{"id":3244,"date":"2012-06-06T00:38:56","date_gmt":"2012-06-05T22:38:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=3244"},"modified":"2012-06-06T11:11:14","modified_gmt":"2012-06-06T09:11:14","slug":"ulrich-protestiert-und-mochte-anders-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2012\/06\/ulrich-protestiert-und-mochte-anders-denken\/","title":{"rendered":"Ulrich protestiert und m\u00f6chte anders denken"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Berichte \u00fcber Apple im TV gesendet werden, dann ist die Nutzer-Gemeinde von Apple-Produkten schnell dabei, dies kund zu tun und dar\u00fcber zu reden. Berichte, die Apple lobpreisen werden kopfnickend entgegen genommen und mit Smilies versetzt weiter empfohlen. Kritische Berichte ziehen zumeist eher negative Kommentare auf sich, sie werden beschimpft aber es gibt auch immer wieder Anwender, die sich der Kritik anh\u00e4ngen und den Berichten nachplappern.<\/p>\n<p>Beides finde ich eher durchwachsen. Am liebsten sind mir sachlichte Berichte, gerne auch mal mit Emotionen an den richtigen Stellen und Zuschauer, die Hirn nicht abschalten.<\/p>\n<p>Nicht so toll finde ich Berichte, die offenbar auf Krawall aus sind, die eigene Wahrnehmungen als Tatsachen darstellen und alles, was man nur irgendwie negativ argumentieren zu einer Riesenwelle aufbauschen.<\/p>\n<p>Nun gab es viele Hinweise im Netz auf den Bericht <em>Think different! Mythos Apple . Ulrich protestiert auf ZDFinfo Der Bericht ist <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vf3oeU4-lZ8&amp;feature=youtu.be\" target=\"_blank\">auch auf Youtube zu sehen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Nachfolgend meine Gedanken zu einem Beitrag, der meiner Meinung nach schon in den ersten Minuten klar macht, dass er nicht objektiv sonder rei\u00dferisch sein m\u00f6chte. Ob er das auch durchg\u00e4ngig sein w\u00fcrde, wei\u00df ich noch nicht w\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe &#8211; Ich schaue den Beitrag w\u00e4hrend ich hier parallel meine Gedanken dazu festhalte. Ich bin gespannt. <em>Verzeiht eventuelle Schreibfehler oder Wortdreher &#8211; Ich habe diese Gedanken parallel beim anschauen des Berichtes niedergeschrieben.<\/em><\/p>\n<p><em>Mehr nach dem Klick<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Es wird ein Apple-Store gezeigt. Kunden kaufen ein iPad und stehen daf\u00fcr an. Jemand erz\u00e4hlt, dass es &#8220;quasi eine religi\u00f6se Glaubensform&#8221; sei. Klatschen, La Ola.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich iOccupy. Ein Mensch hinter einer Maske erz\u00e4hlt, das Apple nicht so fair und sauber sei. Ein anderer sagt, dass Apples enormer Gewinn auf die Kosten der Arbeiter in China geht. Der Mensch hinter der Maske erg\u00e4nzt, dass er mit dem Kauf des Handys (es ist nicht von iPhone die Rede) gewollt oder ungewollt Blut an den H\u00e4nden kleben habe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Normalerweise w\u00fcrde ich den Bericht jetzt ausschalten. So ein plumper Ansatz um negative Emotionen im Zuschauer zu wecken. Auf der einen Seite so verallgemeinernd, auf der anderen so spezialisiert.<\/p>\n<p>Ja, es gibt Anwender, die ihre Apple-Produkte lieben und es gibt die \u00fcber-begeisterten Nutzer, die einfach alles toll finden, sobald ein Apfel drauf ist. Das meine ich gar nicht mal b\u00f6se und vermeide das Wort &#8220;verblendet&#8221; ganz bewusst. Was der Bericht aber verschweigt, ist, dass diese Gruppe vermutlich viel kleiner ist, als es den Anschein hat. Es sind \u00fcberwiegend die User, die sich in Foren im Internet treffen.