{"id":434,"date":"2007-06-06T15:11:17","date_gmt":"2007-06-06T13:11:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2007\/06\/reiten-lernen-auf-rugen\/"},"modified":"2008-06-08T19:05:22","modified_gmt":"2008-06-08T18:05:22","slug":"reiten-lernen-auf-rugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2007\/06\/reiten-lernen-auf-rugen\/","title":{"rendered":"Reiten lernen auf R\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p>[Update: Kerstin ist inzwischen umgezogen auf das Gut Boldevitz wo wir <a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2008\/05\/reiten-auf-rugen-boldevitz\/\">inzwischen auch schon waren<\/a>]<\/p>\n<p>Ich war ja skeptisch aber was tut man nicht alles f\u00fcr seine Frau <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <br \/>\nTanja hatte fr\u00fcher mal reiten gelernt. Klassischer englischer Reitstil wie man es so kennt. F\u00fcr mich waren Pferde aber irgendwie nicht so ganz geheuer. Kein Wunder wenn man immer erz\u00e4hlt bekommt wie toll die bei\u00dfen und treten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dann ergab es sich, dass wir einen Ausflug nach <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.pullmancity-2.com\/html\/pullman_city_harz.HTM\">&#8220;Pullman City 2&#8221;<\/a> in den Harz unternahmen. In dieser Westernstadt gab es nun einiges zu sehen, es gab kleine Showeinlagen und nat\u00fcrlich sah man viele Reiter &#8211; diesmal allerdings im Westernstil. Man konnte auch selbst ein kleines St\u00fcckchen reiten und tats\u00e4chlich traute ich mich auf so ein Pferd drauf &#8211; und es klappte ziemlich gut.<\/p>\n<p>Das Eis war gebrochen und als Tanja meinte, dass sie gerne einen Reiturlaub buchen w\u00fcrde, sagte ich nicht nein.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Nach einigen Recherchen stand das Ziel fest: <strong>&#8220;Gut Grabitz&#8221; auf R\u00fcgen!<\/strong><br \/>\nMan liest im Internet viel Gutes \u00fcber dieses Gut und die Ausbilderin und ich kann es vorweg nehmen: Das stimmt auch alles!<\/p>\n<p>Wir hatten das Angebot f\u00fcr Einsteiger\/Wiedereinsteiger gebucht und waren einen Tag fr\u00fcher angereist damit wir uns noch ausruhen konnten bevor es auf die Pferde ging. Das Gut liegt abseits von Hauptverkehrsstra\u00dfen und quasi mitten in einem Naturschutzgebiet. Das bedeutet: Ruhe! Kaum ein Auto kommt vorbei. Nat\u00fcrlich kommen dennoch reichlich G\u00e4ste vorbei &#8211; was unter anderem an dem erstklassigen Essen im Restaurant liegen d\u00fcrfte &#8211; aber die sind alle zu Fu\u00df oder mit dem Rad unterwegs.<\/p>\n<p>Wir gingen ein wenig Spazieren und guckten mal \u00fcber die Ostsee. Zur\u00fcck in der Unterkunft bestellten wir etwas zu essen und merkten sofort: <strong>die K\u00fcche ist absolute Spitzenklasse<\/strong>.<br \/>\nSchnell hatten wir auch die anderen Teilnehmer kennen gelernt und schnell sa\u00dfen wir alle zusammen und \u00fcberlegten was uns wohl erwarten w\u00fcrde. Insgesamt waren wir drei P\u00e4rchen &#8211; also sechs Personen. Die Gruppen bei diesen Reitangeboten sind \u00fcbrigens immer sehr klein damit ein vern\u00fcnftiger Unterricht, auch mit Einzelstunden, \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist. Das fand ich sehr sympatisch.