{"id":1610,"date":"2009-04-01T17:09:44","date_gmt":"2009-04-01T16:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nsonic.de\/blog\/?p=1610"},"modified":"2009-04-01T17:09:44","modified_gmt":"2009-04-01T16:09:44","slug":"romeo-und-t610","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nsonic.de\/blog\/2009\/04\/romeo-und-t610\/","title":{"rendered":"Romeo und T610"},"content":{"rendered":"<div class=\"img_shadow_right\"><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44618513@N00\/3404824856\/\" class=\"flickr-image\" target=\"_blank\" title=\"T610\"><img src=\"http:\/\/farm4.static.flickr.com\/3449\/3404824856_3c512ca4f1_m.jpg\" alt=\"T610\" \/><\/a><\/div>\n<p>Dies ist keine Review f\u00fcr ein Handy. Wie in den beiden letzten Teilen geht es auch hier um eine M\u00f6glichkeit, seine Pr\u00e4sentation fernzusteuern. In den vergangenen Beitr\u00e4gen ging es um zwei grundverschiedene Techniken: Funk mit dem Kensington Wireless Presenter und Infrarot mit der Apple Remote. Beides Ger\u00e4te die mehr oder weniger genau f\u00fcr diesen Zweck entwickelt wurden.<br \/>\nIn diesem Teil kommt nun eine dritte Technik ins Spiel: Bluetooth. Und zwar mit einem Ger\u00e4t, dass eigentlich \u00fcberhaupt nicht zur Steuerung von Pr\u00e4sentationen konzipiert wurde: Einem Handy.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><u2>Bluetooth<\/u2><br \/>\nIn der Vergangenheit habe ich meine Vortr\u00e4ge auf einem Apple 12&#8243; PowerBook laufen lassen. Dieses Ger\u00e4t besitzt keine Infrarot-Schnittstelle also kam ich gar nicht in die Versuchung eine Apple Remote zu benutzen und auch andere IR-L\u00f6sungen kamen nicht in Frage. Die Nachteile der IR-Steuerung waren mir ohnehin bekannt und somit kam f\u00fcr mich nur Funk in Frage.<\/p>\n<p>Nun hat das PowerBook Bluetooth bereits eingebaut und ich hatte das Ger\u00e4t auch bereits mehrfach erfolgreich mit meinem Handy, das ebenfalls BT hat, verbunden um z.B. SMS zu verschicken oder das Adressbuch abzugleichen. Da liegt es doch nahe, dass man das schlanke Ger\u00e4t auch gleich zur Steuerung der Pr\u00e4sentation nutzt?<\/p>\n<p><u2>Romeo<\/u2><br \/>\nDie Idee ist im Grunde gar nicht schlecht nur leider funktioniert das mit Bordmitteln nicht. Es gibt kein fertiges Protokoll und keine fertige Konfiguration um Tastendr\u00fccke vom Handy in bestimmte andere Tastendr\u00fccke auf dem Mac oder PC umzuwandeln und diese per BT zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Ich suchte ein wenig im Internet und fand gleich mehrere Anwendungen die dies und noch viel erm\u00f6glichten. Einige kosteten Geld (<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.apfelwiki.de\/Main\/SallingClicker\">SallingClicker<\/a>, <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.apfelwiki.de\/Main\/RemoteBuddy\">RemoteBuddy<\/a>) und konnten weit mehr als ich ben\u00f6tigte. Doch eine Anwendung war kostenlos: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.apfelwiki.de\/Main\/Romeo\">Romeo<\/a>.<\/p>\n<p>Die Programme machen im Kern alle das Gleiche und unterscheiden sich eher im Detail. Das Prinzip ist folgendes:<br \/>\n\u00dcber BT wird das Handy mit dem Mac verbunden. Die Software auf dem Mac stellt dabei die Hauptanwendung dar die diese Verbindung herstellt. Nun kann die Anwendung spezielle Men\u00fc-Eintr\u00e4ge auf dem Handy zur Verf\u00fcgung stellen wenn das Ger\u00e4t das passende BT-Protokoll unterst\u00fctzt und Platz f\u00fcr diese Men\u00fcs anbietet. Am Handy ruft man nun so einen Men\u00fcpunkt auf und schon kann man diese, von der Software bereitgestellten, Befehle aufrufen.