nSonic #195 – Denk Mal – Pfingsten
Samstag, 30. Mai 2009
Pfingsten – Was heißt das eigentlich, was ist das überhaupt und ist das überhaupt richtig?
Pfingsten – Ein bundesweiter Feiertag, oder?

Pfingsten – Was heißt das eigentlich, was ist das überhaupt und ist das überhaupt richtig?
Pfingsten – Ein bundesweiter Feiertag, oder?
Heute findet die öffentliche Anhörung zum Thema “Internetsperren gegen Kinderpornografie” statt. Spreeblick wird u.a. über Twitter darüber berichten.
Noch mal deutlich:
- Ursula v.d.Leyen möchte Seiten mit Kinderpornografischem Inhalt sperren. “Sperren” bedeutet hierbei aber, dass die Inhalte weiterhin im Internet stehen bleiben. Es bedeutet, dass man wenigen Einstellungen weiter ungehindert an diese Inhalte gelangt. Es bedeutet auch, dass genau diejenigen, die diese “Sperre” (den Vorhang in Form eines Stoppschildes) umgehen, NICHT erfasst werden! Wer aber ohne “Tricks” im Internet unterwegs ist – also vermutlich so ziemlich jeder Normalbürger – läuft dann Gefahr über Spam-Links, gehackte Webseiten oder eingestreuter Werbung auf Webseiten auf so ein Stopp-Schild zu geraten. In diesem Fall sollen die persönlichen Daten an das BKA übermittelt werden – möglichst in Echtzeit.
- Täter werden dabei nicht verfolgt. Provider werden dabei nicht informiert, dass auf Ihren Servern illegale Inhalte gehalten werden. Konsumenten des Materials, die schnell erfahren werden wie man die Sperren umgeht, werden nicht erfasst. Erfasst und verdächtigt werden einzig und allein die “dummen” Internetbenutzer, das normale Volk, dass über Umwege auf solche Stopp-Schilder geleitet werden kann.
- v.d.Leyen möchte zwar (so sagt sie) den Generalverdacht NICHT haben – aber die geplanten Maßnahmen sprechen eine deutlich andere Sprache.
Ich möchte hier ein paar weitere Links zu interessanten Interviews, Videos und Aktionen bringen. Bitte informiert Euch!
Wenn Ihr weitere gute Inhalte zu dem Thema habt, dann freue ich mich über Eure Kommentare.

Ein Thema, zu dem mich sehr viele Frage von Euch erreichen, ist das Thema Farbräume. So simpel das Konzept der Farbräume im Grunde auch ist, so komplex ist es auch gleichzeitig.
Ich habe mir daher gedacht, dass ich das Thema mal von Grund auf erkläre. Möglicherweise etwas vereinfacht aber irgendwo muss man ja anfangen.
Wenn Ihr Euch also auch fragt, was ein Farbraum wie sRGB oder AdobeRGB ist und wofür es ihn überhaupt gibt, dann sei Euch diese Folge #194 ans Herz gelegt.
Wie soll es weiter gehen?
In mindestens einem weiteren Teil möchte ich darauf eingehen, wie man die Farben von einem Farbraum in einen anderen anderen konvertieren kann und was es dabei zu beachten gibt.
Wenn Ihr weitere Fragen zu dem Thema habt, dann meldet Euch. Ich werde dann versuchen diese Fragen im zweiten Teil zu beantworten oder eben einen dritten Teil planen.
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Gestern Abend zeigte der NDR in der Sendung ZAPP einen Beitrag über die Hintergründe der geplanten Internetsperren. Hier kann sich jeder in unter 10 Minuten eine sehr gut zusammen getragene Übersicht über die Hintergründe verschaffen.
Wichtig ist zu verstehen: Sperren bedeutet eben NICHT löschen! Die Sperren sind löchrig und verfolgt werden am Ende nicht die Täter sondern unschuldige Bürger.
Am Mittwoch, den 27. Mai soll es soweit sein. Genauer: Von 11 Uhr bis 13 Uhr im Jakob-Kaiser-Haus, Sitzungssaal 1.302 in Berlin. Dann soll eine öffentliche Anhörung zu dem Thema der Internetsperren statt finden zu der auch 9 Fachleute eingeladen sind.