<\/p>\n<p><u1>Tag 1<\/u1><br \/>\nAm ersten Tag lernten wir dann Kerstin, unsere Trainerin kennen. Energiegeladen und st\u00e4ndig auf Achse <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Wir setzten uns zusammen und sie stellte uns die Mitarbeiter und Ihr Gut vor, erz\u00e4hlte uns wie die Woche ablaufen k\u00f6nnte und fragte jeden einzelnen von uns nach seinen Kenntnissen, Vorstellungen und W\u00fcnschen w\u00e4hrend sie alles notierte.<\/p>\n<p>Dann ging es los. Wir teilten uns in mehrere Gruppen die \u00fcber den Tag verteilt Unterricht bekommen w\u00fcrden. Doch zuvor brauchte jeder von uns ein Pferd. Also gingen wir raus auf die Weide und Kerstin stellte uns einige Ihrer Pferde vor. Es galt f\u00fcr jeden ein Pferd zu finden, dass vom Character und der Gr\u00f6\u00dfe zu einem passt. Wir konnten selber w\u00e4hlen aber daf\u00fcr hatte ich nat\u00fcrlich noch viel zu wenig Ahnung von den Tieren. Kerstin hatte aber ein gutes Gesp\u00fcr und gab jedem ein passendes Pferd. Zuvor wurde u.a. <strong>Michel<\/strong> vorgestellt. Charakter: Klassenkasper, intelligent, recht dominanter Wallach in der Herde. Und genau den bekam ich <span class=\"wp-smiley emoji emoji-bigsmile\" title=\":D\">bigsmile<\/span>  Ich hatte zwar innerlich gehofft genau den nicht zu bekommen (ich wollte doch lieber etwas m\u00f6glichst ruhiges) aber um es vorweg zu nehmen, mir wurde schnell klar, dass die Chemie zwischen uns einfach stimmte.<\/p>\n<p>Nun lernten wir das Tier zu f\u00fchren. Ein F\u00fchrstrick an den Halfter und wir brachten die Pferde von der Weide auf einen der Reitpl\u00e4tze. Dabei lernten wir das Pferd in eine bestimmte Richtung zu f\u00fchren und nat\u00fcrlich auch wieder anzuhalten. Wichtig ist z.B. immer, dass man selbstbewusst auftritt. Aufrecht stehen und klare Ansagen geben. Wer buckelt oder z\u00f6gert, der wird das Pferd nicht auf Dauer unter Kontrolle haben.<br \/>\nWir lernten au\u00dferdem den Freuderuf den man selbstbewusst von sich geben sollte wenn etwas gut geklappt hat: &#8220;YEEEAAAAHAAAAWWW&#8221; <span class=\"wp-smiley emoji emoji-bigsmile\" title=\":D\">bigsmile<\/span> <\/p>\n<p>Au\u00dferdem lernten wir die Pferde zu putzen. Striegel, B\u00fcrste und ein Ger\u00e4t um die Hufe zu s\u00e4ubern. Sehr spannend so dicht am Pferd zu stehen und das Fell zu s\u00e4ubern. Etwas kribbelig war ich beim Hufe reinigen &#8211; war aber auch klar wenn man so etwas noch nie gemacht hat. Zum putzen wird das Pferd vor dem Stall festgebunden. Den Knoten hatte ich schnell gelernt wor\u00fcber ich mich schon ziemlich gefreut hatte.<\/p>\n<p>Nun kamen die Sattel auf das Pferd &#8211; es gab kein Zur\u00fcck mehr. Ich wei\u00df nicht mehr genau was die anderen taten, dazu war ich zu aufgeregt, ich jedenfalls ging mit Ingolf, ein sehr netter Angestellter, und mit Michel ins Rondell. Ingolf hatte Michel an einer Longe und ich hatte die Aufgabe im Kreis zu reiten. Ziel war es die richtige Haltung zu bekommen und dem Pferd die ersten Kommandos zu geben: Losreiten, Gangwechsel (Schritt, Trab und zur\u00fcck) und nat\u00fcrlich auch stehen bleiben. <\/p>\n<p>Zum losreiten &#8220;schnackt&#8221; man zweimal mit dem Mund und dr\u00fcckt die F\u00fc\u00dfe gegen das Pferd. Von Schritt zu Trab noch einmal das gleiche. Zur\u00fcck von Trab zu Schritt spielt man etwas mit den Z\u00fcgeln (leicht zupfen links, rechts) und ruft &#8220;eaaaaasyyyy&#8221;. Um stehen zu bleiben nimmt man die Z\u00fcgel auf und etwas k\u00fcrzer, spielt ein wenig (zupfen), setzt sich ganz locker in den Sattel, nimmt den Druck vom Pferd und ruft &#8220;Whhooooooo&#8221;. Klasse! Es klappte fast alles.