<\/p>\n<p>Ich kenne aber sehr viele Anwender, die gar nicht an die gro\u00dfe Glocke h\u00e4ngen, was f\u00fcr einen Computer sie nutzen. Sie haben sich aus ganz verschiedenen Gr\u00fcnden f\u00fcr einen Mac entschieden, ein iPhone oder iPad gew\u00e4hlt. Sie nutzen die Ger\u00e4te privat oder beruflich und m\u00fcssen niemanden davon \u00fcberzeugen. Aber diese Gruppe, die meiner Meinung nach viel gr\u00f6\u00dfer sein d\u00fcrfte, ist nat\u00fcrlich f\u00fcr solche Berichte nicht interessant, weil es ja langweilig ist, wenn jemand einfach wei\u00df, warum er dieses oder jenes System einsetzt und, oh Schreck, viele dieser Nutzer verwenden sogar mehr als nur ein Betriebssystem &#8211; eben immer alles genau daf\u00fcr, wof\u00fcr man es am besten gebrauchen kann.<\/p>\n<p>Und zum iOccupy. Es ist ja in letzter Zeit wirklich Hipp auf Apple einzupr\u00fcgeln, wenn man eigentlich Foxconn meint. Foxconn ist, von den Mitarbeiterzahlen her, eine Metropole und ohne jetzt zynisch zu klingen: Wer regt sich \u00fcber die vielen Selbstmorde in Gro\u00dfst\u00e4dten auf? Wenn es aber Mitarbeiter von Foxconn sind, dann ist Apple Schuld. Versteht mich nicht falsch, jeder Tote ist einer zuviel und es ist tragisch f\u00fcr die Familien. Ohne jede Frage muss so etwas gel\u00f6st werden. Die L\u00f6sungen sind aber nicht so einfach, wie wir uns das im Westen vorstellen. Dr\u00e4ngen wir Foxconn dazu, dass die Mitarbeiter k\u00fcrzer arbeiten m\u00fcssen, beschweren sich die Mitarbeiter, dass sie nicht mehr genug verdienen. Dr\u00e4ngen wir Foxconn dazu die Bezahlung zu verbessern, lohnt es sich f\u00fcr das Unternehmen auf Roboter zu setzen und Mitarbeiter zu entlassen, wor\u00fcber die sich dann wieder beschweren. Wir d\u00fcrfen westliche Ma\u00dfst\u00e4be nicht direkt auf China \u00fcbertragen. Wir sollten uns vorher mit den Gegebenheiten, der Mentalit\u00e4t und Geschichte befassen bevor wir uns unbeliebt machen, obwohl wir helfen wollen.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass wohl nahezu jedes Unternehmen, dass irgendetwas Technisches herstellt, in China und somit mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit bei Foxconn produzieren l\u00e4sst. Dazu geh\u00f6ren auch gro\u00dfe Namen wie HP, Fujitsu-Siemens und viele andere. Aber die sind ja nicht so sehr auf dem News-Radar wie Apple, also geben wir doch einfach Apple die Schuld. Gute Idee.<\/p>\n<p>Und Blut klebt sicher nicht an den H\u00e4nden. Oder, wenn schon, dann klebt da noch viel mehr Blut. Der Mensch unter der Maske soll man durch seine Wohnung gehen und bei jedem Ger\u00e4t, jedem M\u00f6bel und jedem Deko-Gegenstand pr\u00fcfen, wo und zu welchen Bedingungen es produziert wurde. Dann reden wir noch mal und finden vielleicht mal vern\u00fcnftige Ans\u00e4tze um diesem durchaus vorhandenen Problem zu begegnen.<\/p>\n<blockquote><p>Nun kommt Wolf Christian Ulrich und m\u00f6chte, dass wir alle genauer hinsehen. Er m\u00f6chte gerne mit Apple direkt sprechen und erfahren, was sie wollen und wohin sie wollen. Er bekommt eine Absage vom Pressesprecher Georg Albrecht. Apple habe kein Interesse an einem Dialog.<\/p><\/blockquote>\n<p>Na, mal langsam mit den jungen Pferden. Apple gibt in der Tat keine Interviews. Das ist offenbar so etwas wie Firmenpolitik. Das ist aber auch nicht neu, Herr Ulrich h\u00e4tte das wissen k\u00f6nnen aber nat\u00fcrlich steht es jedem frei, es dennoch zu versuchen.