{"id":2786,"date":"2011-06-25T21:27:27","date_gmt":"2011-06-25T19:27:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=2786"},"modified":"2011-06-25T21:27:27","modified_gmt":"2011-06-25T19:27:27","slug":"papierkram-im-buro-unter-kontrolle-bekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2011\/06\/papierkram-im-buro-unter-kontrolle-bekommen\/","title":{"rendered":"Papierkram im B\u00fcro unter Kontrolle bekommen"},"content":{"rendered":"<p>Rechnungen, Zahlungsbelege, Kreditkartenabrechnungen, Angebote, Garantiebelege\u2026 Papier wohin man schaut. Viel Papierkram kann man als Privatperson einfach wegwerfen und alles ist gut. Sobald man aber ein ein kleines Gewerbe startet wird es aufwendig. Nicht nur, dass das Papier viel Platz weg nimmt, man muss auch noch gut \u00fcberlegen in welchen Ordner und in welches Register man etwas abheftet, damit man es sp\u00e4ter auch wieder findet.<\/p>\n<p>Es gibt nun prinzipiell drei L\u00f6sungsans\u00e4tze um die Papierberge zu beherrschen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der analoge Ansatz setzt konsequent auf Ordner und Regale<\/li>\n<li>Der digitale Ansatz digitalisiert kompromisslos alles was an Papier rein oder raus geht<\/li>\n<li>Der Parallel-Mix kombiniert analoge und digitale Idee<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich pers\u00f6nlich setze seit einiger Zeit auf den Parallel-Mix. Wie genau und warum, das schildere ich Euch gerne nach dem Klick\u2026<\/p>\n<p><em>mehr nach dem Klick<\/em><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Der analoge Ansatz<\/h2>\n<p>Klassisch, wie vor zig Jahren. Das Papier wird konsequent in Ordner abgeheftet. Sinnvollerweise hat man Rechnungsordner f\u00fcr jedes Jahr und Register f\u00fcr Ein- und Ausg\u00e4nge, etc. So einfach wie das klingt, ganz so einfach ist es nicht. Oft m\u00f6chte man ein St\u00fcck Papier in verschiedene Ordner legen, zum Beispiel eine Rechnung f\u00fcr eine Kamera die gleichzeitig auch als Garantiebeleg gilt. Das kann man nur erreichen, indem man entweder eine Kopie von dem Papier anlegt oder im Garantie-Ordner nur eine Liste f\u00fchrt mit Verweisen auf Rechnungsbelege, z.B. \u00fcber Datum und Typ. <\/p>\n<p>Bis zu einer gewissen Anzahl an Papier kann das gut funktionieren. Irgendwann steigt der Platzbedarf aber extrem und wer nicht ganze R\u00e4ume, trockene Keller oder Dachb\u00f6den zur Verf\u00fcgung hat, der steht irgendwann wo einem Problem.<\/p>\n<p>Wer es dennoch so machen m\u00f6chte, hier ein Tipp: Wenn ein St\u00fcck Papier herein flattert, dann entscheidet sofort was damit passieren soll<\/p>\n<ul>\n<li>Werbung? Gleich weg damit.<\/li>\n<li>Informell? Also Zahlungsbest\u00e4tigungen, Kreditkartenabrechnungen, etc.? Dann sofort abheften. Gar nicht erst einen Stapel bilden lassen.<\/li>\n<li>Muss noch etwas getan werden, z. B. Rechnung bezahlen? \u00dcberlege, ob Du es sofort erledigen kannst und tue es. Muss es erst sp\u00e4ter erledigt werden empfehle ich ein Posteingangs-System zum Beispiel mit einer einfachen H\u00e4ngeregistratur. Macht Euch f\u00fcr jeden Monat je ein Register und f\u00fcr jeden Tag eines Monats ein weiteres Register.  Ihr habt dann 43 Register.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.43folders.com\/2004\/09\/08\/getting-started-with-getting-things-done\">43 Register<\/a><\/h3>\n<p>12 Monats-Register und 31 Tages-Register. Das Prinzip funktioniert so:<\/p>\n<ul>\n<li>Ihr bekommt ein St\u00fcck Papier das ihr nicht sofort bearbeiten k\u00f6nnt oder wollt.<\/li>\n<li>Nun entscheidet Ihr, in welchem Monat ihr das Papier auf Wiedervorlage haben m\u00f6chtet. Packt das Papier in das passende Monats-Register. Soll es noch im laufenden Monat erledigt werden, dann packt das Papier in das passende Tages-Register.