Die Liste der Sachverständigen sieht so aus (während ich diese Zeilen schreibe):
Ein Platz scheint also noch frei zu sein? Man darf gespannt sein.
Ich bin vor allem deshalb gespannt, weil die knappen 2 Stunden wohl kaum für Analysen und Gespräche jenseits der Oberfläche ausreichen dürften. Nehmen wir mal an, es gehen maximal 20 Minuten für Begrüßung und Zusammenfassung verloren und es gibt während der Diskussionen keine langwierigen Anfeindungen und polemischen Ausflüge ins Märchenland. Dann bleiben 100 Minuten für 9 Sachverständige. Also etwa 11 Minuten für jeden um auf umfangreiche Fragen und Themengebiete einzugehen. Ich gehe aber eher von 5 Minuten oder weniger aus, lasse mich aber gerne positiv überraschen.
Jeder kann an dieser Anhörung teilnehmen. Dazu muss man sich allerdings vorher anmelden. Wie das geht, ist auf der oben verlinkten Seite angegeben. Außerdem wird man die Anhörung auch aufzeichnen dürfen. Dazu ist wiederum eine Anmeldung im Vorfeld notwendig.
Wer aus Berlin (oder der Nähe) hat die 2 Stunden Zeit um diese Anhörung z.B. auf Video aufzunehmen?
Wie ich bereits schrieb, hatte die Deutsche Kinderhilfe eine Umfragenkampagne gestartet um FÜR die Internetsperren zu kämpfen und ich schrieb bereits, dass die Fragestellung im Grunde schon das Ergebnis beinhaltete – und so war es dann auch. Über 90% der Bevölkerung seien demnach für die Sperren – Dass diese nicht kontrollierbar sind wurde dabei natürlich nicht erwähnt.
MOGIS, der Verein der Missbrauchsopfer gegen Internetsperren, wollte dies nicht auf sich sitzen lassen und startete, beim selben Institut, ebenfalls eine Umfrage. In diesem Fall aber mit deutlicher formulierten Auswahlmöglichkeiten für die Befragten. Und sie da, das Ergebnis fällt komplett anders herum aus. Nun sind 90% der Bevölkerung GEGEN die Internetsperren.
Das zeigt mal wieder deutlich, dass solche Umfragen mit größter Vorsicht zu genießen sind und dass diese je nach Fragestellung/-formulierung eingesetzt werden können, um den eigenen Standpunkt zu unterstreichen. Möge sich nun jeder selbst über die Deutsche Kinderhilfe informieren und sich ein eigenes Urteil bilden.
Auf Bayern2 gab es ein sehr sachliches Interview zum Thema Internetsperren und Kinderpornografie. (mp3) Es ist als MP3 verfügbar. Wenn Ihr bei der Online-Petition noch nicht unterschrieben habt, vielleicht nehmt Ihr Euch einfach mal die Zeit und hört es Euch an.
Ein interessanter und lesenswerter Bericht über die Hintergründe und Verbindungen der v.d. Leyen. Das lässt so einiges in einem völlig neuen Licht erscheinen.
Wird Kirche und Staat noch getrennt in Deutschland? Was haben v.d. Leyen und Guttenberg wirklich vor? Alles kein Problem oder doch ein großer Schritt in einer weitreichenderen Phantasie?
Bitte helft mit:
- Zeichnet die Petition gegen die Internetsperren. Die geplanten Mittel helfen keinem Kind und führen nicht dazu, dass die Seiten aus dem Internet verschwinden. Stattdessen wird nur eine, transparente, Gardine darüber geworfen und den Ermittlungsbeamten die Arbeit erschwert.
- Hilf MOGIS, dem Verband der Missbrauchsopfer gegen Internetsperren.