<\/p>\n<p>Nun sehen wir aber im Beitrag nicht die Anfrage im Wortlaut. Im Standbild kann ich aber erkennen, dass dort die Rede von &#8220;Stellungnahme&#8221; ist und dass es u. a. um den Einspruch f\u00fcr eine Markeneintragung eines anderen Unternehmens gehen soll, um einen Store in Berlin, \u2026 Mal ganz ehrlich, ich als Apple h\u00e4tte auch kein Interesse, mich von einem Reporter provozieren zu lassen oder mich f\u00fcr Dinge rechtfertigen zu m\u00fcssen, die in den Rechtsabteilungen behandelt werden.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall muss ich annehmen, dass die Anfrage an Apple deutlich anders aussah, als die Stimme im Beitrag uns glauben machen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>In der Antwort, die eingeblendet wird, ist aber nicht zu erkennen, dass kein Interesse an einem Dialog besteht. Das ist inhaltlich zwar nicht falsch, die Ausdrucksweise im Beitrag suggeriert aber schon wieder etwas negatives. Tatsache ist einfach, dass Apple prinzipiell keine Interviews gibt und der Grund ist, so kann ich nur vermuten, sehr einfach: Apple spricht nicht \u00fcber Produkte in der Entwicklung. Damit sind wohl schon mal 90% der Anfragen \u00fcberfl\u00fcssig. Den anderen 10% (die Zahlen sind von mir frei gesch\u00e4tzt) m\u00f6chte man einfach keine Interpretationsfreiheit geben. Wir wissen alle, was man aus einer Aussage in einem Interview alles drehen kann. dieser Beitrag zeigt es ja schon und genau auf diese Spielchen hat Apple vermutlich einfach keine Lust.<\/p>\n<blockquote><p>Herr Ulrich macht sich selbst auf den Weg, den Mythos Apple zu analysieren. Er trifft einen Marken-Experten, dessen Name und Firma und gro\u00df genannt und gezeigt werden. Der Marken-Experte trifft den Nagel auf den Kopf. Apple macht Dinge anders. Sie stellen nicht die Technik sondern die Arbeit mit dem Ger\u00e4t in den Vordergrund. Die Ger\u00e4te machen seine Arbeit einfacher.<\/p><\/blockquote>\n<p>Schnitt. Der vermutlich h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr den Kauf dieser Ger\u00e4te, das, was den Mythos Apple vermutlich ausmacht, wurde in zwei bis drei kurzen S\u00e4tzen auf den Punkt gebracht. Wir sind erst bei 3 Minuten und 34 Sekunden im Bericht. Ich w\u00fcrde gerne wieder abschalten aber ich bin neugierig\u2026<\/p>\n<blockquote><p>Es geht nach Berlin. Ulrich erz\u00e4hlt, dass viele so denken wie der Marken-Experte und erg\u00e4nzt, dass man sich jung, kreativ und revolution\u00e4r &#8211; also cool &#8211; f\u00fchlen w\u00fcrde und meint damit die Millionen Nutzer.<\/p><\/blockquote>\n<p>Herr Ulrich, haben Sie dem Marken-Experten nicht zugeh\u00f6rt? Davon hat er lt. Beitrag doch gar nichts gesagt.<\/p>\n<blockquote><p>Er analysiert weiter und stellt fest, dass Apple es geschafft hat, die Produkte mit Emotionen zu verbinden bis das Produkt selbst einen Wert wird. Er stellt fest, dass wir alle diesem Luxus erliegen sollen\u2026<\/p><\/blockquote>\n<p>\u2026und ich stelle fest, dass dies von nahezu jedem Unternehmen versucht wird. Im \u00fcbrigen d\u00fcrfen Kunden noch selbst denken und \u00fcberlegen, was sie kaufen m\u00f6chten.<\/p>\n<blockquote><p>In Berlin soll ein Apple-Store entstehen und Apple m\u00f6chte nichts dar\u00fcber erz\u00e4hlen. Alles ein gro\u00dfes Geheimnis.<\/p><\/blockquote>\n<p>Marketing-Strategie\u2026 schon mal geh\u00f6rt?