<\/p>\n<p>Um den Kreis im Rondell sch\u00f6n gro\u00df zu halten muss man das Pferd immer sch\u00f6n antreiben (F\u00fc\u00dfe ans Pferd dr\u00fccken) und von der Innenseite etwas mehr Druck aus\u00fcben &#8211; das Pferd also quasi mit dem Fu\u00df nach au\u00dfen schieben. Unterst\u00fctzt wird das mit den Z\u00fcgeln. Das klappte an diesem Tag noch nicht so 100%ig aber dann und wann ging es doch <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>Nach einer knappen Stunde war ich dann aber auch erstmal fertig. Michel wurde vom Sattel erl\u00f6st und &#8230;. er pinkelte in die Stallgasse. Puuuuh &#8211; Michel, musste das sein? Ich erfuhr, dass Michel das st\u00e4ndig machen w\u00fcrde. Immer wartete er bis er in der Stallgasse ist um sich dann zu l\u00f6sen. Toll &#8211; da ist er also, der Klassenkasper <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <br \/>\nIch schimpfte etwas mit ihm und erkl\u00e4rte ihm, wie bl\u00f6d das ist was er da tat. Dann brachte ich ihn zur\u00fcck auf die Weide und es ging in den Gasthof wo ich erstmal etwas leckeres zu essen bestellte <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  &#8211; Hatte ich schon erw\u00e4hnt, dass die K\u00fcche umwerfend gut ist? <\/p>\n<p><u1>Tag 2<\/u1><br \/>\nDer zweite Tag wurde wieder mit einem reichlichen Fr\u00fchst\u00fcck eingeleitet. In der Gruppe besprachen wir die Erlebnisse des Vortages und freuten uns auf einen weiteren lehrreichen Tag.<br \/>\nWieder kam Kerstin und wir machten einen Tagesplan. Wie gesagt: Maximal 2-3 Leute werden gleichzeitig unterrichtet. Bei uns waren es eigentlich immer Zweierteams so dass man wirklich von Einzelunterricht sprechen konnte. <\/p>\n<p>Ich ging an diesem Tag erneut ins Rondell &#8211; es war schlie\u00dflich erst mein zweiter Tag auf einem Pferd \u00fcberhaupt und ich f\u00fchlte mich noch nicht so richtig sicher f\u00fcr den Reitplatz. Nachdem ich mit Ingolf Michel von der Weide geholt, ges\u00e4ubert und gesattelt hatte ging es also wieder ins Rondell. \u00dcbrigens erkl\u00e4rte ich Michel, dass es doch viel besser w\u00e4re wenn er seine Hufe mal sauber halten w\u00fcrde &#8211; dann w\u00fcrde alles viel schneller gehen&#8230;<\/p>\n<p>Im Rondell ging es dann los &#8211; zun\u00e4chst mit Longe um die \u00dcbungen zu wiederholen. Dann machte Ingolf die Longe ab und ich konnte nun frei reiten. Wow! Michel h\u00f6rte ja wirklich auf mich <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Ein tolles Gef\u00fchl.<br \/>\nIch probierte einiges aus: Anreiten, stehenbleiben, Gangwechsel, Richtungswechsel. Es lief zwar gut aber f\u00fcr mich noch nicht ganz zufriedenstellend &#8211; klar, ich machte halt noch viele Fehler. Aber mal wirklich frei geritten zu sein &#8211; wenn auch nur im Rondell &#8211; war ein tolles Gef\u00fchl. Ich \u00fcbte auch das &#8220;leicht traben&#8221;. Dabei trabt das Pferd und ich als Reiter musste im richtigen Rhythmus aufstehen und mich wieder hinsetzen &#8211; ziemlich anstrengend und gar nicht so leicht zu koordinieren wenn man es das erste mal macht.