{"id":5303,"date":"2013-12-08T14:54:21","date_gmt":"2013-12-08T13:54:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=5303"},"modified":"2013-12-08T14:54:21","modified_gmt":"2013-12-08T13:54:21","slug":"ynab-budgetplanung-ist-leichter-als-man-glaubt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2013\/12\/ynab-budgetplanung-ist-leichter-als-man-glaubt\/","title":{"rendered":"YNAB &#8211; Budgetplanung ist leichter als man glaubt"},"content":{"rendered":"<p>YNAB, englisch gesprochen \u00e4hnlich wie <em>why-nap<\/em>, steht f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.youneedabudget.com\/\" target=\"_blank\">You Need A Budget<\/a>. Es handelt sich dabei um eine Software, die verspricht, Budgetplanung wirklich schnell und einfach zu gestalten. Versprechen ist dabei noch zur\u00fcckhaltend ausgedr\u00fcckt denn die Software kommt aus den USA und typisch amerikanisch wird nicht gefl\u00fcstert sondern mit stolzer Brust gerufen. Gro\u00dfe Worte, gro\u00dfe Versprechen, gro\u00dfe \u00dcberzeugung vom eigenen Produkt &#8211; Im Grunde super, so soll es ja auch sein aber f\u00fcr die deutsche Mentalit\u00e4t eben doch gerne etwas zu viel Pathos.<\/p>\n<blockquote><p>Ich schreibe in diesem Beitrag dar\u00fcber, wie ich \u00fcber diese Software erst gel\u00e4stert habe und sie nun doch selbst einsetze. Dar\u00fcber, wie sie funktioniert und warum sie f\u00fcr mich besser funktioniert als eine Numbers-Tabelle.<\/p>\n<p>Wenn Ihr diesen Beitrag gefunden habt um YNAB g\u00fcnstiger zu erhalten, dann geht dies mit diesem Link: <a href=\"http:\/\/ynab.refr.cc\/7KCZM6G\" target=\"_blank\">$6 sparen und mir $6 zukommen lassen<\/a>. Win-Win <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p><\/blockquote>\n<h2>Phase 1: L\u00e4cheln und l\u00e4stern<\/h2>\n<p>Und so geschah es, dass ich, als ich zum ersten Mal von dieser Anwendung h\u00f6rte, einen schnellen Blick auf die Seite warf und sofort ein Urteil bildete. $60 sollte die Anwendung kosten. $60 f\u00fcr eine Anwendung ausgeben, die einem dabei helfen soll nicht zu viel Geld auszugeben? Meine Synapsen zogen blank und schnell war der Vergleich zu Gl\u00fccksspiel und Banken gezogen, weil auch in diesen Bereichen das Geld auf der Anbieter-Seite geschaufelt wird und nur selten auf Seiten der Nutzer.<\/p>\n<p>Ich l\u00e4chelte also anerkennend \u00fcber die Idee und l\u00e4sterte \u00fcber die Sinnlosigkeit so einer Anwendung. Sein Geld hat man ja wohl auch ohne solche Hilfsmittel unter Kontrolle, richtig? Man gibt doch nicht blind aus was auf dem Konto ist sondern hat doch ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, welche Rechnungen am Ende des Jahres auf einen warten, stimmt&#8217;s? Und nat\u00fcrlich wei\u00df man auch jederzeit ungef\u00e4hr, was man f\u00fcr Lebensmittel, Versicherungen, Auto, Kinobesuche und \u00e4hnliches ausgibt, ist doch so?!<\/p>\n<p>Ich hatte jedenfalls bisher kein Problem damit, mich ohne Planung verschulden zu m\u00fcssen. Einfach nicht mehr ausgeben als man einnimmt. Ganz einfach.