<\/li>\n<li>Jeden Tag schaut Ihr also nur in das jeweilige Tages-Register. Am Ende eines Monats sind alle Tagesregister leer und die Papiere abgearbeitet und abgeheftet.<\/li>\n<li>Am Anfang eines Monats schaut Ihr in das passende Monats-Register. Schnappt Euch alles was da drin liegt und verteilt es auf die jetzt leeren Tages-Register. Alles was Ihr Heute noch erledigen k\u00f6nnt packt Ihr in das 1. Tages-Register, dass Ihr Euch Heute nat\u00fcrlich auch noch vornehmt.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Der digitale Ansatz<\/h2>\n<p>Stichwort papierloses B\u00fcro <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <br \/>\nWerbung wird auch hier direkt aussortiert, alles andere landet kompromisslos auf dem Scanner, wird digital abgelegt und das Original anschlie\u00dfend direkt vernichtet. Das erfordert nat\u00fcrlich eine gewisse Konsequenz damit auch wirklich jedes St\u00fcck Papier, dass auch nur ansatzweise archivierungsw\u00fcrdig zu sein scheint, sofort digitalisiert wird. Seit Ihr Euch nicht sicher, ob Ihr das Papier aufheben m\u00fcsst? Scannen! Im Zweifel f\u00fcr das digitale Archiv.<\/p>\n<p>In der digitalen Ablage funktioniert es dann im Prinzip wie beim analogen Ansatz auch. Auch hier k\u00f6nnt Ihr Euch 43 digitale Ordner anlegen und Euch so eine ToDo-Liste aufbauen f\u00fcr die Papierst\u00fccke, die Ihr nicht sofort abarbeiten k\u00f6nnt.<br \/>\nJe nach genutzter Software gibt es aber weit bessere M\u00f6glichkeiten. So k\u00f6nnt Ihr z.B. problemlos ein Dokument in mehrere Ordner legen. Eine Rechnung kann also wirklich im Garantie-Ordner, im Monats-Eingang und in einer oder mehreren beliebigen Rubrik-Ordnern liegen. Eine Rechnung f\u00fcr ein Objektiv kann also zur selben Zeit im Eingangsordner f\u00fcr Juni 2011, im allgemeinen Garantie-Ordner, in der Foto-Rubrik und im ToDo-Ordner f\u00fcr den 27. (zum \u00dcberweisen) liegen ohne dabei mehr Platz zu beanspruchen weil nur Verkn\u00fcpfungen zum Dokument hinterlegt werden.<\/p>\n<p>Belohnt wird man nat\u00fcrlich mit einer enormen Platzersparnis. Ich m\u00f6chte gar nicht ausrechnen, wie viele hunderttausend Dokumente auf eine Festplatte passen.<br \/>\nDer Haken ist, dass man die Originale nicht mehr auf Papier hat. Wenn der Steuerberater die Dokumente nicht elektronisch entgegen nehmen kann, dann geht am Jahresanfang das gro\u00dfe Drucken los und das nervt nicht nur, es kostet auch Tinte\/Toner, Papier und Druckerverschlei\u00df. Sp\u00e4testens das Finanzamt will in den meisten F\u00e4llen Papierbelege sehen.<\/p>\n<p>Wenn Ihr diesen Ansatz dennoch verfolgen m\u00f6chtet, dann denkt unbedingt an gute und redundante Sicherungen der Dokumentenfestplatte. Ideal ist nat\u00fcrlich ein RAID-System auf dem die Dokumente gespeichert werden, damit sie wirklich immer verf\u00fcgbar sind, auch wenn mal eine Platte ausf\u00e4llt. Aber Achtung: Das RAID ersetzt NICHT die Datensicherung! Das RAID sorgt nur f\u00fcr eine hohe Verf\u00fcgbarkeit.<br \/>\nDas RAID muss also auf jeden Fall auf mindestens eine weitere, externe Platte gesichert werden. Ich empfehle, dass Ihr auf mehrere Platten sichert und dass Ihr mindestens eine Platte ausw\u00e4rts lagert, bei Eltern, Freunden oder gar in einem Bankschlie\u00dffach. <\/p>\n<p>Ihr habt nur noch die digitalen Daten und ein weiser Spruch besagt, dass Daten, von denen es nicht mindestens zwei Kopien gibt, nicht existieren.<\/p>\n<h2>Der Parallel-Mix<\/h2>\n<p>Ich fahre einen Mix aus elektronischer Ablage und klassischer Papierablage. Vielleicht ist das auch etwas f\u00fcr Euch?<\/p>\n<p>Der Hintergrund:<\/p>\n<ul>\n<li>1.) Ich selbst hasse aufwendiges Suchen und das st\u00e4ndige \u00fcberlegen, ob ein Papier nun in dieser oder in jener Rubrik abgeheftet werden muss. Die L\u00f6sung w\u00e4re also der digitale Ansatz.