<\/p>\n<p>Wieder war eine Stunde rum &#8211; es kam mir vor wie 5 Minuten &#8211; und Michel wurde in der Stallgasse vom Sattel befreit. Und wieder schiffte er genau dort hin. Und wieder schimpfte ich etwas mit ihm. Mit sehr bestimmten Ton erz\u00e4hlte ich ihm, dass weder er noch ich lust h\u00e4tten in dieser gelben Pf\u00fctze zu stehen. Dann brachte ich ihn wieder auf die Weide. Ich belohnte mich wieder mit einem leckeren Mal in der Gastst\u00e4tte &#8211; Die Gutsherrenplatte, sehr zu empfehlen.<\/p>\n<p><u1>Tag 3<\/u1><br \/>\nDas war der schlechteste Tag f\u00fcr uns alle. Es war k\u00fchl, sehr windig und die Pferde hatten auch keine richtige Lust sich von uns kommandieren zu lassen. Kerstin musste kurzfristig zu einem wichtigen Termin und wir waren mit Ingolf alleine.<br \/>\nF\u00fcr mich ging es zum ersten Mal auf den Reitplatz aber irgendwie zeigte sich Michel nur bedingt beeindruckt von meinen Kommandos. Am liebsten lief er, meinen Ansagen trotzdend, in den Windschatten eines Ger\u00e4teschuppens direkt hinter dem Platz. Ingolf ist selbst kein Ausbilder und so wollte er eigentlich gerne mit uns entspannt ins Gel\u00e4nde reiten aber keiner von uns wollte das an diesem Tag wagen &#8211; da war Ingolf sichtlich entt\u00e4uscht und wirkte etwas hilflos. Er tat uns wirklich Leid. <\/p>\n<p>Ingolf, wenn Du das hier liest: Du hast das in der Situation wirklich gut gemacht und wir nehmen Dir wirklich nichts \u00fcbel!<\/p>\n<p>Da aber nichts so richtig voran ging brachen wir vorzeitig ab und brachten die Tiere zur\u00fcck auf die Weide. Wir tr\u00f6steten uns dann alle mit einem leckeren Mittagessen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Michels Hufe waren an diesem Tag nicht mehr ganz so dreckig. Aber auch an diesem Tag musste er sein kleines Gesch\u00e4ft in der Stallgasse verrichten &#8211; und wieder sprach ich ernsthaft mit ihm <span class=\"wp-smiley emoji emoji-wink\" title=\";)\">wink<\/span> <\/p>\n<p><u1>Tag 4<\/u1><br \/>\nKerstin war zur\u00fcck und Putzmunter. Voller Energie ging es an den Plan f\u00fcr diesen Tag. Einige wollten gerne ins Gel\u00e4nde ausreiten. Ich wollte erstmal auf den Reitplatz und schauen, ob es an diesem Tag besser laufen w\u00fcrde. Das Wetter war gut und so stand eigentlich nichts im Wege.<\/p>\n<p>Gesagt, getan. Michel geholt, geputzt &#8211; und oh Wunder: Seine Hufe waren extrem sauber! Sollte er auf mich geh\u00f6rt haben? Ich lobte ihn jedenfalls daf\u00fcr <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>Dann ging es raus auf den Platz. Wieder klappte es nicht so richtig auf Anhieb. Zwar ging es voran und auch stehenbleiben klappte einigerma\u00dfen aber die Kurven waren nicht wirklich sauber und immer wieder wollte Michel in eine andere Richtung abbigen. Kerstin sah das sofort und erkl\u00e4rte mir was ich falsch machte:<br \/>\n&#8211; Meine F\u00fc\u00dfe waren zu weit vorne. Wenn man auf den Sattelgurt dr\u00fcckt, dann merkt das Pferd das nicht wirklich. Kaum nahm ich die F\u00fc\u00dfe etwas zur\u00fcck, schon reagierte Michel viel bessr auf mich.<br \/>\n&#8211; Meine H\u00e4nde waren zu weit oben &#8211; das ist wie mit schleifender Kupplung fahren. H\u00e4nde runter und weniger hektische Anweisungen, schon lief es.