{"id":3310,"date":"2012-08-03T15:35:55","date_gmt":"2012-08-03T13:35:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=3310"},"modified":"2012-08-03T15:35:55","modified_gmt":"2012-08-03T13:35:55","slug":"mit-lochern-fotografieren-pinhole","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2012\/08\/mit-lochern-fotografieren-pinhole\/","title":{"rendered":"Mit L\u00f6chern fotografieren &#8211; Pinhole"},"content":{"rendered":"<p>Fotografieren bedeutet im Grunde nur, Licht einzufangen. Das kann man nun, ganz modern und zeitgem\u00e4\u00df, mit s\u00fcndhaft teurem Hightech tun, mit digitalen Spiegelreflexkameras deren Sensoren jenseits der 30 Megapixel aufl\u00f6sen, mit Objektiven zum Preis eines Kleinwagens mit gehobener Ausstattung.<\/p>\n<p>Oder man nimmt einfach eine Kiste mit Loch und ein St\u00fcck Film oder Fotopapier. Pinhole.Eine Lochkamera.<\/p>\n<h2>Wie geht das?<\/h2>\n<p>Es ist ganz einfach. Man ben\u00f6tigt eine lichtdichte Kiste, eine Dose, eben irgendeinen kleinen, tragbaren &#8220;Raum&#8221; der kein Licht herein l\u00e4sst. In diese Kiste piekst man mit einer Nadel oder anderem Hilfsmittel ein sehr kleines Loch. Irgendwie muss am Ende ja doch Licht herein kommen, sonst kann man ja kein Foto machen. Das Loch wird dann wieder verschlossen, durch eine Kappe oder einfach mit schwarzem Klebeband.<\/p>\n<p>Der Abstand zwischen Loch und Film bestimmt die Brennweite in Millimetern. Das Loch ist die Blende und da es nur ganz winzig ist, ist von vorn bis hinten alles gleich scharf &#8211; oder unscharf, wegen der starken Beugung, aber das ist ein anderes Thema <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Wenn es also ein Weitwinkel sein soll, dann nehmt eine schmale Kiste. Soll es ein Tele sein, dann eher eine lange Kiste. Ist das Loch 5 cm vom Film entfernt, habt Ihr eine 50mm Lochkamera.<\/p>\n<p>In einem Dunkelsack oder einer Dunkelkammer, z. B. dem G\u00e4ste-WC ohne Fenster und mit verschlossenem Schl\u00fcsselloch, legt man nun einen unbelichteten Film, genauer, ein St\u00fcck davon, in die Kiste. Man kann es z. B. mit Klebeband fixieren. Die Position ist m\u00f6glichst genau gegen\u00fcber dem Loch. Alternativ geht das nat\u00fcrlich auch mit Fotopapier. Da es unempfindlicher ist, kann man dieses z. B. bei Rotlicht in die Kiste einlegen. Nun die Kiste wieder gut verschlie\u00dfen und schon kann es los gehen.<\/p>\n<p>Kamera gut aufstellen, so dass nichts wackelt. Das Loch \u00f6ffnen\/frei geben und wieder verschlie\u00dfen. Die Belichtungszeiten sind wegen der winzigen \u00d6ffnung eher lang. Je nach Licht durchaus von 4 bis 40 Sekunden oder sogar im Minutenbereich. Der Durchmesser des Loches im Verh\u00e4ltnis zur Brennweite gibt Euch die Blende an. Wenn das Loch also 50mm vom Film entfernt ist (=50mm Brennweite) und das Loch hat einen Durchmesser von 0,2mm, dann habt Ihr eine Blende f\/250 &#8211; damit k\u00f6nnt Ihr Euch die Belichtungszeit ausrechnen.<\/p>\n<p>Die Empfindlichkeit des Films spielt nat\u00fcrlich auch eine Rolle. Wenn Ihr Fotopapier verwendet, werdet ihr auch mal mehrere Minuten belichten m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Selber bauen<\/h2>\n<p>Es gibt nun im Internet haufenweise Anleitungen, wie man sich seine eigene Lochkamera bauen kann. Aus <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=9&amp;ved=0CJMBEBYwCA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.alpha-page.de%2Fweblog%2F%3Fp%3D1872&amp;ei=8csbUID8MNHEsgbK4IGgBA&amp;usg=AFQjCNFSm0afOFIBTRh6Im4aW1_0e99TCQ\" target=\"_blank\">Streichholzschachteln<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.nikon-fotografie.de\/vbulletin\/analoge-kameras-objektive-und-zubehoer\/150938-do-it-yourself-pinhole.html\" target=\"_blank\">Filmdosen<\/a>, <a href=\"http:\/\/home.arcor.de\/friedrich.lischeck\/dirkon\/dirkon.html\" target=\"_blank\">Pappe<\/a>, \u2026 f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei.<\/p>\n<p>Sehr schick finde ich ich die <a href=\"http:\/\/www.steveirvine.com\/ceramic_cameras.html\" target=\"_blank\">Modelle von Steve Irvine, aus Keramik<\/a>. Auf der Seite ist auch eine Anleitung zu finden, wie man seine <a href=\"http:\/\/www.steveirvine.com\/pinhole\/camerahowto1.html\" target=\"_blank\">eigene Keramik-Lochkamera bauen<\/a> kann. <a href=\"http:\/\/www.steveirvine.com\/pinhole\/\" target=\"_blank\">Die Ergebnisse<\/a> k\u00f6nnen sich wirklich sehen lassen.<\/p>\n<h2>Digital geht auch<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnt Ihr Euch einfach eine digitale Kamera schnappen, bei der Ihr das Objektiv entfernen k\u00f6nnt. Dann einfach eine Schutzkappe oder etwas lichtdichte Folie nehmen und ein kleines Loch hinein pieksen. Schon habt Ihr eine digitale Lochkamera. Und wer nicht selber basteln m\u00f6chte, der kann sich fertige <a href=\"http:\/\/www.enjoyyourcamera.com\/advanced_search_result.php?XTCsid=f314ed50e9fcadb83bb4387e727ececd&amp;keywords=pinhole&amp;Suchen=Suchen\" target=\"_blank\">Vors\u00e4tze f\u00fcr diverse Kamera-Modelle<\/a> kaufen. Ich habe das auch mal versucht und es macht auch einen riesen Spa\u00df <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Ich denke aber, dass mit gro\u00dfformatigen Lochkameras bessere Ergebnisse m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Also ran ans Loch und zeigt mal Euren Selbstbau und nat\u00fcrlich die Ergebnisse <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n<p>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotografieren bedeutet im Grunde nur, Licht einzufangen. 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