{"id":5473,"date":"2014-08-22T17:16:25","date_gmt":"2014-08-22T15:16:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=5473"},"modified":"2014-08-22T17:16:25","modified_gmt":"2014-08-22T15:16:25","slug":"briefe-online-verschicken-klappt-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2014\/08\/briefe-online-verschicken-klappt-das\/","title":{"rendered":"Briefe online verschicken &#8211; Klappt das?"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag entsteht, weil ich mich manchmal auch f\u00fcr scheinbare Kleinigkeiten begeistern kann. In diesem Fall geht um den eigentlich simplen Vorgang einen Brief zu verschicken.<\/p>\n<p><em>Gleich vorweg: Das beschriebene Angebot ist nur f\u00fcr gewerbliche Nutzung. Es mag aber auch andere Anbieter f\u00fcr den privaten Bereich geben.<\/em><\/p>\n<p>Ich habe kaum noch die Notwendig etwas als Papier zu verschicken. Ich habe keine Statistik erstellt aber wenn ich f\u00fcnf\u00a0Briefe im Jahr verschicke, dann war das vermutlich schon ein besonders anspruchsvolles Jahr. Warum bei so einem niedrigen Briefaufkommen \u00fcberhaupt etwas am Workflow \u00e4ndern?<\/p>\n<blockquote><p>Weil ich es kann<\/p><\/blockquote>\n<h2>Wie das normalerweise abl\u00e4uft<\/h2>\n<p>Es gibt zwei Szenarien, die dazu f\u00fchren, dass ich einen Brief verschicken muss:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ol>\n<li>Ich wei\u00df, dass der Empf\u00e4nger ein <em>analoger Mensch<\/em> ist, mir seine E-Mail-Adresse unbekannt ist oder explizit ein Originaldruck (was auch immer das heutzutage ist) gew\u00fcnscht wird. In diesem Fall wei\u00df ich schon bei der Erstellung des Dokumentes, dass ich es in einen Umschlag legen und in einen Briefkasten werfen muss.<\/li>\n<li>Ein Empf\u00e4nger kontaktiert mich irgendwann im Laufe des Tages und erkl\u00e4rt mir, dass er den Brief nun doch gedruckt braucht, weil die PDF-Software \/ Betriebssystem \/ Mail-Box \/ Internetleitung \/ \u2026 streikt. In diesem Falle bin ich meistens gerade unterwegs und habe zwar Zugriff auf das PDF aber nicht auf einen Drucker.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im ersten Fall sieht der Workflow dann so aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Das digital erstellte Dokument wird gedruckt<\/li>\n<li>Dann falte ich es von Hand. Ich bevorzuge dabei den Zickzack-Falz <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/li>\n<li>Ich krame einen Briefumschlag aus der Schublade. Wenn diese zuneige gehen, kommt eine Erinnerung ins iPhone f\u00fcr den n\u00e4chsten Post-Besuch.<\/li>\n<li>Ich schiebe den Brief in den Umschlag und klebe ihn zu<\/li>\n<li>Ich frankiere\u2026 verdammt &#8211; &#8220;Haben wir noch Briefmarken?&#8221;. Manchmal hat Tanja noch Briefmarken. Nicht immer aber passend, so dass ein Brief schon mal mit mehr Cent frankiert wird als n\u00f6tig w\u00e4re<\/li>\n<li>Der Brief kommt auf die Ablage im Flur und wird am n\u00e4chsten Morgen mitgenommen und in einen Briefkasten geworfen. Sind\u00a0keine Briefmarken im Haus, muss ich am n\u00e4chsten Morgen\u00a0warten bis um 8 Uhr die Postfiliale \u00f6ffnet um dann quer durch die Stadt zu juckeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im zweiten Fall sieht es aus wie oben, nur dass noch etwas davor kommt:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich mache mir einen Todo-Eintrag und der Vorgang muss warten, bis ich wieder zu Hause bin.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nehmen wir nun an, ich werde tags\u00fcber kontaktiert und gefragt, ob ich eine\u00a0Rechnung nicht doch per Post schicken k\u00f6nnte. Nehmen wir mal an, es ist ein Donnerstag Vormittag. Dann kann ich den Brief fr\u00fchestens am Donnerstag Abend drucken, eint\u00fcten, etc. und am Freitag zur Post bringen weil keine Briefmarken im Haus sind. Mit etwas Gl\u00fcck ist der Brief dann am Samstag beim Empf\u00e4nger. Bekomme ich erst am Freitag die Information, wird der Brief nicht vor Montag eintreffen. Und das klappt nur, wenn ich auch zu Hause bin. Wenn ich gerade weg gefahren bin, z. B. um einen Workshop zu halten, dann kann sich das hinziehen.