{"id":3054,"date":"2012-01-11T15:45:57","date_gmt":"2012-01-11T14:45:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=3054"},"modified":"2012-01-11T15:57:50","modified_gmt":"2012-01-11T14:57:50","slug":"fujifilm-x-trans-sensor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2012\/01\/fujifilm-x-trans-sensor\/","title":{"rendered":"Fujifilm X-Trans Sensor &#8211; Scharfe Bilder ohne Moir\u00e9"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3058\" aria-describedby=\"caption-attachment-3058\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fuji-x-pro1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-3058\" title=\"Fujifilm X-Pro1\" src=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fuji-x-pro1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fuji-x-pro1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fuji-x-pro1.jpg 573w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3058\" class=\"wp-caption-text\">Fuji X-Pro1 (Foto: Fujifilm)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Fuji hat die <a href=\"http:\/\/www.fujifilm.com\/products\/digital_cameras\/x\/fujifilm_x_pro1\/\" target=\"_blank\">X-Pro1 vorgestellt<\/a>.Eine spiegellose Digitalkamera im Retro-Look mit wechselbaren Objektiven und optisch-\/elektronischem Hybrid-Sucher. Also so etwas wie eine X100 mit Bajonett. 16 Megapixel, 3&#8243; Display, ISO bis 25.600. So weit, so gut, so wenig Neues. Aber es gibt Neues\u2026<\/p>\n<h2>Neuer Sensor<\/h2>\n<p>Ein digitaler Bildsensor ist eigentlich Farbenblind, er sieht nur Hell und Dunkel, wei\u00df also, wie viele Photonen auf einen bestimmten Bereich gefallen sind. Das Ergebnis ist ein sehr scharfes Graustufenbild. Um Farbe ins Bild zu bringen, gibt es prinzipiell zwei M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber jeden Bildpunkt des Sensors einen Farbfilter legen. Dabei auf den Bildpunkten abwechselnd Farbfilter f\u00fcr Rot, Gr\u00fcn und Blau verteilen. Beim Auslesen der Helligkeitswerte ist dann bekannt, f\u00fcr welchen Farbkanal der jeweilige Wert steht. Verteilt man diese Farbfilter nun so, dass man pro Bildpunkt jeweils benachbarte Pixel mit heranziehen kann, um f\u00fcr jeden Bildpunkt alle 3 Farbwerte zu erhalten, so erh\u00e4lt man ein farbiges Pixel.<br \/>\nDer Vorteil ist, dass das Licht jeden Pixel mit voller Kraft trifft. Der Nachteil ist, dass die Farbwerte f\u00fcr jeden Pixel interpoliert werden. Die Farbaufl\u00f6sung liegt also deutlich unter der tats\u00e4chlichen Sensoraufl\u00f6sung.<\/li>\n<li>Mehrere Sensoren in Schichten untereinander anordnen, so wie es der analoge Film auch macht. Hier hilft die Physik. Die einzelnen Wellenl\u00e4ngen des Lichtes haben die Eigenschaft, unterschiedlich tief in Materialien eindringen zu k\u00f6nnen. Zuerst trifft das Licht dabei auf die obersten Sensoren, die als Blau interpretiert werden. Darunter liegt eine weitere Schicht f\u00fcr die gr\u00fcnen Werte und schlie\u00dflich die unterste Schicht f\u00fcr die roten Werte. Diese Sensoren bezeichnet man auch als <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Foveon_X3_sensor\" target=\"_blank\">Foveon-Sensoren<\/a>.<br \/>\nDer Vorteil ist, dass die Farbaufl\u00f6sung genauso hoch ist wie die Sensoraufl\u00f6sung in der Fl\u00e4che. Der Nachteil ist, dass so ein Sensor im Prinzip 3x so viele Pixel ben\u00f6tigt (in Schichten untereinander) und das macht ihn aufwendiger zu produzieren und teurer.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fuji hat sich bei X-Pro1 f\u00fcr die erste Variante entschieden, hat diese aber etwas abgewandelt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3056\" aria-describedby=\"caption-attachment-3056\" style=\"width: 282px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sensor-bayer-array.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3056\" title=\"Bayer Array\" src=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sensor-bayer-array.png\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"212\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3056\" class=\"wp-caption-text\">Bayer Array (Foto: Fujifilm)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Normalerweise verwenden die Sensoren eine bestimmte Farbfilter-Anordnung, die auch als <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Bayer_filter\" target=\"_blank\">Bayer-Array<\/a> bekannt ist. Diese Anordnung ist sehr regelm\u00e4\u00dfig aufgebaut und dadurch sehr schnell und einfach auszulesen und zu verarbeiten.