<\/p>\n<p><em>weiter geht es nach dem Klick<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Phase 2: Neugier<\/h2>\n<p>Aber ganz so einfach scheint das ja wohl doch nicht zu sein. W\u00e4re es alles so simpel, dann g\u00e4be es kaum so viele Programme auf dem Markt, die einem versprechen den finanziellen \u00dcberblick zu bewahren. Au\u00dferdem h\u00f6rte ich in meinem Umfeld jetzt h\u00e4ufiger von diesem YNAB. Wozu sollte man als Privatmensch eine Budgetverwaltung ben\u00f6tigen? Gab es wirklich so viele Menschen da drau\u00dfen, die nicht verstanden haben, dass man f\u00fcr langfristige Rechnungen kontinuierlich ansparen muss &#8211; oder zumindest sollte? Ich wurde neugierig.<\/p>\n<p>Ich sprach mit verschiedenen Leuten \u00fcber das Thema und staunte. Grob zusammengefasst scheint es drei Typen zu geben:<\/p>\n<ul>\n<li>Der durchgeplante Typ. Diese Leute haben ihre Finanzen wirklich im Griff. Die meisten von ihnen protokollieren dabei alle Einnahmen und Ausgaben. Viele machen ihre Steuererkl\u00e4rung selbst, auch wenn diese etwas komplexer wird.<\/li>\n<li>Der Bauchgef\u00fchl-Typ. Auch diese Gruppe hat keine finanziellen Probleme oder sie finden immer wieder schnell heraus aus einem Tief. Das Konto ist zwar regelm\u00e4\u00dfig im Blick und es gibt auch ein ungef\u00e4hres Gef\u00fchl f\u00fcr die Vertr\u00e4ge und Rechnungen die auf einen warten, ohne dabei aber exakte Zahlen nennen zu k\u00f6nnen. Eine grobe Hausnummer gen\u00fcgt, der Rest wird spontan geschoben.<\/li>\n<li>Der planlose \/ euphorische Typ. Personen dieser Gruppe rutschen schneller ins Minus als die anderen. Ein h\u00fcbscher Kontostand verf\u00fchrt dazu, sich sofort etwas zu g\u00f6nnen. Rechnungen, die in zwei, drei oder sechs Monaten kommen? Um die kann man sich dann ja noch k\u00fcmmern. Es wird also immer nur das bezahlt, was auf dem Tisch liegt, der Rest an Geld geht oft sofort f\u00fcr die Erf\u00fcllung pers\u00f6nlicher W\u00fcnsche drauf.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich selbst sah mich dabei irgendwo zwischen der ersten und der zweiten Gruppe. Ich hatte schon immer ein ganz gutes Bauchgef\u00fchl daf\u00fcr, wie viel Geld auf dem Konto sein musste, um sich zwar am Jahresende \/ Jahresanfang \u00fcber einige gr\u00f6\u00dfere Posten zu \u00e4rgern aber eben nicht dran zugrunde zu gehen. Ich lie\u00df mich nicht von gr\u00f6\u00dferen Kontost\u00e4nden verleiten sondern wusste, dass mir das Geld nicht mehr wirklich in voller H\u00f6he zur Verf\u00fcgung stand. Wirklich exakte Zahlen hatte ich aber nur wenige. Vieles waren eher grobe Werte.<\/p>\n<h2>Phase 3: Das geht doch auch mit\u2026<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich w\u00e4re es hilfreich, wenn man wirklich einen kompletten \u00dcberblick \u00fcber seine Finanzen h\u00e4tte. Das w\u00fcrde nicht nur helfen, um wirklich genug Geld auf dem Konto zu haben wenn die j\u00e4hrlichen Versicherungsrechnungen eintrudeln sondern auch dabei, um bei den n\u00e4chsten Verhandlungen mit Banken und Versicherungen zu wissen, in welchem Bereich man besonders einsparen sollte.<\/p>\n<p>Aber das geht doch auch mit\u2026<\/p>\n<ul>\n<li>\u2026einer Tabellenkalkulation. Excel oder Numbers zum Beispiel. Da kann man wunderbar mit planen und kalkulieren. Schon richtig. Wenn so eine Tabelle aber eine gewisse Komplexit\u00e4t angenommen hat, dann wird es immer schwieriger neue Zeilen oder Spalten einzubauen. Ein weiterer Monat, ein weiteres Jahr, etc. Oder man m\u00f6chte seine Ausgaben neu gruppieren um sinnvollere Gesamtsummen zu erhalten. Nicht unm\u00f6glich aber je nach Vorplanung schwierig oder zeitraubend. Hinzu kommt, dass sich kleine Fehler in Formeln und Bez\u00fcgen einschleichen k\u00f6nnen die nicht sofort erkannt werden m\u00fcssen.