<\/p>\n<p>Und das hat mich immer genervt. Vielleicht gerade weil es so wenige Briefe im Jahr sind.<\/p>\n<h2>Wie das online l\u00e4uft<\/h2>\n<p>Ich war vor l\u00e4ngerer Zeit schon einmal \u00fcber das Angebot von <a href=\"http:\/\/www.onlinebrief24.de\/\" target=\"_blank\">onlinebrief24<\/a> gestolpert und hatte mich jetzt wieder daran erinnert. Als ich neulich wieder vor einem Fall der Kategorie zwei stand, meldete ich mich dort einfach mal an. Dank des geschenkten Startguthabens musste ich nichts weiter machen.<\/p>\n<p>Auf das PDF habe ich normalerweise einfachen Zugriff &#8211; Ich habe es ja zuvor als E-Mail verschickt und somit liegt es, IMAP sei Dank, auf dem Mail-Server im entsprechenden Ordner.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt sa\u00df ich an einem Windows-Rechner. Onlinebrief24 stellt zwei Druckertreiber zur Verf\u00fcgung. Der eine kann lokale PDF-Dateien erzeugen. Der andere kann alles was man druckt direkt auf den onlinebrief24-Server hochladen und so einen Auftrag erteilen. Sch\u00f6n, habe ich auch mal mit einem Testbrief an mich selbst ausprobiert und das klappt auch.<\/p>\n<p>Aber nun hatte ich ja schon ein fertiges PDF. Warum dieses erst \u00f6ffnen und erneut drucken? Genau, geht n\u00e4mlich auch anders. Leider nicht bequem \u00fcber die Webseite <a href=\"http:\/\/www.onlinebrief24.de\/software\/sftp-schnittstelle.htm\" target=\"_blank\">sondern \u00fcber SFTP<\/a>. Mit <a href=\"http:\/\/www.filezilla.de\/\" target=\"_blank\">Filezilla<\/a> war schnell eine Verbindung hergestellt und die PDF-Datei konnte in das daf\u00fcr vorgesehene Verzeichnis hochgeladen werden. F\u00fcr den Dateinamen gibt es ein bestimmtes Schema, bei dem die ersten 13 Zeichen Ziffern sind, 0 oder 1 f\u00fcr jeweils eine bestimmte Option. Ziemlich kryptisch aber im Zweifel macht man mit 13x Null nichts verkehrt, dann bekommt man einen s\/w-Druck ohne Extras innerhalb Deutschlands. Dahinter kann dann durch ein Minuszeichen getrennt der eigene Dateiname folgen.<\/p>\n<p>Mehr ist nicht zu tun. Kaum ist die Datei hochgeladen zeigt das Protokoll an, dass der Brief in Bearbeitung ist. Schick.\u00a0\u00a0Leider\u00a0kann man sich das Protokoll nicht direkt auf der Webseite anzeigen lassen. Stattdessen gibt es die M\u00f6glichkeit es sich herunter zu laden.<\/p>\n<h2>Und mobil?<\/h2>\n<p>Eine iOS-App gibt es nicht. F\u00fcr Android gibt es wohl etwas von einem Drittanbieter. Aber unter iOS kann man z. B. FTPOnTheGo verwenden. Damit bekam ich recht einfach eine Verbindung zum Server. Ich h\u00e4tte nun also das PDF in der Mail-App \u00f6ffnen und an die FTP-App senden k\u00f6nnen um es dann dort auf den Server von onlinebrief24 zu schieben. Sollte funktionieren, habe ich aber nicht ausprobiert.<\/p>\n<h2>Klappt es?<\/h2>\n<p>Mein Testbrief kam am n\u00e4chsten Tag bei mir an. Ich gehe davon aus, dass die Rechnung ebenfalls ihr Ziel erreicht hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/onlinebrief24.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5475\" src=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/onlinebrief24-1024x682.jpg\" alt=\"onlinebrief24\" width=\"660\" height=\"439\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wickelfalz, sauberer Druck, Papierqualit\u00e4t geht absolut in Ordnung, vielleicht etwas auf der leichteren Seite und etwas glatter als ich es gewohnt bin aber das d\u00fcrfte kaum einem Kunden auffallen oder interessieren. Es ist auch nirgendwo Werbung aufgedruckt, sieht alles neutral aus. Nur ein kleiner QR-Code ganz links am Blattrand, mittig auf H\u00f6he zwischen den gedachten L\u00f6chern l\u00e4sst auf einen automatisierten Prozess hindeuten. Der Kunde wei\u00df ja aber nicht, ob der von mir oder von wem anders kommt. Ich kann damit gut leben.