<\/p>\n<p>Man muss sich vorstellen, dass immer ein 2&#215;2 Pixel gro\u00dfer Block genommen wird um je ein rotes, blaues und zwei gr\u00fcne Farbwerte zu erhalten. Diese Vier Pixel ergeben zusammen ein Farb-Pixel. Dann geht man genau einen Pixel weiter und nimmt wieder einen 2&#215;2 Block. Erneut bekommt man je ein blaues und ein rotes sowie zwei gr\u00fcne Pixel und so weiter. Der Haken ist die regelm\u00e4\u00dfige Anordnung des sehr kleinen Arrays. Ein Block ist 2&#215;2 Pixel gro\u00df, danach wiederholt sich exakt derselbe Block in der Horizontalen und in der Vertikalen. Diese Regelm\u00e4\u00dfigkeit beg\u00fcnstigt die Bildung von sogenannten <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Moir%C3%A9\" target=\"_blank\">Moir\u00e9 Mustern<\/a>. Um diese ungewollten Muster zu vermeiden, hat man vor den Sensor einen Low-Pass- \/ Antialiasing-Filter gepackt. Einfach gesagt macht dieser Filter das Bild etwas unsch\u00e4rfer bevor es auf den Sensor trifft.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3055\" aria-describedby=\"caption-attachment-3055\" style=\"width: 282px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sensor-x-trans.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3055\" title=\"X-Trans Sensor\" src=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sensor-x-trans.png\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"212\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3055\" class=\"wp-caption-text\">X-Trans Sensor (Foto: Fujifilm)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Fuji hat sich nun eine andere Verteilung der Farbfilter ausgedacht um die Verteilung etwas zuf\u00e4lliger wirken zu lassen. Sie schreiben, dass sie sich dabei vom analogen Film inspiriert haben lassen. Wie auch immer, wirklich zuf\u00e4llig kann es nicht sein, weil beim Auslesen der Werte ja bekannt sein muss, welcher Farbwert sich hinter welchem Pixel verbirgt. Aber schaut Euch mal die neue Anordnung rechts im Bald an. Es sind vier 3&#215;3 Bl\u00f6cke die jeweils ein gr\u00fcnes X zeigen. Die blauen und roten Filter sind dann jeweils um 90\u00b0 versetzt angeordnet. Das f\u00fchrt dazu, dass sich das gesamte Array erst alle 6&#215;6 Pixel wiederholt. Man kann weiterhin kleine 2&#215;2 Bl\u00f6cke auslesen um jeweils einen roten und einen blauen sowie zwei gr\u00fcne Farbwerte zu erhalten, das Muster variiert aber bei jedem Pixel den man weiter geht. Laut Fuji soll dies gen\u00fcgen, um die Moir\u00e9-Bildung zu vermeiden.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Das positive Ergebnis ist, dass bei der Fuji X-Pro1 dadurch auf den Antialiasing-Filter verzichtet werden konnte, was wiederum besonders scharfe und Detailreiche Fotos verspricht. Der Nachteil ist, dass man dieses Array nicht mehr so einfach auslesen kann wie das Bayer-Array und daher einen schnelleren Prozessor ben\u00f6tigt. Wie gut sich das neue Farb-Array schl\u00e4gt und wie sparsam der neue Prozessor arbeitet, das wird sich zeigen, wenn die X-Pro1 erst einmal in freier Wildbahn anzutreffen ist. <a href=\"http:\/\/www.fujifilm.com\/products\/digital_cameras\/x\/fujifilm_x_pro1\/sample_images\/\" target=\"_blank\">Beispiel-Fotos<\/a> gibt es derzeit bei Fujifilm direkt, wobei ich f\u00fcr eine Beurteilung lieber auf Fotos warte, die von unabh\u00e4ngigen Fotografen erstellt wurden.<\/p>\n<h2>Links<\/h2>\n<p>Video vom Fuji-Stand der CES. Es wird das <a href=\"http:\/\/www.dpreview.com\/articles\/9956270497\/ces-2012-fujifilm-stand-report\" target=\"_blank\">Men\u00fc und die Bedienung der X-Pro1 <\/a>gezeigt<br \/>\nVideo &#8211; <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JkjbSLl0Yaw&amp;feature=plcp&amp;context=C3aa4fefUDOEgsToPDskKWYe-t3YiPxm4z3C32AE4G\" target=\"_blank\">Fuji Guys stellen die X-Pro1 vor<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fuji hat die X-Pro1 vorgestellt.Eine spiegellose Digitalkamera im Retro-Look mit wechselbaren Objektiven und optisch-\/elektronischem Hybrid-Sucher. 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