<br \/>\nIch habe das in der Vergangenheit ein paar mal angefangen und immer wieder fallen gelassen, weil es einfach keinen Spa\u00df machte.<\/li>\n<li>\u2026einer Banking-Anwendung. Star-Money, MoneyMoney, OutBank, Pecunia und wie sie alle hei\u00dfen. Kann ich sehr empfehlen, denn so hat man jederzeit Zugriff auf seinen aktuellen Kontostand. Allerdings bieten die meisten Anwendungen nur eine Bestandsaufnahmen. Man kann seine Ums\u00e4tze kategorisieren und je nach Anwendung mal mehr oder weniger gut analysieren. Man sieht also, was man in der Vergangenheit ausgegeben und eingenommen hat. Einen Blick in die Zukunft bieten die meisten Programme nicht oder nur unvollst\u00e4ndig und eine echte Planung gibt es meines Wissens bei keinem dieser Programme &#8211; Ich habe sie mir jetzt aber nicht alle in aktuellen Versionen angesehen. Sollte es hier also etwas sinnvolles geben, dann ab damit in die Kommentare <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/li>\n<\/ul>\n<p>Von Neugier getrieben fing ich mal wieder an eine Tabelle zu erstellen und laufende Kosten einzutragen. Ich kam von H\u00f6lzchen auf St\u00f6ckchen und lie\u00df es wieder bleiben. Wie sollte das alles mit YNAB besser laufen?<\/p>\n<h2>Phase 4: Ausprobieren<\/h2>\n<p>Mir war nach einiger Recherche klar, dass die meisten Menschen, die erfolgreich waren und keine gr\u00f6\u00dferen Probleme im Umgang mit Ihrem Geld hatten, stets einen guten Blick auf ihre Finanzen hatten. Es war dabei irrelevant, ob es sich um Millionenbetr\u00e4ge oder um eine wirklich knappe Kasse handelte. Nat\u00fcrlich gibt es auch die F\u00e4lle, wo wirklich so wenig Geld zur Verf\u00fcgung steht, dass man kaum eine andere Chance hat als Schulden aufzunehmen. Wichtig sind allerdings mindestens zwei Dinge:<\/p>\n<ul>\n<li>Den \u00dcberblick behalten. Offenbar nutzen viele Amerikaner eine Kreditkarte wirklich so, wie es der Name suggeriert. Sie holen sich eine Kreditkarte um damit Schulden zu tilgen. Und dann nehmen sie die n\u00e4chste Kreditkarte, um den Kredit der ersten abzubezahlen. Was f\u00fcr die meisten Leser ziemlich unsinnig klingen d\u00fcrfte, ist offenbar f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Bev\u00f6lkerung normales Denken.<br \/>\nWer aber wirklich einen \u00dcberblick \u00fcber seine Kredite und Konditionen hat, der hat \u00fcberhaupt erst die Voraussetzungen f\u00fcr den zweiten wichtigen Teil<\/li>\n<li>Ziele. Wer sich keine Ziele setzt wird sie auch nie erreichen. Ein Ziel kann sein, aus seinen Schulden raus zu kommen. Ein Ziel kann eine neue Kamera sein oder eine Reise oder tolles Grillfest mit Freunden. Wer jetzt wirklich genau wei\u00df, was er monatlich ausgibt und einnimmt und wie viel davon \u00fcbrig bleibt, der wei\u00df auch, wann er wie viel und wof\u00fcr ansparen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und wenn nichts \u00fcbrig bleibt, dann sieht man zumindest sehr genau, wo die gr\u00f6\u00dften Posten sind und kann \u00fcberlegen, ob es wirklich der teure Handyvertrag sein muss, nur weil das Smartphone dann so g\u00fcnstig war oder ob es in der aktuellen Situation \u00fcberhaupt ein Smartphone sein muss.