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt des Tests kostete ein Brief bei der Post 0,60 Euro &#8211; Umsatzsteuerbefreit. Bei onlinebrief24 kostete der Brief 0,499 Euro zzgl. Mwst. = 0,59 Euro. Die Mwst. hole ich mir vom Finanzamt wieder also kostet der Brief Netto weniger f\u00fcr mich. Nicht dass das bei meinem hom\u00f6opathischen Druckvolumen relevant w\u00e4re <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Mir hat es gefallen und es hat ein Problem gel\u00f6st. Ich habe viel Zeit gespart. In diesem Fall sogar Geld, weil das Problem mit den 5 Euro gel\u00f6st wurde,\u00a0die einem der Anbieter bei der Registrierung schenkt. Es gibt keinen Mindestumsatz, keine Monatsgeb\u00fchren, alles l\u00e4uft quasi wie bei einer Prepaid-Karte &#8211; Aufladen, Briefe schicken, fertig.<\/p>\n<p>Da man mit dem Dienst auch Einschreiben inklusive Tracking verschicken kann, k\u00f6nnte ich mir gut vorstellen, das auch mal bei fortgeschrittenen Mahnungen zu testen. Da dies allerdings extrem selten vorkommt, zum Gl\u00fcck, wird der Test wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.<\/p>\n<p>Eine Uploadm\u00f6glichkeit \u00fcber die Webseite w\u00e4re noch praktisch. Und eine kleine iOS-App um schnell ein PDF hochladen zu k\u00f6nnen ohne selber kryptische Dateinamen und Passw\u00f6rter tippen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Alternativen<\/h2>\n<p>Bei meiner Suche nach diesem Dienst, dessen Name mir zun\u00e4chst nicht mehr einfallen wollte, stolperte ich \u00fcber Alternativen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.epost.de\/\" target=\"_blank\">epost.de<\/a> &#8211; Die Deutsche Post bietet da offenbar einen recht umfassenden Service an. Man kann seine Eingangspost scannen lassen, so dass man zu Hause nichts mehr mit Papier im Briefkasten am Hut hat sondern alles \u00fcber die Mailbox l\u00f6st. Rechnungen k\u00f6nnen dabei erkannt werden und man soll diese dann einfach \u00fcber deren Banking-Angebot bezahlen k\u00f6nnen. Und nat\u00fcrlich soll man auch einfach Briefe verschicken k\u00f6nnen ohne sie selber drucken zu m\u00fcssen.<br \/>\nF\u00fcr Privatanwender scheint das m\u00f6glicherweise ein interessanter Weg zu sein. Gewerbliche Kunden werden aber kr\u00e4ftig zur Kasse gebeten. Ich hatte die Seite mit den Preisen mal gefunden &#8211; jetzt, bei einem schnellen Blick auf die Seite, finde ich sie nicht wieder. Genau das Problem, was ich beim ersten Suchtreffer schon hatte: H\u00fcbsche Webseite, sehr viel Werbe-BlaBla aber wenig pr\u00e4zise Fakten\u2026 Oder nicht kompatibel mit mir<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.briefauftrag.de\/\" target=\"_blank\">briefauftrag.de<\/a> &#8211; Kosten laut Preisrechner zum Zeitpunkt meiner Suche 1,04 Euro pro s\/w-Brief. Ansonsten \u00fcbersichtliche Webseite, soweit ich das auf den ersten Blick beurteilen kann und es gibt wohl eine Uploadm\u00f6glichkeit \u00fcber die Webseite.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pixelletter.de\/\" target=\"_blank\">Pixelletter.de<\/a> &#8211; Webseite ist \u00e4hnlich altbacken wie bei onlinebrief24. Laut Startseite kann man Briefe hochladen, auf der Webseite tippen, per E-Mail oder sogar als SMS schicken (Ein Brief in 160 Zeichen?). <a href=\"https:\/\/www.pixelletter.de\/de\/order.brutto.html\" target=\"_blank\">Preistafel<\/a> unn\u00f6tig(?) aufgeteilt in Produktions- und Portokosten. Netto kostet ein Brief bei meinem geringen Volumen 0,71 + 0,60 Euro Porto. Brutto sind wir dann also bei 0,84 + 0,60 = 1,44 Euro<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ebrief.de\" target=\"_blank\">ebrief.de<\/a> &#8211; Aufger\u00e4umte Webseite. <a href=\"https:\/\/www.ebrief.de\/preise\" target=\"_blank\">Preise<\/a> richten sich nach Gewicht. Ein einfacher Brief liegt dann Brutto bei 0,54 Euro.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=briefe+online+versenden&amp;oq=briefe+online+versenden\" target=\"_blank\">Diverse andere Anbieter<\/a> &#8211; viel Spa\u00df beim St\u00f6bern <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag entsteht, weil ich mich manchmal auch f\u00fcr scheinbare Kleinigkeiten begeistern kann. 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