<br \/>\nJe nach Vorgehensweise kann das z.B. ein Men\u00fc sein in dem Eintr\u00e4ge f\u00fcr &#8220;n\u00e4chste Seite&#8221;, &#8220;vorherige Seite&#8221;, &#8220;schwarz&#8221;, usw. stehen. \u00dcber die Auswahltasten oder den Joystick am Handy w\u00e4hlt man den gew\u00fcnschten Eintrag und best\u00e4tigt diesen. Handys mit Joystick sind daf\u00fcr vermutlich am besten geeignet &#8211; Mein T610 hat so einen Stick und habe es nie mit Ger\u00e4ten ohne probiert.<br \/>\nDie Software empf\u00e4ngt nun diese Information und kann diese auf dem Mac direkt in einen Tastencode umwandeln um diesen an die aktive Anwendung zu schicken.<\/p>\n<p>Romeo wurde so konzipiert, dass andere Entwickler eigene Erweiterungen f\u00fcr anderen Programme einbauen konnten und das wurde auch gemacht. Diese Erweiterungen lassen sich auf der Webseite des Autors herunter laden.<\/p>\n<p>Romeo wurde zwar kostenfrei zum Download angeboten aber wurde gebeten eine kleine Spende zu schicken damit der Autor sich ein neues iBook kaufen k\u00f6nnte. Das Konzept scheint nicht sonderlich gut aufgegangen zu sein denn auf seiner Webseite steht der Fortschrittsbalken unver\u00e4ndert irgendwo im ersten Drittel. Nun m\u00f6chte ich bezweifeln, dass der Autor noch immer auf ein iBook spart <span class=\"wp-smiley emoji emoji-wink\" title=\";)\">wink<\/span>  und bereits vor Jahren, als ich Romeo entdeckte, bekam ich auf die Fragen keine Antwort mehr. Ich vermute also mal stark, dass das Projekt eingeschlafen ist und Romeo nicht mehr weiterentwickelt wird. Es lief gut unter Tiger (10.4). Mit Leopard (10.5) soll es Schwierigkeiten geben &#8211; Ich habe dies aber nicht mehr getestet da ich ohnehin aus anderen Gr\u00fcnden nicht mehr auf diese Technik setze.<\/p>\n<p><u2>Licht und Schatten<\/u2><br \/>\nDer Clou ist nat\u00fcrlich, dass man neben fertigen Men\u00fcs auch eigene Steuerungskonfigurationen anlegen kann. Ich hatte auf diese Weise z.B. auch eine Steuerung f\u00fcr die Lightroom-Diashow angelegt. Je nach Ger\u00e4t und Software kann man auch die Maus steuern und noch vieles mehr.<br \/>\nDie Handys sind sehr klein und liegen bei einer Pr\u00e4sentation wirklich gut in der Hand &#8211; zumindest bei meinem T610 ist das immer so gewesen. Mit dem Joystick einfach den Eintrag &#8220;n\u00e4chste Seite&#8221; ausgew\u00e4hlt und nun musst man den Stick einfach nur noch dr\u00fccken um eine Folie zu kommen. Aufs Display gucken war nur n\u00f6tig, wenn man z.B. eine Folie zur\u00fcck oder die Pr\u00e4sentation schwarz schalten wollte. Beides kam bei mir \u00e4u\u00dferst selten vor.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfe des T610:<br \/>\nL\u00e4nge: ca. 10 cm<br \/>\nBreite: ca. 4,5 cm<br \/>\nH\u00f6he (Dicke): ca. 2 cm<\/p>\n<p>Ein Haken ist aber: Das klappt nicht mit jedem Handy nur weil es BT kann! Das Ger\u00e4t muss das passende Protokoll unterst\u00fctzen und in der Lage sein, solche Erweiterungs-Men\u00fcs einzublenden. Welche Ger\u00e4te unterst\u00fctzt werden, das steht jeweils auf den Seiten der Softwareanbieter.<\/p>\n<p>Es gibt aber noch viel gravierende Nachteile bei diesem Prinzip. <\/p>\n<p>Zum Einen funktioniert es nur wenn das Handy auch eingeschaltet und funktionst\u00fcchtig ist. Ich habe z.B. inzwischen ein iPhone und nutze das T610 nicht mehr. Ich habe auch keine SIM-Karte mehr daf\u00fcr und daher komme ich gar nicht mehr soweit es zu koppeln &#8211; es erscheint nur lapidar &#8220;Insert SIM&#8221;. Als reine Fernbedienung taugt die Handy-L\u00f6sung also nicht.