<\/p>\n<p>Ich wollte es jetzt wissen. Was war so toll an YNAB, dass so viele so begeistert davon sprachen. Ich installierte mir die Demo-Version und war schon mal begeistert, dass der Testraum \u00fcber 34 Tage lief. Clever, denn nur so kann man sicher stellen, dass man auch einen Monatswechsel testen kann.<\/p>\n<h2>Phase 5: \u00dcberzeugung<\/h2>\n<p>Die Ausgangssituation ist die folgende: Ihr installiert das Programm und startet es. Jetzt, genau zu diesem Zeitpunkt habt Ihr eine gewisse Menge Geld auf Eurem Konto und in der Brieftasche. Alle Konten, Kreditkarten etc. werden also mit ihren aktuellen Best\u00e4nden erfasst. Das ist das Geld, was zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Nun legt man sich die Kategorien an f\u00fcr die man Geld ausgibt.<\/p>\n<p>YNAB funktioniert, typisch amerikanisch, nach wenigen und einfachen Regeln:<\/p>\n<ol>\n<li>Gib jedem Euro eine Aufgabe. <a href=\"http:\/\/www.youneedabudget.com\/method\/rule-one\" target=\"_blank\"><em style=\"color: #000000;\">Give every Dollar a job<\/em><\/a> Die Idee ist, in seine Budgets, also in die Kategorien einzutragen, was das derzeit vorhandene Geld zu tun hat, bevor es das n\u00e4chste Mal Geld gibt. Ich habe also Kategorien f\u00fcr diverse Versicherungen angelegt. Au\u00dferdem verschiedene Kategorien f\u00fcr das Auto, f\u00fcr Lebensmittel, Restaurantbesuche, technische Ausr\u00fcstungen, usw. Dabei half eine Online-Banking-Anwendung sehr.<\/li>\n<li>Spare beizeiten\u2026 <a href=\"http:\/\/www.youneedabudget.com\/method\/rule-two\" target=\"_blank\"><em style=\"color: #000000;\">Save for a Rainy Day<\/em><\/a>\u00a0Es gibt Dinge, die man nicht wirklich planen kann. Waschmaschinen gehen ohne Vorwarnung kaputt. Dasselbe gilt f\u00fcr andere Haushaltsausstattungen. Es ist also sinnvoll, sich mindestens eine Kategorie anzulegen, um f\u00fcr solche unvorhersehbaren Ereignisse zu sparen.<\/li>\n<li>Nicht verzweifeln sondern beweglich bleiben. <a style=\"font-style: normal;\" href=\"http:\/\/www.youneedabudget.com\/method\/rule-three\" target=\"_blank\"><em>Roll with the Punches<\/em><\/a>\u00a0Es sollte nicht glauben, dass man jeden Cent exakt planen und vorhersehen k\u00f6nnte. Es wird immer etwas dazwischen kommen. Kann ja sein, dass Ihr f\u00fcr diesen Monat nur ein angespartes Budget von 50,- Euro f\u00fcr Kleidung habt. Wenn es aber ein Jacke f\u00fcr 75,- im Angebot gibt, die n\u00e4chsten Monat wieder bei regul\u00e4ren 180,- Euro liegt, sollte man dann nicht zuschlagen? Wenn ihr eine neue Jacke ben\u00f6tigt, lautet die Antwort Ja! Es fehlen laut Budget 25,- Euro. Aber vielleicht ist das Budget f\u00fcr Kinobesuche schon etwas gewachsen oder man nimmt ein paar Euro vom Posten f\u00fcr den neuen Computer. Wenn ihr die 25,- Euro nicht aus anderen Kategorien zusammen bekommt, dann geht es halt nicht ohne ins Minus zu rutschen. Das kann OK sein &#8211; Solange Euch klar ist, dass dieser Minusbetrag als aller erstes im n\u00e4chsten Monat ausgeglichen werden muss.