00e4ufer geraten war \u2013 anders kann ich mir das Desinteresse an mir nicht erkl\u00e4ren \u2013 musste ich aber aktiv nachfragen. Es sei die normale \u00c4rmell\u00e4nge, nichts speziell langes.<\/p>\n<blockquote><p>Aha. Man sagt mir normalerweise keine kurzen Arme nach, eher im Gegenteil, aber gut, vielleicht tr\u00e4gt man das jetzt so, konnte ich aber nur raten weil beraten wurde ich nicht.<\/p>\n<p>Bei anderen Herrenausstattern hatte ich es mit Verk\u00e4ufern und\u00a0in besseren F\u00e4llen\u00a0mit Beratern zu tun. Normalerweise beobachten und begleiten diese den Prozess des Anprobierens, geben eine Einsch\u00e4tzung ab, sagen auch schon mal, wenn einem etwas nicht steht weil der Schnitt nicht passt, weil die Schultern zu weit geschnitten sind oder \u00e4hnliches. Hier, in diesem Fall kam gar nichts. Ich sah h\u00e4ufiger den R\u00fccken des Personals und war beim Probieren und Beurteilen voll auf mich allein gestellt. Einkaufserlebnis geht anders.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Phase 4<\/h2>\n<p>Das erste Hemd in meiner Gr\u00f6\u00dfe hatte sehr lange \u00c4rmel, was mir nicht so gut gefiel. Mag Geschmackssache sein, ich fand es etwas arg fluffig \u2013 Meine H\u00e4nde w\u00e4ren komplett und weit drin verschwunden h\u00e4tte ich die Kn\u00f6pfe nicht geschlossen. Ich kann nur vermuten, dass hier die Klappe fiel und das Personal dachte, dass ich nun eh nichts finden w\u00fcrde, denn der Rest war dann eher Flie\u00dfband. Noch ein, zwei Hemden heraus gesucht. Eines mit Manschettenkn\u00f6pfen wonach ich nun wirklich nicht gefragt hatte. Alles andere was mich gereizt h\u00e4tte war in meiner Gr\u00f6\u00dfe nicht verf\u00fcgbar. Schade.<\/p>\n<blockquote><p>Zu den Manschetten: Es ist v\u00f6llig in Ordnung wenn jemand auf die Idee kommt, mir so etwas zu zeigen. Ein Herrenausstatter sollte aber schon erkennen, dass so etwas doch ein anderer, festlicherer Stil ist und kann oder sollte vorher mal fragen, ob so etwas \u00fcberhaupt\u00a0in Frage k\u00e4me oder ob man es einfach einmal ausprobieren mag.<\/p><\/blockquote>\n<p>Welche Marke ich den normalerweise trage, wurde ich gefragt. Ich antwortete, dass es mir nicht auf die Marke ank\u00e4me. Ich suche gute und passende Kleidung die mir gef\u00e4llt und die sich gut anf\u00fchlt. Da ich erst anfange meine Garderobe umzustellen, bin ich offen was die Marken betrifft. Aber gut, ich schaute in mein eigenes Hemd und nannte die Marke. Jetzt kommt&#8217;s: Das Personal wies mich darauf hin, dass es in Hannover einen gro\u00dfen Store dieser Marke g\u00e4be\u2026 Ich schaute sie an und meinte, dass ich dieses Hemd ja schon h\u00e4tte und ich dieses Gesch\u00e4ft hier gezielt angesteuert hatte aus Gr\u00fcnden.<\/p>\n<blockquote><p>Ganz ehrlich? Zwei Sekunden sp\u00e4ter war mir schon klar, dass das vermutlich eine Exit-Strategie \u2013 sprich, ein h\u00f6flicher Rausschmiss gewesen sein sollte oder k\u00f6nnte. Ich blieb aber stur und dachte mir, dass mein Gegen\u00fcber doch bald mal merken sollte, dass mein Budget prall gef\u00fcllt sein k\u00f6nnte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich sah zum Beispiel auch ein tolle Tweed-Kombination, schaute sie l\u00e4nger an und erw\u00e4hnte deutlich, dass ich das auch sehr schick f\u00e4nde\u2026 Nichts, kein Zucken, nicht mal der Hauch eines Ansatzes \u00fcberhaupt nachzuhaken.<\/p>\n<p>Nun gebe ich zu, dass ich vom bisherigen Erlebnis in Summe leicht erschrocken, entt\u00e4uscht und vielleicht sogar ein wenig beleidigt war, wollte aber noch eine Chance geben. Ich interessierte mich ja f\u00fcr mehrere Dinge und wenn eines nicht klappt, dann finde ich vielleicht etwas anderes? Eine Weste? Sakko? Vielleicht einen Mantel?<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte mir die Fragen auch sparen k\u00f6nnen. Es wurde zwar nicht verweigert, aber kommentarlos geholt.<\/p>\n<blockquote><p>Das muss man sich so vorstellen: Ich stehe an einer Position im Gesch\u00e4ft und das Personal geht nach meiner Frage kommentarlos von mir weg um gute 10+ Meter durchs Gesch\u00e4ft zu laufen und etwas zu holen bzw. selbst erst mal zu gucken, ob etwas dabei ist. Keine Nachfragen, keine Einladung mitzukommen um gemeinsam zu schauen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Weste nach meinem Geschmack war dabei. Jedoch weiterhin genau keine Beratung. Zu meinem Sakko passte die Farbe nicht, da h\u00e4tte ich einen Kommentar erwartet. Nun gut, ich wusste ja, dass ich noch andere Sakkos habe und da h\u00e4tte es vielleicht gepasst. Allerdings fand ich sie vom Schnitt nicht ganz passend f\u00fcr mich und da auch keine \u00dcberzeugungsarbeit geleistet wurde blieb auch dieser Versuch erfolglos.