<\/li>\n<li>2.) F\u00fcr den Steuerberater und das Finanzamt ben\u00f6tige ich aber die Papierbelege zum einreichen. Also eigentlich den analogen Ansatz. Daf\u00fcr habe ich aber zu wenig Platz und, wie oben schon erw\u00e4hnt, auch keine wirkliche Lust.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Meine L\u00f6sung:<\/p>\n<ul>\n<li>zu 1.) Wenn ich Papier bekomme (Rechnungen, Belege, \u2026) dann werden die direkt gescannt (ScanSnap 1500M <a href=\"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2010\/06\/nsonic-220-mac-scansnap\/\">macht das ratz-fatz<\/a>) und an <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.devon-technologies.com\/products\/devonthink\/\">DevonThink Pro Office<\/a> geschickt (macht OCR automatisch). Im Eingang von DevonThink benenne ich das Dokument ggf. noch um (Firma, Produkt oder Zweck) und schiebe es in einen Ordner (wobei automatisch sinnvolle Vorschl\u00e4ge von DevonThink gemacht werden). Geh\u00f6rt es in mehrere Kategorien erzeuge ich mit cmd-L einfach Links und ziehe die in die passenden Ordner. Kommt ab und an mal vor und ist dann ganz praktisch.<\/li>\n<li>zu 2.) Jetzt wo ich, <em>f\u00fcr mich<\/em>, das Papier elektronisch sinnvoll abgelegt habe muss ich mir weniger Gedanken um das Papier machen. Ich habe f\u00fcr gesch\u00e4ftliches einen Ordner mit Klarsichth\u00fcllen f\u00fcr jeden Monat, jeweils eine f\u00fcr Einnahmen und eine f\u00fcr Ausgaben, also 24 H\u00fcllen. Zack, rein damit. Der Steuerberater hat so alles nach Monat sortiert vorliegen und kommt schnell durch. Das Finanzamt interessiert sich nicht f\u00fcr die Ordnung sondern m\u00f6chte nur die Belege sehen. Privates ist in anderen Ordnern nach groben Kategorien abgeheftet, z. B. in einem Bank-Ordner in dem einfach alles chronologisch abgeheftet wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das klingt jetzt nach doppelter Arbeit, ist es aber nicht wirklich. Dadurch, dass ich die Papiere jetzt ohne gro\u00dfes \u00dcberlegen ablegen kann kostet das kaum Zeit. Wenn ich dagegen jetzt etwas suche, so finde ich es digital sehr schnell wieder, dann Volltextsuche. Und f\u00fcr den Steuerberater ist am Jahresende schon alles fertig und ich muss nicht haufenweise Papier bedrucken.<\/p>\n<p>Hier noch ein Tipp:<br \/>\nIch mache mir zus\u00e4tzlich noch den Aufwand, alle Ein- und Ausg\u00e4nge in Tabellen zu notieren (Ein <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.apple.com\/de\/iwork\/numbers\/\">Numbers<\/a>-Dokument), wiederum nach Monat. Eine weitere Tabelle zeigt mir Quartalssummen f\u00fcr die Umsatzsteuervoranmeldung und Jahressummen f\u00fcr meine Planung. Dieses Dokument hilft dem Steuerberater sehr schnell einen \u00dcberblick f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr zu bekommen. Das reduziert den Zeitaufwand f\u00fcr die Bearbeitung und somit auch die Kosten.<\/p>\n<p>Nun sind nat\u00fcrlich neben den digitalen Dokumenten auch noch alle Papierst\u00fccke vorhanden. Aber jetzt ist das Aussortieren bei Platzmangel wesentlich einfacher geworden!<\/p>\n<p>In (naher) Zukunft schmei\u00dfe ich alle alten Papierbelege weg (Ich empfehle daf\u00fcr einen Shredder mit Kreuzschnitt) und behalte maximal das laufende und das Vorjahr f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle als Papier. Das wird meine Ordner extrem ausd\u00fcnnen und einige Ordner \u00fcberfl\u00fcssig machen. Alle Papiere (Versicherungszeug etc.) habe ich elektronisch vorliegen und ich mache regelm\u00e4\u00dfig Backups.<\/p>\n<p>Und wie beherrscht Ihr die Papierflut?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechnungen, Zahlungsbelege, Kreditkartenabrechnungen, Angebote, Garantiebelege\u2026 Papier wohin man schaut. Viel Papierkram kann man als Privatperson einfach wegwerfen und alles ist gut. 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