<br \/>\n&#8211; Michel versuchte st\u00e4ndig auszuprobieren wie weit er gehen konnte. So ein Pferd ist ja nicht doof und Michel schon gar nicht. Der merkte, dass ein Anf\u00e4nger oben drauf sitzt und wollte nat\u00fcrlich lieber sein eigenes Spiel spielen. Ich lernte mich durchzusetzen, nahm die Z\u00fcgel k\u00fcrzer und setzte schlie\u00dflich meinen Willen durch. &#8220;Punkt f\u00fcr Dich&#8221; rief mir Kerstin zu und ich war m\u00e4chtig stolz.<\/p>\n<p>Von da an lief es mit Michel und mir immer besser. Zweimal versuchte er seinen Kopf durchzusetzen aber ich setzte mich durch. Zack, schon war gekl\u00e4rt, wer das sagen hatte. Ein tolles Gef\u00fchl.<br \/>\nIch lernte dann verschiedene Begriffe wie: Durch die Bahn wechseln, Zirkel, Volte und setzte es auch sofort um. Klasse &#8211; Michel machte alles mit. Links rum, rechts rum &#8211; alles lief. Stehenbleiben war noch nicht perfekt weil ich noch viel zu angespannt war aber doch wurde es immer besser. Ich ritt selbstbewusst \u00fcber den Platz, durch H\u00fctchen und um Tonnen herum, die Kerstin f\u00fcr uns aufgestellt hatte, und vor allem ritt ich auch um andere Pferde herum &#8211; Tanja war n\u00e4mlich mit mir zusammen auf dem Platz. Daf\u00fcr, dass gerade das so gut klappte, bekam ich noch ein extra Lob.<\/p>\n<p>Boah &#8211; soviel gelernt und soviel Lob an einem Tag. Perfekt.<br \/>\nSchnell war die Stunde vor\u00fcber und wir brachten die Pferde zur\u00fcck. Tanja machte noch an einem Ausritt mit aber ich traute mich noch nicht. Michel schiffte wieder in die Stallgasse &#8211; naja, wenigstens waren die Hufe sauber.<br \/>\nDaf\u00fcr gab es ein leckeres Schnitzel f\u00fcr mich <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p><u1>Tag 5<\/u1><br \/>\nLecker Fr\u00fchst\u00fcck und ich war energiegeladen. Ich konnte es kaum erwarten wieder zu reiten. Die anderen Teilnehmer wirkten dagegen bereits etwas m\u00fcde. Ich hatte weit weniger Muskelkater als ich es erwartet h\u00e4tte und so war ich nat\u00fcrlich extrem motiviert. Ich meldete mich dann gleich f\u00fcr die erste Reitstunde am Morgen und ich wollte wieder auf den Platz um mein Wissen zu festigen und etwas dazu zu lernen.<\/p>\n<p>Schnell umgezogen und Michel geholt. Schau an &#8211; die Hufe waren schon wieder sehr sauber. Ich sprach mit Michel und meinte, dass nun nur noch die bl\u00f6de Angewohnheit in die Stallgasse zu pinkel abgestellt werden m\u00fcsste <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <br \/>\nSattel drauf und ab auf den Platz. Was war das? Kerstin hatte einige Stationen aufgebaut. H\u00fctchen und Tonnen und ein paar Stangen auf dem Boden. Es ging zur Sache!<br \/>\nWir sollten frei \u00fcber den Platz traben. Durch die H\u00fctchen. Immer schon das n\u00e4chste &#8220;Tor&#8221; im Blick und selbstbewusst das Pferd lenken &#8211; klappte prima! Dann mal zwischen den H\u00fctchen anhalten &#8211; auch das klappte hervorragend. Michel und ich waren inzwischen schon sehr gut eingespielt.<br \/>\nNun sollten wir in einem weiten Slalom um ein paar Tonnen herum &#8211; auch das lief hervorragend. Nat\u00fcrlich wurde ich immer wieder korrigiert: &#8220;Hacken runter, H\u00e4nde runter, \u00e4u\u00dfere Hand nicht so weit r\u00fcber,&#8230;.