<\/p>\n<blockquote><p>Der Marketing-Experte hat das erkannt. Ulrich findet das albern und legt sich auf die Lauer\u2026 und wundert sich, dass vor der Kamera niemand mit ihm reden m\u00f6chte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, ich rede auch nicht mit jedem, der sich mit einer Kamera vor mein Haus stellt. Die Mitarbeiter werden das auch gar nicht d\u00fcrfen &#8211; so wie das in jedem gr\u00f6\u00dferen Unternehmen der Fall sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<blockquote><p>Ulrich sucht weiter nach dem Apple-Geheimnis und landet in Offenbach bei einem harten Apple-Fan, der seit Jahren Apple-Produkte sammelt. Den &#8220;iGude&#8221;-Witz versteht Ulrich nicht, weil er nicht aus Hessen kommt. Steve Jobs Puppe wird gezeigt, eine Musik-Weste und vieles mehr. Ein Apple II wird mit einer Tastatur-Hilfe gezeigt. Das Ger\u00e4t erkl\u00e4rt sich also dem Anwender.<\/p><\/blockquote>\n<p>Offenbar das F\u00fcllmaterial? Wir sehen einen Sammler, Ger\u00e4tschaften und ein paar einfache Fragen und Antworten.<\/p>\n<blockquote><p>Ulrich will mehr \u00fcber Steve Jobs erfahren und geht zur F.A.Z.. Man plaudert \u00fcber Steve Jobs, \u00fcber Macht und wie schwer Steve Jobs als Interviewpartner war. Man schaut sich eine Keynote an. Ulrich meint, es w\u00e4re wie eine Messe, bekommt aber G\u00e4nsehaut. Es geht darum, warum ein neues Apple-Produkt eine Nachricht in der gro\u00dfen Tageszeitung wert ist. Es geht um die Pr\u00e4sentation. Nat\u00fcrlich wird auch der 1984-Spot gezeigt.<\/p>\n<p>Ein Designer stellt fest, die Farbe Wei\u00df war ein gro\u00dfer Erfolg. Keine grauen Kisten.<\/p>\n<p>Dann die Krise, nachdem Steve nicht mehr im Unternehmen war. Dann kam Steve zur\u00fcck. Es geht um die Personalentscheidungen und den neuen Slogan &#8220;Think different&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>OK, Etwas Geschichte, etwas Anekdoten.<\/p>\n<p>Ich fasse jetzt mal gro\u00dfz\u00fcgiger zusammen\u2026<\/p>\n<blockquote><p>Es geht um die Botschaft, die &#8220;Seele&#8221; in den Produkten. Es geht um eine Ausstellung, &#8220;iKult&#8221;. Darum, dass Bildschirme streicheln erotischer ist als Tasten zu dr\u00fccken. Design, Handhabung, Wertigkeit.<\/p>\n<p>Schnitt. Wieder in Berlin vor dem, was der Apple-Store werden soll. Man spricht mit einem Zulieferer der angeblich auch nicht wei\u00df, was es wird.<\/p><\/blockquote>\n<p>Na Hauptsache, man hat mal mit versteckter Kamera gedreht.<\/p>\n<blockquote><p>Nun geht es zu einem kleinen Caf\u00e9 in dem es nach Apfelkuchen duftet. Der Name &#8220;Apfelkind&#8221;. Wir sehen ein sehr kleines Caf\u00e9 in der die Besitzerin und Mutter offenbar selber bedient. Sie hat sich &#8220;Apfelkind&#8221; mit einem Apfellogo als Marke eintragen lassen. Sie wollte sich das Logo offen halten, weil sie vielleicht mal kein Caf\u00e9 mehr haben k\u00f6nnte sondern, wenn sie Lust auf etwas anderes hat, auch Spielzeug oder andere Dinge mit dieser Marke machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nun hat aber Apple Einspruch eingelegt und Ulrich fragt gleich nach, in welchem Ton das erfolgte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bitte sucht mal selber nach den Fakten zur Geschichte vom Apfelkind. Die gute Frau hat offenbar einen guten Marketing-Stunt gewagt. Einfach mal eine Marke mit Apfel-Logo eintragen und die T\u00e4tigkeiten dabei so weitl\u00e4ufig formulieren, dass sie theoretisch auch technische Produkte fertigen k\u00f6nnte\u2026 Ob sie das jemals, realistisch machen k\u00f6nnte, kann ich nach dem, was ich im Beitrag sehen konnte, nur bezweifeln. Was sie aber erreicht hat: Apple, als gro\u00dfer Konzern, hat seine Rechte durchgesetzt und die Markeneintragung in dieser Breite abgelehnt. Die Folge: Medien-Pr\u00e4senz. Apfelkind kannte vorher kaum jemand im Internet. Inzwischen d\u00fcrfte das Caf\u00e9 etwas bekannter sein, hat doch der gro\u00dfe B\u00f6se Konzern die arme kleine Mutter mit Caf\u00e9 und, vielleicht mal anderen Ambitionen, geschlagen.