<\/li>\n<li>Leben vom Geld des letzten Monats. <a style=\"font-style: normal;\" href=\"http:\/\/www.youneedabudget.com\/method\/rule-four\" target=\"_blank\"><em>Live on Last Month&#8217;s Income<\/em><\/a> Das ist vermutlich das h\u00e4rteste Ziel. Die Idee ist, dass man sich, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, so viel Geld zur Seite legt, dass dieser Puffer irgendwann gen\u00fcgt, um einen ganzen Monat davon bestreiten zu k\u00f6nnen. Hat man das erreicht, kann das sehr beruhigend sein, weil man mit Geld plant, das bereits vorhanden ist. F\u00fcr selbstst\u00e4ndige ist diese Regel vermutlich noch wichtiger als f\u00fcr Angestellte, die jeden Monat ein geregeltes Einkommen haben. Bei Selbstst\u00e4ndigen k\u00f6nnen die monatlichen Eink\u00fcnfte extrem stark schwanken. Hat man diese Regel umgesetzt, so stochert man bei seiner Monatsplanung nicht im Nebel sondern wei\u00df bereits, wie bei einem Angestellten, wie viel Spielraum vorhanden ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich habe viele Kategorien angelegt, habe wieder welche gel\u00f6scht, habe andere verfeinert oder zusammen gefasst. Ich habe sie zu neuen Oberkategorien zusammengefasst oder neu aufgeteilt. Das alles ist mit YNAB per Drag&amp;Drop und wenigen Mausklicks m\u00f6glich. Zu jeder Kategorie und zu jedem Betrag kann man einen Kommentar hinterlegen was sehr hilfreich ist um sich zu hinterlegen, wie man zu bestimmten Planungsbetr\u00e4gen gekommen ist.<\/p>\n<p>Ich hatte nicht nur den aktuellen Monat vor mir sondern auch den n\u00e4chsten. Inzwischen habe den letzten, den aktuellen und den n\u00e4chsten Monat im Blick. Die Erfassung von Transaktionen geht sehr leicht von der Hand. Die Erfassung mit der Tastatur ist recht gut durchdacht. Zum Beispiel kann man bei der Budgetplanung nicht nur fixe Betr\u00e4ge eintragen sondern den vorhandenen Beitrag einfach erh\u00f6hen oder erniedrigen. Mal angenommen, man hat f\u00fcr einen Monat 50,- Euro f\u00fcr eine Kategorie eingeplant. Jetzt m\u00f6chte man 7,83 von dieser Planung abziehen um damit eine L\u00fccke zu stopfen, die durch eine unerwartete Ausgabe in einer anderen Kategorie entstanden ist. Nun kann man nat\u00fcrlich sein Kopfrechenk\u00fcnste trainieren und direkt 42,17 eintragen &#8211; oder man stellt sich auf das Feld mit den 50,- Euro und tippt dann -7,83 gefolgt von der Eingabetaste. Fertig. Auf der anderen Kategorie tippt man dann +7,83 Enter und alles passt.<\/p>\n<p>Das alles war extrem einfach. Der Umgang mit der Kreditkarte war auch nur zu Beginn etwas unverst\u00e4ndlich aber dann hatte &#8216;klick&#8217; gemacht. Ich hatte zum ersten Mal eine ziemlich pr\u00e4zise \u00dcbersicht \u00fcber meine Ausgaben und war durchaus \u00fcberrascht \u00fcber die Zahlen die ich dort sah &#8211; trotz gutem Baugef\u00fchl sahen die Aufwendungen f\u00fcr jeden Monat doch anders aus als zun\u00e4chst angenommen.<\/p>\n<h2>Phase 6: Verfeinern und optimieren<\/h2>\n<p>Im Laufe der n\u00e4chsten Tage und Wochen erfasste ich wirklich jeden Geldeingang in YNAB, ich erfasste jede Ausgabe f\u00fcr Parkzettel, Tankstellen, B\u00e4cker, Amazon-Eink\u00e4ufe, Kickstarter-Projekte und so weiter. YNAB k\u00f6nnte solche Transaktionen wohl \u00fcber ein CSV-Datei einlesen, ich bin inzwischen aber gerne von Hand dabei. So habe ich alle Ums\u00e4tze noch einmal vor Augen und setze mich bewusst damit auseinander. Da ich mehrmals