&#8221; Ich merkte meine Fehler St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck selber und versuchte sie stets sofort zu korrigieren &#8211; aber nicht schnell genug denn Kerstin hat Ihre Augen \u00fcberall und sieht die Fehler sofort <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>Nun kam eine spannende Aufgabe. Das Pferd in einen schmalen Weg (begrenzt durch zwei Stangen am Boden) reiten, stehen bleiben, und langsam r\u00fcckw\u00e4rts wieder heraus. Gar nicht so leicht! Schnell verlagert man sein Gewicht falsch oder gibt falschen Druck und schon steht man schr\u00e4g in der Gasse.<br \/>\nDie Kr\u00f6nung war dann die Erweiterung der \u00dcbung: Ein rechter Winkel in den man hinein reiten sollte um dann wieder r\u00fcckw\u00e4rts (ums Eck) hinaus zu kommen. Dabei muss man dem Pferd nat\u00fcrlich klar sagen, ob es mit den hinteren Beinen oder den vorderen nach links oder rechts gehen soll &#8211; und das ist gar nicht so simpel wie es sich vielleicht anh\u00f6rt. Dennoch klappte es bei mir einigerma\u00dfen und Kerstin war zufrieden. Sie meinte: &#8220;Du bist wohl der Einparker bei Euch?&#8221; <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>Die Stunde (eher l\u00e4nger) war vorr\u00fcber und Michel h\u00f6rte auf jedes Kommando. Zwar hatte wieder zweimal versucht seinen Kopf durchzusetzen &#8211; aber ich wusste das erfolgreich zu verhindern.<br \/>\nDiesmal ging es dann zur Belohnung raus ins Gel\u00e4nde. Mein erster Ausritt. Was f\u00fcr ein Abenteuer &#8211; alles lief gut. <\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Stallgasse&#8230; Und Michel? Der lie\u00df die Gasse diesmal doch tats\u00e4chlich trocken! YEAAAHAAAW!!!!<\/p>\n<p>Gegen Abend rief Kerstin aus dem Stall: &#8220;alle mal herkommen gucken!&#8221; &#8211; Ein Fohlen war geboren. Wir hatten ja alle gehofft, dass wir das noch erleben w\u00fcrden in unserer Reitwoche aber dass es wirklich geklappt hatte, Wahnsinn! Ich durfte ein paar Bilder machen und dann lie\u00dfen wir Stute und Fohlen wieder in Ruhe.<\/p>\n<p>Abends wurde auf der Terasse Gegrillt und anschlie\u00dfend gab es ein sch\u00f6nes Lagerfeuer.<\/p>\n<p><u1>Tag 6<\/u1><br \/>\nMorgens kam das Fohlen mit der Stute auf den Platz. Was f\u00fcr ein Schauspiel. Die kleine konnte schon laufen und springen und Mutti lief immer hinterher <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Hier machte ich nat\u00fcrlich reichlich Fotos.<\/p>\n<p>Der letzte Unterrichtstag stand an. Wieder war ich sehr motiviert und schon fr\u00fch am Fr\u00fchst\u00fcckstisch. Unsere Mitstreiter sahen dagegen sehr m\u00fcde aus und schliefen fast ein <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <br \/>\nKerstin erz\u00e4hlte uns, dass unsere Gruppe sehr fordernd war. Wir wollten eigentlich wenig raus ins Gel\u00e4nde um gem\u00fctlich zu reiten sondern wirklich st\u00e4ndig neue Dinge lernen &#8211; so war sie immer gefordert. Das freute sie nat\u00fcrlich aber damit hatte sie nicht gerechnet. &#8220;Normalerweise sind Einsteiger schon mit viel weniger zufrieden&#8221; meinte sie und freute sich, dass ich so gro\u00dfe Fortschritte gemacht hatte.<br \/>\nIch wollte dann auch gleich wieder auf den Platz um die Feinarbeit zu intensivieren. Geradeaus reiten kann jeder. Aber wirklich fein dosiert um Kurven reiten oder r\u00fcckw\u00e4rts, das fand ich spannend.<\/p>\n<p>Kerstin baute also wieder ein paar tolle Aufgaben f\u00fcr uns auf und ich holte zusammen mit Ingolf Michel von der Weide. Schau an, sehr sauber war er heute und die Hufe waren ebenfalls kaum dreckig. Sehr gut!