<\/p>\n<p>Sie br\u00e4uchte nur Ihre Marke auf Produkte reduzieren, die sich nicht mit Apple \u00fcberschneiden.<\/p>\n<p>Der &#8220;Ton&#8221; eines solchen Einspruchs d\u00fcrfte im \u00fcbrigen immer gleich sein. Das ist juristisch. Da kommt sicher niemand vorbei und pinkelt vor die Haust\u00fcr oder beschimpft die gute Frau. Was soll die Frage nach dem &#8220;Ton&#8221; in einer juristischen Sache? Stimmung machen?<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Hat Ulrich mal nachgesehen wie lange das Beatles-Label Apple und Apple Inc. im Clinch lagen?<\/p>\n<blockquote><p>Ah, der Marketing-Experte erkl\u00e4rt es wieder ganz sachlich. Aber Herr Ulrich m\u00f6chte das nicht hinnehmen und fragt noch mal bei Apple nach\u2026 und bekommt nat\u00fcrlich keine Antwort<\/p><\/blockquote>\n<p>Ach was. M\u00f6chte Ulrich jetzt f\u00fcr Apfelkind k\u00e4mpfen? So kommt es im Beitrag jedenfalls ansatzweise r\u00fcber. Und warum sollte Apple nun auf eine weitere Anfrage reagieren? Fragt er jetzt noch 5x an?<\/p>\n<blockquote><p>Es geht um Hannes Koch, der in China bei Foxconn war, wie er sagt. Wir sehen ein paar Video-Clips aus China. Wir sehen junge Menschen, die in die Fabriken ziehen um Geld zu verdienen. Es geht um teilweise etwas milit\u00e4rische Bedingungen, um miese \/ &#8220;beschissene&#8221; Arbeitsbedinungen\u2026<\/p><\/blockquote>\n<p>OK, ich war nicht in China. Ich wei\u00df nicht, ob es den Arbeitern gut oder schlecht geht &#8211; wohlgemerkt, nach chinesischen Ma\u00dfst\u00e4ben. Ich wei\u00df aber, dass wir Langnasen dazu neigen, Dinge nicht oder falsch zu verstehen. Auch in Japan gibt es Pausen-Sport der wie eine Milit\u00e4rparade aussehen kann. Ob dies in China bei Foxcon auch so ist, wenn im Laufschritt zur\u00fcck zur Firma gelaufen wird, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte damit nur sagen: Bitte recherchiert selbst! Verlasst Euch nicht auf solche Aussagen-Schnipsel in solchen Berichten.<\/p>\n<p>Und noch einmal: Apple betrifft das nicht allein. Sollte man also zu dem Schluss kommen, dass die Bedingungen so schlecht sind, dann k\u00fcmmert Euch um alle gro\u00dfen Unternehmen, die dort fertigen lassen!<\/p>\n<blockquote><p>Zur\u00fcck bei iOccupy und der Besetzung des Apple-Stores in Hamburg. Es wird hier auch gesagt, warum man Apple ausgew\u00e4hlt hat und nicht H&amp;M etc., eben weil sie gerade prominent sind. Die Besetzer wissen, dass Apple genug Geld hat um die Produkte zu fairen Bedingungen produzieren zu lassen. Apple k\u00f6nnte auch weniger Gewinn einstreichen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja klar <span class=\"wp-smiley emoji emoji-bigsmile\" title=\":D\">bigsmile<\/span> <\/p>\n<p>Also ich wei\u00df aus den Medien, dass Apple gro\u00dfe Bar-Reserven hat und im Augenblick gut verdient. Ich wei\u00df auch, dass es Apple noch vor ein paar Jahren richtig dreckig ging. Firmen geht es immer mal gut und mal sehr schlecht. Es ist clever, Bar-Reserven zu haben um liquide zu bleiben. Lernt man in der Schule. Aktien-Verm\u00f6gen ist nichts wert, wenn man im Zweifel niemanden mehr findet, der es kaufen m\u00f6chte <span class=\"wp-smiley emoji emoji-wink\" title=\";)\">wink<\/span> <\/p>\n<p>Was ist mir aber nicht anma\u00dfe zu wissen, ist