<\/p>\n<p>Meine Frage nach einem Mantel verlief dann nat\u00fcrlich noch lustloser vom Personal. Ein blauer \u00dcberzieher. Sicher regenfest aber zum englischen Stil mit dem ich da war nicht wirklich passend. Ich schlug dann selbst vor, mit dem Personal zusammen zu den M\u00e4nteln zu schauen, ob evtl. ein anderes Modell f\u00fcr mich dabei w\u00e4re. Ich ging vor \u2013 kurios \u2013 fand aber nur wenig Auswahl. Viel blau, wenig anderes und wenn, dann nicht in meiner Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<h2>Ergebnis<\/h2>\n<p>Kein Stern mehr. Null. Tut mir Leid.<\/p>\n<p>Ich habe keine Ahnung was da los war oder los ist. Ich habe keine Vorstellung, was man als Kunde tun oder sein muss, um zur Zielgruppe in diesem Gesch\u00e4ft zu geh\u00f6ren, die, so mein Eindruck, sehr eng gesteckt sein muss. Ich bin mir sehr sicher, dass niemandem dort klar war, was ich gerade bereit war an Geld in gute Kleidung zu investieren \u2013 Ich hatte nicht ein einziges Mal nach Preisen gefragt, habe nicht ein einziges Mal nach Preisschildern geschaut, gehe aber davon aus, dass kaum ein Hemd unter 100 Euro dabei gewesen w\u00e4re. Wir reden hier also nicht von der Klamotten-Ecke im Supermarkt sondern von einem gehobenen Herrenausstatter, der aber durchaus etwas frech, modern auftritt.<\/p>\n<p>Sie konnten mir gegen\u00fcber den tollen Eindruck von au\u00dfen nicht auf innen \u00fcbertragen. Der Umgang vor, hinter und mit mir als potentiellen Kunden war dem optischen Auftritt des Gesch\u00e4ftes nicht w\u00fcrdig.<\/p>\n<blockquote><p>Zufriedene Kunden dieses Gesch\u00e4ftes werden meine Einsch\u00e4tzung nicht ansatzweise verstehen k\u00f6nnen, wie auch, wenn sie vom Chef pers\u00f6nlich ausf\u00fchrlich beraten und eingekleidet werden. Ich wiederum verstehe nach meinem Selbstversuch nicht, wer diese zufriedenen Kunden sind und was sie anderes getan haben um dort wahrgenommen zu werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mich haben sie nicht gewinnen k\u00f6nnen \u2013 und offenbar wollten sie es auch nicht \u2013 was dazu f\u00fchrt, dass ich sie auch nicht weiterempfehlen kann.<\/p>\n<p>Nochmal zur Wiederholung: Da ich ungern mit dem Finger zeige, nenne ich hier keine Namen sondern m\u00f6chte dieses Erlebnis exemplarisch stehen lassen f\u00fcr das, was einem in der Stadt widerfahren kann wenn man eigentlich vor hat, den lokalen Handel mit viel Geld zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wenn Ihr das lest und selbst ein Gesch\u00e4ft habt, \u00fcberlegt mal kurz wie das bei Euch l\u00e4uft. Nun habt Ihr eine Stimme eines Kunden der mal genauer beschrieben hat, wie er sich ein Einkaufserlebnis vorstellt.<\/p>\n<h2>Abschlie\u00dfend<\/h2>\n<p>Nur ein paar Schritte weiter fand ich ein kleines Gesch\u00e4ft mit Herrenbekleidung. Weniger Auswahl, trotzdem sch\u00f6ne Hemden dabei. Der Besitzer k\u00fcmmerte sich zwar nicht \u00fcber die Ma\u00dfen um mich, war eher kurz angebunden aber selbst das wenige war schon mehr als das, was ich vorher erlebt hatte. Dort fand ich schlie\u00dflich ein Hemd und sogar ein Sakko f\u00fcr den Sommer und lie\u00df einen dreistelligen Euro-Betrag bei diesem H\u00e4ndler. Ich wollte nicht ohne Hemd nach Hause und es f\u00e4llt eher unter Frust-Kauf als unter Erlebnis, trotzdem fand ich dieses Gesch\u00e4ft um Klassen besser als den Herrenausstatter.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class='youtube-player' width='900' height='507' src='https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Nu3x5SZrMHo?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent' allowfullscreen='true' style='border:0;' sandbox='allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation'><\/iframe><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einzelh\u00e4ndler, Innenstadt. Heute: Herrenausstatter. 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