in der Woche auf das Konto und auf den Kreditkarten-Umsatz schaue, sind es auch jeweils nur wenige Posten die dann extrem schnell erfasst sind. YNAB erg\u00e4nzt die Eingaben dabei automatisch. Tippe ich zum Beispiel &#8220;Ar&#8221; ein, so wird mir schon &#8220;Aral&#8221; vorgeschlagen. Best\u00e4tige ich das mit Enter, ist die Kategorie direkt mit &#8220;Tanken&#8221; vorbelegt, weil ich dies beim ersten Mal manuell gew\u00e4hlt hatte. Noch mal Enter und ich stehe auf dem Ausgaben-Feld. Selten habe ich solche Daten so schnell erfasst.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Posten kann man ebenfalls erfassen. Man gibt das Intervall an und YNAB erfasst diese Transaktionen dann zum jeweiligen Termin automatisch f\u00fcr einen. Man kann sie dann manuell noch \u00e4ndern oder l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Man kann den tats\u00e4chlichen Kontostand jederzeit mit den erfassten Transaktionen abgleichen und es ist wichtig, dass diese Konto-Betr\u00e4ge immer stimmen. Man sieht so schnell, wenn man vergessen hat etwas zu erfassen.<\/p>\n<p>Und ja, es passiert die ersten Wochen immer wieder, dass man Ausgaben f\u00fcr Kategorien hat, die man vergessen hat zu erfassen. Ich habe mir dazu eine Kategorie &#8220;vergessene Kategorien&#8221; angelegt und ein kleines Budget daf\u00fcr bereit gestellt. In zwei oder drei Monaten wird dieser Eintrag wohl wieder entfernt werden, hoffe ich. Bis dahin sollten alle regelm\u00e4\u00dfigen Ereignisse mal aufgetreten sein. Und ja, man wird merken, dass man manche Kategorien zu grob oder andere zu fein definiert hat. Vergesst nicht, dass das Ganze einfach und \u00fcbersichtlich bleiben soll. Macht es also nur so komplex wie n\u00f6tig aber so simpel wie m\u00f6glich. Ich habe eine Kategorie f\u00fcr Lebensmittel aber eben keine f\u00fcr B\u00e4cker, Schlachter, Supermarkt, Knabberein, \u2026 Wenn das f\u00fcr Euch aber wichtig ist um zu sehen, wo genau ihr sparen k\u00f6nnt, dann macht es eben genauer &#8211; dann m\u00fcsst Ihr halt den Kassenbon von Hand auseinander pfl\u00fccken. Fangt lieber einfach an als es schon am Anfang zu komplex werden zu lassen.<\/p>\n<h2>Lob und Kritik: Mobile App und Sicherheit<\/h2>\n<p>Ich habe mir dann auch sofort die passende iPhone-App installiert. So kann ich unterwegs Ausgaben sofort erfassen. Sehr klasse ist die dabei die GPS-Unterst\u00fctzung. So habe ich einmal eine Ausgabe beim B\u00e4cker erfasst, einmal bei der Post, einmal bei Netto, \u2026 Als ich dann erneut bei der Post war, lief die Erfassung wie folgt: Ich erfasste 6,90 &#8211; was in der iPhone-App ganz simpel ohne Komma erfolgt, also einfach 690 tippen und dann auf NEXT. Nun war als Empf\u00e4nger die Post bereits vorbelegt, au\u00dferdem wurde also Konto &#8220;Bargeld&#8221; vorbelegt genau wie die Kategorie &#8220;Post\/Porto&#8221;. Alles schon fertig, ich musste nur auf speichern klicken. Gleiches beim B\u00e4cker: 843, Next, Save. Schon wurden 8,43 f\u00fcr den B\u00e4cker auf Lebensmittel vom Bargeld verbucht. Cool.<\/p>\n<p>Der Abgleich dieser mobil erfassten Daten zu YNAB auf dem Mac kann dabei \u00fcber die <a href=\"https:\/\/db.tt\/DGnmdbL\" target=\"_blank\">Dropbox<\/a> erfolgen. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass diese Daten absolut unverschl\u00fcsselt auf die Dropbox geworfen werden. Mit unverschl\u00fcsselt meine ich, dass sie nicht zus\u00e4tzlich verschl\u00fcsselt werden. Wer jetzt der Dropbox selbst vertraut, die sagen, dass die Daten verschl\u00fcsselt auf deren Servern liegen, der hat kein Problem. Wem das aber nicht genug ist, auch im Hinblick darauf, dass diese Daten auf jedem Rechner landen, der mit dieser Dropbox verbunden ist, der wird das nicht so lustig finden. Die YNAB-Macher scheinen f\u00fcr das Thema auch nicht sonderlich sensibilisiert zu sein, wie eine Supportanfrage zu dem Thema zeigte. Die Antwort kam schnell und war nett, klang aber nicht danach, als ob dieses Thema allzu bald n\u00e4her betrachtet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wen das st\u00f6rt, der kann die iPhone App trotzdem nutzen und dann lokal \u00fcber WLAN synchronisieren.<\/p>\n<p>Inzwischen soll es auch eine Android-App geben.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Nach aller anf\u00e4nglichen Skepsis bin ich inzwischen wirklich \u00fcberzeugt von YNAB. Die Software l\u00e4uft gut, hat eine gut durchdachte Erfassung, ist \u00fcbersichtlich und viel einfacher als eine normale Tabelle. Man hat n\u00e4mlich einfach endlos neue Monate zur Verf\u00fcgung und kann jederzeit die Kategorien umstellen und \u00fcberall Notizen hinterlegen. Ich habe jetzt einen pr\u00e4zisen \u00dcberblick \u00fcber meine Kosten und kann neue Anschaffungen viel besser planen als vorher. Es ist ein tolles Gef\u00fchl, wenn eine Monatsplanung aufgeht und es wird zu einem pers\u00f6nlichen Spiel, seine Planung ein klein wenig zu unterschreiten um wieder ein paar Euro mehr in den n\u00e4chsten Monat zu nehmen.<\/p>\n<h2>Tipps<\/h2>\n<p>Mit diesem Link k\u00f6nnt Ihr <a href=\"http:\/\/ynab.refr.cc\/7KCZM6G\" target=\"_blank\">beim Kauf von YNAB $6 sparen<\/a> und mir $6 als Dankesch\u00f6n zukommen lassen. Eine Win-Win-Situation also <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>Auf der <a href=\"http:\/\/www.youneedabudget.com\/support\" target=\"_blank\">Webseite des Anbieters<\/a> gibt es viele Videos und es gibt regelm\u00e4\u00dfig kostenlose Webinare.<\/p>\n<p>Es gibt sogar <a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/us\/podcast\/you-need-a-budget-ynab\/id477248343\" target=\"_blank\">einen Podcast<\/a>. Hier erz\u00e4hlt der Gr\u00fcnder, Jesse, viele Hintergr\u00fcnde zur Geschichte von YNAB, zu den Regeln, \u00fcber sein Leben und wie er diese Methode entwickelt hat um mit wenig Geld klar zu kommen, es gibt interessante Interviews und mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>YNAB, englisch gesprochen \u00e4hnlich wie why-nap, steht f\u00fcr You Need A Budget. Es handelt sich dabei um eine Software, die verspricht, Budgetplanung wirklich&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":""},"categories":[1],"tags":[761,799,605,67,355,802],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p71Tml-1nx","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5303"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5303"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5304,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5303\/revisions\/5304"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}