- Geh zu den Wahlen und erteile der Regierung eine klare Absage. Wichtig: WÄHLEN GEHEN! Nicht wählen oder Stimmzettel ungültig machen ist keine echte Hilfe da die Stimmenverteilung davon nicht beeinflusst wird. Der “harte Kern” der CDU/CSU wird weiter zur Wahl gehen und kein ungültiger (und erst kein nicht abgegebener) Stimmzettel kann dem etwas entgegen setzen. Wähle also gültig.
Die Deutsche Kinderhilfe hat nun wohl ihre erste Umfrage FÜR die Internetzensur – pardon – gegen Kinderpornografie durchgeführt. Kurze Wiederholung: Die DKH fragte: “Kampf gegen Kinder”pornografie” – [x] Ja, ich stimme für das Gesetz gegen Kinder”pornografie” im Internet. Wer würde da nicht unterschreiben? Hier weitere Hintergründe dazu. (Das PDF mit dem Umfragezettel ist leider nicht mehr verfügbar; Wer einen neuen Link hat, oder es gespeichert hat, bitte nehmt Kontakt zu mir auf)
Die Gegner dieses Gesetzes sind aber gar nicht dafür, dass Kinderpornografie im Netz verbleibt (wie es mit der geplanten Sperre der Fall wäre) sondern dass die Server bzw. die Webseiten vom Netz genommen werden – Durch Strafverfolgung, durch bereits bestehende Gesetze. Das ist problemlos möglich – auch weltweit – da in jedem Land, in dem solche Seiten bereitgestellt werden, ausreichende Gesetze vorhanden sind. Das wurde inzwischen von vielen Seiten bestätigt und auch in Deutschland weiß man wohl wie das geht wie das jüngste Beispiel in diesem Fall zeigt. Die Fragestellung der DKH ist also an sich schon irreführend – bzw. zeigt schon vor der ersten Unterschrift klar, wie das Ergebnis geplant ist. Statt auf dem Rücken der Missbrauchsopfer billigen Wahlkampf zu betreiben sollte man die Seiten vom Netz nehmen – das meint auch Michael Jäger.
MOGIS – der Verein der Missbrauchsopfer gegen Internetsperren – fragt nun, ob man nicht eine eigene Umfrage “da draußen” machen lassen sollte? Im Gegensatz zur DKH sind die besorgten Bürger nicht bundesweit in einer Organisation. Aber vielleicht wiegt so eine Umfrage mit Stift und Papier bei den Politikern mehr als eine elektronische im Internet, das sie ja ohnehin nicht wirklich verstehen.
So eine Umfrage wäre dann etwas detaillierter (differenzierte Fragestellung) und würde nur ca. 1100,- Euro kosten (lt. MOGIS). Wenn Du dabei helfen möchtest, dann schreibe per Mail an MOGIS. Ich habe es bereits getan.
Wer auf die Straße gehen möchte um zu helfen, der kann bei der von MOGIS geplanten Idee mitmachen.
Bei Spiegel Online gibt es einen Videobericht zum Thema Internetsperre.
Es ist schön, dass einige Stellen zwischen Befürwortern und Gegnern vermitteln möchten. Aber man kann es drehen wie man möchte: Die geplanten Sperren sind weder als erstes noch als zusätzliches Mittel beim Kampf gegen Kinderpornografie tauglich. Sie führen lediglich zu einer Struktur, welche die Zensur von Inhalten in naher Zukunft möglich macht. Ich wiederhole noch einmal: Zypris selbst schließt es nicht mehr aus, dass diese Strukturen auch für andere Vergehen, abseits der Kinderpornografie, eingesetzt werden können.
Nachtrag:
Immer wieder erzählen uns v.d.Leyen, Guttenberg, Faust und andere, dass es keine (ausreichende) Gesetzgrundlage “für den Kampf” gegen Kinderpornografie im Internet gäbe. Interessant aber, dass der Entwurf für die Gesetzsperren genau diese, bereits vorhandenen, Paragraphen als Legitimation für die Sperre nutzen möchte. Es gibt bereits eine klare Definition im Umgang mit Kinderpornografie – Das Internet ist von diesem Paragraphen 184b nicht ausgeschlossen.
Steht auf, informiert Euch, tut etwas!