<br \/>\nAb auf den Platz. Es ging los mit ein paar einfacheren \u00dcbungen. Slalom um F\u00e4sser. Dann Volten um diese F\u00e4sser &#8211; abwechselnd links und rechts herum. Es lief perfekt. Michel war voll dabei &#8211; doch auch an diesem Tag versuchte er mich zu \u00fcberstimmen als es um eine rechtskurve ging die er gerne links herum gelaufen w\u00e4re. Aber wieder ging der Punkt an mich <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>Dann kam eine tolle \u00dcbung: H\u00fctchen waren dicht in einer Reihe aufgestellt. Im langsamen Schritt sollten wir dort hindurch. Immer gerade durch zwei H\u00fctchen, stehen bleiben, enge Kurve und gerade durch die n\u00e4chsten H\u00fctchen. Deutliche Kommandos und Fingerspitzengef\u00fchl waren hier gefordert. Und tats\u00e4chlich: nach einigen \u00dcbungsl\u00e4ufen konnte ich diese Aufgabe mit Michel fast perfekt l\u00f6sen &#8211; das hat einen Riesenspa\u00df gemacht. Zur Belohnung gab es nach der \u00dcbung immer ein paar Runden um den Platz im Trab.<\/p>\n<p>Dann wieder die Aufgabe R\u00fcckw\u00e4rts ums Eck. Klappte auch schon viel besser an diesem Tag.<br \/>\nUnd dann noch eine neue \u00dcbung: Ein Quadrat aus H\u00fctchen. Gerade hineinreiten, auf der Stelle drehen und wieder heraus. Nich einfach &#8211; aber nach etwas \u00dcbung ging auch das.<\/p>\n<p>WOW &#8211; Das war ein Hochgef\u00fchl. Zur Belohnung ging es nochmal ins Gel\u00e4nde &#8211; diesmal eine l\u00e4ngere Tour zum Wasser und \u00fcber Weiden und durch hohe Gr\u00e4ser zur\u00fcck. Ein tolles Gef\u00fchl wie Michel auch drau\u00dfen auf mich h\u00f6rte.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Stallgasse achtete ich genau auf Michel&#8230; er blieb trocken. Erst zur\u00fcck auf der Weide pinkelte er <span class=\"wp-smiley emoji emoji-bigsmile\" title=\":D\">bigsmile<\/span>  &#8211; sollte er wirklich auf mich geh\u00f6rt haben?<\/p>\n<div class=\"img_shadow_left\"><a href='https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/ruegen2007-80581.jpg' title='Gruppenfoto R\u00fcgen 2007'><img src='https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/ruegen2007-80581.thumbnail.jpg' alt='Gruppenfoto R\u00fcgen 2007' \/><\/a><\/div>\n<p>Das finden wir vielleicht heraus, wenn wir uns wieder treffen &#8211; denn das steht mal fest: Wir werden ganz sicher noch mal dort hin fahren um mehr zu lernen.<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank an Kerstin, Ingolf, Susi und Ingolf (der Koch) und das ganze Team!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Links<\/strong><br \/>\n<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.gut-grabitz.de\/\">Gut Grabitz<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/category\/galerie\/galerieall\/urlaub\/ruegen2007\/\">Fotos vom Reiturlaub auf R\u00fcgen<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/nsonic.podspot.de\/post\/nsonic-112-on-tour-reiturlaub\/\">Der Podcast zum Reiturlaub<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Update: Kerstin ist inzwischen umgezogen auf das Gut Boldevitz wo wir inzwischen auch schon waren] Ich war ja skeptisch aber was tut man&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":""},"categories":[1],"tags":[145,143,161,67],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p71Tml-70","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=434"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}