zu behaupten, ob Apple zu anderen Bedingungen produzieren k\u00f6nnte. Ich glaube sogar, dass Apple nur zu gerne alles aus eigener Hand in eigenen Unternehmen produzieren w\u00fcrde. Gerade Apple w\u00fcrde das vermutlich sofort tun, schon um die Geheimhaltung viel besser sicher stellen zu k\u00f6nnen. Ob ein 100% made in USA aber m\u00f6glich w\u00e4re? In den St\u00fcckzahlen? Zu den Preisen? Aber vermutlich w\u00fcrden die Besetzer f\u00fcr die Apple-Produkte auch gerne deutlich mehr Geld bezahlen, ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n<p>Bitte, nicht einfach irgendeine Bargeld-Zahl h\u00f6ren und dann sagen, dass das ja genug w\u00e4re um alles viel besser zu machen. Keiner von denen d\u00fcrfte in der Lage sein, einen Kontenplan und eine Gewinn- und Verlustrechnung f\u00fcr Apple aufzustellen. So kommt man schnell zu falschen oder zu rosaroten Schlussfolgerungen<\/p>\n<blockquote><p>jetzt wird gerechnet, ob sich Apple eine fairere Produktion leisten k\u00f6nnte. Es werden Materialkosten gegen Verkaufspreis aufgerechnet und ein gro\u00dfer Gewinn ermittelt. Es wird auch erw\u00e4hnt, dass Foxconn f\u00fcr China schon ganz gute Verh\u00e4ltnisse hat, auch wenn es sicher besser ginge. Der Konsument habe kaum eine Chance und es werden die zwei Egos im B\u00fcrger erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Es geht zu einem Neurowissenschaftler in M\u00fcnchen. Der Apple-Fan wird untersucht, ob Apple-Produkte Schmetterlinge in seinem Bauch ausl\u00f6sen. Es wird ihm vorher genau erkl\u00e4rt, was passieren wird.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich kenne mich in der Neurowissenschaft nicht aus, h\u00e4tte aber gedacht, dass man einem\u00a0Probanden vorher nicht erkl\u00e4rt, was passiert und worauf es ankommt.<\/p>\n<blockquote><p>Auf jeden Fall wird es jetzt wissenschaftlich. Mann in R\u00f6hre, MRT, Gehirn scheibchenweise am Bildschirm. Das Ergebnis: Sein Gehirn sch\u00fcttet Gl\u00fcckshormone aus, wenn er Apple-Produkte sieht. Ein Gl\u00fccksgef\u00fchl also.<\/p><\/blockquote>\n<p>Apple ist f\u00fcr den Apple-Fan also mehr als nur ein Computer. Das gilt jetzt nat\u00fcrlich f\u00fcr alle Millionen von Kunden.<\/p>\n<p>Es wird dann noch einmal Zusammengefasst und ich frage mich, was dieser Bericht nun eigentlich sein wollte?<\/p>\n<h2>Nachtrag<\/h2>\n<p>Zum Apfelkind-Thema: Geh\u00f6ren Therese Ulrich und der Herr Ulrich aus dem ZDFneo-Bericht eigentlich zusammen?\u00a0Auch <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FwyUXv9BCak\" target=\"_blank\">dieser Bericht vom NDR extra 3<\/a>\u00a0verschweigt wieder wichtiges und verdreht Tatsachen.\u00a0Hier mal eine<a href=\"http:\/\/www.lbr-law.de\/lbr-blog\/apple-gegen-apfelkind-grosenwahnsinniger-weltkonzern-gegen-kleine-cafebesitzerin\" target=\"_blank\"> sachliche Betrachtung der Apfelkind-Geschichte<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Berichte \u00fcber Apple im TV gesendet werden, dann ist die Nutzer-Gemeinde von Apple-Produkten schnell dabei, dies kund zu tun und dar\u00fcber zu&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":""},"categories":[1,7],"tags":[135,736,839,346],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p71Tml-Qk","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3244"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3244"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3247,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3244\/revisions\/3247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}