<br \/>\nHat man nun aber eine SIM eingelegt, dann ist man nat\u00fcrlich auch telefonisch erreichbar &#8211; auch w\u00e4hrend des Vortrags <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span>  Nat\u00fcrlich kann man das Ger\u00e4t stumm schalten aber selbst dann vibriert das Ger\u00e4t gerne mal (au\u00dfer man schaltet das auch ab) und zeigt nat\u00fcrlich den Anrufer am Display an. Je nach Ger\u00e4t kann das nun sehr ungl\u00fccklich sein weil man unter Umst\u00e4nden nicht direkt zur n\u00e4chsten Folie schaltet wenn man den Knopf dr\u00fcckt sondern das Gespr\u00e4ch entgegen nimmt. Selbst wenn man es nicht entgegen nimmt muss man erst mal schauen, wie man jetzt zur\u00fcck ins Men\u00fc kommt ohne den Anruf entgegen zu nehmen. So etwas kann bei kleineren Vorf\u00fchrungen im Freundeskreis noch lustig sein, bei gr\u00f6\u00dferen Vortr\u00e4gen ist es aber ganz bitter. Der Erz\u00e4hlfluss wird unterbrochen, die Verbindung zum Publikum geht verloren und man wirkt sofort sehr unprofessionell.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt hat man es nat\u00fcrlich mit einer BT-Verbindung zu tun. Normalerweise ist dies kein Problem und sie ist sehr stabil. In der Praxis passieren aber durchaus komische Dinge &#8211; auch am Mac. <span class=\"wp-smiley emoji emoji-wink\" title=\";)\">wink<\/span>  Da kann es passieren, dass nach langer Zeit ohne Reboot der Bluetooth-Stack etwas durcheinander ist und einfach keine Verbindung aufbauen m\u00f6chte. Oder die Verbindung geht w\u00e4hrend des Vortrags einfach mal verloren &#8211; sei es weil der BT-Stack spinnt oder weil das Handy meint in den Standby gehen zu m\u00fcssen nur weil man l\u00e4nger \u00fcber eine Folie diskutiert. Wobei mit &#8220;Verbindung verlieren&#8221; meine ich schon den Fall, dass der n\u00e4chste Klick nicht den Men\u00fceintrag ausf\u00fchrt sondern erst mal das Ger\u00e4t aufweckt.<br \/>\nBeide Probleme hatte ich bisher zwar sehr selten aber sie traten auf. Im ersten Fall hilft ein Reboot des Rechners und es passiert eigentlich nur ganz am Anfang &#8211; man kann es also l\u00f6sen bevor man auf die B\u00fchne geht. Im zweiten Fall hilft es wenn man zwischendurch mal am Handy spielt, also z.B. Joystick nach oben klicken. Da die &#8220;n\u00e4chste Seite&#8221; in meinem Fall der oberste Eintrag war habe ich den Eintrag nicht gewechselt sondern nur das Handy am &#8220;leben&#8221; gehalten.<\/p>\n<p><u2>Fazit<\/u2><br \/>\nDas Handy als Pr\u00e4sentationsbedienung ist im Grunde eine nette Sache und man kann den einen oder anderen damit durchaus verbl\u00fcffen. Es klappt allerdings nur dann, wenn man im Grunde nie angerufen wird und man das Handy auch wirklich einsatzbereit, also mit eingelegter SIM, betreibt. Ansonsten wird man im Vortrag unterbrochen bzw. kann es gar nicht erst daf\u00fcr nutzen.<br \/>\nDie Reichweite war bei meinem T610 immer ausreichend und ich bekam auch so gut wie nie Anrufe, daher funktionierte das immer ganz gut. Inzwischen werde ich aber h\u00e4ufiger angerufen und ich habe das iPhone, also auch keine SIM mehr f\u00fcr das T610. Beides Gr\u00fcnde die diese Technik disqualifizieren f\u00fcr einen professionellen Vortrag.<\/p>\n<p>Obwohl ich diese Technik lange genutzt habe kann ich sie nicht uneingeschr\u00e4nkt empfehlen. Als Backup ist sie aber in jedem Fall interessant. Ansonsten w\u00fcrde ich so etwas wohl eher f\u00fcr das Home-Entertainment nutzen. Zu Hause st\u00f6rt es nicht wenn die Foto-Vorf\u00fchrung vom Anruf unterbrochen wird &#8211; man w\u00e4re ja sowieso ans Telefon gegangen <span class=\"wp-smiley emoji emoji-smile\" title=\":)\">smile<\/span> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist keine Review f\u00fcr ein Handy. 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